1

1 * Paulus, Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und Timotheus, der Bruder, [an] die herausgerufene [Gemeinde] Gottes, die in Korinth ist, samt allen Heiligen, die in ganz Achaja, sind.

2 Gnade [sei] euch und Friede von Gott, unserem Vater, und [dem] Herrn Jesus Christus!

3 Gesegnet [sei] der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater des Mitleids und Gott allen Zuspruchs,

4 der uns in all unserer Drangsal zuspricht, damit wir [auch anderen] in all [ihrer] Drangsal zusprechen können durch den Zuspruch, [mit] dem uns selbst von Gott zugesprochen wird.

5 D[enn] so wie die Leiden des Christus in uns überfließen, so fließt auch durch Christus unser Zuspruch über.

6 Sei es nun, [daß] wir bedrängt werden, [so dient es] euch zum Zuspruch und [zum] Heil, oder [daß] uns zugesprochen wird, [so ist es] euch zum Zuspruch [und be]wirkt Ausharren in denselben Leiden, die auch wir leiden.

7 So [wird] unsere Zuversicht [im Blick] auf euch bestätigt, [weil wir] wissen, da[ß] ihr, wie [an] den Leiden, so auch [a]m Zuspruch, Teilnehmer seid.

8 Denn wir wollen euch nicht [in] Unkenntnis lassen über unsere Drangsal, Brüder, die uns in der [Provinz] Asien widerfahren ist, weil wir außerordentlich, über [unsere] Kraft, beschwert wurden, so daß wir [a]m Leben verzweifelten.

9 Hatten wir doch den Bescheid des Todes in uns, damit wir nicht auf uns selbst vertrauen sollten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt,

10 der uns aus [einem] Tode solchen Ausmaßes geborgen hat und bergen wird. Auf den verlassen wir uns, da[ß] Er [uns] auch noch [weiterhin] bergen wird,

11 [indem] auch ihr [durch euer] Flehen für uns hilfreich mitwirkt, damit Ihm für uns in vielen [Gebeten] von vielen Angesichtern [wegen] der uns [erwiesenen] Gnadengabe gedankt werde.

12 Denn dies ist unser Rühmen: das Zeugnis unseres Gewissens, da[ß] wir uns in [der] Heiligkeit und Aufrichtigkeit Gottes (nicht in fleischlicher Weisheit, sondern in [der] Gnade Gottes) der Welt und [ganz] besonders euch gegenüber verhalten haben.

13 Schreiben wir euch doch nichts anderes, als was ihr entweder lesen oder auch erkennen [könnt]. Ich erwarte aber, da[ß] ihr entgültig erkennen werdet,

14 so wie ihr uns bereits zu[m] Teil erkannt habt, da[ß] wir am Tage unseres Herrn Jesus euer Ruhm sind, gleichwie auch ihr [der] unsrige.

15 Im Vertrauen d[arau]f beabsichtige ich, [schon] früher zu euch zu kommen (damit ihr [einen] zweiten Gunst[erweis] hättet)

16 und von euch [aus] nach Mazedonien weiterzureisen, danach von Mazedonien wieder zu euch zu kommen und [dann] von euch [das] Geleit nach Judäa zu [erhalt]en.

17 [Als ich] nun diese Absicht [hatt]e, habe ich doch wohl nicht [aus] Leichtfertigkeit gehandelt? Oder beschließe ich [das], was ich beabsichtigt [habe, etwa dem] Fleisch gemäß, [so] daß das Ja-ja bei mir auch Nein-nein wäre?

18 So [wahr] Gott [ge]treu [ist]: unser Wort, das an euch [ergeht], ist nicht [einmal] Ja und [einmal] Nein;

19 denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der bei euch durch uns geheroldet wird, [nämlich] durch mich, Silvanus und Timotheus, war nicht Ja und Nein, sondern in Ihm ist [das] Ja geschehen:

20 Denn all die Verheißungen Gottes [sind] Ja in Ihm. Darum [ist] auch das Amen durch Ihn, zu[r] Verherrlichung Gottes, durch unseren [Dienst].

21 Der uns aber samt euch in Christus Stetig[keit verleih]t und uns gesalbt hat, [ist] Gott,

22 der uns auch versiegelt und das Angeld des Geistes in unsere Herzen gegeben hat.

23 Ich aber rufe Gott [zum] Zeugen über meine Seele an: [Nur um] euch [zu] schonen, kam ich nicht mehr nach Korinth.

24 Nicht da[ß] wir [die] Herrschaft [über] eueren Glauben [hätt]en, sondern wir sind Mitarbeiter [an] euerer Freude; denn ihr habt [fest i]m Glauben gestanden.

2

1 * Ich habe mich nun d[afü]r entschieden, nicht wieder in Betrübnis zu euch zu kommen.

2 Denn wenn ich euch betrübe, wer [kann] mich dann [noch] fröhlich [mach]en, wenn nicht der durch mich Betrübte?

3 Und eben dies habe ich euch geschrieben, damit ich nicht, [wenn ich] komme, durch die[jenigen] Betrübnis habe, [die] mich erfreuen müßten. [Doch ich] habe zu euch allen [das] Vertrauen, da[ß] meine Freude euer aller [Freude] ist.

4 Denn aus viel Drangsal und Beklemmung [des] Herzens habe ich euch unter vielen Tränen geschrieben, nicht damit ihr betrübt werdet, sondern damit ihr die Liebe [er]kennen möget, die ich besonders zu euch habe.

5 Wenn aber jemand Betrübt[heit verursacht] hat, [so] hat er nicht [nur] mich betrübt, sondern zu[m] Teil (damit ich [ihn] nicht beschwere) euch alle.

6 [Für einen] solchen [ist] dieser Verweis genug, den [ihm] die Mehrzahl von [euch erteilt hat],

7 so daß ihr im Gegenteil [ihm nun] vielmehr Gnade [erweise]n und zusprechen [könnt], damit [ein] solcher nicht etwa [von] übermäßiger Betrübnis verschlungen werde.

8 Darum spreche ich euch zu, Liebe gegen ihn walten zu lassen.

9 Denn auch dazu habe ich euch geschrieben, damit ich eure Bewährtheit [er]kenne, ob ihr in allem Gehorsam seid.

10 Wem ihr aber irgend[wie] Gnade [erweis]t, [dem gewähre] ich [sie] auch.Denn [worin] ich Gnade [erwiese]n habe (wenn ich [überhaupt] irgend[wie] Gnade [zu erweise]n hatte), [war es] um euretwillen vor [dem] Angesicht Christi,

11 damit wir nicht vom Satan übervorteilt würden; denn seine Gedanken sind uns nicht unbekannt.

12 Als [ich] für das Evangelium des Christus nach Troas kam und sich mir [dort eine] Tür i[m] Herrn auftat,

13 hatte ich [doch] keine Entspannung [in] meinem Geist, [weil] ich Titus, meinen Bruder, nicht fand. Darum verabschiedete ich mich [von] ihnen [und] zog nach Mazedonien weiter.

14 Gott aber [sei] Dank, der uns allezeit [im] Triumph in Christus [einherführ]t und durch uns den Duft Seiner [Er]kenntnis an jedem Ort offenbar [mach]t;

15 d[enn ein] Wohlgeruch Christi sind wir [für] Gott bei denen, [die] gerettet werden und bei denen [die] umkommen:

16 den einen [ein] Geruch aus [dem] Tode zu[m] Tode, den anderen [jedoch ein] Geruch aus [dem] Leben zu[m] Leben. Und wer [ist] d[afü]r tauglich?

17 Wir sind doch nicht wie die Vielen, [die] das Wort Gottes verschachern, sondern wir reden in Aufrichtigkeit, wie aus Gott, vor [dem] Angesicht Gottes in Christus.

3

1 * Fangen wir wieder an, uns selbst zu empfehlen? Oder bedürfen wir etwa (wie gewisse Leute) empfehlender Briefe an euch oder von euch?

2 Unser Brief seid ihr, uns ins Herz [hin]eingeschrieben, von allen Menschen [er]kannt und gelesen,

3 [da es] offenbar ist, da[ß] ihr [ein] Brief Christi seid, durch unseren Dienst [vermitt]elt und [ins Herz hin]eingeschrieben, nicht [mit] Tinte, sondern [durch den] Geist [des] lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln [des] Herzens.

4 Solches Vertrauen haben wir durch Christus zu Gott;

5 nicht da[ß] wir aus uns selbst tauglich wären, etwas [in] Betracht zu ziehen, [als stamme es] aus uns selbst; sondern unsere Tauglichkeit [ist] von Gott,

6 der auch uns tauglich [mach]t [zu] Dienern [eines] neuen Bundes, nicht [des] Buchstabens, sondern [des] Geistes; denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.

7 Wenn aber [schon] der Dienst des Todes, [der] in Stein eingemeißelten Buchstaben, in Herrlichkeit kam, so daß die Söhne Israels nicht unverwandt in das Angesicht [des] Mose sehen konnten wegen der Herrlichkeit seines Angesichts, die [doch wieder] aufgehoben wurde,

8 wie wird [da] nicht vielmehr der Dienst des [lebendig machenden] Geistes in Herrlichkeit sein?

9 Denn wenn [schon] der Dienst der Verurteilung [einst] Herrlichkeit [war], wieviel mehr fließt [nun] der Dienst der Gerechtigkeit in Herrlichkeit über.

10 Denn gleichsam unverherrlicht [ist] das [einst] Verherrlichte in dieser Einzelheit wegen der [alles] übersteigenden Herrlichkeit.

11 Denn wenn das Aufgehobene [damals] durch Herrlichkeit [aufgehoben wurde], wieviel mehr [bleibt nun] das Bleibende in Herrlichkeit.

12 [Da wir] nun [eine] solche Erwartung haben, gebrauchen wir viel Freimut und [sind] nicht wie Mose,

13 [d]er [eine] Hülle über sein Angesicht tat, damit die Söhne Israels nicht unverwandt sähen, [wie] das Aufgehobene zum Abschluß kam,

14 sondern ihre Gedanken wurden verstockt; denn bis [zu]m heutigen Tag bleibt [ihnen] dieselbe Hülle beim Lesen des alten Bundes [und] wird nicht enthüllt, weil sie [ja nur] in Christus aufgehoben wird.

15 Ja bis heute, sooft auch Mose gelesen wird, liegt [diese] Hülle auf ihrem Herzen;

16 sobald es sich jedoch zu[m] Herrn umwendet, wird die Hülle fortgenommen.

17 Der Herr aber ist [dieser lebendig machende] Geist. Wo der Geist [des] Herrn [ist, da ist] Freiheit.

18 Wir alle aber, [mit] enthülltem Angesicht die Herrlichkeit [des] Herrn wiederspiegelnd, werden [in] dasselbe Bild umgestaltet von Herrlichkeit zu Herrlichkeit wie von [des] Herrn [lebendig machendem] Geist.

4

1 * Deshalb, so wie wir Erbarmen [erlangt]en, sind wir, [die wir] diesen Dienst haben,

2 nicht entmutigt, sondern weisen die verborgenen [Dinge] der Schande zurück; [denn wir] wandeln nicht mit List, noch handhaben [wir] das Wort Gottes betrügerisch, sondern empfehlen uns jedem Gewissen [der] Menschen [durch] die Offenbarung der Wahrheit vor [den] Augen Gottes.

3 Wenn aber unser Evangelium auch verhüllt ist, [so] ist es in denen verhüllt, [die] umkommen,

4 in welchen der Gott dieses Äons die Gedanken der Ungläubigen blendet, damit [ihnen] der Lichtglanz des Evangeliums der Herrlichkeit des Christus nicht [er]strahle, der [das] Abbild des unsichtbaren Gottes ist.

5 Denn wir herolden nicht uns selbst, sondern Christus Jesus [als den] Herrn, uns selbst aber [als] eure Sklaven um Jesu willen.

6 D[enn] Gott, der Gebot: Aus [der] Finsternis leuchte [das] Licht, der [läßt es] in unseren Herzen [auf]leuchten zu[m] Lichtglanz der [Er]kenntnis der Herrlichkeit Gottes i[m] Angesicht Jesu Christi.

7 Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit das Außerordentliche der Kraft [sich als von] Gott und nicht [als] aus uns erweise:

8 in allem bedrängt, aber nicht eingeengt, ratlos, aber nicht verzweifelt, verfolgt, aber nicht verlassen,

9 niedergeworfen, aber nicht umgekommen.

10 Allezeit tragen [wir so] die Tötung Jesu in [unserem] Körper umher, damit auch das Leben Jesu in unserem Körper offenbar werde.

11 Denn wir, die [wir] leben, werden stets um Jesu willen in [den] Tod dahingegeben, damit auch das Leben Jesu in unserem sterbenden Fleisch offenbar werde.

12 Daher wirkt in uns der Tod, das Leben aber in euch.

13 Da [wir] denselben Geist des Glaubens haben (wie geschrieben ist: Ich glaube, darum spreche ich auch), [so] glauben auch wir, [und] darum sprechen wir auch,

14 [denn wir] wissen, da[ß Er], der den Herrn Jesus auferweckt hat, auch uns durch Jesus auferwecken und [uns] zusammen [mit] euch darstellen wird.

15 Denn alles [geschieht] um euretwillen, damit die Gnade, [ge]mehr[t] durch die zunehmende [Anzahl, in] Dank überfließe zur Verherrlichung Gottes.

16 Darum sind wir nicht entmutigt; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verdirbt, [so] wird doch unser innerer [Mensch] Tag für Tag erneuert.

17 Denn das augenblickliche Leicht unserer Drangsal bewirkt [für] uns [eine alles] überragende [und] zu[m] Überragenden [führende] äonische Gewichtigkeit [der] Herrlichkeit,

18 [da] wir nicht [auf das] achten, [was] erblickt wird, sondern [auf] das, [was] man nicht [er]blickt. Denn [was er]blickt wird, [ist kurz] befristet; aber [was] man nicht [er]blickt, [ist] äonisch.

5

1 * Wir wissen doch, da[ß] wenn unser irdisches Haus, [diese] Zelt[wohn]ung, abgebrochen wird, wir [ein] Gebäude von Gott haben, [ein] äonisches Haus, nicht [mit] Händen gemacht, in den Himmeln.

2 Wir ächzen ja doch in diesem [Körper und] sehnen uns [da]nach, unsere Behausung aus [dem] Himmel überzuziehen,

3 wenn auch wir ([sie] nämlich anziehend) nicht unbekleidet erfunden werden sollen.

4 Denn wir, die [wir] in der Zelt[wohn]ung sind, ächzen [und] sind beschwert, worauf[hin] wir nicht ausgezogen, sondern überzogen werden wollen, damit das Sterbende vom Leben verschlungen werde.

5 Der aber gerade dies [an] uns bewirkt, [ist] Gott, der uns auch das Angeld des Geistes gegeben hat.

6 [So] sind [wir] nun allezeit ermutigt und wissen, da[ß, solange wir] in diesem Körper daheim sind, wir [noch] außer[halb des] Heims sind, [fern] vom Herrn

7 (denn wir wandeln [hier] durch Glauben [und] nicht durch Wahrnehmung).

8 Wir sind aber ermutigt, und [es er]scheint uns wohl, eher aus [dem] Heim (aus dem Körper) zu [zieh]en und beim Herrn daheim zu sein.

9 Darum setzen wir auch [unsere] Ehre darein, ob [wir] daheim sind oder außer[halb des] Heims, Ihm wohlgefällig zu sein.

10 Denn wir alle müssen vorne vor der [Preisrichter]bühne des Christus offenbar [gemach]t werden, damit [ein] je[d]er das wiederbekomme, was er durch den Körper verübt, sei es gut oder schlecht.

11 [Da wir] nun [um] die Furcht des Herrn wissen, [versuchen] wir, Menschen [zu] überzeugen; [für] Gott aber sind wir offenbar; doch ich erwarte, auch in eurem Gewissen offenbar zu sein.

12 Nicht uns selbst empfehlen wir euch wieder, sondern geben euch Anlaß [zum] rühmen [unseretwegen] euch zugut, damit ihr [ihn] für die habt, [die] in[s] Angesicht rühmen und nicht i[m] Herzen.

13 Doch, ob wir [nun] außer uns sind, [so ist es für] Gott, oder ob wir [gesunde] Vernunft [zeig]en, [so ist es für] euch.

14 Denn die Liebe des Christus drängt uns, [indem wir] dieses urteilen, da[ß], wenn [der] Eine für alle starb, sie demnach alle starben.

15 Und für alle starb Er, damit die Lebenden nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, [der] für sie starb und auferweckt wurde.

16 Daher sind wir von nun [an mit] niemandem [mehr dem] Fleische nach vertraut. Selbst wenn wir auch Christus [dem] Fleisch nach gekannt haben, kennen wir [Ihn] jedoch nun nicht mehr so.

17 Daher, wenn jemand in Christus [ist, so ist da eine] neue Schöpfung: das Ehemalige verging, siehe es ist neu geworden.

18 Das alles aber [ist] aus Gott, der uns durch Christus [mit] Sich Selbst versöhnt (wörtl.: herabändert) und uns den Dienst der Versöhnung (wörtl.: Herabänderung) gegeben hat.

19 D[enn] Gott war in Christus, [die] Welt [mit] (für) Sich Selbst versöhnend (wörtl.; herabändernd): [Er] rechnet ihnen ihre Kränkungen (wörtl.: Danebenfälle) nicht [an] und [hat] in uns das Wort der Versöhnung (wörtl.: Herabänderung) [niederge]legt.

20 Daher sind wir Gesandte für Christus, als [ob] Gott durch uns zuspräche. Wir flehen für Christus: Laßt euch [mit] (von) Gott versöhnen (wörtl.: herabändern)!

21 Denn den, der Sünde (wörtl.: Zielverfehlung) nicht kannte, hat Er für uns [zur] Sünde (wörtl.: Zielverfehlung) gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit in Ihm würden.

6

1 * [Als Seine] Mitarbeiter aber sprechen auch wir euch zu, die Gnade Gottes nicht vergeblich zu empfangen.

2 Denn Er sagt: [Zur] annehmbaren Frist [er]höre ich dich, und a[m] Tag [der] Rettung helfe ich dir. Siehe, nun [ist eine] wohlannehmbare Frist; siehe, nun [ist ein] Tag [der] Rettung!

3 Kein Anstoß geben [wir], in keiner [Weise], damit kein Makel [an] dem Dienst ge[fund]en werde;

4 sondern in allem empfehlen [wir] uns selbst als Diener Gottes: in vielem Erdulden, in Drangsal, in Nöten, unter Druck, unter Schlägen, in Gefängnissen,

5 in Aufruhr, in Mühsal, i[m] Wachen, i[m] Fasten, in Lauterkeit,

6 in Erkenntnis, in Geduld, in Güte, in heiligem Geist, in ungeheuchelter Liebe,

7 i[m] Wort [der] Wahrheit, in [der] Kraft Gottes, durch die Waffen der Gerechtigkeit [in] der Rechten und [in der] Linken,

8 durch Verherrlichung und Unehre, bei übler Nachrede und Anerkennung, als Irre[führe]r und [doch] wahr,

9 als unbekannt und [doch] erkannt, als sterbend, und siehe, wir leben, als gezüchtigt und [doch] nicht [zu] Tode ge[brach]t,

10 als betrübt, aber stets freudevoll, als arm, aber [doch] viele reich [mach]end, als [solche, die] nichts haben und [doch] alles innehaben.

11 Unser Mund hat sich euch gegenüber aufgetan, [ihr] Korinther; ist euer Herz [auch] weit geworden?

12 Nicht eingeengt seid ihr in uns, eingeengt aber seid ihr in eurem Innersten!

13 Als Gegenlohn dafür (wie [zu] Kindern spreche ich) werdet auch ihr weit!

14 Werdet nicht ungleich gejocht [mit] Ungläubigen! Denn welche Teilhaberschaft [besteht zwischen] Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit, oder welche Gemeinschaft [zwischen] Licht und Finsternis,

15 oder welche Eintracht [zwischen] Christus und Bilear? Oder welchen Teil [hat der] Gläubige [gemeinsam] mit [dem] Ungläubigen?

16 Oder wie verträgt sich [der] Tempel Gottes mit [den] Götzen? Denn ihr seid [der] Tempel [des] lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: Ich werde ihnen innewohnen und unter [ihnen] wandeln, Ich werde ihr Gott sein, und sie werden Mein Volk sein.

17 Darum kommt aus ihrer Mitte heraus und sondert euch ab, sagt [der] Herr. Rührt nichts Unreines an, und Ich werde euch Einlaß gewähren.

18 Ich werde euch zu[m] Vater sein, und ihr werdet Mir zu Söhnen und Töchtern sein, sagt [der] Herr [der] Allgewaltige.

7

1 * [Da wir] nun diese Verheißungen haben, Geliebte, wollen wir uns von jeder Besudelung [des] Fleisches und [auch des] Geistes reinigen [und unsere] Heiligkeit in [der] Furcht Gottes vollenden.

2 [Geb]t uns Raum [in euren Herzen]! Niemandem haben wir Unrecht ge[tan], niemand [ins] Verderben ge[brach]t, niemand übervorteilt.

3 Nicht [um] zu verurteilen sage ich [dies]; denn ich habe [schon] zuvor betont, da[ß] ihr in unseren Herzen seid, mitzusterben und mitzuleben.

4 Groß [ist] mein Freimut euch gegenüber, groß [ist] mein Rühmen über euch, ich bin erfüllt [mit] Zuspruch, Freude strömt in mir über bei all unserer Drangsal.

5 Denn auch [als] wir nach Mazedonien gekommen [waren], hatte unser Fleisch keine Entspannung, sondern [wir wurden] in allem bedrängt, von außen Kämpfe, inwendig Befürchtungen.

6 Doch Gott, der den Demütigen zuspricht, hat [auch] uns durch die Anwesenheit [des] Titus zugesprochen,

7 nicht allein aber durch seine Anwesenheit, sondern auch durch den Zuspruch, [mit] dem ihm bei euch zugesprochen wurde. [Er] tat uns eure Sehnsucht [nach mir] kund, euer Wehklagen, euren Eifer für mich, so daß ich mich um so mehr freute.

8 D[enn] wenn ich euch auch im [vorigen] Brief betrübt habe, [so] bereue ich [es] nicht, wenn ich [es] auch bereute. Denn ich s[eh]e, da[ß] euch jener Brief, wenn auch [nur] für [eine] Stunde, betrübt hat.

9 Nun freue ich mich, nicht weil ihr betrübt wurdet, sondern da[ß] ihr zu[r] Umsinnung betrübt wurdet. Denn ihr wurdet nach [dem Willen] Gottes betrübt, [so] daß euch in keiner [Weise etwas] durch uns verwirkt wurde.

10 Denn die Betrübnis nach [dem Willen] Gottes bewirkt Umsinnung zu [einem] unbereubaren Heil, die Betrübnis der Welt aber bewirkt Tod.

11 Denn siehe, gerade dies, euer gottgemäßes Betrübtsein, wieviel Fleiß hat es in euch bewirkt, sogar Verteidigung, sogar Entrüstung, sogar Furcht, sogar Sehnsucht, sogar Eifer, sogar Rache! In allem habt ihr euch [in dieser] Sache [als] lauter erwiesen.

12 Wenn ich euch schrieb, [so war es] demnach nicht wegen des Unrecht[tu]enden, ja nicht einmal wegen des Geschädigten, sondern [des]wegen, [damit] euer Fleiß für uns bei euch vor [den] Augen Gottes offenbar werde.

13 Deshalb wurde uns zugesprochen: doch bei dem, [was] uns [zum] Zuspruch [gereichte], haben wir uns um so mehr [u]nd besonders über die Freude [des] Titus gefreut, weil sein Geist von euch allen beruhigt wurde;

14 d[enn] wenn ich ihm [gegenüber] etwas von euch gerühmt habe, bin ich nicht zuschanden geworden, sondern wie wir alles [zu] euch in Wahrheit gesprochen haben, so hat sich auch unser Rühmen vor Titus [als] Wahrheit erwiesen.

15 Und seine innerste [Freude] strömt [in] besonderer [Weise] zu euch [über, wenn er] sich [an] euer aller Gehorsam erinnert, wie ihr ihn mit Furcht und Zittern aufgenommen habt.

16 Ich freue mich, da[ß] ich durch euch in allem ermutigt werde.

8

1 * Wir machen euch nun, Brüder, [mit] der Gnade bekannt, die Gott in den herausgerufenen [Gemeinden] Mazedoniens gegeben hat,

2 in Drangsal viel[fach] bewährt, fließt das Übermaß ihrer Freude bei ihrer tiefen Armut in den Reichtum ihrer Großmut über.

3 Ich bezeuge, da[ß sie] nach Kräft[en], ja über [ihre] Kraft, [aus] eigenem Antrieb

4 uns mit vielem Zuspruch [um] den Gunst[erweis] der Gemeinschaft des Dienstes für die Heiligen anflehten.

5 Und [dies] nicht [nur] so, wie wir [es] erwartet hatten, sondern sie gaben sich selbst zuerst dem Herrn und [dann auch] uns nach [dem] Willen Gottes,

6 so [daß] wir Titus zusprachen, damit er so, wie er [es] zuvor unternommen hatte, jetzt diese[lbe] Gunst[erweisung] auch bei euch vollende.

7 Jedoch ebenso wie ihr in allem überfließt ([im] Glauben, i[m] Wort, in [der] Erkenntnis, in allem Fleiß und [in] der von uns in euch [geweckten] Liebe), [so möchte ich], daß ihr auch in dieser Gunst[erweisung] überfließt.

8 Nicht als Anordnung sage ich [es], sondern [um] an dem Fleiß [der] anderen auch die rechte Art eurer Liebe [zu] prüfen.

9 Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, da[ß] Er, [wiewohl Er] reich ist, um euretwillen arm wurde, damit ihr [durch] d[esse]n Armut reich würdet.

10 Darin gebe ich [euch meine] Meinung [bekannt]; denn dies fördert euch, die ihr zuvor (seit vorigem Jahr) nicht allein das Tun, sonder auch das Wollen unternommen habt.

11 Nun aber vollendet auch das Tun, damit, gleichwie die Eifrigkeit des Wollens, so auch das Vollbringen dem [entspreche, was euer Besitz] ist.

12 Denn wenn die Eifrigkeit vorliegt, [ist die Gabe] wohlannehmbar, nach dem [Maß, was jeder] hat, [und] nicht nach dem, [was] er nicht hat.

13 [Also] denn nicht [so], daß andere Entspannung [haben], ihr aber Bedrängnis,

14 sondern zu[m] Ausgleich [soll] bei der jetzigen Gelegenheit eure Überfülle den Mangel jener [ausgleichen, so] daß [ein] andermal die Überfülle jener [eine Hilfe] für euren Mangel werde, damit [ein] Ausgleich stattfinde,

15 so wie geschrieben steht: [Wer] viel [gesammelt hatte, dessen Teil] nahm nicht zu; und [wer] wenig [gesammelt hatte, dessen Teil] war nicht geringer.

16 Dank aber [sei] Gott, der in das Herz [des] Titus denselben Fleiß für euch gegeben hat [wie mir];

17 d[enn] er nahm den Zuspruch gern an. [Da er] nun [zu den] Fleißigeren gehört, ging er [aus] eigenem Antrieb zu euch.

18 Wir haben aber zusammen mit ihm den Bruder gesandt, dessen [Dienst] am Evangelium in allen herausgerufenen [Gemeinden] Beifall [gefunden hat].

19 Aber nicht allein [das], sondern [er] wurde auch von den herausgerufenen [Gemeinden zu] unserem Reisegefährten bei [der Überbringung] dieser Gunst[erweisung] gewählt, die durch unseren Dienst [vermitt]elt wird, zur Verherrlichung des Herrn Selbst und [als Erweis] unserer Eifrigkeit.

20 Dies [möchten wir fest]stellen, [damit] niemand [einen] Makel [an] uns [find]e in dieser durch unseren Dienst [vermitt]elten ergiebigen [Sammlung].

21 Denn wir sind [auf das] Edle vorbedacht, nicht nur vor [den] Augen [des] Herrn, sondern auch vor [den] Augen [der] Menschen.

22 Mit ihnen haben wir unseren Bruder gesandt, den wir in vielen [Dingen schon] oftmals [als] bewährt [erfund]en haben, [als] fleißig, nun aber [noch] viel fleißiger [in] großem Vertrauen zu euch;

23 ob [ich] für Titus [spreche, er ist] Teilnehmer [an] meinem [Dienst] und Mitarbeiter für euch, ob [für] unsere Brüder, [sie sind die] Apostel [der] herausgerufenen [Gemeinden, eine] Verherrlichung Christi.

24 Erzeigt [ihnen] daher eure Liebe und [bringt] den Erweis unseres Rühmens von euch ihnen gegenüber angesichts der herausgerufenen [Gemeinden].

9

1 * Denn euch von der Unterstützung der Heiligen zu schreiben, ist [für] mich überflüssig;

2 weiß ich doch [um] eure Eifrigkeit, die ich von euch [vor den] Mazedoniern rühme, da[ß] Achaja seit vorigem Jahr [darauf] vorbereitet ist; und euer Eifer feuert die Mehrzahl [von ihnen] an.

3 Die Brüder habe ich nun [deshalb] gesandt, damit nicht unser Rühmen von euch auf diesem Gebiet inhaltslos sei [und] damit ihr, wie ich [schon] sagte, vorbereitet seid.

4 [Ich möchte] nicht, wenn [die] Mazedonier mit mir kommen und euch unvorbereitet finden sollten, daß wir (um nicht [zu] sagen: ihr) etwa in diesem Punkt {des Rühmens} zuschanden würden.

5 Daher erachte ich [es für] notwendig, den Brüdern zuzusprechen, damit sie zu euch vorausgehen, um eure zuvor verheißene Segens[gabe] vorher zurecht[zu]legen. Diese sei also als Segen bereitet und nicht wie Geiz [aussehend].

6 Dies aber [sage ich euch: Wer] kärglich sät, wird auch kärglich ernten; doch [wer] i[m] Segen sät, wird auch i[m] Segen ernten.

7 Je[d]er [gebe] so, wie er [es] sich [i]m Herzen vorgenommen hat, nicht als Betrübnis oder genötigt; denn Gott liebt [den] freudigen Geber.

8 Mächtig aber ist Gott, jede Gnade in euch überfließen zu [lassen], damit ihr in allem allezeit alle Genüge habt, [ja] Überfluß [hab]t für jedes gute Werk,

9 wie geschrieben steht: Er streut aus, Er gibt den Bedürftigen; Seine Gerechtigkeit bleibt für den Äon.

10 Der aber dem Säenden Samen darreicht und Brot zur Speise, wird [auch] euch das Saat[korn] darbieten, vermehren und die Erträge eurer Gerechtigkeit wachsen [lassen,

11 so daß ihr] in allem reich ge[mach]t werdet zu aller Großmut, die durch uns Gott [gegenüber] Dank bewirkt.

12 D[enn] der Dienst dieser [Hilfe]leistung ist nicht nur [ein] Auffüllen des Mangels der Heiligen, sondern fließt auch über in [dem] Dank vieler Gott [gegenüber].

13 Infolge [eurer] Bewährtheit [bei] dieser Dienst[leistung werden sie] Gott verherrlichen, [im Blick] auf eure Unterordnung [i]m Bekenntnis zum Evangelium des Christus und [auf eure] Großmut [in] der Beisteuer für sie und für alle.

14 Und [in] ihrem Flehen für euch [werden sie] sich [da]nach sehnen, euch zu gewahren, um der [alles] übersteigenden Gnade Gottes willen, [die sich] an euch [erweist].

15 Dank aber [sei] Gott für Sein unbeschreiblich [reiches Gnaden]geschenk!

10

1 * Ich selbst nun, Paulus, spreche euch zu durch die Sanftmut und Lindigkeit des Christus, der [ich] von Angesicht zwar demütig bei euch [war], abwesend aber mutig gegen euch [bin].

2 Ich flehe jedoch, [wenn ich] anwesend [bin], nicht mutig sein zu [müssen, i]m Vertrauen [darauf, daß] ich [damit] rechne [und] wage, gegen etliche [aufzutreten], die uns als [solche ein]schätzen, [die] nach [dem] Fleisch wandeln.

3 Denn [wiewohl wir] i[m] Fleisch wandeln, [führ]en wir nicht Krieg [dem] Fleische nach.

4 [Sind] doch die Waffen unseres Krieges nicht fleischlich, sondern mächtig [für] Gott: zu[m] Einreißen [von] Bollwerken, [wenn wir] Vernunftschlüsse einreißen

5 und jede Höhe, [die] sich gegen die [Er]kenntnis Gottes erhebt. [Wir nehm]en alle Gedanken unter den Gehorsam des Christus gefangen und sind in Bereit[schaft],

6 jeden Ungehorsam zu rächen, wenn euer Gehorsam vollständig wird.

7 Blickt ihr [nur] auf das Äußere? Wenn jemand meint [und] sich selbst zutraut, Christus anzugehören, [so] ziehe er wieder[um] bei sich selbst dies [in] Betracht, da[ß] so wie er Christus [angehört, eben]so auch wir.

8 Denn wenn ich mich noch darüber hinaus auch unserer Vollmacht rühmen sollte (die der Herr uns zu eurer Auferbauung und nicht zum Einreißen gegeben hat), [so] werde ich nicht zuschanden werden,

9 damit ich nicht [dafür] gelte, als [ob ich] euch durch die Briefe etwa [in] große Furcht jagen [wollte].

10 D[enn] die Briefe, [so] behauptet man, [sind] zwar gewichtig und stark [in der Aussage]; aber die Anwesenheit des Körpers [ist] schwach, und das Wort [ist für] nichts [zu] halten.

11 [Ein] solcher ziehe dies [in] Betracht: derart [wie] wir [uns als] Abwesende durch Briefe [i]m Wort zeigen, solche [werden wir] auch [sein, wenn wir bei euch in] der Arbeit anwesend sind.

12 Doch wagen wir nicht, uns selbst zu beurteilen oder [einen] Maßstab [an]zu[leg]en [nach] gewissen [Leuten], die sich selbst empfehlen. Sie aber sind unverständig, [da sie] sich an sich selbst messen und sich [den] Maßstab [an] sich selbst [leg]en.

13 Wir wollen uns nun nicht ins Ungemessene rühmen, sondern nach dem Maß des Wirkungskreises (dessen Maß Gott uns [zu]teilt), um auch bis [zu] euch zu reichen.

14 Denn wir strecken uns nicht über [dieses Maß hinaus], als [ob wir] nicht zu euch [hin]reichen [würden], haben wir doch [andere] überholt [und sind] mit dem Evangelium des Christus auch bis zu euch [gekommen].

15 [Wir] rühmen uns nicht ins Ungemessene auf [Grund der] Mühen anderer, haben aber [die] Zuversicht, [wenn] euer Glaube gewachsen ist, unter euch (unserem Wirkungskreis gemäß) über [die] Maßen groß zu werden,

16 um [auch] über eure [Gegend] hinaus [das] Evangelium zu [verkündig]en, [aber] ohne uns i[m] Wirkungskreis [eines] anderen dessen zu rühmen, [was schon] bereit lag.

17 [Wer] sich aber rühmet, der rühme sich i[m] Herrn!

18 Denn nicht derjenige ist bewährt, der sich selbst empfiehlt, sondern [der], den der Herr empfiehlt.

11

1 * O daß ihr doch eine kleine Unbesonnenheit [von] mir ertragen [möget]! Aber ihr ertragt [sie ja] auch [an] mir.

2 Denn ich eifere [um] euch [mit dem] Eifer Gottes; habe ich euch doch einem Mann angetraut, um [euch] dem Christus [als eine] lautere Jungfrau darzustellen.

3 Ich fürchte aber, ob nicht etwa, [so] wie die Schlange in ihrer List [einst] Eva täuschte, [auch] eure Gedanken verderbt würden, [hinweg] von der [Herzens]einfalt und Lauterkeit, die auf den Christus [gerichtet ist].

4 Denn wenn [jemand] kommt [und einen] anderen Jesus heroldet, den wir nicht geheroldet haben, oder [wenn] ihr [einen] anderen Geist erhaltet, den ihr nicht [durch uns] erhieltet, oder [ein] andersartiges Evangelium, das ihr nicht [durch uns] empfingt, [dann] ertragt ihr [das] trefflich.

5 Doch schätze ich, [daß mir] nichts mangelt, [was] die "hervorragenden Apostel" [auszeichnet].

6 Wenn [ich] auch wohl ungelehrt [i]m Ausdruck [bin, so] doch nicht in der [Er]kenntnis; sondern in jeder [Hinsicht sind wir] für euch in allem offenbar geworden.

7 Oder beging ich [etwa eine] Sünde (wörtl.: Zielverfehlung), [als ich] mich selbst erniedrigte, damit ihr erhöht würdet, weil ich euch das Evangelium Gottes umsonst verkündigt habe?

8 Andere herausgerufene [Gemeinden] habe ich beraubt, [indem ich] Kostrationen nahm, um den Dienst [an] euch [zu tun].

9 Als [ich] bei euch anwesend [war] und Mangel [litt, fiel] ich niemandem [zur] Last; denn meinen Mangel füllten die Brüder auf, die [damals] aus Mazedonien kamen. In allem hielt ich [darauf, daß] ich euch nicht beschwerlich [fiel]; und ich werde [es auch weiterhin so] halten.

10 [So gewiß die] Wahrheit Christi in mir ist: dieser Ruhm soll mir in den Landstrichen Achajas nicht versperrt werden.

11 Weshalb? Weil ich euch [etwa] nicht liebe?

12 Gott weiß [es]. Was ich nun tue, werde ich weiterhin tun, damit ich denen den Anlaß abschneide, [die einen] Anlaß [suchen] wollen, sich dessen rühmen [zu können], daß man gefunden habe, [sie handelten] ebenso wie wir.

13 Denn solche [sind] falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, [die] sich zu Apostel Christi verstellen.

14 Und [dies ist] nichts Erstaunliches; denn Satan selbst verstellt sich zu [einem] Boten [des] Lichts.

15 Daher [ist es] nichts großes, wenn sich auch seine Diener als Diener [der] Gerechtigkeit verstellen, deren Abschluß [aber] ihren Werken entsprechend sein wird.

16 Nochmals sage ich, es meine niemand, ich sei unbesonnen. Wenn aber doch, [so] nehmt mich nur als unbesonnen an, damit auch ich mich [ein] klein wenig rühmen möge.

17 [Was] ich [jetzt] rede, [das] rede ich nicht i[m Sinne des] Herrn, sondern wie in Unbesonnenheit, in der Voraussetzung, [Ursache zu]m Rühmen [zu haben].

18 Weil viele sich dem Fleische nach rühmen, will auch ich mich [einmal] rühmen.

19 Denn gern ertragt ihr die Unbesonnenen, [die ihr so] besonnen seid!

20 Ihr ertragt [es] doch, wenn man euch völlig versklavt, wenn man [euch] aufzehrt, wenn man [von euch] nimmt, wenn jemand überheblich ist, wenn man euch ins Angesicht schlägt.

21 Zur Unehre [könnte] ich sagen, da[ß] wir [zu] schwach [aufgetreten] sind.Worin aber jemand [zu] gewagt ist (ich rede in Unbesonnenheit), bin auch ich [zu] gewagt:

22 Hebräer sind sie? Ich auch! Israeliten sind sie? Ich auch! Abrahams Same sind sie? Ich auch! Diener Christi sind sie?

23 (Ich spreche unsinnig:) Ich [bin es] weit [mehr als sie]; in Mühen übermäßiger, in Gefängnissen übermäßiger, unter Schlägen überreichlich, oftmals in Todes[gefahr].

24 Von [den] Juden erhielt ich fünfmal vierzig [Schläge] weniger einen.

25 Dreimal wurde ich [mit] Ruten ge[peitsch]t, einmal wurde ich gesteinigt, dreimal erlitt ich Schiffbruch, [eine] Nacht [und einen] Tag habe ich im Sumpf verbracht.

26 Oftmals unterwegs, [war ich] in Gefahren [durch] Ströme [ausgesetzt], Gefahren [durch] Wegelagerer, Gefahren durch [mein eigenes] Geschlecht, Gefahr durch [die] Nationen, Gefahren in [der] Stadt, Gefahren in [der] Wildnis, Gefahren auf [dem] Meer, Gefahren unter falschen Brüdern.

27 [Dazu] unter Mühe und Anstrengung, oftmals in [durch]wachten [Nächten], in Hunger und Durst, oftmals in Fasten, in Kälte und Blöße;

28 ohne [was sich] außerdem [bei] mir [zuträgt]: das tägliche Überlaufenwerden, die Sorge [für] alle herausgerufenen [Gemeinden].

29 Wer ist schwach, und ich bin nicht schwach [mit ihm]? Wem wird Anstoß ge[geb]en, und ich glühe nicht [mit ihm]?

30 Wenn [ich mich schon] rühmen muß, [dann] will ich mich dessen rühmen, [was] meine Schwachheit [erweist].

31 Der Gott und Vater des Herrn Jesus, der für die Äonen gesegnet [sei], weiß, da[ß] ich nicht lüge.

32 In Damaskus [ließ] der Landesoberst des Königs Aretas die Stadt [der] Damaszener überwachen, [weil er] mich festnehmen wollte;

33 doch wurde ich in [einem] Weidenkorb durch [ein] Fenster in der Mauer [hinab]gesenkt und entrann seinen Händen

12

1 * Wenn [schon] gerühmt werden muß ([mag es] zwar nicht fördern), [so] will ich aber auch zu [den] Erscheinungen und Enthüllungen [des] Herrn kommen.

2 Ich weiß [von einem] Menschen in Christus, [daß] solcher vor vierzehn Jahren (ob i[m] Körper, weiß ich nicht, oder außer[halb] des Körpers, ich weiß [es] nicht, Gott weiß [es]) bis [zum] dritten Himmel entrückt wurde.

3 Und ich weiß [von] solch [einem] Menschen (ob i[m] Körper oder außer[halb] des Körpers, ich weiß [es] nicht, Gott weiß [es]),

4 da[ß] er in das Paradies entrückt wurde und unbeschreibliche Dinge hörte, die [dem] Menschen nicht [aus]zusprechen erlaubt sind.

5 Für [einen] solchen werde ich mich rühmen, aber an mir selbst werde ich nichts rühmen außer den Schwachheiten an mir.

6 Denn wenn ich mich [auch] rühmen wollte, [so] würde ich [deshalb] nicht unbesonnen sein; denn ich würde [ja die] Wahrheit sagen. Ich schone [euch] aber, damit mich niemand über das [hinaus ein]schätze, [was] er [an] mir erblickt oder {etwa} von mir hört.

7 Damit ich mich nun nicht [wegen] der Außerordenlich[keit] der Enthüllungen überhebe, wurde mir darum [ein] Splitter [für] das Fleisch gegeben, [ein] Bote Satans, um mich [mit] Fäusten [zu schlag]en, damit ich mich nicht überhebe.

8 Dieser[halb] sprach ich dreimal dem Herrn [flehentlich] zu, daß [jener] von mir abstehen möge.

9 Doch Er hat mir versichert: "Dir genügt meine Gnade; denn Meine Kraft wird in Schwachheit vollkommen ge[mach]t." Sehr gern werde ich daher eher die Schwachheiten an mir rühmen, damit die Kraft des Christus über mir zelte.

10 Darum ist mir wohl [zumute selbst] in Schwachheiten, unter Mißhandlungen, in Nöten, in Verfolgungen, unter Druck um Christi [willen]; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich kraftvoll.

11 Ich bin unbesonnen geworden, ihr habt mich [dazu] genötigt; denn ich [hätte] von euch empfohlen werden sollen, mangelt mir doch nichts [an] dem, [was] die "hervorragenden Apostel" [haben], wenn ich auch "nichts" bin.

12 [Immerhin] wurden die Zeichen [meines] Apostel[tums] doch in aller Beharrlichkeit unter euch ausgeführt, durch Zeichen wie auch Wunder und Macht[tat]en.

13 Was wäre es denn, [worin] ihr [etwa] minder geachtet wurdet als die übrigen herausgerufenen [Gemeinden], wenn nicht [das eine], da[ß] ich selbst euch nicht [zur] Last ge[fall]en bin? [War] dies [eine] Ungerechtigkeit, [so erweist] mir Gnade!

14 Siehe, dies dritte [Mal] halte ich [mich] bereit, zu euch zu kommen. Dabei werde ich [euch] nicht [zur] Last [fall]en; denn ich suche nicht das Eure, sondern euch [selbst]; sollen doch nicht die Kinder [für] die Eltern [Schätze auf]speichern, sondern die Eltern [für] die Kinder.

15 Ich aber will sehr gern [alles] für eure Seelen verbrauchen und mich [dabei] aufbrauchen lassen, auch wenn ich, [der ich] euch besonders liebe, minder geliebt werde.

16 Sei es also, ich habe euch nicht überbürdet, sondern habe [als] listiger [Mensch durch] Betrug [etwas von] euch bekommen?

17 [Doch] nicht [durch] jemand [von] denen, [die] ich zu euch geschickt ha[tt]e? Habe ich euch durch ihn übervorteilt?

18 Ich habe Titus zugesprochen, [euch aufzusuchen], und ich habe den Bruder mitgeschickt; Titus hat euch doch nicht [irgendwie] übervorteilt? Wandeln wir nicht [alle in] demselben Geist, nicht in denselben Fußtapfen?

19 [Schon] längst meint ihr, da[ß] wir uns [vor] euch verteidigen [wollen. Nein], vor Gott in Christus sprechen wir, und [zwar] alles zu eurer Auferbauung, Geliebte.

20 Denn ich fürchte, daß, [wenn ich] komme, ich euch etwa nicht derart finde, wie ich [es] will, und [daß] ich [von] euch derart gefunden werde, [wie] ihr [es] nicht wollt, daß nicht etwa Hader, Eifer[sucht], Grimm, Ränke, Verleumdungen, Ohrenbläserei, Aufgeblasenheit [und] Aufruhr [unter euch seien].

21 [Ich hoffe, daß] mein Gott mich [bei] meinem Kommen nicht wieder vor euch demütigen wird und ich [um] viele trauern müßte, die vormals gesündigt (wörtl.: zielverfehlt) ha[tt]en und nicht von der Unreinheit, Hurerei und Ausschweifung umsinnen, die sie verübten.

13

1 * Siehe, dies [ist dann das] dritte [Mal, daß] ich zu euch komme; es soll [ja] jeder Fall durch zweier oder dreier Zeugen Mund [fest]gestellt werden.

2 Ich habe [es schon] zuvor betont und sage [es] denen vorher, [die] vormals gesündigt (wörtl.: zielverfehlt) ha[tt]en, und allen übrigen (wie [bei meiner] zweiten Anwesen[heit] und nun [in] Abwesen[heit]), da[ß] ich, wenn ich komme, nicht nochmals schonend [vorgehen] werde,

3 weil ihr [bei mir] Bewährtheit [dafür] sucht, [daß] der Christus in mir spricht. [Und Er] ist gegen euch nicht schwach, sondern mächtig unter euch.

4 Denn wenn Er auch aus Schwachheit gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) wurde, lebt Er jedoch aus [der] Kraft Gottes. Denn auch wir sind schwach in Ihm, doch werden wir mit Ihm aus Gottes Kraft für euch leben.

5 [Mach]t [mit] euch selbst [die] Probe, ob ihr im Glauben steht, prüft euch selbst! Oder [könnt] ihr nicht [an] euch selbst erkennen, da[ß] Christus Jesus in euch ist (wenn ihr nicht etwa unbewährt seid)?

6 Ich erwarte aber, da[ß] ihr [er]kennen werdet, da[ß] wir nicht unbewährt sind!

7 Wir wünschen jedoch zu Gott, [daß] ihr keinerlei Übles tut; nicht, damit wir [als] bewährt erscheinen, sondern daß ihr das Treffliche tut, wir aber wie Unbewährte seien.

8 Denn wir vermögen nichts gegen die Wahrheit, sondern [nur] für die Wahrheit.

9 Freuen wir uns doch, wenn wir schwach sind, ihr aber kraftvoll seid. Dies nun wünschen wir auch [zu Gott] euer Zurechtkommen!

10 Deshalb schreibe ich [euch] dies, [während ich noch] abwesend [bin], um [bei meiner] Anwesen[heit] nicht Strenge gebrauchen [zu müssen] gemäß der Vollmacht, die der Herr mir zu[r] Auferbauung und nicht zum Einreißen gebeben hat.

11 [Im] übrigen, Brüder, freut euch, laßt euch zurechtbringen, laßt euch zusprechen, seid gleichgesinnt, [halt]et Frieden, und der Gott der Liebe und [des] Friedens wird mit euch sein.

12 Grüßt einander mit heiligem Kuß! Es grüßen euch alle Heiligen.

13 Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes [sei] mit euch allen! Amen!