1 * Zu Anfang war das Wort, und das Wort war zu Gott [hingewandt], und [wie] Gott war das Wort.
2 Dies war zu Anfang zu Gott [hingewandt].
3 Alles ist durch [dass]elbe geworden, und ohne [dass]elbe wurde auch nicht eines, das geworden ist.
4 In [dem]selben war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
5 Das Licht erscheint in der Finsternis, doch die Finsternis hat es nicht erfaßt.
6 D[a] trat ein M[an]n [auf], von Gott geschickt, sein Name [war] Johannes.
7 Dieser kam zum Zeugnis, um von dem Licht [zu] zeugen, damit alle durch [das]selbe glaubten;
8 er war nicht [selbs]t das Licht, sondern er [kam], um von dem Licht [zu] zeugen:
9 Es war das wahrhafte Licht, das, in die Welt kommend, jeden Menschen erleuchtet.
10 Er war in der Welt, und die Welt wurde durch Ihn [erschaffen], doch die Welt hat Ihn nicht [er]kannt.
11 Er kam in [Sein] Eigentum, doch die S[ein]en nahmen Ihn nicht an;
12 all[en] aber, die Ihn [an]nahmen - ihnen gab Er Vollmacht, Kinder Gottes zu werden, denen, [die] an Seinen Namen glauben,
13 die nicht aus Geblüt, noch aus [dem] Willen [des] Fleisches, noch aus [dem] Willen [eines] Mannes, sondern aus Gott gezeugt wurden.
14 Das Wort wurde Fleisch und zeltete unter uns, und wir schauten Seine Herrlichkeit - wie [die] Herrlichkeit [des] Einziggezeugten vo[m] Vater - voller Gnade und Wahrheit.
15 Johannes zeugte von Ihm und hat laut [aus]gerufen: "Dieser war es, [von] dem ich sagte: Er, der nach mir kommt, ist vor mir geworden; d[enn] Er war eher [als] ich."
16 Aus Seiner Vervollständigung haben wir alle erhalten, und [zwar] Gnade um Gnade.
17 D[enn] das Gesetz wurde durch Mose gegeben, Gnade und Wahrheit sind [jedoch] durch Jesus Christus geworden.
18 Niemand hat Gott jemals gesehen; der einziggezeugte Gott, der [jetzt] in dem Busen des Vaters ist, derselbe hat [Ihn] gesehen.
19 Dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden aus Jerusalem Priester und Leviten zu ihm schickten, damit sie ihn fragen sollten: "Wer bist du?"
20 Da bekannte Er [es] und leugnete nicht. Und Er bekannte: "Ich bin nicht der Christus!"
21 Sie fragten ihn nochmals: "Was nun? Bist du Elia?" Er entgegnete: "Ich bin [es] nicht." "Bist du ein Prophet?" Er antwortete: "Nein."
22 Nun fragte sie ihn: "Wer bist du [denn], damit wir denen Antwort geben, [die] uns gesandt haben. Was sagst du von dir selbst?"
23 Er entgegnete: "Ich [bin die] Stimme [eines] Rufers: In der Wildnis [mach]t den Weg [des] Herrn gerade! - so wie [es] der Prophet Jesaja gesagt hat."
24 Die [Abgesand]ten, [die] von den Pharisäern waren,
25 fragten ihn weiter. Sie sagten zu ihm: "Warum taufst du nun, wenn du nicht der Christus, noch Elia, noch der Prophet bist?"
26 [Da] antwortete Johannes ihnen: "Ich taufe in Wasser; [in] eurer Mitte aber steht [der, mit] dem ihr nicht vertraut seid.
27 Er ist es, der nach mir kommt, der vor mir geworden ist, [und] ich bin nicht würdig, [Ihm] den Riemen Seiner Sandale [zu] lösen."
28 Dies geschah in Bethanien, jenseits des Jordanflusses, wo Johannes taufte.
29 Tags darauf [sah] er Jesus [auf] sich zukommen; da sagte er: "Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde (wörtl.: Zielverfehlung) der Welt auf [Sich] nimmt!
30 Dieser ist es, von dem ich sagte: Nach mir kommt [ein] Mann, der vor mir geworden ist; d[enn] Er war eher [als] ich.
31 Ich [selbst] war [mit] Ihm nicht vertraut; damit er jedoch Israel geoffenbart würde, deshalb kam ich, [um] in Wasser [zu] taufen."
32 Dann bezeugte Johannes: "Ich habe [es] geschaut, [wie] der Geist aus dem Himmel wie [eine] Taube herabgestiegen und auf Ihm geblieben ist.
33 Zwar war ich [selbst noch] nicht [mit] Ihm vertraut; jedoch der mich gesandt hat, um in Wasser zu taufen, derselbe sagte [zu] mir: Auf den du den Geist herabsteigen und auf Ihm bleiben gewahrst, dieser ist es, der in heiligem Geist tauft.
34 Ich habe [es] gesehen, und ich bezeuge [seitdem], da[ß] dieser der Sohn Gottes ist."
35 Tags darauf stand Johannes mit zwei von Seinen Jüngern wieder [da];
36 und auf Jesus blickend, der [dort] umherging, sagte er: "Siehe, das Lamm Gottes!"
37 [Das] hörten ihn die zwei Jünger sprechen, und sie folgten Jesus.
38 Da wandte Jesus Sich [um], schaute [auf] die [Ihm] Folgenden und fragte sie: "Was sucht ihr?" Sie entgegneten Ihm: "Rabbi (das heißt verdolmetscht: Lehrer), wo [ha]st Du [Deine] Bleibe?"
39 Er antwortete ihnen: "Kommt und seht!" D[ann] gingen sie und gewahrten, wo Er [Seine] Bleibe [hatte], und blieben jenen Tag bei Ihm; es war etwa [die] zehnte Stunde.
40 Andreas, der Bruder [des] Simon Petrus, war einer von den zweien, die [es] von Johannes gehört hatten und Ihm folgten.
41 Dieser fand [zu]erst [seinen] eigenen Bruder Simon und sagte [zu] ihm: "Wir haben den Messias gefunden." (Das ist verdolmetscht: Christus.)
42 Dann führte er ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an [und] sagte: "Du bist Simon, der Sohn [des] Johannes; du sollst Kephas heißen" ([was mit] 'Petrus' übersetzt wird).
43 Tags darauf wollte Er nach Galiläa [hin]ausziehen und fand Phililppus. Da sagte Jesus [zu] ihm: "Folge Mir!"
44 Phililppus war von Bethsaida, der Stadt [des] Andreas und [des] Petrus.
45 Phililppus fand den Nathanael und berichtete ihm: "Wir haben [den] gefunden, [von] dem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, [den] Sohn des Joseph, von Nazareth!"
46 Da sagte Nathanael [zu] ihm: "Aus Nazareth! Was kann es Gutes sein?" Phililppus erwiderte ihm: "Komm und sieh!"
47 [Als] Jesus den Nathanael zu Sich kommen s[a]h, sagte Er von ihm: "Siehe, wahrhaftig [ein] Israelit, in dem kein Betrug ist."
48 [Da] fragte ihn Nathanael: "Woher kennst du mich?" Jesus antwortete ihm: "Bevor Phililppus dich rief, [als du] unter dem Feigenbaum warst, gewahrte Ich dich."
49 Nathanael antwortete Ihm: "Rabbi, Du bist der Sohn Gottes! Du bist [der] König Israels!"
50 [Darauf] antwortete ihm Jesus: "Glaubst du, weil Ich dir sagte, da[ß] Ich dich unter dem Feigenbaum gewahrte? Größeres [als] dieses wirst du sehen!"
51 Dann sagte Er [zu] ihm: Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Von jetzt [an] werdet ihr den Himmel offen sehen und die Boten Gottes über dem Sohn des Menschen hinaufsteigen und herabsteigen."
1 * [A]m dritten Tag danach fand in Kana [in] Galiläa [eine] Hochzeit statt.
2 Die Mutter Jesu war auch dort, Jesus aber und seine Jünger waren ebenfalls zur Hochzeit [ein]geladen.
3 Als [es an] Wein mangelte, sagte Jesu Mutter zu Ihm: "Sie haben keinen Wein [mehr]!"
4 Da antwortete ihr Jesus: "[O] Frau, was [ziemt sich für] Mich und dich? Meine Stunde [ist] noch nicht eingetroffen."
5 [Dann] sagte seine Mutter [zu] den Dienern: "Was Er euch auch sagen wird, das tut!"
6 (Nun waren dort nach der Reinigungs[sitte] der Juden sechs steinerne Wasserkrüge [auf]gestellt, [die] je [für] zwei oder drei Maß Raum [hatt]en.)
7 Jesus sagte [zu] ihnen: "Füllt die Wasserkrüge [bis zum] Rand [mit] Wasser!"
8 Und sie füllten sie bis oben [zum] Rand. Dann gebot Er ihnen: "Schöpft nun [daraus] und bringt [es] dem Speisemeister!" Da brachten sie [es] ihm.
9 Als der Speisemeister das Wasser, [das] Wein geworden war, gekostet hatte (er wußte jedoch nicht, woher er war - die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten wußten [es]), rief der Speisemeister den Bräutigam
10 und sagte [zu] ihm: "Jeder Mensch setzt [zu]erst den edlen Wein [vor] und dann, wenn sie berauscht sind, den geringeren; du aber hast den edlen Wein bis jetzt [zurück]behalten."
11 Dies tat Jesus [zu] Anfang [Seiner] Zeichen zu Kana [in] Galiläa und offenbarte Seine Herrlichkeit, und Seine Jünger glaubten an Ihn.
12 Danach zog Er nach Kapernaum hinab, Er, Seine Mutter, [Seine] Brüder und Seine Jünger; dort blieben sie jedoch nicht viele Tage,
13 da das Passah der Juden nahe war. Dann zog Jesus hinauf nach Jerusalem.
14 Er fand dort in der Weihe[stät]te die Verkäufer v[o]n Rindern, Schafen und Tauben und die [Geld]wechsler sitzen.
15 [Da] machte Er aus Stricken [eine] Peitsche und trieb [sie] alle aus der Weihe[stät]te hinaus samt den Schafen und den Rindern, schüttete das Wechsel[geld] der Makler aus und stieß die Tische um.
16 [Zu] denen, [die] Tauben verkauften, sagte Er: "Nehmt diese von hier [fort]! Macht nicht das Haus Meines Vaters zu [einem] Kaufhaus!"
17 Da erinnerten sich Seine Jünger, da[ß] geschrieben ist: Der Eifer [um] Dein Haus wird Mich verzehren.
18 Die Juden nun antworteten Ihm: "Was [für ein] Zeichen zeigst Du uns, da[ß] Du dies tun [darfst]?"
19 Jesus antwortete ihnen: "Reißt diesen Tempel nieder, und in drei Tagen werde Ich ihn aufrichten!"
20 Nun sagten die Juden: "Sechsundvierzig Jahre wird [an] diesem Tempel gebaut, und Du willst Ihn in drei Tagen aufrichten!"
21 Er aber [hatte] von dem Tempel Seines Körpers gesprochen.
22 Als Er d[ann] aus [den] Toten auferweckt war, erinnerten sich Seine Jünger, da[ß] Er dies gesagt [hatte]; und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen [hatte].
23 Als Er dann am Passahfest in Jerusalem war, glaubten viele an Seinen Namen, [denn sie] schauten Seine Zeichen, die Er tat.
24 Jesus selbst vertraute Sich ihnen jedoch nicht an,
25 weil Er [sie] alle kannte und [von] keinem [ein] Zeugnis über den Menschen brauchte; denn Ihm war Selbst bekannt, was im Menschen war.
1 * Unter den Pharisäer war [ein] Mann, dessen Name Nikodemus [war, ein] Oberer der Juden.
2 Dieser kam [bei] Nacht zu Ihm und erklärte Ihm: "Rabbi, wir wissen, daß Du [als] Lehrer von Gott gekommen bist; denn niemand kann diese Zeichen tun, die Du tust, wenn nicht Gott mit Ihm ist."
3 Jesus antwortete ihm: "Wahrlich, Wahrlich, Ich sage dir: Wenn jemand nicht von oben [her] gezeugt wird, kann er das Königreich Gottes nicht gewahren."
4 [Da] sagte Nikodemus zu Ihm: "Wie kann [ein] Mensch, [der ein] Greis ist, gezeugt werden? Er kann [doch] nicht [ein] zweites [Mal] in den Leib seiner Mutter eingehen und geboren werden!"
5 Jesus antwortete: "Wahrlich, Wahrlich, Ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist gezeugt wird, kann er nicht in das Königreich Gottes eingehen.
6 Das vom Fleisch Gezeugte ist Fleisch, und das vom Geist Gezeugte ist Geist.
7 Sei nicht erstaunt, da[ß] Ich dir sagte: Ihr müßt von oben [her] gezeugt werden.
8 Der Windhauch weht, wo er will; du hörst sein Sausen, weißt jedoch nicht, woher er kommt und wohin er geht. [Eben]so ist es [mit] jedem, der aus dem Geist gezeugt [ist]."
9 [Darauf] nahm Nikodemus [das] Wort und fragte ihn: "Wie kann dies geschehen?"
10 Jesus antwortete ihm: "Du bist der Lehrer Israels und [er]kennst dies nicht?
11 Wahrlich, Wahrlich, Ich sage dir: [Was] wir wissen, [das] reden wir; und [was] wir gesehen haben, bezeugen wir; doch nehmt ihr unser Zeugnis nicht an.
12 Wenn Ich [vo]m Irdischen [zu] euch sprach und ihr nicht glaubt, wie werdet ihr glauben, wenn Ich vom Überhimmlischen [zu] euch spreche?"
13 Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, [der] aus dem Himmel herabstieg, der Sohn des Menschen, der [jetzt] im Himmel ist.
14 So wie Mose die Schlange in der Wildnis erhöhte, so muß der Sohn des Menschen erhöht werden,
15 damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht umkomme, sondern äonisches Leben habe.
16 Denn so liebt Gott die Welt, daß Er Seinen einziggezeugten Sohn gibt, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht umkomme, sondern äonisches Leben habe.
17 Denn Gott hat Seinen Sohn nicht in die Welt [ausgesand]t, daß Er die Welt richte, sondern damit die Welt durch Ihn gerettet werde.
18 [Wer] an Ihn glaubt, wird nicht gerichtet; [wer] aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einziggezeugten Sohnes Gottes geglaubt hat.
19 Dies ist das Gericht, da[ß] das Licht in die Welt gekommen ist; doch die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, weil ihre Werke böse waren.
20 Denn jeder, der Schlechtes verübt, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht entlarvt werden.
21 [Wer] aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, da sie in Gott gewirkt sind."
22 Danach kam Jesus mit Seinen Jüngern in das Land Judäa. Dort hielt Er Sich mit ihnen auf und taufte.
23 Ebenso taufte auch Johannes in Enon nahe Salim, weil dort viele Wasser waren; und [die Menschen] kamen herzu und ließen sich taufen
24 (denn noch war Johannes nicht ins Gefängnis geworfen).
25 [Darauf] kam es nun wegen [dieser] Reinigung [zu einer] Auseinandersetzung der Jünger [des] Johannes mit [einem] Juden.
26 Sie gingen zu Johannes und berichteten ihm: "Rabbi, der jenseits des Jordan bei dir war, [für] den du Zeug[nis abgeleg]t hast, siehe Er tauft, und alle kommen zu ihm!"
27 [Da] antwortete Johannes: "Kein Mensch kann [sich] etwas nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben wird.
28 Ihr selbst [sei]d meine Zeugen, da[ß] ich sagte: Nicht ich bin der Christus, sondern ich bin vor jenem [her ausgesand]t worden.
29 [Wer] die Braut hat, ist [der] Bräutigam; und der Freund des Bräutigams, der [dabei]steht und ihn hört, freut sich [mit] Frohmut über die Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nun erfüllt worden.
30 Jener muß wachsen, ich aber geringer werden.
31 Der von oben [her] kommt, ist über allen; [wer] von der Erde ist, ist von der Erde und redet von der Erde [her]. Der aus dem, Himmel kommt, ist über allen.
32 Was Er gesehen und gehört hat, d[a]s bezeugt Er; doch niemand nimmt Sein Zeugnis [an].
33 [Wer] Sein Zeugnis [an]genommen hat, besiegelt [damit], da[ß] Gott wahr ist.
34 Denn Er, den Gott beauftragt hat, spricht die W[or]te Gottes; denn Gott gibt den Geist nicht nach Maß.
35 Der Vater liebt den Sohn und hat alles in Seine Hand gegeben.
36 [Wer] an den Sohn glaubt, hat äonisches Leben; [wer] aber [gegen] den Sohn widerspenstig ist, wird [das] Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm."
1 * Als nun der Herr erfuhr, da[ß] die Pharisäer gehört hatten, Jesus gewinne und taufe mehr Jünger als Johannes
2 (obwohl zwar Jesus nicht Selbst taufte, sondern Seine Jünger),
3 verließ Er Judäa und ging wieder nach Galiläa.
4 So mußte Er durch Samaria ziehen.
5 [Dabei] kam Er nun in [eine] Stadt Samarias, [die] Sichar heißt, nahe bei dem Freiacker, den Jakob seinem Sohn Joseph gegeben hatte.
6 Dort war auch Jakobs Quelle. Jesus [war] nun von der Reise ermüdet, [und] so setzte Sich an die Quelle; es war etwa [die] sechste Stunde.
7 [Da] kam ein Frau aus Samaria, um Wasser zu schöpfen. Jesus bat sie: "Gib Mir zu trinken!" -
8 Denn Seine Jünger waren in die Stadt gegangen, um Nahrung [zu] kaufen.
9 Die samaritische Frau sagte nun [zu] Ihm: "Wie[so] bittest Du, [der] Du [ein] Jude bist, von mir, [die ich eine] samaritische Frau bin, zu trinken?" (Denn [die] Juden pflegen mit [den] Samaritern keinen Umgang.)
10 Jesus antwortete ihr: "Wenn du [von] Gottes Geschenk wüßtest und wer es ist, der [zu] dir sagt: Gib mir zu trinken, [dann] würdest du Ihn bitten, und Er gäbe dir lebendiges Wasser."
11 Die Frau erwiderte Ihm: "Herr, Du hast nicht einmal [einen] Schöpfeimer, und der Brunnen ist tief; woher [willst] Du nun das lebendige Wasser haben?
12 Du bist [doch] nicht größer [als] unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben hat; er selbst, seine Söhne und sein Vieh tranken [da]raus."
13 Jesus antwortete ihr: "Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten;
14 [wer] jedoch von dem Wasser trinkt, das Ich ihm geben werde, [den] wird für den Äon keinesfalls dürsten; sondern das Wasser, das Ich ihm geben werde, wird in ihm [eine] Wasserquelle werden, [die] in [das] äonisches Leben sprudelt."
15 [Da] sagte die Frau zu Ihm: "Herr, gib mir dieses Wasser, damit mich nicht [wieder] dürste [und] ich auch nicht hierher kommen [muß], um zu schöpfen!"
16 Jesus erwiderte ihr: "Geh hin rufe deinen Mann und komm hierher!"
17 Die Frau antwortete Ihm: "Ich habe keinen Mann!" Da sagte Jesus [zu] ihr: "Trefflich hast du gesagt, da[ß] du keinen Mann hast;
18 denn fünf Männer hast du gehabt, und den du nun hast, [der] ist nicht dein Mann; dies hast du wahr geredet."
19 Die Frau entgegnete Ihm: "Herr, ich schaue, da[ß] Du [ein] Prophet bist.
20 Unsere Väter beteten auf diesem Berg an, doch ihr sagt: In Jerusalem ist die Stätte, wo man anbeten muß!"
21 Jesus erwiderte ihr: "Glaub Mir, Frau: Es kommt [die] Stunde, wenn ihr den Vater weder auf diesem Berg noch in Jerusalem anbeten werdet.
22 Ihr betet an, [was] ihr nicht wißt; wir beten an, [was] wir wissen, weil die Rettung von den Juden kommt.
23 Es kommt jedoch [die] Stunde, ja sie ist nun [da], wenn die wahrhaften Anbeter den Vater i[m] Geist und [in] Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche, die Ihn anbeten.
24 Gott [ist] Geist, und die Ihn anbeten, müssen [Ihn im] Geist und [in] Wahrheit anbeten."
25 [Da] sagte die Frau [zu] Ihm: "Wir wissen, da[ß] der Messias kommt, der Christus heißt. Wenn derselbe kommt, wird Er uns alles kundtun."
26 [Darauf] erklärte ihr Jesus: "Ich bin [es], der [mit] dir spricht!"
27 Über diesem kamen Seine Jünger und staunten, da[ß] Er mit [einer] Frau sprach; trotzdem fragte Ihn niemand: "Was suchst Du [von ihr]?" oder "Was sprichst Du mit ihr?"
28 Die Frau ließ nun ihren Wasserkrug [stehen], ging in die Stadt und sagte [zu] den Menschen [dort]:
29 "Herzu, gewahrt [einen] Mann, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe! Ist dieser nicht etwa der Christus?"
30 Nun zogen sie aus der Stadt [hin]aus und kamen zu Ihm.
31 Inzwischen ersuchten Ihn die Jünger: "Rabbi, iß!"
32 Er aber antwortete ihnen: "Ich habe [eine] Speise zu essen, [von] der ihr nichts wißt!"
33 Die Jünger sagten nun zueinander: "Hat Ihm etwa jemand zu essen gebracht?"
34 Jesus erwiderte ihnen: "Meine Speise ist [die], daß Ich den Willen dessen tue, [der] Mich gesandt hat, und Sein Werk vollende.
35 Sagt ihr nicht: Es sind noch vier Monate, und [dann] kommt die Ernte-? Siehe, Ich sage euch, erhebt eure Augen und schaut die Äcker [an]: sie sind weiß zu[r] Ernte.
36 Schon [jetzt] erhält der Erntende Lohn und sammelt Frucht zu[m] äonischen Leben, damit sich zugleich der Säende wie auch der Erntende freue.
37 Denn darin ist das Wort wahrhaft: Es ist [ein] anderer der sät, und [ein] anderer, der erntet.
38 Ich habe euch [aus]gesandt zu ernten, [um was] ihr euch nicht gemüht habt; andere haben sich gemüht, und ihr seid in ihre Mühe eingetreten."
39 Aus jener Stadt glaubten aber viele Samariter an Ihn auf [Grund] des Wortes der Frau, [die] bezeugt [hatte]: "Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe!"
40 Als nun die Samariter zu Ihm kamen, ersuchten sie Ihn, bei ihnen zu bleiben; so blieb Er dort zwei Tage.
41 Da glaubten [noch] viel mehr um Seines Wortes willen,
42 und [zu] der Frau sagten sie: "Wir glauben [jetzt] nicht mehr [nur] auf [Grund] deiner Rede; denn wir haben [es] selbst von Ihm gehört und wissen, da[ß] dieser wahrhaftig der Retter der Welt, der Christus, ist."
43 Nach den zwei Tagen aber zog Er von dort weiter und ging nach Galiläa;
44 doch Jesus Selbst bezeugte, da[ß ein] Prophet in [seinem] eigenen Vater[land] keine Ehre hat.
45 Als Er nun nach Galiläa kam, nahmen Ihn die Galiläer auf, [weil sie] alles gesehen hatten, was Er in Jerusalem während des Festes getan hatte; denn aus sie waren zum Fest gegangen.
46 [So] kam Jesus nun wieder nach Kana [in] Galiläa, wo Er das Wasser [in] Wein verwandelt hatte. Da war ein königlicher [Beamter] in Kapernaum, dessen Sohn [krank und] schwach war.
47 [Als] dieser hörte, da[ß] Jesus aus Judäa in Galiläa eingetroffen [sei], ging er zu Ihm und ersuchte Ihn, Er möge hinabkommen und seinen Sohn heilen; denn er sei im Begriff zu sterben.
48 Jesus sagte nun zu ihm: "Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder gewahrt, glaubt ihr überhaupt nicht!"
49 [Da] sagte der königliche [Beamte] zu Ihm: "Herr, komm hinab, ehe mein Knäblein stirbt!"
50 Jesus erwiderte ihm: "Geh, dein Sohn lebt!" Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus ihm sagte, und ging [hin].
51 Aber schon [als] er hinabstieg, [kam]en ihm seine Sklaven entgegen und berichteten, da[ß] sein Knabe lebe.
52 Er erkundigte sich d[an]n bei ihnen [nach] der Stunde, in der er [sich] erholt hatte. Und man sagte ihm: "Gestern [um die] siebente Stunde verließ ihn das Fieber."
53 Nun [er]kannte der Vater, da[ß es] in derselben Stunde [war], in der Jesus ihm gesagt hatte: "Dein Sohn lebt!" Und er glaubte, er und sein ganzes Haus.
54 Dies [war das] zweite Zeichen, [das] Jesus wieder [in Kana] tat, [als Er] aus Judäa nach Galiläa gekommen [war].
1 * Danach war [ein] Fest der Juden, und Jesus zog nach Jerusalem hinauf.
2 Am Schaftor in Jerusalem befindet sich nun [ein] Teich, der [auf] hebräisch 'Bethestda' heißt [und] fünf Hallen hat.
3 In diesen lag [eine] Menge Hinfälliger, Blinder, Lahmer [und] Ausgezehrter, die [auf] die Bewegung des Wassers warteten.
4 (Denn [ein] Bote [des] Herrn badete zu gewissen [Zeiten] in demTeich und erregte das Wasser. [Wer] d[an]n nach der Erregung des Wassers [zu]erst [hinein]stieg, wurde gesund, was auch immer [die] Krankheit [sein mochte, mit] welcher er behaftet war.)
5 Dort war auch ein Mann, [der] achtunddreißig Jahre in seiner Hinfälligkeit [zugebracht] hatte.
6 [Als] Jesus diesen daniederliegen [sa]h und erfuhr, da[ß] er schon lange Zeit [so gelitten] hat[te], fragte Er ihn: "Willst du gesund werden?"
7 [Da] antwortete Ihm der Hinfällige: "Herr, ich habe keinen Menschen, [der] mich in den Teich bringt, wenn das Wasser erregt wird; bis ich aber komme, steigt [ein] anderer vor mir hinab."
8 Jesus erwiderte ihm: "Erhebe dich, nimm deine Matte auf und wandle!"
9 Sofort wurde der M[an]n gesund, erhob sich, nahm seine Matte auf und wandelte.
10 An jenem Tag war aber Sabbat. Daher sagten die Juden [zu] dem Geh[ei]lten: "[Heute] ist Sabbat, da ist es dir nicht erlaubt, deine Matte aufzunehmen!"
11 Doch er antwortete ihnen: "Der mich gesund gemacht hat, derselbe hat [zu] mir gesagt: Nimm deine Matte auf und wandle!"
12 Sie fragten ihn nun: "Wer ist der M[an]n, der dir sagte: Nimm deine Matte auf und wandle -?"
13 Der Geheilte wußte aber nicht, wer es war; denn Jesus wich [ihm] aus, [da eine] Volksmenge an dem Ort war.
14 Danach fand Jesus ihn in der Weihe[stät]te und sagte [zu] ihm: "Siehe, du bist gesund geworden; sündige (wörtl.: zielverfehle) nicht mehr, damit dir nicht etwas Ärgeres widerfahre!"
15 D[an]n ging der M[an]n hin und verkündigte den Juden, da[ß] es Jesus war, der ihn gesund gemacht hatte.
16 Deshalb verfolgten die Juden Jesus und suchten Ihn zu töten, weil Er dies [auch am] Sabbat tat.
17 Da antwortete ihnen Jesus: "Mein Vater wirkt bis jetzt; [daher] wirke auch Ich!"
18 Deshalb suchten nun die Juden um so mehr, Ihn zu töten, weil Er nicht allein den Sabbat auflöste, sondern auch Gott [Seinen] eigenen Vater nannte [und] Sich [damit] Gott gleichstellte.
19 Nun nahm Jesus [das] Wort und erwiderte ihnen: "Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Der Sohn kann nichts von Sich Selbst [aus] tun, [außer dem], was Er den Vater tun [sieh]t; denn [was] auch [immer] derselbe tut, d[as] tut gleicherweise auch der Sohn.
20 Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt Ihm alles, [was] Er tut. Noch größere Werke [als] diese wird Er Ihm zeigen, daß ihr staunen werdet.
21 Denn ebenso wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, [wen] Er will.
22 [Es ist] nämlich auch nicht der Vater, [der] jemand richtet; sondern alles Gericht hat Er dem Sohn gegeben,
23 damit alle den Sohn so ehren, wie sie den Vater ehren. [Wer] den Sohn nicht ehrt, ehrt [auch] den Vater nicht, der Ihn gesandt hat.
24 Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: [Wer] Mein Worte hört und dem glaubt, [der] Mich gesandt hat, hat äonisches Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod in das Leben hinübergegangen.
25 Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Es kommt [die] Stunde, und sie ist nun [da], wenn die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die [sie] hören, werden leben.
26 Denn ebenso wie der Vater in Sich Selbst Leben hat, so hat Er auch dem Sohn gegeben, in Sich Selbst Leben zu haben.
27 Auch gibt Er Ihm Vollmacht, Gericht zu halten, da Er [ein] Menschensohn ist.
28 Staunt nicht d[arübe]r; d[enn] es kommt [die] Stunde, in der alle, die in den Gräbern [sind], Seine Stimme hören werden;
29 und [es] werden hervorgehen, die das Gute getan haben, zur Auferstehung [des] Lebens, die aber das Schlechte verübt haben, zur Auferstehung [des] Gerichts.
30 Ich kann gar nichts von Mir Selbst [aus] tun; so wie Ich höre, richte Ich, und Mein Gericht ist gerecht, weil Ich nicht Meinen Willen suche, sondern den Willen dessen, [der] Mich gesandt hat.
31 Wenn Ich von Mir Selbst zeuge, ist Mein Zeugnis nicht wahr?
32 [Ein] anderer ist es, der von Mir zeugt, und Ich weiß, da[ß] das Zeugnis wahr ist, das es von Mir zeugt.
33 Ihr habt zu Johannes geschickt, und er hat die Wahrheit bezeugt.
34 Ich aber nehme kein Zeugnis von Menschen [an]. Ich sage dies jedoch, damit ihr gerettet werdet.
35 Jener war die Leuchte, die brennt und scheint; ihr aber wolltet [nur] für [eine] Stunde in ihrem Licht frohlocken.
36 Ich aber habe das Zeugnis, [das] größer [als das] des Johannes [ist]; denn die Werke, die Mir der Vater gegeben hat, damit Ich sie vollende, eben die Werke, die Ich vollbringe, zeugen von Mir, da[ß] der Vater Mich [aus]ges[and]t hat.
37 Und der Vater, [der] Mich sendet, derselbe hat von Mir gezeugt. Weder habt ihr jemals Seine Stimme gehört, noch Sein Aussehen wahrgenommen;
38 ihr habt auch Sein Wort nicht in euch bleibend, weil ihr dem nicht glaubt, den derselbe [aus]ges[and]t hat.
39 Erforscht die Schriften, da ihr meint, äonisches Leben in ihnen zu haben; dieselben sind [es], die von Mir zeugen.
40 Und [doch] wollt ihr nicht zu Mir kommen, damit ihr Leben habt.
41 Verherrlichung von Menschen nehme Ich nicht [an],
42 sondern Ich habe [bei] euch [er]kannt, da[ß] ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt.
43 Ich bin im Namen Meines Vaters gekommen, doch ihr nehmt Mich nicht [auf]. Wenn [ein] anderer in [seinem] eigenen Namen kommt, werdet ihr denselben [auf]nehmen.
44 Wie könnt ihr glauben, [da ihr] Verherrlichung [von]einander [an]nehmt, doch die Verherrlichung, die vom alleinigen Gott [ist], nicht sucht?
45 Meint [nur] nicht, da[ß] Ich euch beim Vater anklagen werde! [Einer] ist euer Verkläger, Mose, auf den ihr euch verlaßt.
46 Denn wenn ihr Mose glaubtet, würdet ihr [auch] Mir glauben; denn jener schreibt von Mir.
47 Wenn ihr aber den Schriften jenes [Mannes] nicht glaubt, wie werdet ihr Meinen Worten glauben?"
1 * Danach begab Sich Jesus [an das] jenseitige [Ufer] des Sees Tiberias [in] Galiläa;
2 und [eine] große Volksmenge folgte Ihm, weil sie die Zeichen schauten, die Er an den Hinfälligen tat.
3 Jesus ging dann auf den Berg hinauf und setzte Sich dort mit Seinen Jüngern.
4 Das Passah, das Fest der Juden, war aber nahe.
5 [Als] Jesus nun die Augen aufhob und schaute, da[ß eine] große Volksmenge zu Ihm kam, sagte Er zu Phililppus: "Woher sollen wir Brot kaufen, damit diese [zu] essen [haben]?"
6 D[a]s fragte Er aber, [um] ihn [auf die] Probe [zu stelle]n; denn Er Selbst wußte, was Er vorhatte zu tun.
7 Phililppus antwortete Ihm d[an]n: "[Für] zweihundert Denare Brot genügt nicht [für] sie, damit je[d]er [auch nur] ein kleines [Stück] bekommt."
8 [Da] sagte einer von Seinen Jüngern, Andreas, der Bruder [des] Simon Petrus, [zu] Ihm:
9 "Es ist [ein] kleiner Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Speise[fische]. Jedoch was ist d[a]s für so viele?"
10 Jesus aber sagte: "Ordnet [an, daß] die Menschen sich niederlassen!" (Es war nämlich viel Gras an der Stelle.) Nun ließen sich die Menschen nieder, etwa fünftausend Männer [an] der Zahl.
11 D[an]n nahm Jesus die Brote, dankte und [ließ sie an] die sich Lagernden verteilen, [in] gleicher Weise auch von den Speise[fischen], soviel sie [haben] wollten.
12 Als sie dann befriedigt waren, sagte Er [zu] Seinen Jüngern: "Sammelt die übriggebliebenen Brocken, damit nichts umkomme!"
13 Sie sammelten nun und füllten von den fünf Gerstenbrote zwölf Tragkörbe [bis zum] Rand [mit] Brocken, die übriggeblieben waren [bei] denen, [die] gespeist hatten.
14 [Als] die Menschen nun [das] Zeichen gewahrten, das Jesus getan hatte, sagten sie: "Dies ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommt!"
15 [Da] Jesus nun [er]kannte, da[ß] sie vorhatten zu kommen, um Ihn zu entführen, damit sie [Ihn zum] König machten, zog Er Sich wieder auf den Berg zurück, Er [ganz] allein.
16 Als es dann Abend wurde, gingen Seine Jünger an den See hinab
17 und stiegen in [ein] Schiff, [um so] jenseits des Sees nach Kapernaum [zu] kommen. Schon war die Finsternis hereingebrochen, doch Jesus war noch nicht zu ihnen gekommen;
18 auch war der See aufgewühlt, [da ein] heftiger Wind wehte.
19 [Als sie] nun etwa fünf[und]zwanzig oder dreißig Stadien gerudert waren, schauten sie Jesus auf dem See wandeln und nahe [an] das Schiff herankommen; da fürchteten sie sich.
20 Er aber rief ihnen [zu]: "Ich bin [es]; fürchtet euch nicht!"
21 Nun wollten sie Ihn in das Schiff nehmen, doch sogleich befand sich das Schiff an dem Land, auf daß sie zugefahren [waren].
22 Tags darauf wurde die Volksmenge, die jenseits des Sees stand, gewahr, da[ß] dort außer [dem] einen kein anderes Boot [gewesen] war und da[ß] Jesus nicht mit Seinen Jüngern das Schiff bestiegen hatte, sondern Seine Jünger allein hin[über]gefahren waren.
23 Jedoch kamen [andere] Boote von Tiberias nahe [an] die Stelle, wo sie das Brot [nach dem] Dank[gebet] des Herrn gegessen hatten.
24 Als die Volksmenge nun gewahrte, da[ß] Jesus nicht dort war, noch Seine Jünger, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kapernaum und suchten Jesus.
25 Als [sie] Ihn jenseits des Sees fanden, fragten sie Ihn: "Rabbi, wann bist Du hier angekommen?"
26 Jesus antwortete ihnen: "Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Ihr sucht Mich nicht [auf], weil ihr Zeichen gewahrt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.
27 Wirket nicht [für] die Speise, die vergänglich ist, sondern [für] die Speise, die [bis] in [das] äonische Leben bleibt, die der Sohn des Menschen euch geben wird; denn diesen hat Gott, der Vater, versiegelt."
28 Sie sprachen nun zu Ihm: "Was sollen wir tun, damit wir die Werke Gottes wirken?"
29 Jesus antwortete ihnen: "Dies ist das Werk Gottes, daß ihr an den glaubt, [den] derselbe [aus]ges[and]t hat!"
30 Daher fragten sie Ihn: "Was [für ein] Zeichen tust Du d[en]n, damit wie [es] gewahren und Dir glauben? Was wirkst Du?
31 Unsere Väter aßen das Manna in der Wildnis, so wie es geschrieben ist: Brot aus dem Himmel gab Er ihnen zu essen!"
32 [Da] sagte Jesus nun [zu] ihnen: "Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern Mein Vater gibt euch das wahrhafte Brot aus dem Himmel;
33 denn das Brot Gottes ist der, der aus dem Himmel herabsteigt und der Welt Leben gibt."
34 [Da] sagten sie nun zu Ihm: "Herr, gib uns dieses Brot allezeit!"
35 Jesus erwiderte ihnen: "Ich bin das Brot des Lebens! [Wer] zu Mir kommt, wird keinesfalls hungern, und [wer] an Mich glaubt, [den] wird nie mehr dürsten.
36 Jedoch sagte Ich euch [schon], da[ß] ihr Mich wohl gesehen habt, aber Mir [doch] nicht glaubt.
37 Alles, [was] der Vater Mir gibt, wird bei Mir eintreffen [und bleiben], und [wer] zu Mir kommt, [den] werde Ich keinesfalls hinaustreiben;
38 d[enn] Ich bin nicht aus dem Himmel herabgestiegen, daß Ich Meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, [der] Mich gesandt hat.
39 Dies ist der Wille dessen, [der] Mich gesandt hat, daß Ich nichts von alldem verliere, [was] Er Mir gegeben hat, sondern es am letzten Tag auferstehen lasse.
40 Denn d[a]s ist der Wille Meines Vaters, daß jeder, der den Sohn schaut und an Ihn glaubt, äonisches Leben habe; und Ich werde ihn am letzten Tag auferstehen lassen."
41 [Da] murrten nun die Juden über ihn, weil Er gesagt hatte: Ich bin das Brot, das aus dem Himmel herabgestiegen ist -, und sie fragten:
42 "Ist dieser nicht Jesus, der Sohn Josephs, dessen Vater und Mutter uns vertraut sind? Wie[so] behauptet Er nun: Aus dem Himmel bin Ich herabgestiegen -?"
43 Daher antwortete ihnen Jesus: "Murrt nicht [unter]einander!
44 Niemand kann zu Mir kommen, wenn der Vater, der Mich gesandt hat, ihn nicht zieht; und Ich werde ihn am letzten Tag auferstehen lassen.
45 In den Propheten ist geschrieben: Sie werden alle [von] Gott gelehrt sein. Jeder nun, der vom Vater hört und die Wahrheit lernt, kommt zu Mir.
46 Nicht, da[ß] jemand den Vater gesehen hät[te], wenn nicht der, [der] bei Gott ist,
47 dieser hat den Vater gesehen. Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: [Wer] an Mich glaubt, hat äonisches Leben.
48 Ich bin das Brot des Lebens.
49 (nur in B) Eure Väter aßen das Manna in derWildnis und starben.
50 Dies ist das Brot das aus dem Himmel herabsteigt, damit man davon esse und nicht sterbe.
51 Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgestiegen ist. Wenn jemand von diesem Brot ißt, wird er leben für den Äon. Das Brot aber, das Ich für das Leben der Welt geben werde, ist Mein Fleisch."
52 [Daraufhin] zankten sich nun die Juden [unter]einander [und] sagten: "Wie kann d[en]n dieser uns Sein Fleisch zu essen geben?"
53 Daher sagte Jesus [zu] ihnen: "Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Sohn des Menschen nicht eßt und Sein Blut [nicht] trinkt, habt ihr kein äonisches Leben in euch.
54 [Wer] Mein Fleisch ißt und Mein Blut trinkt, hat äonisches Leben, und Ich werde ihn [a]m letzten Tag auferstehen lassen;
55 denn Mein Fleisch ist wahre Speise, und Mein Blut ist wahrer Trank.
56 [Wer] Mein Fleisch ißt und Mein Blut trinkt, bleibt in Mir und Ich in ihm.
57 So wie Mich der lebendige Vater [aus]ges[and]t hat und Ich um des Vaters willen lebe, so wird auch jener, der Mich ißt, um Meinetwillen leben.
58 Dies ist das Brot, das aus [dem] Himmel herabgestiegen ist: keines, wie [es] die Väter aßen und starben. [Wer] dieses Brot ißt, wird für den Äon leben."
59 D[a]s sagte Er, [als Er] in [der] Synagoge zu Kapernaum lehrte.
60 Viele nun von Seinen Jüngern, [die es] gehört hatten, sagten: "Dieses Wort ist hart, wer kann es [an]hören?"
61 Weil Jesus bei Sich Selbst wußte, da[ß] Seine Jünger darüber murr[t]en, sagte Er [zu] ihnen: "[Nehm]t ihr das [zum] Anstoß?
62 [Was] nun, wenn ihr schaut, [wie] der Sohn des Menschen [dahin] aufsteigt, wo Er zuvor war?
63 Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt [dabei] überhaupt nichts. Die W[or]te, die Ich [zu] euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben.
64 Jedoch sind einige unter euch, die nicht glauben." Jesus wußte nämlich von Anfang [an], wer [die] waren, die nicht glaubten, und wer es war, der Ihn verraten würde.
65 Weiter sagte Er: "Deshalb habe Ich euch versichert, da[ß] niemand zu Mir kommen kann, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist."
66 Aus diesem Grund gingen nun viele Seiner Jünger davon und zogen nicht mehr mit Ihm umher.
67 [Daraufhin] fragte Jesus nun die Zwölf: "Ihr wollt [doch] nicht auch weggehen?"
68 Simon Petrus antwortete Ihm: "Herr, zu wem sollen wir gehn?
69 Du hast Worte äonischen Lebens; und wir haben geglaubt und [er]kannt, da[ß] Du der Heilige Gottes bist."
70 Jesus antwortete ihnen: "Habe nicht Ich euch Zwölf erwählt? Und einer von euch ist [ein] Widerwirker."
71 Damit meinte Er Judas, [den Sohn des] Simon Iskariot; denn dieser sollte Ihn demnächst verraten, [und er] war einer von den Zwölf.
1 * Danach zog Jesus in Galiläa umher; denn Er wollte nicht durch Judäa gehen, weil die Juden Ihn zu töten suchten.
2 Es war aber das Laubhüttenfest der Juden nahe.
3 Daher sagten Seine Brüder zu Ihm: "Ziehe fort von hier und gehe nach Judäa, damit Deine Jünger auch [dort] Deine Werke schauen, die Du tust;
4 denn niemand tut etwas i[m] verborgenen, wenn er selbst öffentliche [Geltung] sucht. Wenn Du dies tun [willst, dann] offenbare Dich der Welt!"
5 Denn nicht einmal Seine Brüder glaubten an Ihn.
6 Nun antwortete ihnen Jesus: "[Für] Mich ist die rechte [Zeit] noch nicht da; [für] euch aber ist die rechte [Zeit] immer da [und] bereit.
7 Die Welt kann euch nicht hassen; Mich aber haßt sie, weil Ich von ihr bezeuge, da[ß] ihre Werke böse sind.
8 Zieht ihr zu dem Fest hinauf, Ich ziehe noch nicht zu diesem Fest hinauf, weil Meine Frist noch nicht erfüllt ist."
9 .Dies sagte Er [zu] ihnen [und] blieb in Galiläa.
10 Als aber Seine Brüder zum Fest hinaufgezogen waren, [da] zog auch Er hinauf, nicht öffentlich, sondern i[m] verborgenen.
11 Die Juden suchten Ihn daher auf dem Fest und fragten: "Wo ist jener?"
12 Und unter der Volksmenge war viel Gemurmel über Ihn; die einen sagten: "Er ist gut", andere aber meinten: "Nein, Er [führ]t die Volksmenge irre."
13 Aus Furcht [vor] den Juden sprach allerdings niemand öffentlich über Ihn.
14 Als [die] Mitte der Fest[woche] schon [vorüber] war, ging Jesus zur Weihestätte hinauf und lehrte.
15 [Da] erstaunten nun die Juden [und] sagten: "Wie[so] weiß dieser [in der] Schrift [Bescheid, obwohl Er] ungelehrt ist?"
16 [Da] antwortete ihnen Jesus nun: "Meine Lehre ist nicht [von] Mir, sondern [von] dem, [der] Mich gesandt hat.
17 Wenn jemand dessen Willen tun will, wird er [er]kennen, ob die Lehre von Gott oder [ob] Ich von Mir Selbst spreche.
18 [Wer] von sich selbst spricht, sucht eigene Verherrlichung. [Wer] aber die Verherrlichung dessen sucht, [der] ihn gesandt hat, der ist wahr, und es ist keine Ungerechtigkeit in ihm.
19 Hat nicht Mose euch das Gesetz gegeben? Doch keiner von euch erfüllt das Gesetz! Warum sucht ihr Mich zu töten?"
20 Die Volksmenge antwortete: "[Einen] Dämon hast Du! Wer sucht Dich zu töten?"
21 Jesus antwortete ihnen: "[Das] eine Werk habe Ich getan, und deshalb staunt ihr alle.
22 Mose hat euch die Beschneidung gegeben (nicht, daß sie von Mose ist, sondern von den Vätern), und [so] beschneidet ihr [einen] Menschen [auch am] Sabbat.
23 Wenn [nun ein] Mensch [die] Beschneidung [am] Sabbat erhält, damit das Gesetz des Mose nicht aufgelöst wird, [warum] seid ihr [voll] Galle [gegen] Mich, weil Ich [einen] ganzen Menschen a[m] Sabbat gesund machte?
24 Richtet nicht nach [dem] Äußeren, sondern richtet gerechtes Gericht!"
25 Einige der Jerusalemiten sagten nun: "Ist das nicht [der], den sie zu töten suchen?
26 Und siehe, Er spricht öffentlich, und man sagt Ihm nichts! Die Oberen haben doch nicht etwa wahrhaftig [er]kannt, da[ß] dieser der Christus ist?
27 Jedoch [von] diesem wissen wir, woher Er ist; wenn aber der Christus kommt, ist niemandem [von] Ihm bekannt, woher Er ist."
28 Daher rief Jesus in der Weihe[stät]te, [wo Er] lehrte, laut [aus: "Mit] Mir seid ihr vertraut und wißt, woher Ich bin. Doch nicht von Mir Selbst [aus] bin Ich gekommen, sonder Er ist wahrhaft, der Mich gesandt hat, [mit] dem ihr nicht vertraut seid.
29 Ich aber bin [mit] Ihm vertraut, weil Ich von Ihm bin und derselbe Mich [aus]ges[and]t hat."
30 Nun suchten sie Ihn festzunehmen, doch niemand legte die Hand an Ihn, weil Seine Stunde noch nicht gekommen war.
31 Viele aus der Volksmenge glaubten an Ihn und sagten: "Wenn der Christus kommt, wird Er etwa mehr Zeichen tun, [als] dieser getan hat?"
32 Als die Pharisäer dieses Murmeln der Volksmenge über Ihn hörten, schickten die Hohenpriester und Pharisäer [ihre] Gerichtsdiener, damit sie Ihn festnehmen sollten.
33 Daher sagte Jesus: "[Nur] noch kurze Zeit bin Ich bei euch, dann gehe Ich zu dem, [der] Mich gesandt hat.
34 Ihr werdet Mich suchen und nicht finden; und dorthin, wo Ich bin, könnt ihr nicht kommen."
35 Die Juden fragten sich nun unter[einander]: "Wohin [will] dieser demnächst gehen, da[ß] wir Ihn nicht finden werden? Er hat [doch] nicht [etwa] vor, in die Zerstreuung zu den Griechen [zu] gehen, um die Griechen zu lehren!
36 Welche [Bedeutung] hat dieses Wort, das Er gesagt hat: Ihr werdet Mich suchen und nicht finden; und [dorthin], wo Ich bin, könnt ihr nicht kommen?"
37 Am letzten [Tag], dem großen Tag des Festes, stand Jesus [da] und rief laut [aus]: "Wenn jemand dürstet, komme Er zu Mir und trinke!
38 [Wer] an Mich glaubt, wie die Schrift sagt, aus dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen."
39 D[a]s sagte Er aber von dem Geist, den künftig [die] erhalten [sollten], die an Ihn glaubten; denn noch war heiliger Geist nicht gegeben, weil Jesus noch nicht verherrlicht war.
40 [Da] sagten nun [einige] aus der Volksmenge, [als sie] diese Worte hörten: "Dieser ist wahrhaftig der Prophet!"
41 Andere sagten: "Dieser ist der Christus!" Wieder [andere] meinten: "[Nein], denn der Christus kommt nicht aus Galiläa.
42 Sagt die Schrift nicht, da[ß] der Christus aus dem Samen Davids und aus Bethlehem kommt, dem Dorf wo David war?"
43 Daher entstand um Seinetwillen [eine] Spaltung unter der Volksmenge.
44 Einige von ihnen wollten Ihn festnehmen, niemand legte jedoch die Hand an Ihn.
45 Die Gerichtsdiener kamen nun zu den Hohenpriester und Pharisäern [zurück]; jene aber fragten sie: "Warum habt ihr Ihn nicht [ab]geführt?"
46 Die Gerichtsdiener antworteten: "Noch nie hat [ein] Mensch so gesprochen!"
47 [Da] antworteten ihnen nun die Pharisäer: "Habt etwa auch ihr euch irre[führe]n lassen?
48 Glaubt etwa jemand von den Oberen oder den Pharisäern an Ihn?
49 Nein, [nur] dieser Pöbel, der das Gesetz nicht kennt - verwünscht sind sie!"
50 Einer von ihnen, Nikodemus, der zuvor zu Ihm gekommen war, sagte zu ihnen:
51 "Richtet etwa unser Gesetz [einen] Menschen, es sei denn, man hätte [zu]erst von ihm [selbst] gehört und [er]kannt, was er getan [hat]?"
52 Sie antworteten ihm: "Bist du etwa auch aus Galiläa? Forsche [doch nach] und s[ie]h, da[ß] sich aus Galiläa kein Prophet erhebt."
53 Dann gingen sie [fort, ein] jeder in sein Haus; {Vers 53 und 8,1-11 in R', aber nicht in S'und B'}.
1 * Jesus aber ging auf den Ölberg
2 Frühmorgens jedoch kam Er wieder in die Weihe[stät]te, und das gesamte Volk trat zu Ihm; dann setzte Er Sich [und] lehrte es.
3 Da führten die Schrift[gelehrt]en und Pharisäer [eine] Frau [herbei, die man] beim Ehebruch ergriffen [hatte], stellten sie in [die] Mitte und sag[t]en [zu] Ihm:
4 "Lehrer, diese Frau ist auf frischer Tat [beim] Ehebruch ergriffen worden.
5 Mose gebietet uns im Gesetz, solche [Frauen] zu steinigen. Was sagst Du nun [dazu]?"
6 Dies aber sagten sie, Ihn versuchend, damit sie [einen Grund] hätten, Ihn zu verklagen. Da bückte Jesus Sich nieder [und] schrieb [mit] dem Finger auf die Erde.
7 Als sie aber fortfuhren, Ihn zu fragen, richtete Er Sich auf und sagte zu ihnen: "[Wer unter] euch sündlos (wörtl.: zielverfehlungslos) [ist], werfe [zu]erst [einen] Stein auf sie!"
8 Und Er bückte Sich [wiederum] nieder [und] schrieb auf die Erde.
9 Als [sie das] hörten, gingen sie [hin]aus, einer nach [dem] anderen, angefangen bei den Ältesten bis [zu] den Letzten.Und Jesus wurde mit der Frau, [die] in [der] Mitte war, allein zurückgelassen.
10 Da richtete Jesus sich auf [und] sagte zu ihr: "Frau, wo sind sie? Verurteilt dich keiner?"
11 Sie antwortete: "Keiner, Herr!" Darauf erwiderte Jesus: "Auch Ich verurteile dich nicht; geh [hin], sündige (wörtl.: zielverfehle) von nun [an] nicht mehr!"
12 D[an]n sprach Jesus wieder [zu] ihnen: "Ich bin das Licht der Welt: [Wer] Mir folgt, wird keinesfalls in der Finsternis wandeln, sondern Er wird das Licht des Lebens haben."
13 [Da] sagten nun die Pharisäer [zu] Ihm: "Du [leg]st über Dich Selbst Zeugnis [ab]; Dein Zeugnis ist nicht wahr!"
14 [Da] antwortete ihnen Jesus: "Auch wenn Ich über Mich Selbst Zeug[nis ableg]e, ist Mein Zeugnis wahr, weil Ich weiß, woher Ich gekommen bin und wohin Ich gehe. Ihr aber wißt nicht, woher Ich komme und wohin Ich gehe.
15 Ihr richtet dem Fleisch gemäß, Ich nicht! Ich [ver]urteile niemand.
16 Doch auch wenn Ich richte, ist Mein Gericht wahrhaft; [denn hierin] bin Ich nicht allein, sondern Ich [bin es] und [der] Vater, der Mich gesandt hat.
17 In eurem Gesetz aber ist geschrieben, da[ß] das Zeugnis [von] zwei Menschen wahr ist.
18 Ich bin [es], der [Ich] über Mich Selbst Zeug[nis ableg]e, und [auch der] Vater, der Mich gesandt hat, [leg]t für Mich Zeugnis [ab]."
19 Sie fragten Ihn nun: "Wo ist Dein Vater?" Jesus antwortete: "Weder [mit] Mir noch [mit] Meinem Vater seid ihr vertraut. Wenn ihr [mit] Mir vertraut wäret, würdet ihr auch [mit] Meinem Vater vertraut sein."
20 Diese Rede sprach Er in der Schatzkammer, [als Er] in der Weihe[stät]te lehrte; doch niemand nahm Ihn fest, weil Seine Stunde noch nicht gekommen war.
21 Wieder sprach Er nun [zu] ihnen: "Ich gehe hin, und ihr werdet Mich suchen und werdet in eurer Sünde (wörtl.: Zielverfehlung) sterben. Wohin Ich gehe, [dahin] könnt ihr nicht kommen."
22 Die Juden sagten daher: "Er wird Sich [doch] nicht etwa Selbst töten [wollen], weil Er sagt: Wohin Ich gehe, [dahin] könnt ihr nicht kommen?"
23 Er erwiderte ihnen: "Ihr seid von unten [her], Ich bin von oben [her]; ihr seid von dieser Welt, Ich bin nicht von dieser Welt.
24 Ich habe euch daher gesagt, daß ihr in euren Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) sterben werdet; denn wenn ihr Mir nicht glaubt, daß Ich [es] bin, werdet ihr in euren Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) sterben."
25 Sie fragten Ihn d[an]n: "Du, wer bist Du?" Jesus nun erwiderte ihnen: "[Ich bin] durchaus [das], was Ich auch [zu] euch rede.
26 Viel habe Ich über euch zu reden und zu richten; jedoch, der Mich gesandt hat, ist wahr, und [was] Ich von Ihm gehört habe, d[as] spreche Ich zur Welt."
27 [Doch er]kannten sie nicht, da[ß] Er vom Vater [zu] ihnen sprach.
28 Jesus sagte nun [zu] ihnen: "Wenn ihr den Sohn des Menschen erhöhen werdet, dann werdet ihr [er]kennen, da[ß] Ich [es] bin und da[ß] Ich nichts von Mir Selbst [aus] tue, sondern wie Mich Mein Vater gelehrt hat, so spreche Ich.
29 Der Mich gesandt hat, ist mit Mir; Er läßt Mich nicht allein, weil Ich immer das Ihm [Wohl]gefällige tue."
30 [Als] Er dies sprach, glaubten viele an Ihn.
31 Jesus sagte daher zu den Juden, [die] Ihm glaubten: "Wenn ihr in Meinem Wort bleibt, seid ihr wahrhaftig Meine Jünger.
32 Ihr werdet die Wahrheit [er]kennen, und die Wahrheit wird euch frei [mach]en."
33 [Da] antworteten sie Ihm: "Wie sind Abrahams Same und waren niemals jemandem versklavt; wie[so] sagst Du: Ihr sollt frei werden?"
34 Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Jeder, der Sünde tut, ist [ein] Sklave der Sünde (wörtl.: Zielverfehlung).
35 Der Sklave aber bleibt nicht für den Äon im Haus,[ jedoch] der Sohn bleibt für den Äon
36 Folglich, wenn euch der Sohn [davon] frei [mach]t, werdet ihr wirklich frei sein.
37 Ich weiß, da[ß] ihr Abrahams Same seid; jedoch sucht ihr Mich zu töten, weil Mein Wort in euch keinen Raum [gewinn]t.
38 [Was] Ich bei Meinem Vater gesehen habe, [das] spreche Ich; folglich tut auch ihr, [was] ihr von eurem Vater gehört habt."
39 [Da] antworteten sie ihm: "Unser Vater ist Abraham!" Jesus erwiderte ihnen: "Wenn ihr Kinder Abrahams wärt, tätet ihr [auch] die Werke Abrahams.
40 Nun aber sucht ihr Mich zu töten, [einen] M[an]n, der Ich [zu] euch die Wahrheit gesprochen habe, die Ich von Gott höre; d[a]s hat Abraham nicht getan.
41 Ihr tut die Werke eures Vaters." Sie entgegneten Ihm: "Wir wurden nicht in Hurerei gezeugt; wir haben einen [einzigen] Vater, Gott!"
42 [Darauf] sagte nun Jesus [zu] ihnen: "Wenn Gott euer Vater w[ä]re, würdet ihr Mich lieben, weil Ich von Gott ausgegangen und [von Ihm hier] eingetroffen bin; denn nicht von Mir Selbst bin Ich gekommen, sondern Er hat Mich [aus]ges[and]t.
43 Warum [er]kennt ihr Meine Sprache nicht? Weil ihr Mein Wort nicht hören könnt!
44 Ihr seid von dem Vater, dem Widerwirker, und wollt [nach] den Begierden eures Vaters handeln. Derselbe war [ein] Menschentöter von Anfang [an] und hat nicht in der Wahrheit gestanden, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er Lügen redet, [dann] spricht er aus dem, [was ihm] eigen [ist]; d[enn] er ist [ein] Lügner und der Vater [der]selben.
45 Weil Ich [euch] aber die Wahrheit sage, glaubt ihr Mir nicht.
46 Wer von euch [kann] Mich [einer] Sünde (wörtl.: Zielverfehlung) überführen? Wenn Ich [die] Wahrheit sage, warum glaubt ihr Mir nicht?
47 [Wer] aus Gott ist, [d]er hört die W[or]te Gottes. Ihr hört deshalb nicht, weil ihr nicht aus Gott seid!"
48 [Da] antworteten ihm die Juden: "Sagen wir nicht trefflich, da[ß] du [ein] Samariter bist und [einen] Dämon hast?"
49 Jesus antwortete: "Ich habe keinen Dämon, sondern Ich ehre Meinen Vater, doch ihr verunehrt Mich.
50 Ich suche nicht Meine Verherrlichung. Es gibt [Einen], der [sie] sucht, und [Er] richtet.
51 Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Wenn jemand Mein Wort bewahrt, wird er keinesfalls für den Äon [den] Tod schauen."
52 Die Juden entgegneten Ihm: "Nun haben wir [er]kannt, da[ß] Du [einen] Dämon hast. Abraham starb und [auch] die Propheten, und Du sagst: Wenn jemand Mein Wort bewahrt, wird er keinesfalls für den Äon [den] Tod schmecken. -
53 Bist Du etwa größer [als] unser Vater Abraham, der [doch] starb? Und [ebenso] starben die Propheten. Wen machst Du [aus] Dir?"
54 Jesus antwortete: "Wenn Ich Mich Selbst verherrliche, [so] ist Meine Herrlichkeit nichts; es ist Mein Vater, der Mich verherrlicht, [von] dem ihr sagt, da[ß] Er euer Gott ist.
55 Doch ihr habt ihn nicht [er]kannt. Ich aber bin [mit] Ihm vertraut; und wenn Ich sagen würde, da[ß] Ich nicht [mit] Ihm vertraut sei, würde Ich euch gleich sein, [nämlich ein] Lügner. Ich bin jedoch [mit] Ihm vertraut. Und Ich bewahre Sein Wort.
56 Abraham, euer Vater, frohlockte, daß er Meinen Tag gewahren sollte, und er gewahrte [ihn] und freute sich."
57 [Da] sagten nun die Juden zu Ihm: "Du bist noch nicht fünfzig Jahre [alt] und [willst] Abraham gesehen haben?"
58 Jesus entgegnete ihnen: "Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Ehe Abraham [geboren] wurde, war Ich."
59 Nun hoben sie Steine auf, um [damit] auf Ihn [zu] werfen. Jesus aber verbarg Sich und [ent]kam aus der Weihe[stät]te. (Er schritt mitten durch sie [hin]durch und [ent]ging [ihnen] so.)
1 * I[m] Vorübergehen gewahrte Er [einen] M[an]n, [der] von Geburt [an] blind war.
2 Da fragten Ihn Seine Jünger: "Rabbi, wer hat gesündigt (wörtl.: zielverfehlt), dieser oder seine Eltern, daß er blind geboren wurde?"
3 Jesus antwortete: "Weder dieser noch seine Eltern haben gesündigt (wörtl.: zielverfehlt), sondern das Wirken Gottes sollte an ihm offenbar werden.
4 Ich muß die Werke dessen wirken, [der] Mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt [die] Nacht, da niemand wirken kann.
5 Solange Ich in der Welt bin, bin Ich [das] Licht der Welt."
6 [Als Er] dies gesagt hatte, spie Er auf [den] Boden, machte aus dem Speichel [einen] Erdbrei, salbte die Augen des Blinden [mit] Seinem Erdbrei
7 und sagte [zu] ihm: "Geh hin, wasche dich im Teich Siloah" ([was mit] 'Beauftragt' übersetzt wird). Er ging nun hin, wusch sich und kam [sehend zurück].
8 Die Nachbarn nun und die ihn zuvor geschaut [hatten], als er ein Bettler war, sagten: "Ist das nicht der [Mann, der da] saß und bettelte?"
9 Andere sagten: "D[e]r ist [es]." Wieder andere meinten: "Nein, er gleicht ihm [nur]." Er [selbst] aber sagte: "Ich bin [es]!"
10 Da fragten sie ihn: "Wie wurden deine Augen aufgetan?"
11 Jener antwortete: "Der Mann, der Jesus heißt, machte [einen] Erdbrei, salbte meine Augen [damit] und sagte [zu] mir: Geh zum Teich Siloah und wasche dich! [Als ich] nun hinging und mich wusch, wurde ich [seh]end."
12 Da fragten sie ihn: "Wo ist jener?" Er antwortete: "Ich weiß [es] nicht."
13 [Dann] führte man ihn, den einst Blinden, zu den Pharisäern.
14 Es war aber Sabbat an [dem] Tag, [an] dem Jesus den Erdbrei gemacht und seine Augen aufgetan hatte.
15 Wieder[um] fragten ihn nun auch die Pharisäer, wie er [seh]end geworden [sei]. Er antwortete ihnen: "[Einen] Erdbrei legte Er auf meine Augen, dann wusch ich mich und [konnte seh]en."
16 [Da] sagten nun einige der Pharisäer: "Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil Er den Sabbat nicht hält." Andere aber sagten: "Wie kann [ein] sündiger (wörtl.: zielverfehlnder) Mensch solche Zeichen tun?" So war eine Spaltung unter ihnen.
17 Daher befragten sie den einst Blinden nochmals: "Was sagst du [denn] von Ihm? Dir hat Er doch die Augen aufgetan." Er aber antwortete: "Er ist ein Prophet."
18 Die Juden wol[l]ten nun nicht von ihm glauben, da[ß] Er blind [gewesen] war und [seh]end wurde, bis sie dann seine (des [Seh]endgewordenen) Eltern riefen
19 und sie fragten: "Ist dies euer Sohn, [von] dem ihr sagt, da[ß] er blind geboren wurde? Wie[so kann] er d[en]n jetzt [seh]en?"
20 Seine Eltern antworteten nun: "Wir wissen, da[ß] dies unser Sohn ist und da[ß] er blind geboren wurde.
21 Wie[so] er nun [seh]en [kann], wissen wir nicht; und wer seine Augen aufgetan hat, wissen wir [auch] nicht. Fragt ihn [doch], er ist voll erwachsen, er wird für sich selbst sprechen."
22 Dies sagten seine Eltern, weil sie die Juden fürchteten; denn die Juden waren schon übereingekommen, daß, wenn ihn jemand [als] Christus bekennen sollte, er aus [der] Synagoge [ausgestoß]en werde.
23 Deshalb sagten seine Eltern: "Er ist voll erwachsen, fragt ihn [doch]!"
24 Daher rief man den M[an]n, der blind [gewesen] war, zu[m] zweiten [Mal herbei] und forderte ihn auf: "Gib Gott Verherrlichung! Wir wissen, da[ß] j[en]er Mensch [ein] Sünder (wörtl.: Zielverfehler) ist."
25 Er antwortete nun: "Ob Er [ein] Sünder (wörtl.: Zielverfehler) ist, weiß ich nicht; eins [aber] weiß ich, da[ß] ich blind war [und] jetzt [seh]en [kann]."
26 D[an]n fragten sie ihn nochmals: "Was tat Er dir? Wie hat Er deine Augen aufgetan?"
27 Er antwortete ihnen: "Ich sagte [es] euch schon, habt ihr [es] nicht gehört? Warum wollt ihr [es] nochmals hören? Wollt ihr etwa auch Seine Jünger werden?"
28 Da [be]schimpften sie ihn und sagten: "Du bist [ein] Jünger desselben, wir aber sind Jünger des Mose.
29 Wir wissen, da[ß] Gott [zu] Mose gesprochen hat. [Von jen]em aber wissen wir nicht, woher Er ist."
30 Der M[an]n antwortete ihnen: "Das Erstaunliche ist nämlich in diesem [Fall], da[ß] ihr nicht wißt, woher Er ist; und Er hat [doch] meine Augen aufgetan.
31 Wir wissen, daß Gott nicht [auf] Sünder (wörtl.: Zielverfehler) hört, sondern wenn jemand [ein] Gottesverehrer ist und Seinen Willen tut, d[e]n hört Er.
32 Vom Äon [an] hat man nicht gehört, da[ß] jemand [die] Augen [eines] Blindgeborenen aufgetan hat.
33 Wenn j[en]er [Mann] nicht von Gott wäre, könnte Er überhaupt nichts tun."
34 Sie antworteten ihm: "Du wurdest ganz in Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) geboren, und du [willst] uns [be]lehren?" Dann stießen sie ihn aus [der Synagoge hin]aus.
35 Jesus hörte, da[ß] sie ihn ausgestoßen hatten, und fragte ihn, [als Er] ihn fand: "Glaubst du an den Sohn des Menschen?"
36 Jener antwortete: "Und wer ist es, Herr, damit ich an Ihn glaube?"
37 Jesus erwiderte ihm: "Du hast Ihn gesehen; denn der mit dir spricht, [der] ist es."
38 Da entgegnete er: "Ich glaube, Herr!" Und [anbetend] fiel er [vor] Ihm nieder.
39 Darauf sagte Jesus: "Ich bin zu[m] Urteilsspruch in diese Welt gekommen, damit die Nichts[eh]enden [seh]en und die [Seh]enden blind werden."
40 Dies hörten [einige] der Pharisäer, die bei Ihm waren, und fragten Ihn:
41 "Sind etwa auch wir blind?" Jesus antwortet ihnen: "Wenn ihr blind wäret, so hättet ihr keine Sünde (wörtl.: Zielverfehlung); nun aber sagt ihr: Wir [seh]en -, folglich bleibt eure Sünde (wörtl.: Zielverfehlung).
1 * Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: [Wer] nicht durch die Tür in die Schafhürde eintritt, sondern anderswo [hinein]steigt, [der] ist [ein] Dieb und [ein] Wegelagerer.
2 [Wer] aber durch die Tür eintritt, ist [der] Hirte der Schafe.
3 Diesem öffnet der Türhüter, und die Schafe hören [auf] seine Stimme; er ruft [seine] eigenen Schafe mit Namen und führt sie hinaus.
4 Wenn er dann die eigenen alle hinausgetrieben hat, geht er vor ihnen [her], und da die Schafe [mit] seiner Stimme vertraut sind, folgen sie ihm.
5 [Einem] Fremden jedoch würden sie keinesfalls folgen, sondern vor ihm fliehen, weil sie [mit] der Stimme der Fremden nicht vertraut sind."
6 Diese verhüllte Rede sprach Jesus [zu] ihnen; sie aber [er]kannten nicht, was Er ihnen [damit] sagen [wollte].
7 Daher erklärte ihnen Jesus nochmals: Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Ich bin die Tür [zu] den Schafen.
8 Alle, die Mir [zu]vorkommen [wollten], sind Diebe und Wegelagerer; die Schafe jedoch hörten nicht [auf] sie.
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch Mich eingeht, wird er gerettet werden, wird ein- und ausgehen und Weide finden.
10 Der Dieb kommt lediglich, um [zu] stehlen, [zu] schächten und um[zu]bringen. Ich bin gekommen, damit sie äonisches Leben haben und [es] überfließend haben.
11 Ich bin der edle Hirte. Der edle Hirte gibt seine Seele für die Schafe [hin].
12 [Doch] der Mietling, [der] nicht [der wirkliche] Hirte ist und dem die Schafe nicht [zu] eigen sind, schaut den Wolf kommen, verläßt die Schafe und flieht. Dann raubt sie der Wolf und zerstreut die Schafe.
13 Der Mietling flieht, weil er eben [nur] Mietling ist und sich nicht [viel] um die Schafe kümmert.
14 Ich bin der edle Hirte und kenne die Meinen, und die Meinen kennen Mich,
15 so wie der Vater Mich kennt und Ich den Vater kenne; und Ich gebe Meine Seele für die Schafe [hin].
16 Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus dieser Hürde sind; auch jene muß Ich führen, sie werden Meine Stimme hören und eine Herde [und] ein Hirte werden.
17 Deshalb liebt Mich der Vater, weil Ich Meine Seele [hin]gebe, damit Ich sie wieder nehme.
18 Niemand nimmt sie von Mir, sondern Ich gebe sie von Mir Selbst [aus hin]. Ich habe Vollmacht, sie [hin]zugeben, und Ich habe Vollmacht, sie wieder zu nehmen. Dieses Gebot habe Ich von Meinem Vater erhalten."
19 Wegen dieser Worte kam es wieder [zu einer] Spaltung unter den Juden.
20 Viele von ihnen sagten: "[Einen] Dämon hat Er und ist von Sinnen, warum hört ihr [auf] Ihn?"
21 Andere meinten: "Dies sind nicht die Reden [eines] dämonisch Besessenen; kann etwa [ein] Dämon [den] Blinden [die] Augen auftun?"
22 Damals fanden in Jerusalem die Einweihung[sfeier]n [statt]; es war Winter,
23 und Jesus wandelte in der Weihe[stät]te in der Halle Salomos,
24 [Da] umringten Ihn nun die Juden und fragten Ihn: "Wie lange hältst Du unsere Seele hin? Wenn Du der Christus bist, [dann] sage [es] uns freimütig!"
25 Jesus antwortete ihnen: "Ich sagte [es] euch, aber ihr glaubt es nicht. Die Werke, die Ich im Namen Meines Vaters tue, die [leg]en Zeug[nis] von Mir [ab].
26 Aber ihr glaubt nicht, weil ihr nicht von Meinen Schafen seid, so wie Ich [es] euch sagte.
27 Meine Schafe hören [auf] Meine Stimme, Ich kenne sie, und sie folgen Mir.
28 Ich gebe ihnen äonisches Leben, und sie werden für den Äon keinesfalls umkommen, auch wird sie niemand aus Meiner Hand rauben.
29 Mein Vater, der [sie] Mir gegeben hat, ist größer [als] alle, und niemand kann [sie] aus der Hand Meines Vaters rauben.
30 Ich und der Vater - Wir sind eins."
31 Wieder trugen die Juden Steine [herbei], um Ihn [zu] steinigen.
32 Jesus antwortete ihnen: "Ich habe euch viele edle Werke von Meinem Vater gezeigt, um welches Werkes willen [wollt] ihr Mich steinigen?"
33 [Da] antworteten Ihm die Juden: "Wir [wollen] Dich nicht wegen [eines] edlen Werkes steinigen, sondern wegen [Deiner] Lästerung, weil Du, [der] Du [ein] Mensch bist, Dich Selbst zu Gott machst."
34 Jesus antwortete ihnen: "Ist in eurem Gesetz nicht geschrieben: Ich sage Götter seid ihr -?
35 Wenn Er jene Götter heißt, zu denen das Wort Gottes geschah (und die Schrift kann [doch] nicht aufgelöst werden),
36 [wieso] sagt ihr [zu dem], den der Vater geheiligt und in die Welt [aus]ges[and]t hat: Du lästerst - weil Ich sagte: Ich bin Gottes Sohn -?
37 Wenn Ich nicht die Werke Meines Vaters tue, [so] glaubt Mir nicht.
38 Wenn Ich [sie] aber tue und ihr Mir [dennoch] nicht glaubt, [so] glaubt [doch] den Werken, damit ihr [er]kennt und glaubt, da[ß] der Vater in Mir [ist] und Ich im Vater [bin]."
39 Nun suchten sie nochmals, Ihn festzunehmen, doch Er [ent]kam aus ihrer Hand.
40 Dann ging Er wieder jenseits des Jordan an den Ort, wo Johannes zuvor getauft [hatte], und blieb dort.
41 Viele kamen zu Ihm und sagten: "Johannes tat zwar keine Zeichen; aber alles was Johannes über diesen [Mann] gesagt hat, ist wahr."
42 Und viele glaubten dort an Ihn.
1 * Da war ein [kranker und schwacher Mann], Lazarus von Bethanien, aus dem Dorf der Maria und ihrer Schwester Martha.
2 [Diese] Maria war es, die [dann] den Herrn [mit] Würzöl einrieb und Seine Füße [mit] ihrem Haar abwischte - deren Bruder Lazarus war [krank und] schwach.
3 Die Schwestern schickten nun zu Ihm [und ließen] sagen: "Herr, siehe, der, den Du liebhast, ist [krank und] schwach."
4 Als Jesus [das] hörte, sagte Er: "Diese Schwachheit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes, damit der Sohn Gottes durch sie verherrlicht werde."
5 Jesus aber liebte Martha, ihre Schwester und Lazarus.
6 Als Er nun hörte, da[ß] Er [krank und] schwach sei, da blieb Er noch zwei Tage [an dem] Ort, an dem Er war.
7 Danach [erst] sagte Er [zu] Seinen Jüngern: "Gehen wir wieder nach Judäa!"
8 [Da] erwiderten Ihm die Jünger: "Rabbi, nun suchten die Juden [gerade] Dich zu steinigen; und [da willst] Du wieder dort hin gehen?"
9 Jesus antwortete: "Hat der Tag nicht zwölf Stunden? Wenn jemand am Tag wandelt, stößt er sich nicht, weil er das Licht dieser Welt [sieh]t.
10 Wenn aber jemand in der Nacht wandelt, stößt er sich, weil das Licht nicht in ihm ist."
11 Dies sprach Er, und danach sagte Er [zu] ihnen: "Unser Freund Lazarus schläft; aber Ich gehe [hin], um ihn aus [dem] Schlaf [zu weck]en."
12 [Da] erwiderten Ihm nun die Jünger: "Herr, wenn er schläft, wird er [vom Tode] gerettet werden."
13 Jesus aber hatte von seinem Tod geredet; jene dagegen meinten, Er rede von der Rast des Schlafes.
14 Dann sagte Jesus ihnen freimütig: "Lazarus ist gestorben,
15 und ich freue Mich um euretwillen, da[ß] Ich nicht dort war, damit ihr glauben [lernt]; laßt uns aber zu ihm gehen!"
16 [Da] sagte nun Thomas, der Didymus genannt wird, [zu] den Mitjüngern: "Auch wir wollen gehen, damit wir mit Ihm sterben."
17 [Als] Jesus d[an]n nach Bethanien kam, fand Er ihn schon vier Tage im Grab liegen.
18 Bethanien war nahe [bei] Jerusalem, etwa fünfzehn Stadien [da]von [entfernt].
19 Daher waren viele der Juden zu Martha und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders [zu] trösten.
20 Als Martha nun hörte, da[ß] Jesus komme, [ging] sie Ihm entgegen; Maria aber saß im Haus.
21 Martha sagte d[an]n zu Jesus: "Herr, wenn Du hier gewesen wärst, wäre mein Bruder nicht gestorben!
22 Nun weiß ich aber auch, da[ß] Gott Dir all[es] geben wird, was Du [von] Gott erbitten magst."
23 Jesus erwiderte ihr: "Dein Bruder wird auferstehen!"
24 [Da] sagte Martha [zu] Ihm: "Ich weiß, da[ß] er in der Auferstehung am letzten Tag auferstehen wird."
25 Jesus entgegnete ihr: "Ich bin die Auferstehung und das Leben; [wer] an Mich glaubt, wird [für den Äon] leben, wenn er auch stirbt.
26 Und jeder der [dann] lebt und an Mich glaubt, wird für den Äon keinesfalls sterben! Glaubst du dies?"
27 Sie antwortete Ihm: "Ja, Herr, ich habe [den] Glauben, da[ß] Du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommt!"
28 Als [sie] dies gesagt hatte, ging sie hin und rief ihrer Schwester Mirjam heimlich [zu]: "Der Lehrer ist hier, Er ruft dich!"
29 Als jene [das] hörte, erhob sie sich schnell und ging zu Ihm.
30 Jesus aber war noch nicht in das Dorf gekommen, sondern war noch an dem Ort, wohin Martha Ihm entgegengegangen war.
31 [Als] die Juden, die bei ihr im Haus waren und sie trösteten, nun gewahrten, da[ß] Maria schnell aufstand und [hin]ausging, folgten sie ihr [in der] Meinung, da[ß] sie zum Grab gehe, um dort [zu] schluchzen.
32 Als Maria nun [dorthin] kam, wo Jesus war, [und] Ihn gewahrte, fiehl sie Ihm zu Füßen [und] sagte [zu] Ihm: "Herr, wenn Du hier gewesen wärest, [so] wäre mein Bruder nicht gestorben!"
33 Als Jesus d[an]n sie und [auch] die mit ihr gekommen Juden [so] jammern s[a]h, ergrimmte Er im Geist und erregte Sich [darüber].
34 Darauf fragte Er: "Wo habt ihr ihn [hin]gelegt?" Sie antworteten Ihm: "Herr, komm und s[ie]h!"
35 [Und] Jesus weinte.
36 [Da] sagten nun die Juden: "Siehe, wie lieb Er ihn hatte!"
37 Einige von ihnen sagen jedoch: "Konnte dieser, der die Augen des Blinden auftat, nicht auch bewirken, daß j[en]er nicht hätte sterben [müssen]?"
38 Wieder in Sich Selbst ergrimmend, trat Jesus d[an]n an das Grab; es war aber [eine] Höhle, und [ein] Stein lag davor.
39 Jesus gebot: "Hebt den Stein [hinweg!" Da] sagte Martha, die Schwester des Verschiedenen, [zu] Ihm: "Herr, er riecht schon; denn es ist [der] vierte Tag."
40 Jesus entgegnete ihr: "Habe Ich dir nicht gesagt, da[ß], wenn du glaubst, du die Herrlichkeit Gottes sehen wirst?"
41 D[an]n hoben sie den Stein [hinweg]. Jesus aber hob die Augen empor und sagte: "Vater, Ich danke Dir, da[ß] Du Mich [er]hörst.
42 Ich weiß wohl, da[ß] Du Mich immer [er]hörst; Ich sage [es] jedoch der Volksmenge wegen, die um[her]steht, damit sie glaubt, da[ß] Du Mich [aus]ges[and]t hast."
43 Als [Er] dies gesagt [hatte], schrie Er [mit] lauter Stimme: Lazarus, herzu, [komm] heraus!"
44 Da kam der Verstorbene heraus, die Füße und Hände [in] Grabtücher gewickelt und sein Antlitz [mit einem] Schweißtuch umbunden. Jesus sagte [zu] ihnen: "[Bind]et ihn los und laßt ihn gehen!"
45 Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und schauten, [was] Jesus getan hatte, glaubten d[an]n an Ihn.
46 Einige von ihnen aber gingen zu den Pharisäern und berichtete ihnen alles, was Jesus getan hatte.
47 [Daraufhin ver]sammelten nun die Hohenpriester und die Pharisäer [das] Synedrium und sagten: "Was [sollen] wir tun? Dieser Mensch vollbringt so viele Zeichen.
48 Wenn wir Ihn [weiter] so [gewähren] lassen, werden alle an Ihn glauben, und [dann] werden die Römer kommen und sowohl unsere Stätte als auch die Nation [an sich] nehmen."
49 Einer aber von ihnen, [ein] gewisser Kaiphas, [der] Hoherpriester jenes Jahres war, sagte [zu] ihnen: "Ihr wißt überhaupt nichts,
50 noch rechnet ihr [damit], da[ß] es [für] uns vorteilhaft ist, daß e i n Mensch für das Volk sterbe und nicht die ganze Nation untergehe."
51 Dies sagte er jedoch nicht von sich [aus], sondern [als] Hoherpriester jenes Jahres [rede]te er prophetisch, daß Jesus demnächst für die Nation sterben [sollte],
52 doch nicht allein für die Nation, sondern auch damit Er die Kinder Gottes, die zerstreut waren, zu einem [Ganzen] zusammenführe.
53 Von jenem Tag [an] berieten sie nun, damit sie Ihn töten könnten.
54 Jesus wandelte daher nicht mehr öffentlich unter den Juden, sondern ging von dort in die Gegend nahe der Wildnis in [eine] Stadt, [die] Ephraim heißt, und blieb dort mit Seinen Jüngern.
55 Das Passah der Juden aber war nahe, und viele aus der Gegend zogen vor dem Passah nach Jerusalem hinauf, um sich [zu] läutern.
56 Dort suchten sie nun Jesus und sagten, in der Weihestätte stehend, zueinander: "Was meint ihr? Daß Er überhaupt nicht zum Fest kommt?"
57 Die Hohenpriester und Pharisäer aber hatten Anweisung gegeben, daß, wenn jemand erfahre, wo Er sei, er es angeben solle, damit sie Ihn festnehmen könnten.
1 * Sechs Tage vor dem Passah kam Jesus nun nach Bethanien, wo Lazarus war, den Jesus aus den Toten auferweckt hatte.
2 Dort bereitete man Ihm dann ein Mahl, und Martha bediente. Lazarus aber war einer von denen, die mit Ihm zu Tisch lagen.
3 Maria nahm nun ein Pfund Würzöl von echter, wertvoller Narde, rieb Jesus die Füße ein und wischte Seine Füße mit ihrem Haar wieder ab. Da wurde das Haus von dem Duft des Würzöls erfüllt.
4 Judas Iskariot aber, [der Sohn] Simons, einer Seiner Jünger (der vorhatte Ihn zu verraten) sagte:
5 "Warum hat man dieses Würzöl nicht [für] dreihundert Denare veräußert und [das Geld den] Armen gegeben?"
6 Dies sagte er aber nicht, weil er sich [viel] um die Armen kümmerte, sondern weil er [ein] Dieb war, [der] die Kasse hatte und das, [was ein]gelegt wurde, [an sich] nahm.
7 [Darauf] sagte d[an]n Jesus: "Laß sie, damit sie es für den Tag Meiner Bestattung behalten möge;
8 denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, Mich aber habt ihr nicht allezeit."
9 [Eine] große Volksmenge aus den Juden erfuhr d[an]n, da[ß] Er dort sei; doch kam sie nicht allein um Jesu willen, sondern auch um Lazarus [zu] sehen, den Er aus den Toten auferweckt hatte.
10 Die Hohenpriester aber berieten, damit sie auch Lazarus töten könnten,
11 weil viele Juden seinetwegen hingingen und an Jesus glaubten.
12 [Als] Tags darauf die Volksmenge, die zum Fest gekommen war, hörte, da[ß] Jesus nach Jerusalem komme,
13 nahmen sie Palmenwedel und zogen Ihm entgegen und riefen laut: "Hosianna! Gesegnet [sei], der [da] kommt im Namen [des] Herrn, der König Israel!"
14 Jesus hatte nun [einen] jungen Esel gefunden [und] Sich darauf gesetzt, so wie es geschrieben ist:
15 Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein König kommt, auf [einem] Eselsfüllen sitzend!
16 Dies [er]kannten Seine Jünger [zu]erst nicht. Als Jesus aber verherrlicht war, da erinnerten sie sich, daß dies über Ihn geschrieben war und man d[a]s [an] Ihm getan hatte.
17 Die Volksmenge, die bei Ihm [gewesen] war, als Er Lazarus aus dem Grab gerufen und ihn aus den Toten auferweckt hatte, [leg]te nun Zeug[nis für Ihn ab].
18 Deshalb [ging] Ihm auch [eine] große Schar entgegen, weil sie gehört hatte, [daß] Er dieses Zeichen getan habe.
19 [Da] sagten die Pharisäer nun zueinander: "Ihr schaut [selbst], da[ß] ihr überhaupt nichts ausrichtet; siehe, [alle] Welt läuft hinter Ihm her!"
20 Unter denen, [die] zum Fest hinaufzogen, um an[zu]beten, waren auch einige Griechen.
21 Diese kamen nun zu Phililppus, der von Bethsaida [in] Galiläa [war], und ersuchten ihn: "Herr, wir wollen Jesus sehen!"
22 Phililppus ging und sagte [es] Andreas, Andreas und Phililppus wieder[um] gingen und berichteten [es] Jesus.
23 Jesus aber antwortete ihnen: "Die Stunde ist gekommen, daß der Sohn des Menschen verherrlicht werde!
24 Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt [und] stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.
25 [Wer] seine Seele liebhat, verliert sie; [wer] aber seine Seele in dieser Welt haßt, wird sie zu[m] äonischen Leben bewahren.
26 Wenn Mir jemand dienen [will, so] folge er Mir; denn wo Ich bin, dort wird auch Mein Diener sein. Wenn jemand Mir dient, wird der Vater ihn ehren.
27 Nun ist Meine Seele erregt, und was soll Ich sagen? Vater, [er]rette Mich aus dieser Stunde? Nein, deshalb bin Ich in diese Stunde gekommen.
28 Vater, verherrliche Deinen Namen!" [Darauf] kam nun [eine] Stimme aus dem Himmel: "Ich habe [ihn] verherrlicht und werde [ihn] wieder verherrlichen!"
29 Die Volksmenge nun, die [dabei]stand und [es] hörte, meinte, [es] habe gedonnert; andere sagten: "[Ein] Bote hat [mit] Ihm gesprochen."
30 Jesus antwortete: "Nicht um Meinetwillen ertönte diese Stimme, sondern um euretwillen.
31 Nun ist [das] Gericht dieser Welt, nun wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden;
32 und wenn Ich von der Erde erhöht bin, werde Ich alle zu Mir ziehen!"
33 D[a]s sagte Er aber, [um] anzudeuten welches Todes Er demnächst sterben [werde].
34 Die Volksmenge antwortete Ihm d[an]n: "Wir haben aus dem Gesetz gehört, da[ß] der Christus für den Äon bleibt; wie [kannst] du sagen, der Sohn des Menschen muß erhöht werden? Wer ist dieser Sohn des Menschen?"
35 Jesus sagte nun [zu] ihnen: "Noch [eine] kurze Zeit ist das Licht unter euch. Wandelt, solange ihr das Licht habt, damit die Finsternis euch nicht ergreife; denn [wer] in der Finsternis wandelt, weiß nicht, wohin er geht.
36 Wenn ihr das Licht habt, [so] glaubt an das Licht, damit ihr Söhne [des] Lichts werdet!" Dies sprach Jesus und ging fort [und] verbarg Sich vor ihnen.
37 Obgleich Er so viele Zeichen vor ihnen getan hatte, glaubten sie nicht an Ihn,
38 damit das Wort des Propheten Jesaia erfüllt werde, [in] welchem er ankündigte: Herr, wer glaubt unserer Kunde? Und wem wurde der Arm [des] Herrn enthüllt?
39 Sie konnten deshalb nicht glauben, weil Jesaia wieder[um] gesagt hatte:
40 Er hat ihre Augen geblendet und ihr Herz verstockt, damit sie [mit] den Augen nicht wahrnehmen, noch [mit] dem Herzen begreifen und sich umwenden und Ich sie heilen [könnte].
41 Dies sagte Jesaia, als er Seine Herrlichkeit gewahrt hatte und von Ihm sprach.
42 Doch glaubten auch viele der Oberen gleichfalls an Ihn, bekannten [es] aber um der Pharisäer willen nicht, damit sie nicht aus [der] Synagoge [ausgestoß]en würden;
43 denn sie liebten eben die Verherrlichung [von] Menschen [weit] mehr als die Verherrlichung Gottes.
44 Jesus aber rief laut: "[Wer] an Mich glaubt, [der] glaubt nicht an Mich, sondern an den, [der] Mich gesandt hat;
45 und [wer] Mich schaut, [der] schaut den, [der] Mich gesandt hat.
46 Ich bin [als] Licht in die Welt gekommen, damit keiner, der an Mich glaubt, in der Finsternis bleibe.
47 Wenn jemand Meine W[or]te hört und nicht bewahrt, den richte nicht Ich; denn Ich bin nicht gekommen, damit Ich die Welt richte, sondern damit Ich die Welt rette.
48 [Wer] Mich ablehnt und Meine W[or]te nicht [an]nimmt, [d]er hat, [was] ihn richtet: Das Wort, das Ich gesprochen habe, dasselbe wird ihn am letzten Tag richten.
49 D[enn] Ich spreche nicht aus Mir Selbst, sondern der Vater, [der] Mich gesandt hat, Er hat Mir [An]weisung gegeben, was Ich sagen und was Ich sprechen soll.
50 Und Ich weiß, da[ß] Seine [An]weisung äonisches Leben ist. [Was] Ich nun spreche, [das] spreche Ich so, wie [es] der Vater [zu] Mir geredet hat."
1 * [Es war] vor dem Passahfest, und Jesus wußte, da[ß] Seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüber[zu]gehen. [Wie Er] die Seinen geliebt hatte, die in der Welt [waren, so] liebte Er sie [bis] zu[m] Abschluß.
2 Als [das] Mahl [gehalten] wurde [und] der Widerwirker [es dem] Judas, [dem Sohn des] Simon Iskariot, schon ins Herz gelegt hatte, daß er Ihn verraten sollte
3 (Jesus [aber] wußte, da[ß] der Vater Ihm alles in die Hände gegeben hatte und da[ß] Er von Gott ausgegangen war und [wieder] zu Gott hingehe),
4 [da] erhob Er sich vom Mahl, legte das Obergewand [ab], nahm [ein] Leinentuch und umgürtete Sich [damit].
5 Danach tat Er Wasser in das Waschbecken und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und [mit] dem Leinentuch, [mit] dem Er umgürtet war, abzuwischen.
6 Er kam d[an]n zu Simon Petrus. [D]er aber sagte [zu] Ihm: "Herr, Du wäschst mir die Füße?"
7 [Da] antwortete ihm Jesus: "[Was] Ich tue, weißt du jetzt nicht, du wirst [es] aber danach erfahren!"
8 Petrus entgegnete Ihm: "Keinesfalls sollst Du mir für den Äon die Füße waschen!" Jesus antwortete ihm: "Wenn Ich dich nicht wasche, hast du keinen [An]teil an Mir."
9 [Darauf] erwiderte Ihm Simon Petrus: "Herr, nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt!"
10 [Da] sagte Jesus [zu] ihm: "[Wer] gebadet ist, braucht sich außer den Füßen nicht [weiter] zu waschen, er ist ganz rein. [So] seid auch ihr rein, jedoch nicht alle."
11 Denn Er wußte [um] Seinen Verräter, deshalb sagte Er: Nicht alle seid ihr rein.
12 Als Er nun ihre Füße gewaschen, Sein Obergewand genommen und Sich wieder niedergelassen hatte, sagte Er [zu] ihnen. "[Er]kennt ihr, was Ich [an] euch getan habe?
13 Ihr redet Mich [mit] Lehrer und Herr an; und ihr sagt [es] trefflich, denn [das] bin Ich.
14 Wenn nun Ich, der Herr und Lehrer, euch die Füße gewaschen habe, seid auch ihr schuldig; einander die Füße zu waschen.
15 Denn Ich habe euch [ein] Beispiel gegeben, damit auch ihr tut, wie Ich [an] euch getan habe.
16 Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: [Ein] Sklave in nicht größer [als] sein Herr, noch [ein] Apostel größer [als] der, [der] ihn gesandt hat.
17 Wenn ihr das wißt - glückselig seid ihr, wenn ihr es tut!
18 Nicht von euch allen sage Ich [es]; denn Ich weiß, welche Ich erwählt habe; aber damit die Schrift erfüllt werde: Der mit Mir das Brot ißt, erhebt seine Ferse gegen Mich.
19 Schon jetzt sage Ich [es] euch, [be]vor [es] geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, [auch] glaubt, da[ß] Ich [es] bin.
20 Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: [Wer] den [auf]nimmt, [den] Ich senden werde, nimmt Mich [auf; wer] aber Mich [auf]nimmt, nimmt den [auf, der] Mich gesandt hat."
21 [Als] Jesus dies gesagt hatte, wurde Er im Geist beunruhigt und bezeugte: "Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Einer von euch wird Mich verraten."
22 [Da] blickten nun die Jünger einander an, [sich] ratlos [fragend], von wem Er [wohl] spreche.
23 Aber einer von Seinen Jüngern, den Jesus liebte, lag [bei Tisch] an Jesu Seite.
24 Diesen winkte Simon Petrus nun [zu], sich zu erkundigen, wer es sei, von dem Er gesprochen [hatte]; und er bat ihn: "Sage uns, wer es ist, den Er damit meint!"
25 Jener nun lehnte sich so[mit] an Jesu Brust zurück [und] fragte Ihn:
26 "Herr, wer ist es?" Jesus antwortete d[an]n: "er ist derjenige, dem Ich den Bissen eintauchen und geben werde!" [Als Er] nun den Bissen eingetaucht hatte, nahm Er [ihn] und gab [ihn] Judas, [dem Sohn des] Simon Iskariot.
27 Und dann, nach dem Bissen, fuhr Satan in jenen. [Darauf] sagte nun Jesus [zu] ihm: "[Was] du tun [willst], tue bald!"
28 Aber niemand [von] denen, [die zu Tisch] lagen, [er]kannte, wozu Er ihm d[a]s sagte.
29 Einige meinten nämlich, weil Judas die Kasse hatte, da[ß] Jesus [zu] ihm sagen [wollte]: Kaufe, [was] wir zu Fest brauchen, oder daß er den Armen etwas geben solle.
30 [Nachdem] jener nun den Bissen genommen hatte, ging er sogleich [hin]aus. Es war aber Nacht.
31 Als er d[an]n fortgegangen war, sagte Jesus: "Nun wird der Sohn des Menschen verherrlicht, und Gott wird in Ihm verherrlicht.
32 Wenn Gott in Ihm verherrlicht wird, wird Gott Ihn auch in Sich Selbst verherrlichen, und sogleich wird Er Ihn verherrlichen.
33 Kindlein, noch kurze Zeit bin Ich bei euch, [dann] werdet ihr Mich suchen. Und wie Ich den Juden gesagt habe, sage Ich jetzt auch euch: Wohin Ich gehe, [dahin] könnt ihr nicht kommen.
34 [Ein] neues Gebot gebe Ich euch, daß ihr einander liebt; so wie Ich euch geliebt habe, [sollt] auch ihr einander lieben.
35 Daran werden alle [er]kennen, da[ß] ihr Meine Jünger seid, wenn ihr Liebe [unter]einander habt."
36 [Da] fragte Ihn Simon Petrus: "Herr, wohin gehst Du?" Jesus antwortete ihm: "Wohin Ich gehe, [dahin] kannst Du Mir nun nicht folgen; hernach aber wirst du [Mir] folgen."
37 [Darauf] sagte Petrus [zu] Ihm: "Herr, warum kann ich Dir jetzt nicht folgen? Meine Seele will ich für Dich [hin]geben!"
38 Jesus antwortete: "Deine Seele willst du für Mich [hin]geben? Wahrlich, Wahrlich, Ich sage dir: Keinesfalls wird [der] Hahn krähen, bis du Mich dreimal verleugnet [haben] wirst.
1 * Euer Herz sei nicht beunruhigt! Glaubt an Gott! Glaubt auch an Mich!
2 In dem Haus Meines Vaters sind viele Bleibe[stätte]n; sonst hätte Ich euch gesagt, da[ß] Ich gehe, euch [eine] Stätte zu bereiten.
3 Und wenn Ich gegangen bin und euch [eine] Stätte bereitet habe, komme Ich wieder und werde euch zu Mir nehmen, damit auch ihr seid, wo Ich bin.
4 Und ihr wißt, wohin Ich gehe, und den Weg wißt ihr [auch]
5 [Da] sagte Thomas [zu] Ihm: "Herr, wir wissen nicht, wohin Du gehst; wie können wir den Weg wissen?"
6 Jesus erwiderte ihm: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch Mich.
7 Wenn ihr Mich [er]kannt h[ä]ttet, würdet ihr auch Meinen Vater kennen. Von jetzt [an] kennt ihr Ihn und habt Ihn gesehen."
8 [Darauf] sagte Phililppus [zu] Ihm: "Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns."
9 Jesus antworte ihm: "So lange Zeit bin Ich [schon] bei euch, und du hast Mich nicht [er]kannt, Phililppus! [Wer] Mich gesehen hat, [der] hat den Vater gesehen; doch wie sagst du: Zeig uns den Vater?
10 Glaubst du nicht, da[ß] Ich im Vater [bin] und der Vater in Mir ist? Die Worte, die Ich [zu] euch spreche, spreche Ich nicht von Mir Selbst [aus], sondern der Vater der in Mir bleibt, Er tut Seine Werke.
11 Glaubt Mir, da[ß] Ich im Vater [bin] und der Vater in Mir [ist]; aber wenn nicht, [so] glaubt Mir um der Werke selbst willen.
12 Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: [Wer] an Mich glaubt, [d]er wird die Werke, die ich tue, auch tun, und er wird größere [als] diese vollbringen; d[enn] Ich gehe zum Vater,
13 und was ihr auch in Meinem Namen bitten werdet, d[a]s werde Ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht werde.
14 Wenn ihr Mich in Meinem Namen [um] etwas bittet, werde Ich dies tun.
15 Wenn ihr Mich liebt, werdet ihr Meine Gebote halten.
16 Dann werde Ich den Vater ersuchen, und Er wird euch [einen] anderen Zusprecher geben, damit er für den Äon bei euch sei:
17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht erhalten kann, weil sie ihn nicht schaut noch kennt; ihr aber [er]kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird.
18 Ich werde euch nicht [als] Verwaiste [zurück]lassen: Ich komme zu euch.
19 Noch kurze [Zeit], dann schaut Mich die Welt nicht mehr; ihr aber schaut Mich, d[enn] Ich lebe, und ihr werdet [auch] leben.
20 An jenem Tag werdet ihr [er]kennen, da[ß] Ich in Meinem Vater [bin] und ihr in Mir [seid] und Ich in euch [bin].
21 [Wer] Meine Gebote hat und sie hält, [d]er ist es, der Mich liebt. [Wer] Mich aber liebt, wird von Meinem Vater geliebt werden; auch Ich werde ihn lieben und Mich ihm offenbaren."
22 [Da] fragte Ihn Judas (nicht der Iskariot): "Herr, was ist geschehen, da[ß] Du im Begriff bist, Dich uns zu offenbaren und nicht der Welt?"
23 Jesus antwortete ihm: "Wenn jemand Mich liebt, wird er Mein Wort bewahren, und Mein Vater wird ihn lieben; und Wir werden zu ihm kommen und [Unsere] Bleibe bei ihm nehmen.
24 [Wer] Mich nicht liebt, hält Meine Worte nicht. Doch ist das das Wort, daß ihr hört, nicht Mein [Wort], sondern [das] des Vaters, [der] Mich gesandt hat.
25 Dies habe Ich [zu] euch gesprochen, [während Ich] unter euch weilte.
26 Der Zusprecher aber, der Geist, der heilige, den der Vater in Meinem Namen senden wird, [d]er wird euch alles lehren und euch [an] alles erinnern, [was] Ich euch gesagt habe.
27 Frieden lasse Ich euch, Meinen Frieden gebe Ich euch. Nicht so, wie die Welt gibt, gebe Ich euch. Euer Herz sei nicht beunruhigt, noch verzagt!
28 Ihr habt gehört, da[ß] Ich euch sagte: Ich gehe hin und komme [wieder] zu euch! Wenn ihr Mich liebtet, würdet ihr euch freuen, da[ß] Ich zum Vater gehe; d[enn] der Vater ist größer [als] Ich.
29 Und nun habe Ich [es] euch gesagt, ehe [es] geschieht, damit ihr glaubt, wenn es geschieht.
30 Ich werde nicht mehr viel mit euch sprechen; denn es kommt der Fürst der Welt, und in Mir hat sie nichts.
31 Damit aber die Welt [er]kenne, da[ß] Ich den Vater liebe und so handle, wie Mir der Vater geboten hat - erhebt euch! Laßt uns von hier [fort]gehen!
1 * Ich bin der wahrhafte Weinstock, und Mein Vater ist der Winzer.
2 Jede Rebe an Mir, [welche] keine Frucht bringt, die nimmt Er [fort]; und jede, [welche] Frucht bringt, die reinigt Er, damit sie mehr Frucht bringe.
3 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das Ich [zu] euch gesprochen habe.
4 Bleibt in Mir, [so bleibe] auch Ich in euch. So wie die Rebe nicht von sich [aus] Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so [könnt] auch ihr [es] nicht, wenn ihr nicht in Mir bleibt.
5 Ich bin der Weinstock, ihr [seid] die Reben. [Wer] in Mir bleibt und Ich in ihm, der bringt viel Frucht; d[enn] getrennt [von] Mir könnt ihr nichts vollbringen.
6 Wenn jemand nicht in Mir bleibt, wird er hinausgeworfen wie die Rebe und verdorrt. Dann sammelt man sie und wirft [sie] ins Feuer, wo sie [ver]brennen.
7 Wenn ihr in Mir bleibt und Meine Worte in euch bleiben, [dann] bittet, [was] ihr wollt, es wird euch [gegeben] werden.
8 Darin wird Mein Vater verherrlicht, daß ihr viel Frucht bringt und [euch als] Meine Jünger erweist.
9 So wie der Vater Mich liebt, habe auch Ich euch geliebt. Bleibt in Meiner Liebe!
10 Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in Meiner Liebe bleiben, so wie Ich die Gebote Meines Vaters gehalten habe und in Seiner Liebe bleibe.
11 Dies habe Ich [zu] euch gesprochen, damit Meine Freude in euch bleibe und eure Freude vollständig ge[mach]t werde.
12 Dies ist Mein Gebot, daß ihr einander liebt, so wie Ich euch geliebt habe.
13 Größer Liebe [kann] niemand haben [als] die, daß jemand seine Seele für seine Freunde [hin]gibt.
14 Ihr seid Meine Freunde, wenn ihr tut, was immer Ich euch gebiete.
15 Ich nenne euch nicht mehr Sklaven, [denn ein] Sklave weiß nicht, was sein Herr tut; euch aber habe Ich Freunde genannt, weil Ich euch alles bekannt gemacht habe, [was] Ich von Meinem Vater höre.
16 Nicht ihr habt Mich erwählt, sondern Ich habe euch erwählt und euch [dazu] gesetzt, daß ihr hingeht und viel Frucht bringt. Und eure Frucht soll bleiben, damit der Vater euch gebe, [um] was ihr [Ihn] in Meinem Namen bittet.
17 Dies gebiete Ich euch, daß ihr einander liebt.
18 Wenn die Welt euch haßt, [so] erkennt, da[ß] sie Mich vor euch gehaßt hat.
19 Wenn ihr von der Welt wäret, würde die Welt [euch wie ihr] Eigenes liebhaben; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern Ich euch aus der Welt erwählt habe, darum haßt euch die Welt.
20 Gedenkt des Wortes, das Ich euch gesagt habe: [Ein] Sklave ist nicht größer [als] sein Herr. Wenn sie Mich verfolgen, werden sie auch euch verfolgen. Wenn sie Mein Wort bewahren, werden sie auch das eure bewahren.
21 Dies alles aber werden sie euch um Meines Namens willen [an]tun, d[enn] sie sind nicht [mit] dem vertraut, [der] Mich gesandt hat.
22 Wenn Ich nicht gekommen w[ä]re und [zu] ihnen gesprochen h[ä]tte, [so] h[ä]tten sie keine Sünde. Nun aber haben sie keinen Vorwand für ihre Sünde (wörtl.: Zielverfehlung).
23 [Wer] Mich haßt, [d]er haßt auch Meinen Vater.
24 Wenn Ich nicht die Werke unter ihnen getan h[ä]tte, die kein anderer [je] tat, [so] h[ä]tten sie keine Sünde (wörtl.: Zielverfehlung). Nun haben sie zwar [alles] gesehen, und haben [doch] sowohl Mich als auch Meinen Vater gehaßt.
25 Aber [dies geschieht], damit das Wort erfüllt werde, das in ihrem Gesetz geschrieben ist: Sie hassen Mich ohne Grund.
26 Wenn nun der Zusprecher kommt, den Ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, [dann] wird derselbe für Mich Zeug[nis ableg]en.
27 Aber auch ihr [sei]d Zeugen, weil ihr von Anfang [an] mit Mir gewesen seid.
1 * Dies habe Ich euch gesagt, damit ihr nicht strauchelt; denn man wird euch aus [den] Synagogen [ausstoß]en.
2 Es kommt sogar die Stunde, daß jeder, der euch tötet, meint, Gott [damit einen] Dienst zu [er]bringen.
3 Und dies werden sie tun, weil sie weder den Vater noch Mich kennen.
4 Dies habe Ich aber [zu] euch gesprochen, damit ihr, wenn ihre Stunde kommt, dessen gedenkt, da[ß] Ich [es] euch sagte. Zu Anfang jedoch hatte Ich euch das [noch] nicht gesagt, weil Ich bei euch war.
5 Nun aber gehe Ich zu dem, [der] Mich gesandt hat, und niemand von euch fragt Mich: Wohin gehst Du?
6 Sondern weil Ich euch dies gesagt habe, hat Betrübnis euer Herz erfüllt.
7 Doch Ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch förderlich, daß Ich [fort]gehe. Denn wenn Ich nicht [fort]gehe, wird der Zusprecher nicht zu euch kommen; wenn Ich aber gegangen bin, werde Ich ihn zu euch senden.
8 Wenn er kommt, wird er die Welt überführen betreffs [der] Sünde (wörtl.: Zielverfehlung), [der] Gerechtigkeit und [des] Gerichts.
9 [Und] zwar betreffs [der] Sünde (wörtl.: Zielverfehlung): weil sie nicht an Mich glauben;
10 betreffs [der] Gerechtigkeit: Weil Ich zu Meinem Vater gehe und ihr Mich nicht mehr schaut;
11 und betreffs [des] Gerichts: weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist.
12 Noch vieles h[ä]tte Ich euch zu sagen, doch könnt ihr [es] jetzt nicht ertragen.
13 Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in [alle] Wahrheit leiten; denn er wird nicht von sich selbst [aus] sprechen, sondern all[es], was er hört, wird er sprechen; auch das Kommende wird er euch verkündigen.
14 Derselbe wird Mich verherrlichen; d[enn] von dem Meinen wird er nehmen und [es] euch verkündigen.
15 Alles, was der Vater hat, ist Mein; deshalb habe Ich euch gesagt, da[ß] er von dem Meinen nimmt und [es] euch verkündigen wird.
16 [Noch] kurze [Zeit], und ihr schaut Mich nicht mehr; dann nochmals [eine] kurze [Zeit], und ihr werdet Mich [wieder]sehen."
17 [Da] sagten nun [einige] Seiner Jünger zueinander: "Was ist d[a]s, [was] Er uns sagt: [Noch] kurze [Zeit], und ihr schaut Mich nicht [mehr]; dann nochmals [eine] kurze [Zeit], und ihr werdet Mich [wieder]sehen, und: Ich gehe zum Vater -?"
18 "Was ist d[a]s", meinten sie daher, "[was] Er kurze Zeit nennt? Wir wissen nicht, was Er spricht."
19 Jesus [er]kannte, da[ß] sie Ihn fragen wollten, und sagte [zu] ihnen: "Sucht ihr miteinander [Aufschluß darübe]r, da[ß] Ich gesagt habe: [Noch] kurze [Zeit], und ihr schaut Mich nicht [mehr]; dann nochmals [eine] kurze [Zeit], und ihr werdet Mich [wieder]sehen?
20 Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Ihr werdet jammern und klagen, die Welt aber wird sich freuen. Ihr werdet betrübt sein, doch eure Trübsal wird zur Freude werden.
21 Wenn [eine] Frau gebiert, hat sie Trübsal, weil ihre Stunde gekommen ist. Wenn sie aber das Kindlein geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Drangsal um der Freude willen, da[ß ein] Mensch in die Welt geboren ist.
22 Daher werdet auch ihr [von] nun [an] zwar Trübsal haben; Ich werde euch aber wiedersehen, dann wird euer Herz sich freuen, und eure Freude [soll] niemand von euch nehmen.
23 An jenem Tag werdet ihr Mich nichts [mehr] fragen. Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Was ihr den Vater auch bitten werdet in Meinem Namen, [das] wird er euch geben.
24 Bis jetzt habt ihr [noch] nichts in Meinem Namen [er]beten. Bittet, und ihr werdet erhalten, damit eure Freude vollständig sei.
25 Dies habe Ich in verhüllter Rede [zu] euch gesprochen. [Doch] es kommt [die] Stunde, da werde Ich nicht mehr in verhüllter Rede [zu] euch sprechen, sondern euch freimütig über den Vater berichten.
26 An jenem Tag werdet ihr in Meinem Namen bitten, und Ich sage euch nicht, da[ß] Ich den Vater für euch ersuchen werde;
27 denn der Vater Selbst hat euch lieb, weil ihr Mich liebgehabt und geglaubt habt, da[ß] Ich von Gott ausgegangen bin.
28 Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; [nun] verlasse Ich die Welt wieder und gehe zum Vater."
29 [Da] sagten Seine Jünger [zu] Ihm: "Siehe, nun sprichst Du freimütig und sagst nichts [in] verhüllter Rede.
30 Nun wissen wir, da[ß] Du alles weißt und daß man Dich nicht [weiter zu] fragen braucht. D[aru]m glauben wir, da[ß] Du von Gott ausgegangen bist."
31 Jesus antwortete ihnen: "Jetzt glaubt ihr.
32 Siehe es kommt [die] Stunde, ja sie ist gekommen, daß ihr zerstreut werdet, jeder in das Eigene, und ihr werdet Mich allein lassen. Doch Ich bin nicht allein, d[enn] der Vater ist bei Mir.
33 Dies habe ich [zu] euch gesprochen, damit ihr in Mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Drangsal; doch fasset Mut, Ich habe die Welt überwunden."
1 * Als Jesus dies gesprochen hatte, hob Er Seine Augen zum Himmel auf und sagte: "Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche Deinen Sohn, damit Dein Sohn Dich verherrliche,
2 so wie Du Ihm Vollmacht [über] alles Fleisch gegeben hast, damit Er alles, [was] Du Ihm gegeben hast, ihnen gebe, [auch] äonisches Leben.
3 D[a]s aber ist das äonische Leben, daß sie Dich [er]kennen, den allein wahrhaften Gott, und den Du [aus]ges[and]t hast, Jesus Christus.
4 Ich verherrliche Dich auf Erden, [indem Ich] das Werk vollende, das du Mir [zu] tun gegeben hast.
5 Nun verherrliche Du Mich, Vater, bei Dir Selbst [mit] der Herrlichkeit, die Ich bei Dir hatte, [be]vor die Welt war.
6 Ich habe Deinen Namen den Menschen offenbart, die Du Mir aus der Welt gegeben hast. Dein waren sie, und Mir hast Du sie gegeben, und Dein Wort haben sie bewahrt.
7 Nun haben sie [er]kannt, da[ß] alles, was Du Mir gegeben hast, von Dir ist;
8 d[enn] die Worte, die Du Mir gegeben hast, habe Ich ihnen gegeben, und sie haben [sie an]genommen und haben wahrhaftig [er]kannt, da[ß] Ich von Dir ausgegangen bin, und sie glauben, da[ß] Du Mich [aus]ges[and]t hast.
9 Ich ersuche [Dich] für sie; nicht für die Welt ersuche Ich [Dich], sondern für die, [die] Du Mir gegeben hast; d[enn] sie sind Dein,
10 wie all das Meine Dein ist und das Deine Mein.
11 In ihnen bin Ich nun verherrlicht. Ich bin nicht mehr in der Welt, doch sie sind in der Welt. Ich aber komme zu Dir. Heiliger Vater, bewahre sie in Deinem Namen, [in] welchem Du [sie] Mir gegeben hast, damit sie eins seien so wie Wir.
12 Als Ich bei ihnen in der Welt war, bewahrte Ich sie, die Du Mir gegeben hast, in Deinem Namen. Ich behütete [sie], und keiner von ihnen [ging] verloren außer dem Sohn des Untergangs, damit die Schrift erfüllt werde.
13 Nun aber komme Ich zu Dir und spreche dies [noch hier] in der Welt, damit meine Freude in ihnen vollständig sei.
14 Ich habe ihnen Dein Wort gegeben, und die Welt haßt sie, weil sie nicht von der Welt sind, so wie [auch] Ich nicht von der Welt bin.
15 Ich ersuche [Dich] nicht, daß Du sie aus der Welt nimmst, sondern daß Du sie vor dem Bösen bewahrst.
16 Sie sind nicht von der Welt, [so] wie [auch] Ich nicht von der Welt bin.
17 Heilige sie in Deiner Wahrheit: Dein Wort ist Wahrheit.
18 Wie Du Mich in die Welt [aus]ges[and]t hast, [so send]e auch Ich sie in die Welt [aus].
19 Für sie heilige Ich Mich, damit auch sie in Wahrheit Geheiligte seien.
20 Aber nicht für diese allein ersuche Ich [Dich], sondern auch für die, [die] durch deren Wort an Mich glauben,
21 damit sie alle eins seien; wie Du, Vater, in Mir [bist] und Ich in Dir [bin, so] mögen auch sie in Uns sein, damit die Welt glaube, daß Du Mich [aus]ges[and]t hast.
22 Ich habe die Herrlichkeit, die Du Mir gegeben hast, ihnen gegeben, damit sie eins seien, so wie wir eins sind:
23 Ich in ihnen und Du in Mir, damit sie zur Ein[heit hin] vollendet werden und damit die Welt [er]kenne, da[ß] Du Mich [aus]ges[and]t hast und sie liebst, so wie Du Mich liebst.
24 Vater, Ich will, daß auch jene, die Du Mir gegeben hast, bei Mir seien, wo Ich bin, damit sie Meine Herrlichkeit schauen, die Du Mir gegeben hast; d[enn] Du hast Mich vor [dem] Niederwurf [der] Welt geliebt.
25 Gerechter Vater, die Welt [er]kannte Dich nicht, Ich aber kannte Dich; und diese haben [er]kannt, da[ß] Du Mich [aus]ges[and]t hast.
26 Ich habe ihnen Deinen Namen bekanntgemacht und werde [ihn] bekanntmachen, damit die Liebe, [mit] der Du Mich liebst, in ihnen sei und Ich in ihnen."
1 * [Nachdem] Jesus diese [Worte] gesprochen hatte, ging Er mit Seinen Jüngern [hin]aus [und begab sich] jenseits des Winterbaches Kidron, wo [ein] Garten war, in den Er und Seine Jünger eintraten.
2 Judas aber, Sein Verräter, war auch [mit] dem Ort vertraut, weil Jesus Sich dort oftmals mit Seinen Jüngern [ver]sammelt hatte.
3 [Als] Judas d[an]n die Truppe und [die] Gerichtsdiener von den Hohenpriestern und Pharisäern erhalten hatte, kam er mit Laternen, Fackeln und Waffen dort[hin].
4 Jesus wußte nun alles, [was] über Ihn kommen [sollte]; Er trat [hin]aus [und] fragte sie:
5 "Wen sucht ihr?" Sie antworteten Ihm: "Jesus den Nazarener!" [Da] sagte Jesus [zu] ihnen: "Ich bin [es]!" Aber auch Judas, Sein Verräter, stand bei ihnen.
6 Als Er nun [zu] ihnen sagte: "Ich bin [es]", wichen sie zurück und fielen zu Boden.
7 Dann fragte Er sie nochmals: "Wen sucht ihr?"
8 Sie sagten: "Jesus den Nazarener!" Jesus antwortete: "Ich sagte euch, da[ß] Ich [es] bin. Wenn ihr Mich nun sucht, [dann] laßt diese gehen!"
9 Damit das Wort erfüllt werden sollte, das Er gesagt hatte: "Von denen, die Du Mir gegeben hast, verliere Ich gar keinen."
10 Simon Petrus nun, [der ein] Schwert hatte, zog es [heraus], schlug [auf] den Sklaven des Hohenpriesters [ein] und hieb ihm die rechte Ohrmuschel ab; [der] Name des Sklaven war Malchus.
11 [Da] sagte nun Jesus zu Petrus: "Stecke das Schwert in die Scheide! Soll Ich den Becher, den Mir der Vater gegeben hat, etwa nicht trinken?"
12 Die Truppe, der Oberst und die Gerichtsdiener der Juden [er]griffen nun Jesus,
13 banden Ihn und führten Ihn [zu]erst zu Hannas ab; denn er war [der] Schwiegervater des Kaiphas, der Hohepriester jenes Jahres war.
14 Kaiphas aber war es, der den Juden geraten hatte, da[ß] es [für sie] vorteilhaft sei, ein Mensch sterbe für das Volk.
15 Simon Petrus nun und ein anderer Jünger folgten Jesus. Jener Jünger war dem Hohenpriester bekannt und ging mit Jesus in den Hof des Hohenpriesters hinein,
16 doch Petrus [blieb] draußen an der Tür stehen. Der andere Jünger nun, der dem Hohenpriester bekannt war, kam heraus, sprach [mit] der Türhüterin und führte Petrus hinein.
17 Nun sagte die Magd, die Türhüterin, [zu] Petrus: "Bist nicht du auch [einer] von den Jüngern dieses Menschen?" Er antwortete: "Ich bin [es] nicht."
18 Dort standen auch die Sklaven und Gerichtsdiener; sie hatten [ein] Kohlen[feuer an]gemacht und wärmten sich, d[enn] es war kalt. Auch Petrus stand bei ihnen und wärmte sich.
19 Der Hohepriester [be]fragte nun Jesus über Seine Jünger und über Seine Lehre.
20 Jesus antwortete ihm: "Ich habe öffentlich [zu]r Welt gesprochen. Ich habe allezeit in [der] Synagoge und in der Weihe[stät]te gelehrt, wo alle Juden zusammenkommen; und Ich habe nichts [im] Verborgenen gesprochen.
21 Warum fragst du Mich? Frage die, [die alles] gehört haben, was Ich zu ihnen sprach. Siehe, diese wissen, [was] Ich sagte."
22 Als Er dies gesagt hatte, gab einer der Gerichtsdiener, [der] dabeistand, Jesus [eine] Ohrfeige [und] sagte: "So antwortest Du dem Hohenpriester?"
23 Jesus antwortete ihm: "Wenn Ich übel gesprochen habe, [so] bezeuge was übel [war]; wenn [es] aber trefflich [war], warum schlägst du Mich?"
24 D[an]n schickte Hannas Ihn gebunden zu Kaiphas, dem Hohenpriester.
25 Simon Petrus aber stand [dabei] und wärmte sich. Man fragte ihn nun: "Bist nicht auch du [einer] von Seinen Jüngern?" Er leugnete und sagte: "Ich bin [es] nicht."
26 [Da] sagte einer der Sklaven des Hohenpriesters, [der ein] Verwandter dessen war, [dem] Petrus die Ohr[muschel] abgehauen hatte: "Sah ich dich nicht im Garten mit Ihm?"
27 [Da] leugnete nun Petrus nochmals, und sogleich krähte [ein] Hahn.
28 D[an]n führte man Jesus von Kaiphas in das Prätorium. Es war [früh am] Morgen, und [die Juden] selbst gingen nicht in das Prätorium [hin]ein, um nicht entweiht [zu] werden, sie [wollten] doch das Passah essen.
29 Daher kam Pilatus zu ihnen heraus und fragte [mit] Nachdruck: "Welche Anklage bringt ihr gegen diesen Menschen [vor]?"
30 Sie antworteten ihm: "Wenn dieser nichts übles getan hätte, würden wir Ihn dir nicht überantworten!"
31 Pilatus erwiderte ihnen nun: "Nehmt ihr Ihn und richtet Ihn nach eurem Gesetz!" Da entgegneten ihm die Juden: "Uns ist es nicht erlaubt, irgend jemand zu töten",
32 damit das Wort Jesu erfüllt werde, das Er gesagt hatte, [als Er] andeutete, welches Todes Er demnächst sterben würde.
33 D[an]n ging Pilatus wieder in das Prätorium [hin]ein, [ließ] Jesus rufen und fragte Ihn: "Du bist der König der Juden?"
34 Jesus antwortete: "Fragst du dies aus dir selbst, oder haben [es] dir andere von Mir gesagt?"
35 [Da] antwortete Pilatus: "Ich bin doch kein Jude! Deine Nation und die Hohenpriester haben Dich mir überantwortet. Was hast Du getan?"
36 Jesus antwortete: "Mein Königtum ist nicht von dieser Welt. Wenn Mein Königtum von dieser Welt w[ä]re, hätten sich Meine Untergebenen [für Mich] eingesetzt, damit Ich den Juden nicht überantwortet würde. Mein Königtum ist nun nicht von hier."
37 D[an]n sagte Pilatus [zu] Ihm: "Du bist also doch [ein] König?" Jesus antwortete: "Du sagst [es], da[ß] Ich [ein] König bin. Ich bin dazu geboren; und Ich bin dazu in die Welt gekommen, um [ein] Zeug[nis für] die Wahrheit [abzuleg]en. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört Meine Stimme."
38 Pilatus entgegnete Ihm: "Was ist Wahrheit?" Als [er] dies gesagt hatte, ging er wieder zu den Juden [hin]aus und erklärte ihnen: "Ich finde keine Schuld an Ihm!
39 Es ist aber [bei] euch Gewohnheit, daß ich euch am Passah einen [Gefangenen] freilasse. Beschließt ihr nun, daß ich euch den König der Juden freilasse?"
40 Sie wieder[um] schrien nun alle: "Nicht diesen, sondern Barabbas!" Barabbas aber war [ein] Wegelagerer.
1 * Dann nahm Pilatus nun Jesus und [ließ Ihn] geißeln.
2 Die Krieger flochten [einen] Kranz aus Dornen, setzten Ihm [diesen] auf das Haupt,
3 warfen Ihm [ein] purpurnes Obergewand um, traten zu Ihm und sagten: "Freue Dich, König der Juden!" Dann gaben sie Ihm Ohrfeigen.
4 Pilatus kam danach nochmals heraus und sagte [zu] ihnen: "Siehe, ich führe Ihn [zu] euch heraus, damit ihr erkennt, da[ß] ich keine Schuld an Ihm finde."
5 [Darauf] kam nun Jesus heraus [und] trug den Dornenkranz und das purpurne Obergewand. Da sagte [Pilatus zu] ihnen: "Siehe, der Mensch!"
6 Als die Hohenpriester und Gerichtsdiener Ihn nun gewahrten, schrien sie: "Kreuzige, kreuzige (wörtl.: pfahle) Ihn!" Pilatus entgegnete ihnen: "Nehmt ihr Ihn und kreuzigt (wörtl.: pfahlt) [Ihn]; denn ich finde keine Schuld an Ihm!"
7 Die Juden antworteten ihm: "Wir haben [ein] Gesetz, und nach unserem Gesetz muß Er sterben, weil Er Sich Selbst [zu] Gottes Sohn gemacht hat."
8 Als dann Pilatus dieses Wort hörte, fürchtete er sich um so mehr.
9 Er ging wieder in das Prätorium [hin]ein, und fragte Jesus: "Woher bist Du?" Jesus aber gab ihm keine Antwort.
10 Pilatus sagte nun [zu] Ihm: "[Mit] mir sprichst Du nicht?" Weißt Du nicht, da[ß] ich Vollmacht habe, Dich freizulassen, und Vollmacht habe, Dich zu kreuzigen (wörtl.: anzupfahlen)?"
11 Jesus antwortete ihm: "Du h[ä]ttest gar keine Vollmacht über Mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben w[ä]re; deshalb hat er, der Mich dir überantwortete, [eine] größere Sünde (wörtl.: Zielverfehlung) [begangen]."
12 Aus diesem [Grund] suchte Pilatus Ihn freizulassen, aber die Juden schrien: "Wenn du diesen freiläßt, bist du kein Freund des Kaisers! Jeder, der sich selbst [zum] König macht, widersetzt sich dem Kaiser!"
13 [Als] Pilatus nun diese Worte hörte, [ließ] er Jesus hinausführen und setzte sich auf [die Richter]bühne an [der] Stätte, [die] 'Steinpflaster' (hebräisch 'Gabbatha') heißt.
14 Es war aber [der] Vorbereitungs[tag] des Passah, etwa [um die] dritte Stunde. Da sagte er [zu] den Juden: "Siehe, euer König!"
15 Da schrien nun jene: "Hinweg, hinweg! Kreuzige (wörtl.: pfahle) Ihn!" Pilatus entgegnete ihnen: "Euren König soll ich kreuzigen (wörtl.: anpfahlen)?" Die Hohepriester antworteten: "Wir haben keinen König außer [dem] Kaiser!"
16 Daher gab er Ihn dann dahin, ihnen [zu Willen], damit Er gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) würde. [Die Krieger] nahmen nun Jesus mit sich und führten Ihn ab.
17 Sein Kreuz (wörtl.: Pfahl) Selbst tragend, ging Er [hin]aus zur sogenannten 'Schädelstätte', die hebräisch 'Golgatha' heißt,
18 wo sie Ihn kreuzigten (wörtl.: anpfahlten) und mit Ihm andere zwei diesseits und jenseits, Jesus aber [in der] Mitte.
19 Auch [eine] Inschrift hatte Pilatus schreiben und [oben] am Kreuz (wörtl.: Pfahl) [an]bringen [lassen, und] zwar war geschrieben: Jesus, der Nazarener, der König der Juden.
20 Weil die Stätte, wo Jesus gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) wurde, nahe [bei] der Stadt war, lasen nun viele Juden diese Inschrift, zumal sie hebräisch, lateinisch [und] griechisch geschrieben war.
21 D[an]n sagten die Hohenpriester der Juden dem Pilatus: "Schreibe nicht: Der König der Juden, sondern da[ß] jener gesagt hat: König der Juden bin Ich."
22 Pilatus antwortete: "[Was] ich geschrieben habe, [das] habe ich geschrieben!"
23 Als nun die Krieger Jesus gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) hatten, nahmen sie Seine Kleider und machten vier Teile, [für] je[d]en Krieger [ein] Teil, dazu das Untergewand. [Nun] war aber das Untergewand ohne Naht, von oben [an] ganz durchgewebt.
24 Daher sagten sie zueinander: "Wir sollten es nicht [zer]reißen, sondern darum würfeln, wer es haben soll" - damit die Schrift erfüllt werde, welche sagt: Sie verteilten Meine Kleider [unter] sich und warfen über Mein Gewand [das] Los. Das taten nun die Krieger.
25 Bei Jesu Kreuz (wörtl.: Pfahl) standen Seine Mutter, die Schwester Seiner Mutter, Maria, die [Frau] des Klopas, und Maria, die Magdalenerin.
26 [Als] nun Jesus [Seine] Mutter s[a]h und den Jünger, den Er liebte, dabeistehen, sagte Er [zu] Seiner Mutter: "Frau, siehe, dein Sohn!"
27 Danach sagte Er [zu] dem Jünger: "Siehe, deine Mutter!" Von jener Stunde [an] nahm der Jünger sie in [sein] eigenes [Haus].
28 Danach, [als] Jesus wußte, da[ß] schon alles vollbracht war, sagte Er, damit die Schrift vollkommen [erfüllt] werde: "Mich dürstet."
29 Es stand aber [dort ein] Gefäß, angefüllt [mit] Essig; man steckte daher [einen] essiggetränkten Schwamm auf [einen] Ysop[stengel] und hielt Ihm [diesen] an den Mund.
30 Als nun Jesus den Essig genommen hatte, rief Er [aus]: "Es ist vollbracht!" neigte das Haupt und übergab den Geist.
31 Die Juden nun (weil es [der] Vorbereitung[stag] war [und] damit die Körper am Sabbat nicht am Kreuz (wörtl.: Pfahl) blieben, denn jener Sabbat war [ein] hoher [Fest]tag) ersuchten den Pilatus, daß ihnen die Beine zerschmettert und sie [dann ab]genommen würden.
32 Daher kamen die Krieger und zerschmetterten dem ersten, der mit Ihm gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) war, die Beine und [ebenso auch] dem anderen.
33 Aber als [sie] zu Jesus kamen, gewahrten sie, da[ß] Er schon gestorben war, [und] zerschmetterten Seine Beine nicht.
34 Einer der Krieger jedoch durchbohrte Seine Seite [mit einer] Lanzenspitze, und sogleich kamen Blut und Wasser heraus.
35 Dies hat [einer] bezeugt, der [es] gesehen hat; sein Zeugnis ist wahrhaft, und jener weiß, da[ß] er [die] Wahr[heit] sagt, damit auch ihr [es] glaubt.
36 Denn dies ist geschehen, damit die Schrift erfüllt werde: Kein Knochen soll an Ihm zerbrochen werden.
37 Und wieder [eine] andere Schrift[stelle] sagt: Sie werden auf [Ihn] sehen, den sie [durch]stochen haben.
38 Danach ersuchte Joseph von Arimathia ([der ein] Jünger Jesu war, allerdings [im] verborgen[en], aus Furcht [vor] den Juden) den Pilatus, daß er den Körper Jesu [ab]nehmen dürfe; und Pilatus gestattete [es]. Daher kam er und nahm Seinen Körper [ab].
39 Auch Nikodemus kam (der das erste [Mal] nachts zu Ihm gekommen war) [und] brachte [eine] Mischung [von] Myrrhe und Aloe, etwa hundert Pfund.
40 Sie nahmen d[an]n den Körper Jesu und wickelten ihn samt den Gewürzen in Leinentücher, so wie es [bei] den Juden Sitte ist zu bestatten.
41 Es war aber bei der Stätte, wo Er gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) wurde, [ein] Garten und in dem Garten [ein] neues Grab, in das bisher noch niemand gelegt worden war.
42 Dort[hin] legten sie nun Jesus wegen des Vorbereitung[stages] der Juden, weil das Grab nahe war.
1 * [An] dem einem der Sabbat[tage] ging Mirjam, die Magdalenerin, [früh am] Morgen, [als] noch Finsternis war, zum Grab und [sah, daß] der Stein vom Eingang des Grabes [weg]gehoben war.
2 Sie lief nun [eilends] und kam zu Simon Petrus und zu dem anderen Jünger, den Jesus liebhatte, und sagte [zu] ihnen: "Man hat den Herrn aus dem Grab genommen, und wir wissen nicht, wohin man Ihn gelegt hat!"
3 D[an]n ging Petrus und der andere Jünger [hin]aus und kamen zum Grab.
4 Die zwei aber liefen zugleich, doch lief der andere Jünger vor[aus], schneller [als] Petrus, und kam [zu]erst zum Grab.
5 Als [er] sich vorbeugte, [sah] er die Leinentücher [da]liegen; doch ging er nicht hinein.
6 D[an]n kam auch Simon Petrus, [der] ihm folgte, und ging in das Grab [hin]ein. Auch er schaute die Leinentücher [da]liegen;
7 aber das Schweißtuch, daß auf Seinem Haupt [gewesen] war, lag nicht bei den Leinentüchern, sondern getrennt, an einem Platz [für sich und] gefaltet.
8 Dann ging nun auch der andere Jünger, der [zu]erst [an]gekommen war, in das Grab [hin]ein, gewahrte [alles] und glaubte.
9 Denn bisher wußten sie [aus] der Schrift noch nicht, da[ß] Er aus [den] Toten auferstehen müsse.
10 D[an]n gingen die [beiden] Jünger wieder zu [den] Ihren.
11 Maria [blieb] jammernd draußen am Grab stehen. Als sie nun [so] jammerte, beugte sie sich in das Grab vor und schaute,
12 wo der Körper Jesu gelegen [hatte], zwei Boten in weißen [Gewändern] sitzen, einem am Kopf[ende] und einen am Fuß[ende].
13 Jene fragten sie: "Frau was jammerst du?" Sie antwortete ihnen: "Man hat Meinen Herrn [weg]genommen, und ich weiß nicht, wohin man Ihn gelegt hat."
14 [Als sie] dies gesagt hatte, wandte sie sich zurück und schaute Jesus stehen; doch wußte sie nicht, da[ß] es Jesus war.
15 [Da] fragte sie Jesus: "Frau was jammerst du? Wen suchst du?" [Weil] sie meinte, da[ß] es der Gärtner sei, sagte sie [zu] Ihm: "Herr, wenn du ihn [fort]getragen hast, [so] sage mir, wohin du Ihn gelegt hast, dann will ich Ihn [mit]nehmen."
16 Jesus sagte [zu] ihr: "Mirjam!" Sie aber, sich [um]wendend, sagte [zu] Ihm [auf] hebräisch: "Rabbuni", das heißt Lehrer.
17 [Da] sagte Jesus [zu] ihr: "Rühre Mich nicht an; denn Ich bin noch nicht zu Meinem Vater aufgestiegen! Geh aber zu Meinen Brüdern und sage ihnen: Siehe, Ich steige zu Meinem Vater und eurem Vater auf, [zu] Meinem Gott und [zu] eurem Gott."
18 [Da] ging Mirjam, die Magdalenerin, [hin und] verkündigte den Jüngern: "Ich habe den Herrn gesehen" und dieses habe Er [zu] ihr gesagt.
19 [Als es] nun [an] jenem Tag, dem einen [der] Sabbat[tage], Abend [geworden] war und die Türen [in dem Haus], wo die Jünger sich [ver]sammelt hatten, aus Furcht [vor] den Juden verschlossen war, kam Jesus, trat in [ihre] Mitte und sagte [zu] ihnen: "Friede [sei mit] euch!"
20 Als [Er] dieses sagte, zeigte Er ihnen sowohl [Seine] Hände als auch die Seite. Nun freuten sich die Jünger, [weil sie] den Herrn gewahrten.
21 D[an]n sagte Jesus nochmals [zu] ihnen: "Friede [sei mit] euch! So wie der Vater Mich [aus]ges[and]t hat, sende auch Ich euch."
22 Als [Er] dies gesprochen hatte, hauchte Er [sie] an und sagt[e zu] ihnen: "Nehmt heiligen Geist!
23 Wenn ihr jemandem die Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) erlaßt, dem sind sie erlassen, [und] wenn ihr [sie] jemandem [be]haltet, [dem] sind sie [be]halten."
24 Thomas aber, einer von den Zwölf, der Didymus genannt wurde, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.
25 Die anderen Jünger berichteten ihm dann: "Wir haben den Herrn gesehen!" Er sagte ihnen jedoch: "Wenn ich nicht das Nägelmal in Seinen Händen gewahre und [nicht] meinen Finger in das Nägelmal und meine Hand in Seine Seite lege, werde ich [es] keinesfalls glauben."
26 Nach acht Tagen waren Seine Jünger wieder drinnen, und Thomas [war] bei ihnen. [Da] kam Jesus [bei] verschlossenen Türen [herein], trat in [ihre] Mitte und sagte: "Friede [sei mit] euch!"
27 Danach sagte Er [zu] Thomas: "Reiche deinen Finger her und gewahre Meine Hände, dann reiche deine Hand [her] und legte [sie] in Meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!"
28 Thomas antwortete Ihm: "Mein Herr und Mein Gott!"
29 Jesus aber sagte [zu] ihm: "Weil du Mich gesehen hast, hast du geglaubt. Glückselig [sind], die nicht gewahren und [doch] glauben."
30 Noch viele andere Zeichen tat Jesus vor den Augen Seiner Jünger, die nicht in dieser Rolle geschrieben sind;
31 diese aber sind geschrieben worden, damit ihr glaubt, da[ß] Jesus der Christus, der Sohn Gottes ist, und damit ihr [als] Glaubende in Seinem Namen äonisches Leben habt.
1 * Danach offenbarte Sich Jesus nochmals den Jüngern, am See Tiberias. Hier offenbarte Er Sich [auf solche Weise]:
2 Es waren beisammen Simon Petrus, Thomas, der Didymus genannt wird, Nathanael aus Kana [in] Galiläa, die [Söhne] des Zebedäus und zwei andere Seiner Jünger.
3 Simon Petrus sagte [zu] ihnen: "Ich gehe fischen!" Sie erwiderten ihm: "Auch wir kommen mit dir!" D[an]n gingen sie [hin]aus und stiegen sogleich in das Schiff, fingen aber in jener Nacht nichts.
4 Als [es] schon Morgen wurde, stand Jesus am Strand. Doch wußten die Jünger nicht, da[ß] es Jesus war.
5 Jesus fragte sie nun: "Kinder, habt ihr nicht etwas Zu[kost zu] essen?" Sie antworteten Ihm: "Nein."
6 Dann sagte Er [zu] ihnen: "Werft das Netzt nach der rechten Seite des Schiffes [aus], so werdet ihr [Fische] finden!" [Da] warfen sie [es] nun [aus] und vermochten es vor der Menge der Fische nicht mehr [ein]zuziehen.
7 D[an]n sagte jener Jünger, den Jesus liebte, [zu] Petrus: "Es ist der Herr!" [Als] Simon Petrus hörte, da[ß] es der Herr sei, gürtete er das Hemd, denn er war [sonst] unbekleidet, und warf sich in die See.
8 Die anderen Jünger aber kamen [mit] dem Boot; denn sie waren nicht [weit] vom Land, sondern [nur] etwa zweihundert Ellen [da]von [ent]fernt, [und] schleppten das Netz [mit] den Fischen.
9 Als sie nun ans Land steigen, [sah]en sie [ein] Kohlen[feuer an]gelegt und [dar]auf Speisefische liegen und Brot [dabei].
10 Jesus sagte [zu] ihnen: "Bringt von den Speise[fisch]en, die ihr soeben gefangen habt."
11 Simon Petrus stieg nun hinauf und zog das Netz, [mit] hundertdrei[und]fünfzig großen Fischen angefüllt, ans Land. Obwohl [es] so viele waren, [zer]riß das Netz nicht.
12 [Darauf] sagte Jesus [zu] ihnen: "Herzu, [nehm]t [das Früh]mahl [ein]!" Keiner der Jünger aber wagte Ihn zu fragen: Wer bist Du?; [denn sie] wußten, da[ß] es der Herr war.
13 Jesus trat nun [herzu], nahm das Brot und gab [es] ihnen, gleicherweise auch den Speise[fisch].
14 D[a]s [war] schon [das] dritte [Mal, daß] Jesus, auferweckt aus [den] Toten, den Jüngern offenbart wurde.
15 Als sie nun das [Früh]mahl [eingenomm]en hatten, sagte Jesus [zu] Simon Petrus: "Simon, [Sohn des] Johannes, liebst Du Mich mehr [als] diese?" Er antwortete Ihm: "Ja, Herr, Du weißt, da[ß] ich Dich liebhabe." [Da] sagte Er [zu] ihm: "Weide Meine Lämmlein!"
16 [Dann] fragte Er wieder, [zum] zweiten [Mal]: "Simon, [Sohn des] Johannes, liebst du Mich?" Er antwortete Ihm: "Ja, Herr, Du weißt, da[ß] ich Dich liebhabe." [Darauf ]sagte Er [zu] ihm: "Hirte Meine Schafe!"
17 [Zu]m dritten [Mal] fragte Er ihn: "Simon, [Sohn des] Johannes, hast du Mich lieb?" [Da] wurde Petrus betrübt, da[ß] Er ihn [zu]m dritten [Mal] fragte: Hast du Mich lieb? -,und antwortete Ihm: "Herr, Du weißt alles; Dir ist [doch] bekannt, da[ß] ich Dich liebhabe." Darauf sagte Jesus [zu] ihm: "Weide Meine Schäflein!
18 Wahrlich, Wahrlich, Ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und wandeltest wohin du wolltest. Wenn du aber [ein] Greis geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und [ein] anderer wird dich gürten und dich [dahin] bringen, wohin du nicht willst."
19 D[a]s sagte Er aber, [um] an[zu]deuten, [mit] welchem Tod er Gott verherrlichen werde. Nachdem [Er] dies gesagt hatte, gebot Er ihm: "Folge Mir [nach]!"
20 Petrus wandte sich um [und sah] den Jünger folgen, den Jesus liebte, der sich bei dem Mahl an Seine Brust zurückgelehnt und Ihn gefragt hatte: Herr, wer ist es, der Dich verrät?
21 [Als] nun Petrus diesen gewahrte, fragt Er Jesus: "Herr, was aber [wird mit] diesem [werden]?"
22 Jesus antwortet ihm: "Wenn Ich will, da[ß] er bleibe, bis Ich komme, was [ginge es] dich an? Folge du Mir [nach]!"
23 Daher ging dieses Wort zu den Brüdern aus: Jener Jünger stirbt nicht, Jesus aber hatte nicht [zu] ihm gesagt, da[ß] er nicht sterbe, sondern: Wenn Ich will, [daß] er bleibe, bis Ich komme, was [ginge es] dich an? -
24 Dies ist der Jünger, der d[arübe]r Zeugnis [ableg]t, der auch dieses geschrieben hat; und wir wissen, da[ß] sein Zeugnis wahr ist.
25 Es gibt aber noch vieles andere, [was] Jesus getan hat. Wenn das im einzelnen [auf]geschrieben werden sollte, [so würde nach] meiner Meinung auch die ganze Welt nicht Raum [für alle] Rollen [hab]en, die [man dann zu] schreiben [hätte].