1 * Paulus, Apostel (nicht von Menschen [beauftragt], noch durch [einen] Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott [den] Vater, der Ihn aus [den] Toten auferweckt hat)
2 und alle Brüder, die bei mir [sind, an] die herausgerufenen [Gemeinden] Galatiens.
3 Gnade [sei] euch und Friede von Gott, unserem Vater, und [dem] Herrn Jesus Christus,
4 der Sich Selbst für unsere Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) [hin]gegeben hat, damit Er uns aus dem gegenwärtigen bösen Äon herausnehme, nach dem Willen unseres Gottes und Vaters.
5 [Ihm sei] die Verherrlichung für die Äonen der Äonen! Amen!
6 Ich staune, da[ß] ihr euch so schnell umstellt, [hinweg] von dem [Evangelium, das] euch in Christi Gnade berufen hat, zu [einem] andersartigen Evangelium,
7 das [aber] nicht [ein] anderes [echtes] ist, wenn [da] nicht etliche wären, die euch beunruhigen und das Evangelium des Christus verkehren wollen.
8 Aber wenn auch wir oder [ein] Bote aus [dem] Himmel euch [etwas Andersartiges] neben [dem verkündig]t, [was] wir euch [als] Evangelium [verkündig]t haben: er sei [in den] Bann [getan]!
9 Wie wir [schon] zuvor betont ha[tt]en, [so] sage ich auch jetzt wieder: Wenn jemand euch [etwas Andersartiges als] Evangelium [verkündig]t, neben [dem, was] ihr [von uns] erhalten habt: [er sei] in den Bann [getan]!
10 [Will] ich denn jetzt Menschen willfahren oder Gott? Oder suche ich [damit] Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefallen [wollte], wäre ich kein Sklave Christi.
11 Denn ich mache euch bekannt, Brüder: Das von mir verkündigte Evangelium ist nicht menschengemäß.
12 Denn ich erhielt es weder von [einem] Menschen, noch wurde ich [es] gelehrt; vielmehr [wurde es mir] durch [eine] Enthüllung Jesu Christi [zuteil].
13 Ihr habt doch [von] meinem einst[igen] Verhalten im Judentum gehört, da[ß] ich die herausgerufene [Gemeinde] Gottes außerordentlich verfolgte und ihr nachstellte.
14 So [mach]te ich in [meinen Einsatz für] das Judentum Fortschritte, mehr [als] viele Altersgenossen in meinem Geschlecht, [da ich ein] übermäßiger Eiferer [um] meine väterlichen Überlieferungen war.
15 Als [es] aber Gott (der mich von meiner Mutter Leib [an] abgesondert und durch Seine Gnade berufen hat) wohl[er]schien,
16 Seinen Sohn in mir zu enthüllen, damit ich Ihn [als] Evangelium unter den Nationen [verkündige, da] unterbreitete ich [es] nicht sofort Fleisch und Blut,
17 noch ging ich nach Jerusalem zu denen hinauf, [die schon] vor mir Apostel [waren], sondern ich begab mich nach Arabien, [von] wo [aus] ich wieder nach Damaskus zurückkehrte.
18 Darauf (nach drei Jahren) ging ich nach Jerusalem hinauf, um Kephas [von mir] zu berichten, und blieb fünfzehn Tage bei ihm.
19 [Jemand] anders [als] die Apostel [sa]h ich nicht, außer Jakobus, den Bruder des Herrn.
20 [Was] ich euch hier schreibe, siehe, vor [den] Augen Gottes [sage ich es]: ich lüge nicht.
21 Darauf ging ich in die Landschaften [von] Syrien und Cilicien.
22 Aber den [Gemeinden in] Judäa, die in Christus herausgerufen [sind], war ich [von] Angesicht unbekannt.
23 Sie hatten nur gehört: Der uns einstmals verfolgte, [verkündig]t nun [als] Evangelium den Glauben, dem er einst nachstellte.
24 Und sie verherrlichten Gott [im Hinblick] auf mich.
1 * Darauf (nach vierzehn Jahren) zog ich wieder nach Jerusalem hinauf, [diesmal] mit Barnabas, [und] nahm auch Titus mit.
2 Und [zwar] zog ich zufolge [einer] Enthüllung hinauf und unterbreitete ihnen (im besonderen aber den Angesehenen) das Evangelium, welches ich unter den Nationen herolde, daß ich [als]o nicht etwa ins Leere renne oder gelaufen wäre.
3 Aber nicht einmal Titus, der bei mir [war und doch] Grieche ist, wurde genötigt, sich beschneiden zu lassen.
4 [Was] aber die eingeschmuggelten falschen Brüder betrifft (die nebenbei hereingekommen waren, um unsere Freiheit, die wir in Christus Jesus haben, auszukundschaften, um uns völlig [unter das Gesetz zu] versklaven),
5 [so] haben wir [ihnen] nicht einmal für [eine] Stunde [auch nur] scheinbar [durch] Unterordnung nachgegeben, damit die Wahrheit des Evangelium bei euch fortbestehe.
6 Von den Angesehenen aber (was für ein [Ansehen, als] seien [sie] etwas, sie einst hatten, macht mir nichts aus, [da] Gott nichts [von dem] aüßeren [Ansehen eines] Menschen hält), mir haben [diese] Angesehenen doch nichts [anderes] unterbreitet,
7 sondern im Gegenteil, [weil sie ein]sahen, da[ß] ich [mit] dem Evangelium der Unbeschnittenheit betraut bin, so wie Petrus [mit dem] der Beschneidung
8 (denn der [in] Petrus für [das] Aposteltum der Beschneidung wirkt, [d]er wirkt auch [in] mir für die Nationen),
9 und [da sie] die mir gegebene Gnade [er]kannten, gaben Jakobus, Kephas und Johannes, die [als] Säulen angesehen werden, mir und Barnabas [die] rechte [Hand der] Gemeinschaft, damit wir für die Nationen, sie aber für die Beschneidung [wirkten],
10 nur daß wir der Armen gedenken sollten, und ich befleißige mich, gerade dies zu tun.
11 Als aber Kephas nach Antiochien kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, weil er sich [selbst] ins Unrecht gesetzt hatte.
12 Denn [be]vor etliche von Jakobus kamen, aß er zusammen mit [denen aus] den Nationen; als sie dann kamen, wich er zurück und sonderte sich ab, [weil er] die aus [der] Beschneidung fürchtete.
13 Dann heuchelten mit ihm auch die übrigen Juden, so daß selbst Barnabas [durch] ihre Heuchelei mit weggeführt wurde.
14 Als ich jedoch s[a]h, da[ß] sie sich nicht richtig auf die Wahrheit des Evangeliums einstell[t]en, sagte ich [zu] Kephas vor allen: "Wenn du, [der du] Jude bist, wie [die aus den] Nationen lebst und [gar] nicht jüdisch, wie[so] nötigst du die [aus den] Nationen, jüdische [Bräuche mit]zu[mach]en?
15 Wir [sind von] Natur Juden und nicht Sünder (wörtl.: Zielverfehler) aus [den] Nationen;
16 [weil wir] aber wissen, da[ß der] Mensch nicht aus Gesetzeswerken gerechtfertigt wird, sondern nur durch [den] Glauben Christi Jesu, [so] glauben auch wir an Christus Jesus, damit wir aus [dem] Glauben Christi und nicht aus Gesetzeswerken gerechtfertigt werden; denn aus Gesetzeswerken wird [von] allem Fleisch niemand gerechtfertigt werden.
17 Wenn wir aber, [die wir] in Christus gerechtfertigt zu werden suchen, selbst als Sünder (wörtl.: Zielverfehler) erfunden wurden, [wäre] Christus demnach [ein] Diener [der] Sünde (wörtl.: Zielverfehlung)?
18 Möge [das] nicht [gefolgert] werden! Denn wenn ich das, was ich abbrach, wieder [auf]baue, hebe ich mich [als] Übertreter hervor.
19 [Nun] bin ich [aber] doch durch [das] Gesetz [dem] Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe.
20 Zusammen [mit] Christus bin ich gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt); ich lebe aber, [doch] nicht mehr ich, sondern in mir lebt Christus. [Was] ich aber [von] nun [an] i[m] Fleisch lebe, [das] lebe ich i[m] Glauben, dem des Sohnes Gottes, der mich liebt und sich selbst für mich dahingegeben hat.
21 Ich lehne die Gnade Gottes nicht ab; denn wenn Gerechtigkeit durch [das] Gesetz [käme], wäre ja Christus ohne Grund gestorben.
1 * O [ihr] unvernünftigen Galater, wer hat [denn] euch bezaubert, vor deren Augen Jesus Christus [als] Gekreuzigter (wörtl.: Angepfahlter) gezeichnet wurde?
2 Nur dies [eine] will ich von euch erfahren: Habt ihr den Geist aus [euren] Gesetzeswerken erhalten oder beim Hören [von Seinem] Glauben?
3 So unvernünftig seid ihr? Habt ihr [im] Geist [den Anfang] unternommen, um [ihn] nun [im] Fleisch [zu] vollenden?
4 Habt ihr so viel [etwa zum] Schein gelitten? [Ja], wenn wirklich nur [zum] Schein!
5 Der euch nun den Geist darreicht und Machttaten unter euch wirkt, [tut er das, weil] ihr den Geist aus [eueren] Gesetzeswerken oder beim Hören [von Seinem] Glauben erhalten habt?
6 So wie [bei] Abraham: er glaubte Gott, und es wird ihm zur Gerechtigkeit [an]gerechnet.
7 [Daraus] möget ihr wohl [er]kennen: [Nur] die aus Glauben, diese sind Söhne Abrahams.
8 [Da] die Schrift aber voraussah, daß Gott die Nationen aus Glauben rechtfertigt, [verkündig]te sie [schon] vorher dem Abraham [als] Evangelium: In dir sollen alle Nationen gesegnet werden.
9 Daher werden die aus Glauben mit dem gläubigen Abraham gesegnet.
10 Doch alle, die aus Gesetzeswerken sind, stehen unter [dem] Fluch; denn es ist geschrieben: Verflucht [ist] jeder, der nicht bei allen in der Rolle des Gesetzes geschriebenen [Geboten] bleibt, um sie zu erfüllen.
11 Daß aber vor Gott niemand durch [das] Gesetz gerechtfertigt wird, [ist] offenkundig; d[enn] der Gerechte wird aus Glauben leben.
12 Das Gesetz aber ist nicht aus Glauben; sondern [wer] alle [Gebote] erfüllt, wird in ihnen leben.
13 Christus hat uns aus dem Fluch des Gesetz erkauft, [weil Er] um unseret[willen zum] Fluch wurde; d[enn] es steht geschrieben: Verflucht [ist] jeder der a[m] Holz hängt.
14 [Und Er wurde zum Fluch], damit der Segen Abrahams in Jesus Christus unter die Nationen [gebracht] werde, [so] daß wir die Verheißung des Geistes durch den Glauben erhalten mögen.
15 Brüder (ich sage [dies, wie es] unter Menschen [ist]), gleichfalls wird niemand [den] gültig ge[mach]ten Bund [eines] Menschen [etwa] ablehnen oder [noch nachträglich etwas] dazu anordnen.
16 [Nun] sind die Verheißungen aber dem Abraham und seinem Samen angesagt worden. Es heißt nicht: und den Samen (als von vielen), sondern: und deinem Samen (als von [dem] Einen), welcher Christus ist.
17 Dies [will] ich damit sage[n: Ein] von Gott [schon] früher gültig ge[mach]ter Bund [kann durch ein] Gesetz, das vierhundertunddreißig Jahre [da]nach gegeben wurde, [doch] nicht [für] ungültig [erklär]t werden, um [dadurch] die Verheißung aufzuheben.
18 Denn wenn das Los[teil] aus [dem] Gesetz [käme, dann wäre es] nicht mehr aus [der] Verheißung. Dem Abraham aber hat Gott [es] durch Verheißung [in] Gnaden ge[währ]t.
19 Was [soll] nun das Gesetz? Zugunsten [der Offenbarmachung] der Übertretungen wurde es hinzugefügt (bis der Same käme, dem [die] Verheiß[ung gegolt]en hat), angeordnet durch Boten in [der] Hand [eines] Mittlers.
20 Der Mittler aber ist nicht [nur Mittler von] einem. Gott aber ist Einer.
21 [Ist] nun das Gesetz gegen die Verheißung Gottes? Möge [das] nicht [gefolgert] werden! Denn wenn [ein] Gesetz gegeben wäre, das lebendig machen könnte, [dann] käme die Gerechtigkeit wirklich aus [dem] Gesetz.
22 Die Schrift schließt jedoch alle zusammen unter [die] Sünde (wörtl.: Zielverfehlung) ein, damit die Verheißung aus [dem] Glauben Jesu Christi denen gegeben werde, [die] glauben.
23 [Be]vor aber der Glauben kam, wurden wir unter [dem] Gesetz sicher bewahrt [und] zusammen eingeschlossen für den Glauben, [der] künftig enthüllt werden [sollte].
24 Daher ist das Gesetz unser Geleiter zu Christus geworden, damit wir aus [Seinem] Glauben gerechtfertigt würden.
25 [Seit] nun der Glaube gekommen ist, sind wir nicht länger unter [einem] Geleiter;
26 denn ihr alle seid Söhne Gottes durch den Glauben an Christus Jesus.
27 Denn ihr alle, die ihr [in] Christus hinein getauft worden seid, habt Christus angezogen.
28 [Da] gibt es weder Juden noch Griechen, weder Sklaven noch Freie, weder männlich noch weiblich; denn ihr seid allesamt Einer in Christus Jesus.
29 Wenn ihr aber Christus [angehört], seid ihr demnach Abrahams Same [und] Losteilinhaber nach [der] Verheißung.
1 * Ich sage aber: Solange der Losteilinhaber unmündig ist, besteht kein wesentlicher [Unterschied gegenüber einem] Sklaven, [wiewohl er] Herr [von] allem ist.
2 Er ist vielmehr Vormündern und Verwaltern unter[stellt] bis [zu] der [vo]m Vater festgesetzten [Zeit].
3 So waren auch wir, als wir Unmündig waren, unter die Grundregeln der Welt versklavt.
4 Als aber die Zeit der Erfüllung kam, [sand]te Gott Seinen Sohn, [der] von [einer] Frau geboren [und] unter [das] Gesetz [gestellt] wurde,
5 um die unter [dem] Gesetz [zu] erkaufen, damit wir den Sohnesstand erhielten.
6 Weil ihr aber Söhne seid, schickte Gott in unsere Herzen den Geist Seines Sohnes aus, [der] laut [aus]ruft: Abba, Vater!
7 Daher bist du nicht länger Sklave, sondern Sohn; wenn aber Sohn, [dann] auch Losteilinhaber Gottes durch Christus.
8 Damals jedoch, [als ihr mit] Gott noch nicht vertraut wart, [dient]et ihr denen [wie] Sklaven, [die von] Natur [gar] keine Götter sind.
9 Nun aber, [da ihr] Gott kennt, ja vielmehr von Gott [er]kannt seid, wie[so] wendet ihr euch wieder zu den schwachen und arm[selig]en Grundregeln um, denen ihr nochmals von neuem versklavt sein wollt?
10 Ihr haltet auf Tage und Monate, Fristen und Jahre.
11 Ich fürchte [um] euch, ob ich mich für euch nicht etwa [zum] Schein gemüht habe.
12 Werdet [doch frei davon] wie ich; d[enn] auch ich [wurde es, so] wie ihr [es einst wart]; Brüder, ich flehe euch an!
13 Ihr hattet mir kein Unrecht ge[tan]. Ihr wißt doch, da[ß] ich euch zuvor in Schwachheit des Fleisches Evangelium [verkündig]te.
14 Wegen der Anfechtung [für] euch, [die] in meinem Fleisch [war], habt ihr [mich] weder verschmäht noch für widerlich gehalten; sondern wie [einen] Boten Gottes nahmt ihr mich auf, wie Christus Jesus [Selbst].
15 Wo [ist] nun eure Glückseligkeit [geblieben]? Denn ich bezeuge euch, daß ihr, wenn möglich, eure Augen ausgerissen [und] mir gegeben hättet.
16 Bin ich daher euer Feind geworden, [weil ich] wahr [gegen] euch bin?
17 Sie eifern [um] euch nicht [in] edler [Weise], sondern wollen euch [von meiner Verkündigung] ausschließen, damit ihr [um] sie eifert.
18 Trefflich ist es, daß ihr allezeit um Edles eifert, und [zwar] nicht nur während meiner Anwesen[heit] bei euch.
19 Meine Kindlein, [um] die ich nochmals Wehen [leid]e, bis Christus in euch Gestalt [gewinn]e!
20 Ich wollte [ich könnte] jetzt bei euch anwesend sein und den Ton [meiner] Stimme verändern; d[enn] ich bin [in] Verlegenheit, was euch [betrifft].
21 Sagt mir [doch], die [ihr] unter [dem] Gesetz sein wollt, versteht ihr [denn] das Gesetz nicht?
22 Es steht doch geschrieben, da[ß] Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Magd und einen von der Freien.
23 Jedoch ist der von der Magd [dem] Fleische nach gezeigt worden, aber der von der Freien durch die Verheißung :
24 Das hat [nun auch eine] allegorisch[e Bedeutung]; denn diese [beiden Frauen] stellen zwei Bündnisse [dar]; das eine vo[m] Berg Sinai, [welches] zur Versklavung gebiert, das ist [die] Hagar.
25 [Und] Hagar heißt ja [auch] in Arabien [der] Berg Sinai; sie steht also [in einer] Reihe [mit] dem jetzigen Jerusalem, weil [dies]es mit seinen Kindern versklavt ist.
26 Das Jerusalem droben aber ist frei: das ist unser aller Mutter.
27 Denn es steht geschrieben: Sei fröhlich, [du] Unfruchtbare, die [du] nicht gebierst! Brich [in Jubel] aus und rufe laut, die [du] nicht Wehen [leid]est! D[enn] zahlreich [sind] die Kinder der [Ver]einsam[t]en, mehr als [die Söhne] der, [die ihren] Mann hat.
28 Ihr aber Brüder, seid wie Isaak: Kinder [der] Verheißung.
29 Doch ebenso wie damals der nach [dem] Fleisch Gezeugte den nach [dem] Geist [Gezeugten] verfolgte, so [geschieht es] nun auch [heute].
30 Was sagt jedoch die Schrift: Treibe diese Magd und ihren Sohn [hin]aus; denn der Sohn der Magd soll keinesfalls [das] Los[teil] mit dem Sohn der Freien genießen.
31 Darum Brüder, sind wir nicht Kinder [der] Magd, sondern der Freien.
1 * [Für] die Freiheit hat Christus uns freige[mach]t. Steht nun fest [in ihr] und laßt euch nicht wieder [im] Joch [der] Sklaverei festlegen.
2 Siehe, ich Paulus, sage euch: Wenn ihr euch beschneiden laßt, wird Christus euch nichts nützen.
3 Nochmals bezeuge ich [es] jeden Menschen, [der] sich beschneiden läßt, da[ß] er [es] schuldig ist, das ganze Gesetz zu halten.
4 Ihr seid [des Segens] enthoben und von Christus [abgetrennt], die ihr durch [das] Gesetz gerechtfertigt werden [wollt]: ihr seid aus der Gnade gefallen.
5 Wir warten doch [im] Geist aus Glauben [auf das] Erwartungs[gut der] Gerechtigkeit.
6 Denn in Christus Jesus vermag weder Beschneidung noch Unbeschnittenheit etwas, sondern [nur der] Glaube, [der] durch [die] Liebe wirksam ist.
7 Ihr [hat]tet trefflich [zu] rennen [begonnen]. Wer hindert euch [daran, von] der Wahrheit überzeugt zu werden?
8 [Seine] Überredungs[kunst stammt] nicht von dem, [der] euch beruft.
9 [Schon ein] klein [wenig] Sauerteig [durch]säuert den ganzen Teig.
10 Ich [aber hab]e [das] Vertrauen i[m] Herrn zu euch, da[ß] ihr [euren] Sinn [auf] nichts anderes [richt]en werdet. [Wer] euch aber beunruhigt, wird [sein] Urteil [zu] tragen [haben], wer er auch sein möge.
11 Ich aber, Brüder, wenn ich [wirklich] noch Beschneidung herolde, was verfolgt man mich [da] noch? [Dann] w[ä]re ja das Anstoß[erregende] des Kreuzes (wörtl.: Pfahles) Christi aufgehoben!
12 Verschneiden sollten sich doch [jene], die euch aufwiegeln!
13 Ihr wurdet doch zu[r] Freiheit berufen, Brüder; nur [laßt] die Freiheit nicht zu [einem] Anlaß [für] das Fleisch [werden], sondern sklavet einander durch die Liebe!
14 Denn das gesamte Gesetz wird in dem einen Wort erfüllt: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!
15 Wenn ihr aber einander beißt und freßt, [so] hütet euch, [daß] ihr nicht [von]einander verzehrt werdet!
16 Daher sage ich: Wandelt [im] Geist, und ihr werdet [die] Begierde [des] Fleisches keinesfalls vollbringen.
17 Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist, den Geist aber gegen das Fleisch. Diese [beiden] widerstreben einander, damit ihr nicht d[a]s tut, was ihr etwa wollt.
18 Wenn ihr aber [vom] Geist geführt werdet, steht ihr nicht mehr unter [dem] Gesetz.
19 Offenbar aber sind die Werke des Fleisches; dazu gehören: Ehebruch, Hurerei, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst,
20 Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Grimm, Ränke[sucht], Zwistigkeit, Sekten[bildung],
21 Neid, Mord, Rausch, Ausgelassenheit und dergleichen [mehr, wovon] ich euch voraussage, wie ich [es] schon vorher sagte, da[ß] die, [die] solches verüben, kein Los[anteil an der] Königsherrschaft Gottes erhalten werden.
22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Milde, Gutheit, Treue, Sanftmut, Selbstzucht.
23 Gegen solche gibt es kein Gesetz.
24 Die aber Christus Jesus [angehören], kreuzigen (wörtl.: pfahlen) das Fleisch samt den Leiden[schaften] und Begierden.
25 Wenn wir [nun im] Geist leben, sollten wir auch [im] Geist [die] Grundregeln befolgen:
26 Wir würden nicht anmaßend sein, einander [nicht zum Streit] herausfordern, einander [nicht] beneiden.
1 * Brüder, wenn auch [ein] Mensch von einer Kränkung (wörtl.: Danebenfall) übereilt wird, [so] helft ihr, die geistlich [Gesinnt]en, [einem] solchen, i[m] Geist [der] Sanftmut, [wieder] zurecht; [und] achte [auf] dich selbst, [daß] nicht auch du [in] Versuchung [gerät]st!
2 [Helft] einander die Bürden tragen und erfüllt so das Gesetz des Christus.
3 Denn wenn jemand meint, etwas zu sein, [wo er doch] nichts ist, [d]er betört sich selbst.
4 Je[d]er aber prüfe sein eigenes Werk, dann wird er für sich allein Ruhm haben, aber nicht [einem] anderen gegenüber;
5 denn je[d]er wird [an seiner] eigenen Last [zu] tragen [haben].
6 [Wer] nun [i]m Wort unterrichtet wird, lasse den [ihn] Unterrichtenden an allem Guten teilnehmen.
7 Irret euch nicht: Gott läßt sich nicht spotten; denn was auch [ein] Mensch sät, das wird er auch ernten;
8 D[enn wer] in sein Fleisch sät, wird aus dem Fleisch Verderben ernten; [wer] aber in den Geist sät, wird aus dem Geist äonisches Leben ernten.
9 [Wenn wir] nun das Edle tun, [so] laßt uns nicht entmutigt werden; denn [zu] s[ein]er gebührenden [Zeit] werden wir [auch] ernten, [wenn wir] nicht ermatten.
10 Demnach wirken wir nun, wie wir Gelegenheit haben, [für] das Gute an allen, am meisten aber an den Gliedern [der] Familie des Glaubens.
11 Seht, [mit] welch großen Buchstaben ich euch schreibe, [mit] meiner [eigenen] Hand.
12 Alle, die i[m] Fleisch [ein] gutes Ansehen [hab]en wollen, diese nötigen euch, beschnitten zu werden, nur um nicht [wegen] des Kreuzes (wörtl.: Pfahles) Christi {Jesu} verfolgt zu werden.
13 Denn nicht einmal sie, die Beschnittenen, bewahren [das] Gesetz, sondern sie wollen, [daß] ihr euch beschneiden laßt, damit sie sich in eurem Fleisch rühmen können.
14 Mir aber möge [nur das] nicht geschehen, [nämlich] mich zu rühmen, außer im Kreuz (wörtl.: Pfahl) unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir [die] Welt gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) ist und ich [der] Welt.
15 Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittenheit etwas, sondern [nur eine] neue Schöpfung.
16 Und alle, die [nach] dieser Richtschnur [die] Grundregeln befolgen wollen, auf sie [komme] Frieden und Erbarmen, auch auf das Israels Gottes!
17 Im übrigen verursache mir niemand [weitere] Mühsal; denn ich trage die Brandmale des Herrn Jesus Christus an meinem Körper.
18 die Gnade unseres Herrn Jesus Christus [sei] mit eurem Geist, [meine] Brüder! Amen!