1

1 * Rolle [der] Abstammung Jesu Christi, [des] Sohnes Davids, [des] Sohnes Abrahams.

2 Abraham zeugte Isaak, Isaak zeugte Jakob, Jakob zeugte Juda, und seine Brüder.

3 Juda zeugte Phares und Zara mit der Thamar, Phares zeugte Esrom, Esrom zeugte Aram.

4 Aram zeugte Aminadab, Aminadab zeugte Nahasson,

5 Nahasson zeugte Salmon, Salmon zeugte Boas mit der Rahab, Boas zeugte Obed mit der Ruth, Obed zeugte Isai.

6 Isai zeugte David, den König.

7 David zeugte Salomo mit der [Frau] des Uria. Salomo zeugte Rehabeam, Rehabeam zeugte Abia, Abia zeugte Asaph.

8 Asaph zeugte Josaphat, Josaphat zeugte Joram, Joram, zeugte Usia.

9 Usia zeugte Joatham, Joatham zeugte Achas, Achas zeugte Hiskia.

10 Hiskia zeugte Manasse, Manasse zeugte Amos, Amos zeugte Josia.

11 Josia zeugte Jechonia und seine Brüder in der Babylonischen Verbannung.

12 Nach der Babylonischen Verbannung zeugte Jeochonia Salathiel, Salathiel zeugte Serubabel.

13 Serubabel zeugte Abiud, Abiud zeugte Eliakim, Eliakim zeugte Azor.

14 Azor zeugte Zadok, Zadok zeugte Achim, Achim zeugte Eliud.

15 Eliud zeugte Eleasar, Eleasar zeugte Matthan, Matthan zeugte Jakob.

16 Jakob zeugte Joseph; [er war] der Mann der Maria, von der Jesus geboren wurde, der Christus genannt wird.

17 Alle Generationen nun von Abraham bis David [sind] vierzehn Generationen, ebenso von David bis [zu]r Babylonischen Verbannung vierzehn Generationen, und von der Babylonischen Verbannung bis Christus vierzehn Generationen.

18 [Mit] der Zeugung Jesu Christi verhielt es [sich] so: [Als] Maria, Seine Mutter, [mit] Joseph verlobt war, fand es sich, ehe sie zusammenkamen, [daß sie] von heiligem Geist schwanger war.

19 Joseph, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht [an]prangern wollte, beschloß [daher], sie heimlich zu entlassen.

20 Als er sich dies überlegte, siehe, [da] erschien ihm [ein] Bote [des] Herrn i[m] Traumgesicht [und] sagte: "Joseph, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Mirjam [als] deine Frau zu dir zu nehmen; denn das in ihr Gezeugte ist vo[m] heiligen Geist.

21 Sie wird [einen] Sohn gebären, und du sollst Ihm den Namen 'Jesus' geben; denn Er wird Sein Volk von ihren Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) retten."

22 Das Ganze ist geschehen, damit erfüllt werde, [was] vo[m] Herrn durch den Propheten angesagt war:

23 Siehe, die Jungfrau wird schwanger sein [und] einen Sohn gebären; und man wird Ihm den Namen 'Immanuel' geben das ist verdolmetscht: Mit uns [ist] Gott.

24 Als Joseph vom Schlaf erwachte, tat er, wie der Bote [des] Herrn ihm Geboten hatte, und nahm [sie als] seine Frau zu sich.

25 Er erkannte sie nicht, bis sie [den] Sohn gebar, und gab Ihm den Namen 'Jesus'.

2

1 * Als Jesus zu Bethlehem in Judäa [in] den Tagen des Königs Herodes geboren war, siehe, [da] kamen Magier aus [dem] Morgenland nach Jerusalem [und] fragten:

2 " Wo ist Er, der [als] König der Juden geboren wird? Denn wir gewahrten Seinen Stern im Osten und [sind] gekommen, um [vor] Ihm anzubeten".

3 Als der König Herodes [dies] hörte, wurde er beunruhigt, und [das] gesamte Jerusalem mit ihm.

4 Er [ver]sammelte alle Hohenpriester und Schrift[gelehrt]en des Volkes [und] erkundigte sich bei ihnen, wo der Christus geboren würde.

5 sie sagten [zu] ihm: "In Bethlehem in Judäa; denn so ist es durch den Propheten geschrieben:

6 Und du, Bethlehem [im] Lande Juda, bist mitnichten [die] geringste unter Judas führenden [Städten]. Denn aus dir wird [der] regierende [Herrscher] hervorgehen, der Mein Volk Israel hirten wird."

7 Dann berief Herodes heimlich die Magier [und] erforschte genau von ihnen die Zeit, [wann] der Stern erschienen war.

8 Darauf sandte er sie nach Bethlehem [und] sagte: "Geht [hin und] ergründet [alles] genau betreffs des Knäbleins; falls ihr [es] findet, berichtet mir, damit auch ich komme und [vor] Ihm anbete"

9 Als [sie] den König gehört hatten zogen sie [hin], und siehe, der Stern, den sie im Osten gewahrt hatten, ging ihnen voran, bis er oben über [der Stätte zu] stehen kam, wo das Knäblein war.

10 Da [sie] den Stern gewahrten, freuten sie sich [mit] überaus großer Freude.

11 Als sie in das Haus kamen, gewahrten sie [auch] das Knäblein mit Maria, Seiner Mutter; [nieder]fallend beteten sie [vor] Ihm an; und ihre Schätze auftuend, brachten sie Ihm Nahegaben dar: Gold, Weihrauch und Myrrhe.

12 Doch [wei]l sie i[m] Traumgesicht Weisung erhielten, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf [einem] anderen Weg in ihre Heimat zurück.

13 Nachdem sie zurückgezogen waren, siehe, [da] erschien dem Joseph [ein] Bote des Herrn im Traumgesicht [und] sagte: "Erwache, nimm das Knäblein und Seine Mutter mit dir und fliehe nach Ägypten! Halte [dich] dort [auf], bis ich [es] dir sage; denn Herodes hat vor, das Knäblein zu suchen, um es umzubringen."

14 Als [er] erwacht [war], nahm er [noch bei] Nacht das Knäblein und Seine Mutter mit sich und machte sich davon nach Ägypten.

15 Dort hielt er [sich auf], bis Herodes verschied, damit erfüllt werde, [was] vom Herrn durch den Propheten angesagt war: Aus Ägypten rufe ich Meinen Sohn.

16 Danach gewahrte Herodes, da[ß] er von den Magiern verhöhnt worden war; er ergrimmte sehr und schickte [hin, um] alle Knaben in Bethlehem und in all seinen Grenz[gebiet]en niedermetzeln [zu lassen] (von den Zweijährigen [an] und darunter), entsprechend der Zeit, die er von den Magiern genau erforscht hatte.

17 Damals erfüllte sich, [was] durch den Propheten Jeremia angesagt war:

18 In Rama hört man Geschrei, Jammern und viel Wehklagen; Rahel jammert [um] ihre Kinder und will keinen Zuspruch, weil sie nicht [mehr da] sind.

19 Als Herodes verschieden war, siehe, [da] erschien dem Joseph in Ägypten [ein] Bote [des] Herrn i[m] Traumgesicht [und] sagte:

20 "Erwache, nimm das Knäblein und seine Mutter mit dir und geh in [das] Land Israel zurück; denn die, [welche] die Seele des Knäbleins suchten, sind gestorben."

21 Als [er] erwacht [war], nahm er das Knäblein und seine Mutter mit sich und zog in [das] Land Israel zurück.

22 Da [er] hörte, daß Archelaus anstatt seines Vaters Herodes König [von] Judäa war, fürchtete er sich, dort[hin] zu gehen. Doch [als er] im Traumgesicht Weisung [erhielt], zog er sich in die Gebiete Galiläas zurück.

23 So kam er in [eine] Stadt [mit] Namen Nazareth [und] wohnte [dort], damit erfüllt werde, [was] durch die Propheten angesagt war: Man wird Ihn Nazarener nennen.

3

1 * In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf, heroldete in der Wildnis Judas [und] sagte:

2 "Sinnet um! Denn das Königreich der Himmel hat sich genaht!"

3 Er war nämlich der, [über] den durch den Propheten Jesaja angesagt war: Stimme [eines] Rufers: In der Wildnis bereitet den Weg [des] Herrn! Macht Seine Straße gerade!

4 Er aber, Johannes, hatte seine Kleidung aus Kamelhaar, mit [einem] ledernen Gürtel um seine Lenden; seine Nahrung war Heuschrecken und wilder Honig.

5 Dann ging Jerusalem, das gesamte Judäa und die gesamte Gegend um den Jordan zu ihm hinaus,

6 und sie ließen sich von ihm im Jordanfluß taufen, ihre Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) offen bekennend.

7 [Als er] aber viele Pharisäer und Sadduzäer gewahrte, [die] zu seiner Taufe kamen, sagte er [zu] ihnen: Otternbrut! Wer hat euch [zu] verstehen [gegeben], vor dem zukünftigen Zorn fliehen zu [können]?

8 Bringt daher Frucht, würdig der Umsinnung!

9 Meint nur nicht, [ihr könnte]t bei euch selbst sagen: Wir haben Abraham [zum] Vater. Denn ich sage euch Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken.

10 Die Axt aber liegt schon an der Wurzel der Bäume. Daher wird jeder Baum, [der] nicht edle Frucht trägt, umgehauen und ins Feuer geworfen.

11 Denn ich taufe euch in Wasser zur Umsinnung; der aber nach mir kommt, ist stärker [als] ich, [und] ich bin nicht [würdig] genug, I[hm] die Sandalen [nach]zutragen. Er wird euch in heiligem Geist und Feuer taufen.

12 [Er ha]t die Worfschaufel in Seiner Hand und wird Seine Tenne säubern und Sein Getreide in Seine Scheune sammeln; die Spreu aber wird Er [mit] aunauslöschlichem Feuer verbrennen.

13 Dann kam Jesus von Galiläa her an den Jordan zu Johannes, um Sich von ihm taufen zu lassen.

14 Johannes aber verwehrte [es] Ihm [und] sagte: " Ich bedarf, von Dir getauft zu werden, und Du kommst zu mir?"

15 Als Antwort sagte Jesus zu ihm: "Laß [es] jetzt [zu]; denn so geziemt es uns, jede Gerechtigkeit zu erfüllen." Dann ließ er Ihn [gewähren].

16 Getauft stieg Jesus sogleich aus dem Wasser, und siehe, [da] öffneten sich Ihm die Himmel; er gewahrte [den] Geist Gottes wie [eine] Taube herabsteigen und auf Ihn kommen.

17 Und siehe, [eine] Stimme aus den Himmeln sagte: "Dies ist Mein geliebter Sohn, an I[hm] habe Ich Mein Wohl[gefallen]."

4

1 * Dann wurde Jesus vom Geist in die Wildnis hinaufgeführt um vom Widerwirker versucht zu werden

2 Als [Er] vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte Ihn zuletzt.

3 Da kam der Versucher herzu [und] sagte [zu] Ihm: " Wenn Du Gottes Sohn bist, sage daß diese Steine Brote werden."

4 Er aber antwortete: "Es steht geschrieben: Nicht von Brot allein, wird der Mensch leben, sondern von jedem Wort, [das] durch Gottes Mund ausgeht."

5 Dann nahm der Widerwirker Ihn mit sich in die heilige Stadt, stellte Ihn auf den Flügel der Weihe[stät]te

6 und sagte [zu] Ihm: "Wenn Du Gottes Sohn bist, [so] wirf Dich hinab! Denn es ist geschrieben Seinen Boten wird Er Deinenthalben gebieten, und auf [ihren] Händen werden sie Dich aufheben, damit Du Deinen Fuß nicht an [einen] Stein stoßest."

7 Jesus entgegnete ihm: "Wiederum steht geschrieben: Du sollst [den] Herrn, deinen Gott, nicht [auf die] Probe [stellen]."

8 Nochmals nahm der Widerwirker Ihn mit sich auf [einen] sehr hohen Berg, zeigte Ihm alle Königreiche der Welt und ihre Herrlichkeit

9 und sagte [zu] Ihm: "Alle diese werde ich Dir geben, wenn Du [nieder]fallend [vor] mir anbetest."

10 Dann sagte Jesus zu ihm: "Geh [fort], Satan; denn es steht geschrieben: [Den] Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und Ihm allein Gottesdienst darbringen."

11 Dann verließ Ihn der Widerwirker. Und siehe, Boten kamen herzu und dienten Ihm.

12 Nachdem [Er] gehört hatte, daß Johannes überantwortet worden war, zog Er sich nach Galiläa zurück.

13 Er verließ Nazareth, kam nach Kapernaum und wohnte [dort. Es liegt] am See i[m] Grenzgebiet [von] Sebulon und Naphtali damit erfüllt werde,

14 [was] durch den Propheten Jesaia angesagt war:

15 [Das] Land Sebulon und [das] Land Napthali, [der] Weg [am] See jenseits des Jordan, [das] Galiläa der Nationen

16 das Volk das in Finsternis sitzt, gewahrte [ein] großes Licht; denen, [die] i[m] Land und Schatten [des] Todes sitzen, ihnen geht Licht auf.

17 Von da [an] begann Jesus zu herolden und zu sagen: "Sinnet um! Denn das Königreich der Himmel hat sich genaht!"

18 Als [Er] am See Galiläas wandelte, gewahrte Er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und Andreas, seinen Bruder [ein] Beutelnetz in den See werfen;

19 denn sie waren Fischer. Da sagte Er zu ihnen: "Herzu, hinter mir [her]! Ich werde euch zu Menschenfischern machen."

20 Und sofort verließen sie [ihre] Netze und folgten Ihm.

21 Von dort weiterschreitend, gewahrte Er zwei andere Brüder, Jakobus, den [Sohn] des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, [wie sie] im Schiff mit ihrem Vater Zebedäus ihre Netze zurechtlegten.

22 Da berief Er sie, und sofort verließen sie das Schiff und ihren Vater und folgten Ihm.

23 Jesus zog in ganz Galiläa umher, lehrte in ihren Synagogen, heroldete das Evangelium des Königreichs und heilte jede Krankheit und jede Gebrechlichkeit unter dem Volk.

24 Die Kunde [von] Ihm ging in ganz Syrien aus, und man brachte alle zu Ihm, die [mit] mancherlei Krankheiten und bedrückenden Qualen übel daran waren, wie dämonisch Besessene, Fallsüchtige und Gelähmte, und Er heilte sie.

25 Ihm folgten große Scharen aus Galiläa, [den] Zehn Städten, Jerusalem, Judäa und [von] jenseits des Jordan.

5

1 * Als [Er] die Scharen gewahrte, stieg Er auf den Berg hinauf; dort setzte Er sich, [und] Seine Jünger kamen zu Ihm.

2 Er tat Seinen Mund auf, lehrte sie [und] sagte:

3 "Glückselig im Geist [sind] die Armen; d[enn] ihrer ist das Königreich der Himmel.

4 Glückselig [sind], die nun trauern; d[enn] ihren soll zugesprochen werden.

5 Glückselig [sind] die Sanftmütigen; d[enn] ihnen soll das Land zugelost werden.

6 Glückselig [sind], die [nach] Gerechtigkeit hungern und dürsten; d[enn] sie sollen gesättigt werden.

7 Glückselig [sind] die sich Erbarmenden; d[enn] sie sollen Erbarmen [erlang]en.

8 Glückselig [sind] die im Herzen Reinen; d[enn] sie sollen Gott sehen.

9 Glückselig [sind] die Friedensstifter; d[enn] sie sollen Söhne Gottes genannt werden.

10 Glückselig [sind], die [der] Gerechtigkeit wegen verfolgt werden; d[enn] ihrer ist das Königreich der Himmel

11 Glückselig seid ihr, wenn man euch Meinetwegen schmäht und verfolgt und euch lügner[isch] alles Böse [nach]sagt.

12 Freut euch und frohlocket, weil euer Lohn in den Himmeln groß [ist]. Denn [eben]so verfolgte man die Propheten, die vor euch [waren].

13 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz fade wird, womit soll man es [wieder] salzen? Zu nichts mehr erweist es sich stark genug, als nur hinausgeworfen und von den Menschen niedergetreten zu werden.

14 Ihr seid das Licht der Welt. [Eine] Stadt, [die] oben auf [dem] Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.

15 Man brennt doch nicht [eine] Leuchte [an] und setzt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; dann leuchtet sie allen im Haus.

16 So laßt [nun] euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure edlen Werke gewahren und euren Vater im den Himmeln verherrlichen.

17 Meint [nur] nicht, da[ß] Ich kam, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich kam nicht, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen.

18 Denn wahrlich, Ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird keinesfalls ein Jota oder ein Hörnlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.

19 Wer daher auch [nur] eins dieser geringsten Gebote auflöst und so die Menschen belehrt, wird [der] geringste im Königreich der Himmel genannt werden.

20 Denn Ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit [die] der Schrift[gelehrt]en und Pharisäer nicht weit übertrifft, werdet ihr keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen.

21 Ihr habt gehört, daß den Altvordern geboten worden ist: Du sollst nicht morden! Wer mordet, soll dem Gericht verfallen sein.

22 Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder zürnt, soll dem Gericht verfallen sein. Wer aber 'Raka' zu seinem Bruder sagt, soll dem Synedrium verfallen sein. Wer aber 'Tor' [zu ihm] sagt., soll der Gehenna des Feuers verfallen sein.

23 Wenn du nun deine Nahegabe auf dem Altar darbringst und dicht dort erinnerst, da[ß] dein Bruder etwas gegen dich hat,

24 [so] laß deine Nahegabe dort vor dem Altar und gehe zuerst hin [und] besänftige deinen Bruder; dann komm und bringe deine Nahegabe dar!

25 Zeige [dich] deinem Prozeßgegner [gegenüber] schnell gutwillig, solange du mit ihm [noch] auf dem Wege [zur Obrigkeit] bist, damit der Prozeßgegner dich nicht dem Richter übergebe und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gefängnis geworfen werdest.

26 Wahrlich, Ich sage dir: Du wirst von dort keinesfalls herauskommen, bis du auch den letzten Heller bezahlt hast.

27 Ihr habt gehört da[ß] geboten worden ist: Du sollst nicht ehebrechen!

28 Ich aber sage euch: Jeder, der [eine] Frau [an]blickt, um sie zu begehren, [treibt mit] ihr schon Ehebruch in seinem Herzen.

29 Wenn dein rechtes Auge dir [zum] Fallstrick [wird, so] reiß es heraus und wirf [es] von dir; denn förderlicher wäre es [für] dich, daß eines deiner Glieder umkomme und nicht dein ganzer Körper in [die] Gehenna geworfen werde.

30 Und wenn deine rechte Hand dir [zum] Fallstrick [wird, so] haue sie ab und wirf [sie] von dir; denn förderlicher wäre es [für] dich, daß eines deiner Glieder umkomme und nicht dein ganzer Körper in [die] Gehenna gehe.

31 Auch ist geboten worden: Wer seine Frau entläßt, gebe ihr [eine] Scheidungsurkunde!

32 Ich aber sage euch: Jeder der seine Frau entläßt ([mit] Ausnahme [im] Fall der Hurerei), macht sie [zu einer, deren] Ehe gebrochen wird; und wenn jemand [eine] Entlassene heiratet, bricht er [die] Ehe.

33 Wieder habt ihr gehört, da[ß] den Altvordern geboten worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, aber deine Eide dem Herrn erstatten!

34 Ich aber sage euch, überhaupt nicht zu schwören, weder bei dem Himmel,

35 d[enn] er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, d[enn] sie ist Seiner Füße Schemel, noch bei Jerusalem, d[enn] sie ist des großen Königs Stadt.

36 Noch sollst du bei deinem Haupt schwören, d[enn] du kannst nicht ein [einziges] Haar weiß oder schwarz machen.

37 Euer Wort sei vielmehr. Ja, ja; nein, nein. [Alles] darüber hinaus aber ist vom Bösen.

38 Ihr habt gehört da[ß] geboten worden ist : Auge um Auge und Zahn um Zahn.

39 Ich aber sage euch, dem Bösen nicht Widerstand zu [leist]en; sondern wer dich auf deine rechte Wange ohrfeigt, dem wende auch die andere [zu].

40 [Wer mit] dir rechten und dein Untergewand nehmen will, dem laß auch dein Obergewand.

41 Wer dich [zu] einer Meile zwingt, mit dem gehe zwei!

42 Dem [der] dich bittet, gib; und [von] dem [der] von dir leihen will, wende dich nicht ab!

43 Ihr habt gehört, da[ß] geboten worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.

44 Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde und betet für die, [die] euch verfolgen,

45 damit ihr Söhne eures Vaters in [den] Himmeln werdet, weil Er [ja] Seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und [es] auf Gerechte und Ungerechte regnen [läßt].

46 Denn wenn ihr [nur] die liebt, [die] euch lieben, [was für] ein Lohn habt ihr [zu erwarten]? Tun nicht dasselbe auch die Zöllner?

47 Wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr Außergewöhnliches? Tun nicht dasselbe auch die [aus den] Nationen?

48 [So] werdet ihr nun vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.

6

1 * [Nehm]t euch aber in acht, [daß] ihr eure Gerechtigkeit nicht vor den Menschen [zur Schau] stellt, um [von] ihnen [an]geschaut zu werden, wenn aber doch, [so] habt ihr bei eurem Vater in den Himmeln keinen Lohn [zu erwarten].

2 Folglich, wenn du Almosen gibst, laß nicht vor dir [her] posaunen, so wie die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen [es] tun, damit sie von den Menschen verherrlicht werden. Wahrlich, Ich sage euch: Sie haben ihren Lohn vorweg[genommen]!

3 Du aber, [wenn du] Almosen gibst, laß deine Linke nicht erfahren, was deine Rechte tut,

4 damit dein Almosen im Verborgenen sei; dein Vater, der im Verborgenen beobachtet, wird [es] dir vergelten.

5 Wenn ihr betet, sollt ihr nicht wie die Heuchler sein; d[enn] sie haben [es] gern, in den Synagogen und an den Ecken der Plätze zu stehen, um zu beten, damit sie sich [vor] den Menschen zeigen. Wahrlich, Ich sage euch: sie haben ihren Lohn vorweg[genommen]!

6 Du aber, wenn du betest, geh in deine Kammer, schließ deine Tür [und] bete [zu] deinem Vater, der im Verborgenen [ist]; und dein Vater, der im Verborgenen beobachtet, wird dir vergelten.

7 Auch plappert nicht [beim] Beten, so wie die [aus den] Nationen [es tun]; denn sie meinen, mit ihrem Wortschwall erhört [zu] werden.

8 [Darin] sollt ihr ihnen nun nicht gleichen; denn Gott, euer Vater, weiß, wessen ihr bedürft, [be]vor ihr Ihn bittet.

9 Betet ihr daher so: Unser in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name!

10 Dein Königreich komme, Dein Wille geschehe, wie i[m] Himmel, [so] auch auf Erden!

11 Unser auskömmliches Brot gib uns heute!

12 Erlaß uns [all] unsere Schuld, wie auch wir [die]

13 unserer Schuldner erlassen haben! Bring uns nicht in Versuchung hinein, sondern birg uns vor dem Bösen!

14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Kränkungen (wörtl.: Danebenfälle) vergebt, wird euer heimlicher Vater auch euch vergeben.

15 Wenn ihr aber den Menschen ihre Kränkungen (wörtl.: Danebenfälle) nicht vergebt, wird euer Vater [euch] eure Kränkungen (wörtl.: Danebenfälle) auch nicht vergeben.

16 .Wenn ihr fastet, [so] zieht keine kummervolle Miene wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, damit sie sich den Menschen [als] fastend zeigen. Wahrlich, Ich sage euch: Sie haben ihren Lohn vorweg[genommen]!

17 Du aber, [wenn du] fastest, reibe dein Haupt ein und wasche dein Angesicht,

18 damit du dich nicht den Menschen [als] fastend zeigst, sondern deinem Vater, der im Verborgenen [ist]; und dein Vater, der im Verborgenen beobachtet, wird dir vergelten.

19 Speichert euch keine Schätze auf Erden, wo Motten und Rost [sie] entstellen und wo Diebe [Wände] durchgraben und stehlen.

20 Speichert euch aber Schätze im Himmel [auf], wo weder Motten noch Rost [sie] entstellen und wo Diebe nicht [die Wände] durchgraben noch stehlen;

21 denn wo dein Schatz ist, dort wird auch dein Herz sein.

22 Dein Auge ist die Leuchte des Körpers. Folglich, wenn dein Auge klar ist, wird [auch] dein ganzer Körper Licht sein.

23 Wenn aber dein Auge böse ist, wird [auch] dein ganzer Körper finster sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wieviel [dichter ist dann] die Finsternis!

24 Niemand kann zwei Herren sklaven; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird [für den] einen einstehen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott sklaven und [dem] Mammon.

25 Deshalb sage Ich euch: [Seid] nicht [be]sorgt [für] eure Seele ([also] was ihr essen oder was ihr trinken möget) noch [für] euren Körper (was ihr anziehen sollt). Ist nicht die Seele mehr [als] die Nahrung und der Körper [mehr als] die Kleidung?

26 S[eh]t die Flügler des Himmels an sie säen nicht, noch ernten sie, noch sammeln sie in Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie [doch]. Überragt ihr sie nicht bei weitem?

27 Wer von euch kann [mit] Sorgen seinem Vollwuchs eine Elle hinzufügen?

28 Was [seid] ihr um die Kleidung [be]sorgt? Lernt [doch] von den Anemonen [auf] dem Feld, wie sich wachsen! Sie mühen sich nicht,

29 noch spinnen sie. Ich sage euch: Nicht einmal Salomo in all seiner Herrlichkeit war [so] umhüllt wie eine [von] diesen.

30 Wenn aber Gott das Gras [auf] dem Feld, [das] heute [da] ist und Morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, [wird Er da] nicht viel eher euch [kleiden, ihr] Kleingläubigen?

31 Daher sollt ihr [euch] nicht sorgen [und] sagen: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Womit sollen wir uns umhüllen? Denn [nach] all diesem trachtet [man bei] den Nationen.

32 Euer Vater weiß doch, daß ihr all diese [Dinge] bedürft.

33 Suchet nun [zu]erst das Königreich und seine Gerechtigkeit, und man wird euch dies alles hinzufügen.

34 Folglich [seid] nicht um den morgigen Tag [be]sorgt; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Hinreichend [ist für jeden] Tag sein [eingenes] Übel.

7

1 * Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet;

2 denn mit welchem Urteil ihr richtet, werdet [auch] ihr gerichtet werden, und mit welchem Maß ihr meßt, wird man euch messen

3 Wieso [er]blickst du denn das Spänlein in deines Bruders Auge, bedenkst aber nicht den Balken in deinem Auge?

4 Wie [kannst] du [zu] deinem Bruder sagen: Bruder, laß mich das Spänlein aus deinem Auge herausholen! Und siehe, der Balken [ist] in deinem Auge.

5 [Du] Heuchler! Hole [zu]erst den Balken aus deinem Auge heraus; dann wirst du scharf [genug] blicken, um das Spänlein aus deines Bruders Auge herauszuholen.

6 Gebt das Heilige nicht streunenden Hunden, noch werft eure Perlen vor die Schweine, damit [diese] sie nicht mit ihren Füßen niedetreten und [jene] sich [nicht] gegen euch wenden [und] euch zerfleischen.

7 Bittet, und euch wird gegeben werden; suchet, und ihr werdet finden; klopfet [an], und euch wird geöffnet werden.

8 Denn jeder, der bittet, erhält; und [wer] sucht, der findet; und dem, [der an]klopft, wird geöffnet werden.

9 Oder ist [da] ein Mensch unter euch, den sein Sohn [um] Brot bitten soll[te] er wird ihm [doch] keinen Stein reichen!

10 Oder wenn er [um einen] Fisch bittet, wird er ihm keine Schlange reichen!

11 Wenn ihr nun, [die] ihr [doch] böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wißt, wieviel mehr wird euer Vater in den Himmeln denen Gutes geben, [die] Ihn bitten!

12 Alles nun, was auch immer ihr wollt, daß euch die Menschen tun sollen, [das] erweist auch ihr ihnen [eben]so! Denn dies ist das Gesetz und die Propheten.

13 Gehet ein durch die enge Pforte; [denn] breit [ist] die Pforte und geräumig der Weg, der zum Untergang hinführt, und viele sind es, die durch sie [hin]eingehen.

14 Wie eng aber [ist] die Pforte und [wie] schmal der Weg, der zum Leben hinführt! Doch wenige sind es, die ihn finden.

15 [Nehm]t euch [in] acht vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber räuberische Wölfe sind. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.

16 Man liest doch nicht Weinbeeren von Dorn[büschen] oder Feigen von Sterndisteln.

17 So trägt [auch] jeder gute Baum edle Früchte, der faule Baum aber trägt böse Früchte.

18 [Ein] guter Baum kann nicht böse Früchte tragen, noch [kann ein] fauler Baum edle Früchte tragen.

19 Jeder Baum, [der] nicht edle Früchte trägt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.

20 An ihren Früchten werdet ihr sie demnach sicher erkennen.

21 Nicht jeder, der [zu] Mir sagt: Herr! Herr! wird in das Königreich der Himmel eingehen, sonder [nur, wer] den Willen Meines Vaters in den Himmeln tut.

22 Viele werden mir an jenem Tag erwidern: Herr! Herr! Haben wir nicht [in] Deinem Namen prophezeit, [in] Deinem Namen Dämonen ausgetrieben und [in] Deinem Namen viele Macht[taten] getan?

23 Dann werde Ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt. Weichet von mir, die [ihr] gesetzlos handelt!

24 Jeder nun, der diese Meine Worte hört und sie tut, gleicht [einem] besonnenen Mann, der sein Haus auf den Felsen baute.

25 Da fiel der Regen herab, und die Ströme kamen, die Winde wehten und stürmten [auf] jenes Haus ein; doch es fiel nicht [zusammen], denn es war auf den Felsen gegründet.

26 Jeder, der diese Meine Worte hört und sie nicht tut, gleicht [einem] törichten Mann, der sein Haus auf den Sand baute.

27 Dann fiel der Regen herab, und die Ströme kamen, die Winde wehten und stießen an jenes Haus; da fiel es [zusammen], und gewaltig war sein [Zusammen]fallen.

28 Als Jesus diese Worte vollendet hatte, geschah es, [daß] die Scharen sich über seine Lehre verwunderten;

29 denn Er lehrte sie wie [einer], der Vollmacht hat und nicht wie ihre Schrift[gelehrten].

8

1 * Dann stieg Er vom Berg herab, [und] viele Scharen folgten Ihm [nach],

2 Und siehe, [ein] Aussätziger kam herzu, fiel [vor] Ihn nieder [und] bat: "Herr! Wenn Du willst, kannst Du mich reinigen."

3 Und die Hand [so S*,B,C,R; in S: seine Hand.] ausstreckend, berührte er ihn und sagte: Ich will; werde gereinigt! Und sofort [so S*,B,C,R.] wurde er gereinigt betreffs seiner Lepra.Da streckte Er seine Hand aus, rührte ihn an [und] sagte: "Ich will! Sei gereinigt!" Und sofort war sein Aussatz gereinigt.

4 Darauf gebot Jesus ihm: "Siehe [zu], sage niemandem [etwas], sondern gehe hin, zeige dich dem Priester und bringe die Nahegabe dar, die Mose angeordnete, ihnen zum Zeugnis."

5 Als er in Kapernaum einzog, kam [ein] Hauptmann zu Ihm, sprach Ihm zu und sagte:

6 "Herr, mein Knabe liegt zu Hause gelähmt [danieder, von Schmerzen] unsagbar gequält."

7 Da sagte Er [zu] ihm: "Ich [will] kommen, Ich werde ihn [hei]len."

8 Der Hauptmann entgegnete als Antwort: "Herr, ich bin nicht [würdig] genug, daß Du unter mein Dach kommst, sondern sprich nur ein Wort,

9 und mein Knabe wird geheilt sein. Denn ich bin [ein meiner] Obrigkeit untergeordneter Mensch, [ich] habe selbst Krieger unter mir, und [wenn] ich [zu] diesem sage: Geh!, so geht er, und [zu dem] anderen Komm!, so kommt er, und [zu] meinem Sklaven: Tu dies!, so tut er [es]."

10 .Als Jesus [das] hörte, erstaunte Er und sagte [zu] denen, [die Ihm nach]folgten: Wahrlich, Ich sage euch: Bei niemandem in Israel habe ich so viel Glauben gefunden.

11 Ich sage euch aber: Viele werden vom Osten und Westen eintreffen und sich mit Abraham, Isaak und Jakob im Königreich der Himmel [zu Tisch] lagern;

12 die Söhne des Königreichs aber wird man hinauswerfen in die Finsternis, die draußen [ist]. Dort wird Jammern und Zähneknirschen sein."

13 Doch [zu] dem Hauptmann sagte Jesus: "Geh hin! Wie du glaubst, [so] geschehe dir." Und zu jener Stunde wurde der Knabe geheilt. Der Hauptmann kehrte zur selben Stunde in sein Haus zurück [und] fand den Knaben gesund.

14 Dann kam Jesus in das Haus [des] Petrus und gewahrte dessen Schwiegermutter

15 fiebernd [danieder]liegen. Er rührte ihre Hand an, und das Fieber verließ sie. Da erhob sie sich und [be]diente Ihn.

16 Als [es] Abend geworden [war], brachte man viele dämonisch Besessene zu Ihm; [mit einem] Wort trieb Er die Geister aus; und alle, die [mit Krankheit] übel dran waren, heilte Er,

17 damit erfüllt werde, [was] durch den Propheten Jesaia angesagt war: Er hat unsere Gebrechen [auf Sich] genommen und [unsere] Krankheiten getragen.

18 Jesus gewahrte nun [die] vielen Scharen um Sich [herum] und befahl, nach dem jenseitigen [Ufer] hin[über]zufahren.

19 Da kamen ein Schrift[gelehrt]er herzu [und] sagte zu Ihm: "Lehrer! Ich werde Dir folgen, wohin du auch gehst."

20 Jesus antwortete ihm: "Die Schakale haben Baue, und die Flügler des Himmels [haben] Unterschlupf; aber der Sohn des Menschen hat keine [Stätte], wo Er das Haupt hinlege."

21 [Ein] anderer, [einer] der Jünger, sagte [zu] Ihm: "Herr, gestatte mir, [zu]erst hinzugehen, um meinen Vater zu begraben."

22 Darauf erwiderte Jesus ihm: "Folge Mir und laß die Toten ihre Toten begraben."

23 Dann stieg Er ins Schiff, [und] Seine Jünger folgten Ihm.

24 Und siehe, im See geschah [ein] großes Beben, so daß das Schiff von den Wogen bedeckt wurde.

25 Er aber schlummerte. Da traten sie herzu, weckten Ihn [und] sagten: "Herr! Rette [uns]! Wir kommen um!"

26 Er erwiderte ihnen: "Was seid ihr [so] verzagt, Kleingläubige? Dann erhob Er Sich, schalt die Winde und den See, und es trat große Stille [ein].

27 Die Menschen aber sagten erstaunt: "Was ist d[a]s für [ein Mann], da[ß] auch die Winde und der See Ihm gehorschen?"

28 Als Er an das jenseitige Ufer in die Gegend [von] Gergesa kam, [traten] Ihm zwei dämonisch Besessene entgegen, [die] aus den Gräbern herauskamen [und] sehr gefährlich [waren], so daß niemand auf jenem Weg vorbeizukommen vermochte.

29 Und siehe, sie schrien und sagten: "Was [ist zwichen] uns und Dir, [Du] Sohn Gottes? Kamst Du her, um uns vor [der] gebührenden [Zeit] zu quälen?"

30 [Weiter ent]fernt von ihnen war nun [ein] großer Auftrieb weidender Schweine.

31 Da flehten die Dämonen Ihn an [und] baten: "Wenn du uns austreibst, [so] schicke uns in den Auftrieb der Schweine!"

32 Darauf gebot Er ihnen: "Geht!" Da fuhren [sie] aus; und siehe, [als] sie in die Schweine fuhren, stürmte der gesamte Auftrieb den Abhang hinab in den See und sie starben im Wasser.

33 Die [sie] weideten, flohen dann und gingen hin in die Stadt, [wo] sie [dies] alles berichteten, auch [was mit] den dämonisch Besessenen [geschehen war].

34 Und siehe, die gesamte Stadt zog Jesus entgegen; als [sie] Ihn gewahrten, sprachen sie [Ihm] zu, daß er von ihren Grenz[gebiet] weitergehe

9

1 * Dann stieg Er in [ein] Schiff, fuhr hinüber und kam [wieder] in [Seine] eigene Stadt.

2 Und siehe, man brachte [einen] Gelähmten zu Ihm, [der] auf [seinem] Tragbett [danieder]lag. Ihren Glauben gewahrend, sagte Jesus zu dem Gelähmten: "Fasse Mut, Kind!

3 Deine Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) sind [dir] erlassen!" Und siehe, einige der Schrift[gelehrt]en sagten bei sich: "Dieser Lästerer!"

4 Da Jesus ihre Überlegungen wahrnahm, sagte Er: "Warum überlegt ihr Böses in euren Herzen?

5 Was ist denn leichter zu sagen: Deine Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) sind [dir] erlassen oder zu sagen: Erhebe dich und wandle?

6 Damit ihr aber wißt, da[ß] der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf Erden Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) zu erlassen (sagte Er dann zu dem Gelähmten): Erhebe dich, nimm dein Tragbett auf und gehe hin in dein Haus!"

7 Da erhob er sich und ging in sein Haus.

8 Die Scharen, [die dies] gewahrten, fürchteten sich und verherrlichten Gott, der den Menschen solche Vollmacht gibt.

9 Als Jesus von dort weiterzog, gewahrte Er [einen] M[an]n namens Matthäus am Zollamt sitzen und sagte [zu] ihm: "Folge Mir [nach]!" Da stand er auf [und] folgte Ihm [nach].

10 [Als] Er in [dessen] Haus [zu Tisch] lag, siehe, [da] kamen viele Zöllner und Sünder (wörtl.: Zielverfehler) [und] lagen [ebenfalls] mit Jesus und Seinen Jüngern [zu Tisch].

11 Die Pharisäer gewahrten [dies und] sagten [zu] Seinen Jüngern: "Warum ißt euer Lehrer mit Zöllnern und Sündern (wörtl.: Zielverfehlern)?"

12 Er hörte [es] und erwiderte: "Nicht die Starken bedürfen [des] Arztes, sondern die [mit Krankheit] übel dran sind!

13 Geht nun, [und] lernet, was [das] ist: Barmherzigkeit will Ich und nicht Opfer. Denn ich kam nicht, Gerechte berufen, sondern Sünder" (wörtl.: Zielverfehler).

14 Dann kamen die Jünger [des] Johannes zu Ihm und fragten: "Warum fasten wir und die Pharisäer viel, Deine Jünger aber fasten nicht?"

15 Jesus antwortete ihnen: "Die Söhne des Brautgemachs können [doch] nicht trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist. Es werden aber Tage kommen, wenn der Bräutigam von ihnen genommen wird, und dann werden sie Fasten.

16 Niemand flickt [einen] ungewalkten Flicklappen auf [ein] altes Kleid; denn [sonst] reist das Füll[stück] von dem Kleid ab, und [der] Riß wird ärger.

17 Noch tut man jungen Wein in alte Schläuche; wenn aber doch, [dann] bersten die Schläuche, so [daß] der Wein vergossen wird und die Schläuche umkommen. Sondern man tut jungen Wein in neue Schläuche, und beide [bleiben] erhalten."

18 [Während] Er dies zu ihnen sprach, siehe, [da] kam ein Vorsteher herzu, fiel [vor] Ihm nieder [und] sagte: "Meine Tochter ist jetzt [gerade] verschieden; jedoch komm, lege Deine Hand auf sie, so wird sie leben."

19 Da erhob sich Jesus [und] folgte ihm mit Seinen Jüngern.

20 Und siehe, [eine] Frau, [seit] zwölf Jahren blutflüssig, kam von hinten herzu [und] rührte die Quaste Seines Obergewands an;

21 denn sie sagte sich: "Wenn ich nur Sein Obergewand anrühre, werde ich gerettet sein."

22 Jesus aber wandte Sich [um], gewahrte sie und sagte: "Fasse Mut, Tochter, dein Glaube hat die gerettet." Und von jener Stunde [an] war die Frau gerettet.

23 Als Jesus in das Haus des Vorstehers kam und die Flötenspieler und [den] Tumult [in] der Volksmenge gewahrte, sagte Er:

24 "Macht euch davon; denn das Mädchen ist nicht gestorben, sondern schlummert."

25 Da verlachten sie Ihn. Als die Volksmenge hinausgetrieben war, ging Er [hin]ein, faßte ihre Hand, und das Mädchen erwachte.

26 Die Kunde davon ging in jenes ganze Land [hin]aus.

27 Als Jesus von dort weiterzog, folgten Ihm zwei Blinde, [die] schrien und sagten: "Erbarme Dich unser, Sohn Davids!"

28 [Als] Er dann in das Haus ging, traten die Blinde zu Ihm, und Jesus fragte sie: "Glaubt ihr, da[ß] Ich dies tun kann?" Sie antworteten Ihm:

29 "Ja Herr!" Dann rührte Er ihre Augen an [und] sagte: "Euch geschehe nach eurem Glauben!"

30 Da wurden ihre Augen aufgetan; Jesus aber drohte ihnen [und] sagte: "Sehet [zu], laßt niemand [davon] erfahren."

31 Doch [als sie] herauskamen, [mach]ten sie Ihn in jenem ganzen Land wohlbekannt.

32 Während sie [hin]ausgingen, siehe, [da] brachte man [einen] stummen dämonisch Besessenen [zu] Ihm.

33 Und [als] der Dämon ausgetrieben war, sprach der Stumme, Darüber staunten die Scharen [und] sagten: "Noch nie ist in Israel so [etwas] erschienen!"

34 Die Pharisäer aber sagten: "Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus."

35 So zog Jesus [in] allen Städten und Dörfern umher, lehrte in ihren Synagogen, heroldete das Evangelium [vo]m Königreich und h[ei]lte jede Krankheit und jede Gebrechlichkeit.

36 Als Er die Scharen gewahrte, jammerten sie Ihn; d[enn] sie waren geschunden und umhergestoßen wie Schafe, [die] keinen Hirten haben.

37 Dann sagte Er [zu] Seinen Jüngern: "Die Ernte [ist] zwar groß, aber Arbeiter [sind es] wenige.

38 Flehet daher zum Herrn der Ernte, damit Er Arbeiter in Seine Ernte hinaustreibe."

10

1 * Dann rief Er Seine zwölf Jünger zu Sich [und] gab ihnen Vollmacht, unreine Geister auszutreiben und jede Krankheit und jede Gebrechlichkeit zu h[ei]len.

2 Dies waren die Namen der zwölf Apostel: [Zu]erst Simon, [auch] Petrus genannt, und Andreas, sein Bruder; Jakobus, der [Sohn] des Zebedäus, und Johannes, sein Bruder;

3 und Bartholomäus; Thomas und Matthäus, der Zöllner; Jakobus, der [Sohn] des Alphäus, und Thaddäus;

4 Simon, der Kananäer, und Judas Iskariot, der Ihn dann verriet.

5 Diese Zwölf schickte Jesus [aus und] wies sie an: "Geht nicht auf [den] Weg [zu den] Nationen hin und geht nicht in [eine] Stadt [der] Samariter [hin]ein!

6 Geht vielmehr zu den verlorenen Schafen [des] Hauses Israel!

7 [Wo ihr] geht [da] heroldet: Das Königreich der Himmel hat sich genaht!

8 Heilt Kranke und Schwache, erweckt Tote, reinigt Aussätzige, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr [es] erhalten, umsonst gebt [es weiter]!

9 Erwerbt kein Gold, noch Silber, noch Kupfer in eure Gürtel!

10 [Nehmt] keinen Bettelsack [mit] auf [den] Weg, weder zwei Untergewänder noch Sandalen, noch [einen] Stab; denn der Arbeiter [ist] seiner Nahrung Wert.

11 In welche Stadt oder [welches] Dorf ihr auch kommt, ergründet, wer darin würdig ist, und bleibt dort, bis ihr [wieder hin]auszieht.

12 [Wenn ihr] in dem Haus einkehrt, [so] grüßt es;

13 Und wenn das Haus würdig ist, soll euer Friede auf [das]selbe kommen; wenn es aber nicht würdig ist, soll sich euer Friede [wieder] zu euch wenden.

14 Wenn [jemand] euch nicht aufnimmt, noch [auf] eure Worte hört, [so] geht aus [jenem] Haus oder [jener] Stadt oder [jenem] Dorf [hin]aus und schüttelt den Staub von euren Füßen ab!

15 Wahrlich, Ich sage euch: A[m] Tage des Gerichts wird es dem Land Sodom und Gomorra erträglicher ergehen als jener Stadt.

16 Siehe, Ich schicke euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Daher werdet klug wie die Schlangen und ohne Arglist wie die Tauben!

17 [Nehm]t euch nun vor den Menschen [in] acht; denn sie werden euch an [die] Synedrien überantworten und euch in ihren Synagogen geißeln.

18 Vor Regierende wie auch [vor] Könige wird man euch um Meinetwillen führen, zu[m] Zeugnis [für] sie und die Nationen.

19 Wenn man euch aber überantwortet, [so] sorgt euch nicht, wie oder was ihr sagen sollt; denn in jener Stunde wird euch gegeben werden, was ihr sagen sollt;

20 denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der Geist eures Vaters [ist es], der durch euch spricht.

21 Es wird aber [der] Bruder [den] Bruder zu[m] Tode überantworten, und [der] Vater [das] Kind, und Kinder werden gegen [die] Eltern aufstehen und sie [zu] Tode [bring]en.

22 Ja, ihr werdet um Meines Namens willen von allen gehaßt werden. [Wer] aber [bis] zur Vollendung ausharrt, der wird gerettet werden.

23 Wenn man euch in dieser Stadt verfolgt, [so] flieht in die andere; denn wahrlich, Ich sage euch: Ihr werdet [mit] den Städten Israel keinesfalls fertig werden, bis der Sohn des Menschen kommt.

24 [Ein] Jünger steht nicht über seinem Lehrer, noch [ein] Sklave über seinem Herrn.

25 Dem Jünger genügt es, daß er wie sein Lehrer werde, und dem Sklaven wie sein Herr [zu sein]. Wenn sie dem Hausherrn [den] Beinamen Beezeboul [geb]en, wieviel mehr seinen Hausgenossen?

26 Daher fürchtet euch nicht [vor] ihnen; denn nichts ist verhüllt, [was] nicht enthüllt werden wird; und [nichts ist] verborgen, [was] nicht bekannt werden wird.

27 [Was] Ich euch im Finstern sage, [das] verkündet im Licht, und [was] ihr ins Ohr [geflüstert] hört, [das] heroldet auf den Flachdächern.

28 Fürchtet euch nicht vor denen, [die] den Körper töten, die Seele dagegen nicht töten können. Fürchtet aber vielmehr den, [der] die Seele wie auch den Körper in der Gehenna umbringen kann.

29 Verkauft man nicht zwei Spätzlein [für einen] Groschen? Doch nicht eines von ihnen wird auf die Erde fallen, ohne [daß] euer Vater [es will].

30 [Bei] euch aber sind sogar die Haare [auf] dem Haupt alle gezählt!

31 Daher fürchtet euch nicht! Ihr überragt [die] vielen Spätzlein.

32 Jeder nun, der sich vor den Menschen zu Mir bekennen wird, zu dem werde auch Ich Mich vor Meinem Vater in den Himmeln bekennen.

33 Wer mich aber vor den Menschen verleugnen wird, den werde auch Ich vor Meinem Vater in den Himmeln verleugnen.

34 Meint [nur] nicht, da[ß] Ich kam, um Frieden für die Erde zu bringen! Ich kam nicht, um Frieden zu bringen, sondern [das] Schwert;

35 denn Ich kam, um [den] Menschen mit seinem Vater, [die] Tochter mit ihrer Mutter und [die] Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter zu entzweien;

36 und des Menschen Feinde [werden] seine [eigenen] Hausgenossen [sein].

37 [Wer] Vater oder Mutter lieber hat als Mich, ist Meiner nicht Wert; und [wer] Sohn oder Tochter lieber hat als Mich, ist Meiner nicht wert;

38 und [wer] nicht sein Kreuz (wörtl.: Pfahl) [auf sich] nimmt und Mir nachfolgt, ist Meiner nicht wert.

39 [Wer] Seine Seele findet, wird sie verlieren, und [wer] seine Seele Meinetwegen verliert, wird sie finden.

40 [Wer] euch aufnimmt, nimmt Mich auf, und [wer] Mich aufnimmt, nimmt den auf, [der] Mich [ausgesandt] hat.

41 [Wer einen] Propheten in [eines] Propheten Namen aufnimmt, wird [den] Lohn [eines] Propheten erhalten, und [wer einen] Gerechten in [eines] Gerechten Namen aufnimmt, wird [den] Lohn [eines] Gerechten erhalten.

42 [Wer] einem dieser Kleinen in [eines] Jüngers Namen nur [einen] Becher kühlen [Wassers zu] trinken [gib]t, wahrlich, Ich sage euch: Keinesfalls wird er seinen Lohn verlieren."

11

1 * Als Jesus [die] Anordn[ungen an] Seine zwölf Jünger vollendet hatte, ging Er von dort weiter, um in ihren Städten zu lehren und zu herolden.

2 Als Johannes im Gefängnis [von] Christi Wirken hörte, sandte er seine Jünger;

3 durch [sie ließ] er Ihn fragen: "Bist Du der Kommende, oder sollen wir [auf einen] anderen hoffen?"

4 Darauf gab Jesus ihnen [zur] Antwort: "Geht [hin und] berichtet Johannes, [was] ihr hört und [er]blickt:

5 Blinde werden [seh]end, Lahme wandeln, Aussätzige werden gereinigt, Taube hören, Tote erwachen, und Armen wird Evangelium [verkündi]gt.

6 Glückselig ist, [wer] keinen Anstoß an Mir [nimm]t."

7 [Als] diese dann gegangen [waren], begann Jesus, [zu] den Scharen über Johannes zu reden: "Wozu zogt ihr [damals] in die Wildnis [hin]aus? Um [ein] vo[m] Wind gerütteltes Rohr [an]zuschauen? Nein!

8 Wozu zogt [hin]aus? Um [einen] Menschen, angetan mit weichen Kleidern, zu gewahren? Siehe, die die weichen Kleider tragen, sind in den Königshäusern.

9 Sondern wozu zogt ihr [hin]aus? Um [einen] Propheten zu gewahren? Ja, Ich sage euch: [Er war] weit mehr [als ein] Prophet!

10 Dieser ist es, von dem geschrieben steht: Siehe, Ich schicke Meinen Boten vor Deinem Angesicht [her], der Deinen Weg vor Dir herrichten wird.

11 Wahrlich ich sage euch: Unter [den von] Frauen Geborenen ist kein Größerer [als] Johannes der Täufer erweckt worden. Wer aber kleiner [ist] - im Königreich der Himmel ist er größer [als] er.

12 Seit den Tagen Johannes des Täufers bis jetzt wird dem Königreich der Himmel Gewalt angetan, und Gewalttätige reißen es [an sich].

13 Denn alle Propheten und das Gesetz prophezeien bis [auf] Johannes.

14 Wenn ihr [es] annehmen wollt, er ist Elias, der sich anschickt zu kommen.

15 [Wer] Ohren hat zu hören, [d]er höre!

16 [Mit] wem soll ich diese Generation vergleichen? Sie ist gleich kleinen Kindern, die am Markt sitzen und den anderen zurufen:

17 Wir flöten euch, doch ihr tanzt nicht! Wir singen Totenlieder, doch ihr wehklagt nicht!

18 Denn [als] Johannes kam [und] weder aß noch trank, da sagten sie: Er hat [einen] Dämon!

19 [Nun ist] der Sohn des Menschen gekommen; [Er] ißt und trinkt, da sagen sie: Siehe, [dieser] Mensch ist [ein] Fresser und Weinsäufer, [ein] Freund [der] Zöllner und Sünder (wörtl.: Zielverfehler)! Und [doch] ist die Weisheit durch ihre Werke gerechtfertigt worden"

20 Dann begann Er, den Städten, in denen Seine meisten Macht[tat]en geschehen [waren], Vorwürfe zu [mach]en, weil sie nicht umsinnten:

21 " Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Wenn in Tyrus und Sidon die Macht[tat]en geschehen [wären], die bei euch geschehen [sind, so] hätten sie längst in Sacktuch und Asche umgesinnt.

22 Indessen sage Ich euch: Tyrus und Sidon wird es am Tage [des] Gerichts erträglicher ergehen als euch.

23 Und du, Kapernaum! Du wirst nicht bis [zum] Himmel erhöht werden! [Nein], bis [ins] Ungewahrte (Unwahrnehmbare) wirst du hinabgestoßen werden. D[enn] wenn in Sodom die Macht[tat]en geschehen [wären], die bei dir geschehen, [so] wäre es bis heute geblieben.

24 Indessen sage ich euch: [Dem] Land Sodom wird es a[m] Tage [des] Gerichts erträglicher ergehen als dir."

25 Zu jenem [Zeit]punkt nahm Jesus [das] Wort [und] sagte: "Ich huldige Dir, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil Du dieses vor Weisen und Verständigen verbirgst, aber es Unmündigen enthüllst.

26 Ja, Vater, d[enn] so war es [Dein] Wohlgefallen vor Dir.

27 Alles ist Mir von Meinem Vater übergeben worden; und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater, noch erkennt jemand den Vater als nur der Sohn, und wem der Sohn [es] zu enthüllen beschließt.

28 [Kommt] alle her zu Mir, die [ihr] euch müht und beladen seid; Ich werde euch Ruhe [geb]en.

29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von Mir, d[enn] ich bin sanftmütig und [von] Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden [für] eure Seelen.

30 Denn Mein Joch [ist] mild, und Meine Last ist leicht."

12

1 * Zu jenem [Zeit]punkt ging Jesus [an] den Sabbaten durch die Saaten. Seine Jünger aber waren hungrig und begannen Ähren abzurupfen und zu essen.

2 Als die Pharisäer [dies] gewahrten, sagten sie zu Ihm: "Siehe, Deine Jünger, tun [was am] Sabbat nicht erlaubt ist."

3 Er aber erwiderte ihnen: "Habt ihr nicht gelesen, was David tat, als er hungrig war, [er selbst] und die bei ihm [waren],

4 wie er in das Haus Gottes einging und sie die Schaubrote aßen, die ihm nicht zu essen erlaubt waren (noch denen mit ihm) außer den Priestern allein?

5 Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen, da[ß] die Priester [an] den Sabbaten in der Weihe[stät]te den Sabbat entheiligen und [doch] schuldlos sind?

6 Ich aber sage euch: Hier ist [einer, der] größer [als] die Weihe[stät]te [ist]!

7 Wenn ihr nur erkannt hättet, was [das] ist: Barmherzigkeit will Ich und nicht Opfer, [so] würdet ihr die Schuldlosen nicht schuldig sprechen;

8 denn der Sohn des Menschen ist Herr [über] den Sabbat."

9 Als [Er] von dort weiterging, kam Er in ihre Synagoge,

10 und siehe, [dort war] ein Mensch, [der eine] verdorrte Hand hatte. Da fragten sie Ihn (um Ihn anklagen zu können): "Ist es erlaubt, [an] den Sabbaten zu h[ei]len?"

11 Er aber antwortete ihnen: "Ist ein Mensch unter euch, der [nur] ein Schaf hat, und dieses fiel [ihm an] den Sabbaten in [eine] Grube, [d]er es nicht [er]greifen und herausziehen würde?

12 [Um] wieviel [mehr] überragt der Mensch nun [so ein] Schaf? Daher ist es [auch] erlaubt, [an] den Sabbaten edel zu handeln."

13 Dann sagte Er [zu] dem Menschen: "Strecke deine Hand aus!" Da streckte er [sie] aus, und sie war wiederhergestellt, gesund wie die andere.

14 Die Pharisäer aber gingen [hin]aus und hielten [eine] Beratung über Ihn [ab], wie sie Ihn umbrächten.

15 Jesus erfuhr [dies und] zog Sich von dort zurück. Viele folgten Ihm [nach], und Er heilte sie alle.

16 Doch Er warnte sie [sehr], Ihn nicht öffentlich [bekannt zu] machen, damit erfüllt werde,

17 [was] durch den Propheten Jesaia angesagt war:

18 Siehe, Mein Knecht, den Ich erwählte, Mein Geliebter, [an] dem Meine Seele [ihr] Wohl[gefallen] hat! Ich werde Meinen Geist auf Ihn legen, und Er wird den Nationen Gericht verkünden.

19 Er wird nicht hadern noch schreien, noch wird jemand auf den Plätzen Seine Stimme hören.

20 [Ein] geknicktes Rohr wird Er nicht zerbrechen, und glimmenden Flachs[docht] wird Er nicht [aus]löschen, bis Er das Gericht zu[m] Sieg durchgeführt [hat].

21 Und [auf] Seinen Namen werden sich [die] Nationen verlassen.

22 Dann wurde [ein] dämonisch Besessener zu Ihm gebracht, [der] blind und stumm [war], und Er h[ei]lte ihn, so daß der Stumme sprechen und [seh]en [konnte].

23 Da war die gesamte Volksmenge [vor Verwunderung] außer sich, und man sagte: "Dieser ist [doch] nicht etwa der Sohn Davids?"

24 Als die Pharisäer [es] hörten, sagten sie: "Dieser treibt keine Dämonen aus, außer durch Beezeboul, [den] Obersten der Dämonen."

25 [Da Er] aber ihre Überlegungen gewahrte, sagte Er [zu] ihnen: "Jedes Königreich, [das] mit sich selbst uneins ist, wird veröden, und keinerlei Stadt oder Haus, [das] mit sich selbst uneins ist, wir [be]stehen.

26 Wenn der Satan den Satan austreibt, [so] ist er mit sich selbst uneins. Wie soll nun sein Königreich [be]stehen [können]?

27 Wenn Ich die Dämonen durch Beezeboul austreibe, durch wen treiben eure Söhne [sie] aus? Deshalb werden sie eure Richter sein.

28 Wenn Ich aber durch [den] Geist Gottes die Dämonen austreibe, [so komm]t demnach das Königreich Gottes [schon im] voraus auf euch.

29 Wie kann jemand in das Haus des Starken eindringen und dessen Hausrat plündern, wenn er nicht [zu]erst den Starken bindet? Erst dann wird er dessen Haus plündern.

30 [Wer] nicht mit Mir ist, [d]er ist gegen Mich, und [wer] nicht mit Mir sammelt, [d]er zerstreut.

31 Deshalb sage Ich euch: Jede Sünde (wörtl.: Zielverfehlung) und Lästerung wird den Menschen erlassen werden, die Lästerung des Geistes aber

32 wird nicht erlassen werden. [Wer] etwa [ein] Wort gegen den Sohn des Menschen sagt, dem wird es erlassen werden; [wer] aber gegen den heiligen Geist redet, dem wird es nicht erlassen werden, weder in diesem Äon noch in dem zukünftigen.

33 Entweder macht den Baum edel, [dann ist] auch seine Frucht edel; oder macht den Baum faul, [dann ist] auch seine Frucht faul; denn an der Frucht erkennt man den Baum.

34 Otternbrut! Wie könnt ihr, [da ihr doch] böse seid, Gutes reden? Denn aus der Überfülle des Herzens spricht der Mund.

35 Der gute Mensch holt aus [seinem] guten Schatz Gutes hervor, während der böse Mensch aus [seinem] bösen Schatz Böses hervorholt.

36 Ich sage euch aber: [Über] jeden müßigen Ausspruch, den die Menschen reden werden - a[m] Tage [des] Gerichts werden sie diesbezüglich Rechenschaft [zu] erstatten [haben];

37 denn nach deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und nach deinen Worten wirst du schuldig gesprochen werden."

38 Dann antworteten Ihm einige der Schrift[gelehrt]en und Pharisäer: "Lehrer, wir wollen von Dir [ein] Zeichen gewahren!"

39 Darauf gab Er ihnen [zur] Antwort: "[Diese] böse und ehebrecherische Generation trachtet nach [einem] Zeichen; doch man wird ihr kein Zeichen geben außer dem Zeichen des Propheten Jona;

40 denn ebenso wie Jona drei Tage und drei Nächte im Leib des Seeungeheuers war, so wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte im Herzen der Erde sein.

41 Männer, Niniviter, werden mit dieser Generation zum Gericht auferstehen und sie verurteilen, d[enn] auf den Heroldsruf [des] Jona [hin] sinnten sie um, und siehe, hier [ist] mehr [als] Jona!

42 [Die] Königin [des] Südens wird mit dieser Generation zum Gericht auferweckt werden und wird sie verurteilen; d[enn] sie kam von den Enden der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören, und siehe, hier [ist] mehr [als] Salomo!

43 Wenn der unreine Geist von [einem] Menschen ausgefahren ist, durchzieht er wasserlose Stätten, sucht [dort] Ruhe und findet [sie] nicht.

44 Dann sagt er: Ich werde in mein Haus zurückkehren, von wo ich ausfuhr. Und [wenn er] kommt, findet er [es] unbesetzt, gefegt und geputzt.

45 Dann geht er [hin] und nimmt sieben andere Geister mit sich, ärger [als] er selbst; sie ziehen ein und hausen dort, so [daß] es jenem Menschen zuletzt ärger [ergehen] wird [als zu]vor. [Eben]so wird es auch [mit] dieser bösen Generation sein."

46 [Während] Er noch [zu] den Scharen sprach, siehe, [da] standen [seine] Mutter und seine Geschwister draußen [und] suchten Ihn zu sprechen.

47 Da sagte einer Seiner Jüngern : "Siehe, Deine Mutter und Deine Geschwister stehen draußen [und] suchen Dich zu sprechen."

48 Er aber antwortete dem, [der es] Ihm meldete: "Wer ist Meine Mutter, und wer sind Meine Geschwister?"

49 Und Seine Hand über Seine Jünger ausstreckend, sagte Er: "Siehe, Meine Mutter und Meine Geschwister!

50 Denn wer den Willen Meines Vaters in den Himmeln tut, [der] ist Mein Bruder und [Meine] Schwester und [Meine] Mutter."

13

1 * An jenem Tag ging Jesus aus dem Haus [und] setzte sich an den See;

2 doch [eine] große Volksmenge [ver]sammelte sich um Ihn, so daß Er in [ein] Schiff stieg [und] Sich [darin] setzte, während die gesamte Schar am Strand stand.

3 Er sprach viel in Gleichnissen [zu] ihnen und sagte: "Siehe, der Sä[mann] ging aus, um zu säen.

4 Und beim Säen fiel [etwas] an den Weg, und die Flügler kamen und fraßen es.

5 Anderes fiel auf das Felsige, wo es nicht viel Erde hatte; und es schoß sofort auf, weil [es] keine tiefe Erde hatte.

6 Als [die] Sonne aufging, wurde es versengt; da es keine Wurzeln hatte, verdorrte es.

7 Wieder anderes fiel in Dornen, und die Dornen kamen hoch und erstickten es.

8 Anderes fiel auf ausgezeichnetes Land und gab Frucht, das eine hundert[fältig], das andere sechzig- [und noch] anderes dreißig[fältig].

9 Wer Ohren hat zu hören, der höre!"

10 Da traten die Jünger herzu [und] fragten Ihn: "Warum sprichst Du in Gleichnissen [zu] ihnen?"

11 Er antwortete Ihnen: "Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Königreichs der Himmel zu [er]kennen, jenen aber ist es nicht gegeben.

12 Denn wer hat, dem wird gegeben werden, und er wird Überfluß [hab]en; wer aber nicht hat, von ihm wird auch [das, was] er hat, genommen werden.

13 Deshalb spreche Ich in Gleichnissen [zu] ihnen, da[mit] sie s[eh]end nicht s[eh]en und hörend nicht hören noch verstehen.

14 So wird an ihnen das Propheten[wort des] Jesaia erfüllt, das [be]sagt: [Mit dem] Gehör werdet ihr hören und keinesfalls verstehen. S[eh]end werdet ihr s[eh]en und keinesfalls wahrnehmen;

15 denn das Herz dieses Volkes ist verdickt, [mit] ihren Ohren hören sie schwer, und ihre Augen schließen sie, damit sie [mit] den Augen nicht wahrnehmen, noch [mit] den Ohren hören, noch [mit] dem Herzen verstehen und sich umwenden und Ich sie heilen [könnte].

16 Glückselig aber [sind] eure Augen, weil sie erblicken, und eure Ohren, weil sie hören.

17 Denn wahrlich, Ich sage euch. Viele Propheten und Gerechte haben begehrt, [das] zu gewahren, [was] ihr [er]blickt, und haben [es] nicht gewahrt, und [das] zu hören, [was] ihr hört, und haben [es] nicht gehört.

18 Ihr nun, hört das Gleichnis vom Sä[mann]!

19 [Zu] jedem, [der] das Wort vom Königreich hört und [es] nicht versteht, kommt der Böse und raubt ihm das ins Herz Gesäte; dieser ist es, [bei] dem an den Weg gesät wird.

20 [Wo] aber auf das Felsige gesät wird, dieser ist es, der das Wort hört und es sogleich mit Freuden [an]nimmt.

21 Doch hat er in sich keine Wurzel, sondern ist wetterwendisch. [Wenn sich] Drangsal oder Verfolgung um des Wortes willen erhebt, strauchelt er sogleich.

22 [Wo] aber in die Dornen gesät wird, dieser ist es, der das Wort hört; doch die Sorge dieses Äons und die Verführung der Reichtums ersticken das Wort, so [daß] es unfruchtbar wird.

23 [Wo] aber auf das ausgezeichnete Land gesät wird, dieser ist es, der das Wort hört und versteht, welcher [auf] jeden Fall Frucht bringt, und der eine trägt hundert[fältig], der andere sechzig-, der andere dreißig[fältig]."

24 [Ein] anderes Gleichnis legte Er ihnen dar: "Das Königreich der Himmel gleicht [einem] Menschen, [der] edlen Samen auf sein Feld säte.

25 Aber während die Menschen schlummerten, kam sein Feind und säte Taumellolch [dar]über, mitten unter das Getreide, und ging davon.

26 Als aber der Halm keimte und Frucht trug, erschien dann auch der Taumellolch.

27 Da traten die Sklaven der Hausherrn herzu [und] fragten ihn: Herr, hast du nicht edlen Samen auf dein Feld gesät? Woher hat es nun [den] Taumellolch?

28 Er entgegnete ihnen: [Ein] Feind, [ein] Mensch, hat dies getan. Weiter fragten ihn die Sklaven: Willst du nun, [daß] wir hingehen [und] es jäten?

29 Da entgegnete er: Nein, damit ihr nicht [beim] Jäten des Taumellolchs zugleich [mit] ihm das Getreide entwurzelt.

30 Laßt beides zusammen bis [zu]r Ernte wachsen, und zum [Zeit]punkt der Ernte werde ich den Schnittern gebieten: Jätet [zu]erst den Taumellolch und bindet ihn in Bündel, um ihn zu verbrennen; das Getreide aber sammelt in meine Scheune."

31 [Ein] anderes Gleichnis legte Er ihnen dar: "Das Königreich der Himmel ist [einem] Senfkorn gleich, das [ein] Mensch nahm [und] auf sein Feld säte.

32 Es ist zwar kleiner [als] alle [anderen] Samen; wenn es aber wächst, ist es größer [als] die Gemüse und wird [wie ein] Baum, so daß die Flügler des Himmels kommen und in seinen Zweigen Unterschlupf [find]en."

33 Noch ein anderes Gleichnis sprach Er zu ihnen: "Das Königreich der Himmel ist einem Sauerteig gleich, den eine Frau nahm und in drei Maß Mehl verbarg, bis es ganz [durch]säuert war".

34 Dies alles redete Jesus in Gleichnissen [zu] den Scharen, und ohne Gleichnis redete Er nichts [zu] ihnen,

35 damit erfüllt werde, [was] durch den Propheten angesagt war: Ich werde Meinen Mund in Gleichnissen auftun; Ich werde ausstoßen, [was vom] Niederwurf [an] verborgen war.

36 Dann [ent]ließ Er die Scharen [und] ging in das Haus [zurück]. Da kamen Seine Jünger zu Ihm und baten: "Kläre uns [über] das Gleichnis [vo]m Taumellolch des Feldes auf!"

37 Er antwortete: "Der den edlen Samen sät, ist der Sohn des Menschen.

38 Das Feld ist die Welt; der edle Samen aber, d[a]s sind die Söhne des Königreichs; der Taumellolch dagegen, [das] sind die Söhne des Bösen.

39 Der Feind aber, der ihn sät, ist der Widerwirker; die Ernte ist [der] Abschluß des Äons, und die Schnitter sind [die] Boten.

40 Ebenso wie nun der Taumellolch gejätet [und] mit Feuer verbrannt wird, so wird es [auch] beim Abschluß des Äons sein.

41 Der Sohn des Menschen wird Seine Boten beauftragen, und sie werden aus Seinem Königreich alle Fallstricke jäten und die, [welche] Gesetzlosigkeit verüben,

42 und werden sie in den Hochofen des Feuers werfen; dort wird Jammern und Zähneknirschen sein.

43 Dann werden die Gerechten im Königreich ihres Vaters wie die Sonne aufleuchten. [Wer] Ohren hat zu hören, [d]er höre!

44 Das Königreich der Himmel ist [einem] im Feld verborgen Schatz gleich, den [ein] Mensch findet, [aber wieder] verbirgt; und in seiner Freude geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenes Feld.

45 Wieder ist das Königreich der Himmel [einem] Menschen gleich, [einem] Händler, [der] edle Perlen sucht.

46 [Als er] aber eine wertvolle Perle findet, geht er hin, veräußert alles, was er hatte, und kauft sie.

47 Wieder ist das Königreich der Himmel [einem] Schleppnetz gleich, [das] ins Meer geworfen wird, um [Fische] aller Art [einzu]sammeln.

48 Wenn es voll ist, zieht man [es] auf den Strand hinauf, setzt sich und liest die edlen [Fische] in Behälter, die faulen aber wirft man hinaus.

49 So wird es [auch] beim Abschluß des Äons sein: Die Boten werden ausgehen und die Bösen aus [der] Mitte der Gerechten [ab]sondern

50 und sie in den Hochofen des Feuers werfen; dort wird Jammern und Zähneknirschen sein.

51 Versteht ihr dies alles?

52 Sie antworteten Ihm: "Ja" Darauf sagte Er ihnen: "Deshalb ist jeder Schrift[gelehr]te, [der ein] Jünger des Königreichs der Himmel geworden [ist], gleich [einem] Menschen, [einem] Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt."

53 Als Jesus diese Gleichnisse vollendet hatte, brach er von dort auf und kam in seine Vater[stadt],

54 [wo] Er sie in ihrer Synagoge lehrte, so daß sie sich verwunderten und sagten: "Woher [hat] der diese Weisheit und die Kräfte?

55 Ist dieser nicht der Sohn des Handwerkers? Heißt Seine Mutter nicht Mirjam, und [sind] Seine Brüder [nicht] Jakobus und Joseph, Simon und Juda?

56 Sind nicht alle Seine Schwestern [hier] bei uns? Woher [hat] der nun dies alles?"

57 So [nahm]en sie Anstoß an Seiner [Herkunft]. Jesus aber sagte [zu] ihnen: "[Ein] Prophet ist nicht ungeehrt, außer in [seiner] eigenen Vater[stadt] und in seinem Hause."

58 Und wegen ihres Unglaubens tat Er dort nicht viele Macht[tat]en.

14

1 * Zu jenem [Zeit]punkt hörte der Vierfürst Herodes die Kunde [von] Jesus

2 und sagte [zu] seinen Knechten "Dieser ist Johannes der Täufer. Er wurde von den Toten auferweckt, und deshalb wirken die Kräfte in ihm!"

3 Denn Herodes hatte sich damals des Johannes bemächtigt und [ihn] wegen Herodias, der Frau seines Bruders Philippus, gebunden ins Gefängnis gelegt.

4 Johannes [hatt]e ihm nämlich gesagt: "Es ist dir nicht erlaubt, sie zu haben."

5 Da wollte er ihn töten [lassen], fürchtete [aber] die Volksmenge, weil man ihn [für einen] Propheten hielt.

6 [Als] nun [der] Geburts[tag] des Herodes [gefeiert] wurde, tanzte die Tochter der Herodias in [aller] Mitte, und sie gefiel dem Herodes.

7 Deswegen bekannte er unter Eid, ihr geben zu [wollen, was immer] sie auch [er]bitten würde.

8 Vorgeschoben aber von ihrer Mutter, entgegnete sie: "Gib mir hier auf [einer] Platte das Haupt Johannes des Täufers!"

9 Da wurde der König betrübt; aber um der Eide und der mit [ihm zu Tisch] Liegenden willen befahl er, [es ihr] zu geben.

10 .So sandte er [hin und ließ] Johannes im Gefängnis enthaupten.

11 Dann wurde sein Haupt auf [einer] Platte gebracht und dem Mädchen gegeben; und sie brachte [es] ihrer Mutter.

12 Seine Jünger, [die] herzukamen, nahmen seinen Leichnam und begruben ihn; danach gingen sie [und] berichteten [es] Jesus.

13 Als Jesus [dies] hörte, zog er Sich von dort in [einem] Schiff an [eine] einsame Stätte zurück, [um] für Sich [allein zu sein]; doch [als] die Scharen [davon] hörten, folgten sie Ihm zu Fuß aus den Städten [nach].

14 Bei[m] Aussteigen gewahrte Er [eine] große Volksmenge, und sie jammerte Ihn, so [daß] Er die Siechen [unter] ihnen h[ei]lte.

15 Als [es] Abend wurde, traten die Jünger zu Ihm [und] sagten: "Die Stätte ist öde und die Stunde schon vergangen; daher entlaß die Scharen, damit sie in die Dörfer hingehen und sich Speisen kaufen!"

16 Jesus aber antwortete ihnen: "Sie brauchen nicht [weg]zugehen; gebt ihr ihnen zu essen!"

17 Sie berichteten Ihm: "Wir haben hier nichts außer fünf Broten und zwei Fischen!"

18 Darauf sagte Er: "Bringt sie Mir her!"

19 Und er befahl den Scharen, sich auf dem Gras zu lagern, nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, segnete und brach die Brote und gab [sie] den Jüngern, die Jünger aber [teilten sie] den Scharen [aus].

20 Da aßen sie alle und wurden satt, die übriggebliebenen Brocken aber hoben sie auf: zwölf Tragkörbe voll.

21 Es waren etwa fünftausend Männer, die gegessen [hatten], ohne [die] Frauen und kleinen Kinder.

22 Sofort nötigte Er seine Jünger, in das Schiff [ein]zusteigen und Ihm an das jenseitige [Ufer] vorauszufahren, während Er die Scharen entlassen wollte.

23 Nachdem [Er] die Scharen entlassen hatte, stieg Er für Sich [allein] auf den Berg, um zu beten; als [es dann] Abend wurde, war Er dort [ganz] allein.

24 Das Schiff aber war schon viele Stadien weit vom Land [entfernt und] war [in der] Mitte des Sees, von den Wogen bedrängt; denn der Wind war [ihnen] entgegen.

25 [Um die] vierte Nachtwache aber kam Er zu ihnen, auf dem See wandelnd.

26 Als die Jünger Ihn auf dem See wandeln [sa]hen, wurden sie [sehr] erregt [und] riefen: "Es ist [ein] Gespenst!" und schrien vor Furcht.

27 Doch sogleich sprach Jesus zu ihnen: "Faßt Mut! Ich bin [es]; fürchtet euch nicht!"

28 Da antwortete Ihm Petrus: "Herr, wenn Du [es] bist, [so] befiehl mir, auf dem Wasser zu Dir zu kommen!"

29 Er aber sagte: "Komm!" Und von dem Schiff herabsteigend, wandelte Petrus auf dem Wasser und ging [auf] Jesus zu.

30 Doch [als er] den starken Wind [sah], fürchtet er sich und begann zu versinken. [Da] schrie er: "Herr, rette mich!"

31 Sofort streckte Jesus die Hand aus, ergriff ihn und sagte [zu] ihm: "Kleingläubiger, warum zauderst du?"

32 Als sie in das Schiff stiegen, flaute der Wind ab.

33 Die im Schiff aber fielen [vor] Ihm nieder [und] sagten: "Du bist wahrhaftig Gottes Sohn!"

34 Nachdem [sie] hinüber gefahren waren, kamen sie bei Genezareth ans Land.

35 Als Ihn die Männer jenes Ortes erkannten, schickten sie [Boten] in jene ganze Umgegend, und man brachte alle, die [mit Krankheit] übel dran waren, zu Ihm.

36 Sie sprachen Ihm zu, daß sie nur die Quaste Seines Obergewandes anrühren dürften, und so viele [sie] anrührten, wurden gerettet.

15

1 * Dann kamen Pharisäer und Schrift[gelehrt]e von Jerusalem zu Jesus und sagten:

2 "Warum übertreten deine Jünger die Überlieferung der Ältesten? Denn sie waschen [ihre] Hände nicht, wenn sie Brot essen."

3 Er antwortete ihnen: "Warum übertretet auch ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen?

4 Denn Gott sprach: Ehre Vater und Mutter, und [wer von] Vater oder Mutter Übles redet, soll im Tod verscheiden.

5 Ihr aber sagt: [Wer zu] Vater oder Mutter sagen würde: [Was] auch [immer] dir von mir zugute [gekommen] wäre [soll eine] Nahegabe [sein],

6 [d]er [braucht] seinen Vater überhaupt nicht [zu] ehren. Damit [mach]t ihr das Wort Gottes um eurer Überlieferung willen ungültig!

7 [Ihr] Heuchler! Trefflich hat Jesaia von euch prophezeit:

8 Dieses Volk ehrt mich [mit] den Lippen, ihr Herz aber ist weit von Mir entfernt;

9 [in] eitler [Weise] verehren sie Mich [und] lehren [die] Vorschriften [der] Menschen [als] Lehre."

10 Nachdem [Er] die Volksmenge [wieder] herzugerufen hatte, sagte Er [zu] ihnen:

11 "Hört und versteht! Nicht [was] in den Mund [hin]eingeht, [mach]t den Menschen gemein, sondern [was] aus dem Mund herausgeht, d[a]s [mach]t den Menschen gemein."

12 Dann traten die Jünger herzu und fragten Ihn: "Weißt Du, da[ß] die Pharisäer, [die] das Wort hörten, [daran] Anstoß [genomm]en haben?"

13 Er antwortete [ihnen]: "Jede Pflanze, die Mein heimlicher Vater nicht gepflanzt hat, wird entwurzelt werden.

14 Laßt sie [nur]: sie sind blinde Leiter [der] Blinden! Denn wenn [ein] Blinder [einen anderen] Blinden leitet, werden beide in [die] Grube fallen."

15 Darauf antwortete Petrus Ihm:

16 "Erkläre uns das Gleichnis!" Da sagte Er: "Seid auch ihr immer noch unverständig?

17 Begreift ihr noch nicht, da[ß] alles, was in den Mund hineingeht, im Leib Raum [gewinn]t und in [den] Abort ausgeworfen wird?

18 [Was] aber aus dem Mund herausgeht, kommt aus dem Herzen heraus, und dasselbe [mach]t den Menschen gemein.

19 Denn aus dem Herzen kommen böse Erwägungen: Mord, Ehebruch, Hurerei, Diebstahl, falsches Zeugnis, Lästerung.

20 D[a]s ist es, [was] den Menschen gemein [mach]t; aber das Essen [mit] ungewaschenen Händen [mach]t den Menschen nicht gemein."

21 Als Jesus von dort aufbrach, zog Er sich in die Gebiete [von] Tyrus und Sidon zurück.

22 Und siehe, [eine] kananäische Frau kam aus jenen Grenz[gebieten] her und rief laut: "Erbarme Dich meiner, Herr, [Du] Sohne Davids! Meine Tochter ist übel dämonisch besessen!"

23 Er aber antwortete ihr kein Wort. Da traten Seine Jünger zu Ihm, ersuchten Ihn [und] sagten: "Entlaß sie [doch], d[enn] sie schreit hinter uns her!"

24 Da antwortete Er: Ich wurde lediglich zu den verlorenen Schafen [vom] Hause Israels ges[and]t!"

25 Doch sie kam, fiel [vor] Ihm nieder [und] sagte: "Herr, hilf mir!"

26 Er, antwortete: "Es ist nicht schön, den Kindern das Brot zu nehmen und den Hündlein [hin]zuwerfen."

27 Doch sie sagte: "Ja, Herr! Denn auch die Hündlein essen vom Abfall, der vom Tisch ihrer Herren fällt."

28 Da antwortete ihr Jesus: "O Frau, dein Glaube [ist] groß; dir geschehe, wie du willst!" Und von jener Stunde [an] war ihre Tochter geheilt.

29 Von dort ging Jesus weiter und kam an den See Galiläas. Als [Er] auf den Berg gestiegen war, setzte Er Sich dort [nieder].

30 Da kamen viele Scharen zu Ihm, [die] Lahme, Blinde, Stumme, Verstümmelte und viele andere [Kranke] bei sich hatten. Sie legten sie Ihm zu Füßen, und Er heilte sie,

31 so daß die Volksmenge erstaunte, [als sie] sah, [daß] Stumme sprachen, Verstümmelte gesund[eten], Lahme wandelten und Blinde [seh]end [wurden]; da verherrlichten sie den Gott Israels.

32 Dann rief Jesus Seine Jünger herzu [und] sagte: "Mich jammert die Volksmenge; d[enn] sie verharren schon drei Tage [bei] Mir und haben nichts zu essen. Jedoch will ich sie nicht [so] fastend entlassen, damit sie auf dem Weg nicht ermatten."

33 Die Jünger sag[t]en [zu] Ihm: "Woher [sollen] wir [hier] in der Wildnis so viele Brote [nehmen], um [eine] so große Schar zu sättigen?"

34 Da fragte Jesus sie: "Wie viele Brote habt ihr?" Sie sagten: "Sieben und wenige Fischlein."

35 Als [Er] die Volksmenge angewiesen hatte, sich auf der Erde niederzulassen,

36 nahm Er die sieben Brote und die Fische, dankte, brach [sie in Stücke] und gab [sie] den Jüngern, und die Jünger [teilten sie] den Scharen [aus].

37 Da aßen alle und wurden satt; die übriggebliebenen Brocken aber hoben sie auf: sieben Körbe voll.

38 Es waren etwa viertausend Männer, die gegessen [hatten], ohne [die] Frauen und kleinen Kinder.

39 Als [Er] die Scharen entlassen hatten, stieg Er in das Schiff und kam in die Grenz[gebiete von] Magadan.

16

1 * Da traten die Pharisäer und die Sadduzäer herzu; [um Ihn zu] versuchen, forderten sie Ihn auf, ihnen [ein] Zeichen aus dem Himmel zu zeigen.

2 Darauf antwortete Er ihnen:

3 {Vers in C', R'; nicht in S', B'}.

4 "[Diese] böse und ehebrecherische Generation trachtet nach [einem] Zeichen; doch man wird ihr kein Zeichen geben außer dem Zeichen [des] Jona." Damit verließ Er sie [und] ging davon.

5 Als die Jünger an das jenseitige [Ufer] kamen, [hatten] sie vergessen, Brot [mit]zunehmen.

6 Da sagte Jesus [zu] ihnen: "Seht [zu] und [nehm]t euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer in acht!"

7 Sie aber folgerten [daraus und] sagten zueinander: [Er meint], da[ß] wir keine Brote [mit]genommen [haben]."

8 Als Jesus [das er]kannte, sagte Er: "[Ihr] Kleingläubigen, was folgert ihr [da] unter euch, weil ihr keine Brote habt?

9 Begreift ihr [immer] noch nicht? Erinnert ihr euch auch nicht [an] die fünf Brote [für] die Fünftausend und wie viele Tragkörbe [voll] ihr [auf]nahmt?

10 Auch nicht [an] die sieben Brote [für] die Viertausend und wie viele Körbe [voll] ihr [auf]nahmt?

11 Wie [könnt] ihr nicht begreifen, da[ß] Ich nicht von Broten [zu] euch redete? [Nehm]t euch aber vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer [in] acht!"

12 Dann verstanden sie, da[ß] Er nicht gesagt [hatte], sich vor dem Sauerteig der Brote [in] acht zu [nehm]en, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer.

13 [Als] Jesus dann in die Gebiete [von] Cäsarea Philippi kam, fragte Er seine Jünger: "[Was] sagen die Menschen, wer der Sohn des Menschen sei?"

14 Sie antworteten: "Die einen [meinen] Johannes der Täufer, andere Elia, wieder andere Jeremia oder einer der Propheten."

15 [Weiter] fragte Er sie: "Ihr aber, [was] sagt ihr, wer Ich sei?"

16 Simon Petrus antwortete: "Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!"

17 Jesus antwortete Ihm: "Glückselig bist du, Simon Bar Jona; d[enn] nicht Fleisch und Blut haben [es] dir enthüllt, sondern mein Vater in den Himmeln.

18 Nun sage auch Ich dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich Meine herausgerufene [Gemeinde] bauen, und [die] Pforten [des] Ungewahrten (Unwahrnehmbaren) werden nicht [die] Oberhand [über] sie behalten.

19 Ich werde dir die Schlüssel des Königreichs der Himmel geben; [was] auch [immer] du auf Erden bindest, wird [das] sein, [was auch] in den Himmeln gebunden [ist], und [was] auch [immer] du auf Erden löst, wird [das] sein, [was auch] in den Himmeln gelöst [ist]!"

20 Dann warnte Er die Jünger, damit sie niemandem sagten, da[ß] Er der Christus sei.

21 Von da [an] begann Jesus, Seinen Jüngern zu zeigen, Er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, Hohepriestern und Schrift[gelehrt]en viel leiden, und [Er müsse] getötet und [a]m dritten Tag auferweckt werden.

22 [Da] nahm Petrus Ihn beiseite, begann Ihn zu warnen und sagte: "[Gott ist] dir versühnt, Herr! Keinesfalls wird Dir dies [zugedacht] sein!"

23 Er aber wandte Sich [um und] sagte zu Petrus: "Geh hinter Mich, Satan! Du bist Mir [ein] Fallstrick! D[enn] du [ha]st nicht das [im] Sinn, [was] Gott [will], sondern das, [was] mensch[lich ist]."

24 Dann sagte Jesus Seinen Jüngern: "Wenn jemand Mir nachfolgen will, [so] verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz (wörtl.: Pfahl) auf und folge Mir.

25 Denn [wer] seine Seele retten will, wird sie verlieren; [wer] aber seine Seele Meinetwegen verliert, wird sie finden.

26 Doch was wird es [dem] Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewinnen, aber [dabei] seine Seele verwirken würde? Oder was wird [der] Mensch [als] Eintausch [für] seinen Seele geben?

27 Denn der Sohn des Menschen ist im Begriff, in der Herrlichkeit Seines Vaters mit Seinen Boten zu kommen, und dann wird Er jedem nach seinem Handeln vergelten.

28 Wahrlich, Ich sage euch: [Unter] denen, [die] hier stehen, sind einige, die keinesfalls [den] Tod schmecken werden, bis sie den Sohn des Menschen gewahren, [wenn Er] in Seinem Königreich kommt."

17

1 * Und nach sechs Tagen nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes, seinen Bruder, beiseite und brachte sie auf einen hohen Berg hinauf, [wo sie] für sich [allein waren].

2 Da wurde Er vor ihnen umgestaltet: Sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und Seine Kleidung wurde weiß wie das Licht.

3 Und siehe, es erschien ihnen Mose und Elia, [und sie] besprachen sich mit Ihm.

4 Da nahm Petrus [das] Wort [und] sagte [zu] Jesus: "Herr, schön ist es [für] uns, hier zu sein! Wenn Du willst, werde ich hier drei Zelte errichten, Dir eins, Mose eins und Elia eins."

5 [Während] er noch sprach, siehe [da] beschattete sie [eine] lichte Wolke, und siehe, [eine] Stimme ertönte aus der Wolke: "Dies ist Mein geliebter Sohn, an dem Ich [Mein] Wohl[gefallen] habe; hört [auf] Ihn!"

6 Als die Jünger dies hörten, fielen sie auf ihre Angesichter und fürchteten sich überaus.

7 Da trat Jesus herzu, rührte sie an und sagte: "Erhebet euch und fürchtet euch nicht!"

8 [Wie sie] aber ihre Augen aufhoben, gewahrten sie niemand [mehr] außer nur Jesus Selbst.

9 Als sie vom Berg herabstiegen, gebot Jesus ihnen: "Sprecht [zu] niemandem [von] dem Gesicht, bis der Sohn des Menschen aus [den] Toten auferweckt ist."

10 Dann fragten Ihn Seine Jünger: "Wieso sagen nun die Schrift[gelehrt]en, da[ß] Elia zuerst kommen müsse?"

11 Er antwortete Ihnen: "Elia kommt zwar [zuerst] und wird alles wiederherstellen.

12 Aber ich sage euch, da[ß] Elia schon kam; doch sie erkannten ihn nicht, sondern taten ihm an, was immer sie wollten. So wird auch der Sohn des Menschen demnächst von ihnen leiden [müssen]."

13 Dann verstanden die Jünger, da[ß] Er von Johannes dem Täufer zu ihnen sprach.

14 Als [sie] zu der Volksmenge kamen, trat [ein] Mensch zu Ihm, fiel [vor] Ihm [auf die] Knie und sagte:

15 "Herr, erbarme Dich meines Sohnes; d[enn] er ist fallsüchtig und übel daran, weil er oftmals ins Feuer fällt und oftmals ins Wasser.

16 Ich habe ihn zu Deinen Jüngern gebracht, doch konnten sie ihn nicht h[ei]len."

17 Da antwortete Jesus ihnen: "O [du] ungläubige und verdrehte Generation! Wie lange soll Ich [noch] bei euch sein, wie lange soll Ich euch [noch] ertragen? Bringt ihn her [zu] Mir!"

18 Und Jesus schalt den Dämon, da fuhr er aus von ihm, und von jener Stunde [an] war der Knabe geheilt.

19 Dann traten die Jünger zu Jesus, [als sie] für sich [allein waren, und] fragten: "Weshalb konnten wir ihn nicht austreiben?"

20 Er antwortete ihnen: "Wegen eures Kleinglaubens! Denn wahrlich, Ich sage euch: Wenn ihr Glauben wie ein Senfkorn habt, werdet ihr diesem Berg gebieten: Geh von hier dort[hin] weiter! Und er wird weitergehen, und nichts wird euch unmöglich sein."

21 {Vers nicht in S', B'; in C', R', vielleicht auch S*}.

22 Während sie in Galiläa zusammen waren, sagte Jesus [zu] ihnen: "Demnächst wird der Sohn des Menschen in [der] Menschen Hände überantwortet werden,

23 und sie werden Ihn töten; aber [a]m dritten Tag wird Er auferweckt werden." Da wurden sie überaus betrübt.

24 Als sie [wieder] nach Kapernaum kamen, traten die [Ein]nehmer der Doppeldrachme zu Petrus und sagten: "Entrichtet euer Lehrer die Doppeldrachme nicht?

25 Er antwortete: "Ja!" Als [er dann] ins Haus trat, kam Jesus ihm zuvor [und] sagte: "Was meinst du, Simon? Von wem nehmen die Könige der Erde Zölle oder Kopfsteuer, von ihren Söhnen oder von den Fremden?"

26 Als [er sagte: "Von den Fremden", entgegnete ihm Jesus: "Demnach sind doch die Söhne frei.

27 Damit wir ihnen aber keinen Anstoß geb]en, geh an [den] See, wirf [die] Angel [aus], nimm den zuerst heraufkommenden Fisch und öffne sein Maul; [da] wirst du [einen] Stater finden, nimm denselben [und] gib ihnen [diesen] für Mich und dich."

18

1 * In jener Stunde traten die Jünger zu Jesus [und] fragten: "Wer ist wohl [der] größte im Königreich der Himmel?"

2 Da rief Er [ein] kleines Kind zu Sich,

3 stellte es in ihre Mitte und sagte: "Wahrlich, Ich sage euch: Wenn ihr euch nicht [um]wendet und wie die kleinen Kinder werdet, könnt ihr keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen.

4 Wer sich nun erniedrigen wird wie dieses kleine Kind, der ist der Größte im Königreich der Himmel;

5 und [wer] solch ein kleines Kind in Meinem Namen aufnimmt, [d]er nimmt Mich auf.

6 [Wer] aber einem dieser Kleinen, die an Mich glauben, Anstoß [gib]t, [für den] wäre es förderlicher, daß ihm [ein] Eselsmühl[stein] um seinen Hals gehängt und er im offenen Meer versenkt würde.

7 Wehe der Welt wegen [ihrer] Fallstricke! Denn es ist [zwar] notwendig, [daß] Fallstricke kommen; indessen wehe jenem Menschen, durch den der Fallstrick kommt!

8 Wenn aber deine Hand oder dein Fuß dich straucheln [läßt, so] haue sie ab und wirf [sie] von dir. Bes[ser] ist es [für] dich, verstümmelt oder lahm in das Leben einzugehen, anstatt zwei Hände oder zwei Füße [zu] haben [und] ins äonische Feuer geworfen zu werden.

9 Wenn dein Auge dich straucheln [läßt, so] reiß es heraus und wirf [es] von dir. Bes[ser] ist es [für] dich, einäugig in das Leben einzugehen, anstatt zwei Augen zu haben [und] in die Gehenna des Feuers geworfen zu werden.

10 Seht [zu, daß] ihr nicht eines dieser Kleinen verachtet; denn Ich sage euch: Ihre Boten in [den] Himmeln [er]blicken alle[zeit] daß Angesicht Meines Vaters in [den] Himmeln.

11 {Vers in R'; micht in S', B'}.

12 Was meint ihr? Wenn ein Mensch hundert Schafe besitzt und eins von ihnen sich verirrt, wird er nicht die neun[und]neunzig Schafe auf den Bergen lassen und hingehen, [um] das verirrte [zu] suchen?

13 Wenn es [ihm] gelingt, es zu finden, wahrlich, Ich sage euch: Er freut sich mehr über dasselbe als über die neun[und]neunzig nicht verirrten.

14 So ist es [auch] nicht [der] Wille vor eurem Vater in [den] Himmeln, daß eines dieser Kleinen umkomme.

15 Wenn nun dein Bruder sündigt (wörtl.: zielverfehlt), [so] gehe hin [und] überführe ihn zwischen dir und ihm allein. Wenn er [auf] dich hört, hast du deinen Bruder gewonnen.

16 Wenn er aber nicht [auf dich] hört, nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jeder [Rechts]fall durch zweier oder dreier Zeugen Mund [fest]gestellt werde.

17 Wenn er aber nicht auf sie hört, sage [es] der herausgerufenen [Gemeinde]; wenn er auch der herausgerufenen [Gemeinde] nicht gehorchst, [so] gelte er dir so[viel] wie [einer aus den] Nationen oder [ein] Zöllner.

18 Wahrlich, Ich sage euch: Was auch immer ihr auf Erden bindet, wird [das] sein, [was auch] i[m] Himmel gebunden [ist], und was auch immer ihr auf Erden löst, wird [das] sein, [was auch] i[m] Himmel gelöst [ist].

19 Wahrlich, wieder sage Ich euch: Wenn zwei von euch [hier] auf Erden [darin] übereinstimmen, irgend[eine] Sache [zu] erbitten, [so] wird es ihnen von Meinem Vater in [den] Himmeln [gegeben] werden;

20 denn wo zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind, dort bin Ich in ihrer Mitte."

21 Dann trat Petrus herzu [und] fragte Ihn: "Herr, wie oft soll mein Bruder an mir sündigen (wörtl.: zielverfehlen), und ich [muß] es ihm vergeben? Bis [zu] siebenmal?"

22 Jesus antwortete ihm: "Ich sage dir: Nicht bis [zu] siebenmal, sondern bis [zu] sieben[und]siebzigmal!

23 Deshalb gleicht das Königreich der Himmel [einem] Menschen, [einem] König, der mit seinen Sklaven abrechnen wollte.

24 [Als] er aber anfing abzurechnen, wurde ein Schuldner [über] zehntausend Talente zu ihm gebracht.

25 [Da] er aber nichts hatte, um [die Schuld] zu bezahlen, befahl der Herr, ihn [selbst] und alles, was er hat[te], zu veräußern, auch die Frau und die Kinder, um damit [alles] zu bezahlen.

26 Nun warf sich jener Sklave [vor] ihm hin [und] bat [knie]fällig: Herr, [hab]e Geduld mit mir, ich werde dir alles bezahlen.

27 Da jammerte den Herrn jener Sklave, [und] er ließ ihn frei und erließ ihm [auch] das Darlehen.

28 [Als] aber jener Sklave [hin]ausging, fand er einen seiner Mitsklaven, der ihm hundert Denare schuldete; und er bemächtigte sich seiner, würgte [ihn und] sagte: Bezahle, wenn du etwas schuldest!

29 Nun fiel sein Mitsklave [vor ihm nieder], sprach ihm zu [und] bat: H[abe] Geduld mit mir, ich werde dir alles bezahlen.

30 Der aber wollte nicht [darauf eingehen], sondern ging hin [und ließ] ihn in[s] Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt hätte.

31 [Als] seine Mitsklaven nun das Geschehene gewahrten, waren sie überaus betrübt; sie gingen [hin] und klärten ihren Herrn [über] alles Geschehene auf.

32 Da [ließ] sein Herr ihn zu sich rufen [und] sagte [zu] ihm: [Du] böser Sklave! Jene gesamte Schuld habe ich dir erlassen, weil du mir zusprachst;

33 mußtest nicht auch du dich deines Mitsklaven erbarmen, wie auch ich mich deiner erbarmte?

34 Und [er]zürnt übergab sein Herr ihn den Folterknechten, bis er ihm die gesamte Schuld bezahlt hätte.

35 So wird auch Mein himmlischer Vater euch tun, wenn ihr nicht [ein] je[d]er seinem Bruder von Herzen vergebt."

19

1 * Als Jesus diese Worte vollendet hatte, brach Er von Galiläa auf und kam in die Grenz[gebiete] Judäas jenseits des Jordan.

2 Es folgten Ihm viele Scharen, und Er heilte sie dort.

3 Da traten die Pharisäer zu Ihm, [um] Ihn [zu] versuchen, und fragten, ob es erlaubt sei, seine Frau wegen jeder [beliebigen] Beschuldigung zu entlassen.

4 Er aber antwortete [ihnen]: "Habt ihr nicht gelesen, da[ß] der Schöpfer sie von Anfang [an] männlich und weiblich schuf und sagte:

5 Deswegen wird [der] Mann Vater und Mutter verlassen und sich seiner Frau anschließen, und die zwei werden ein Fleisch sein.

6 Daher sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. [Was] nun Gott zusammengejocht hat, soll der Mensch nicht scheiden."

7 [Da] fragten sie ihn: "Warum gebietet nun Mose, [ihr eine] Scheidungsurkunde zu geben und sie [damit] zu entlassen?"

8 Jesus antwortete ihnen: "Mose gestattet euch wegen eurer Hartherzigkeit, eure Frauen zu entlassen; aber von Anfang [an] ist es nicht so gewesen.

9 Daher sage Ich euch: [Wer] seine Frau entläßt - nicht [etwa] wegen Hurerei - und [eine] andere heiratet, bricht [die] Ehe; und [wer die] Entlassene heiratet, bricht [auch] die Ehe."

10 [Da] sag[t]en die Jünger [zu] Ihm: "Wenn es so [mit] der Sache zwischen M[an]n [und] Frau steht, [dann] ist es nicht vorteilhaft zu heiraten."

11 Er antwortete ihnen: "Nicht alle [geb]en diesem Wort Raum, sondern [nur] die, denen es gegeben ist.

12 Denn [da] sind Verschnittene, die vo[m] Mutterleib [an] so geboren wurden; auch sind [da] Verschnittene, die von Mensch verschnitten wurden; ferner sind [da] Verschnittene, die sich um des Königreichs der Himmel willen selbst verschneiden. [Wer dem Wort] Raum [geb]en kann, [gebe ihm] Raum!"

13 Dann brachte man kleine Kinder zu Ihm, damit Er ihnen die Hände auflege und [für sie] bete; die Jünger aber schalten sie.

14 Doch Jesus sagte: "Laßt die kleinen Kinder zu Mir kommen und verwehrt [es] ihnen nicht; denn [für] solche ist das Königreich der Himmel [da]."

15 [Dann] legte Er ihnen die Hände auf und zog von dort [weiter].

16 Und siehe, einer trat zu Ihm und sagte: "Lehrer, was soll ich Gutes tun, damit ich äonisches Leben habe?"

17 Er antwortete ihm, "Was fragst du Mich über das Gute? Einer ist der Gut. Wenn du aber in das Leben eingehen willst, [so] halte die Gebote."

18 Er sagte [zu] Ihm: "Welche?" Jesus antwortete: " Diese: Du sollst nicht morden, du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch zeugen,

19 ehre Vater und Mutter, und: lieben sollst du deinen Nächsten wie dich selbst."

20 [Da] sagte der Jüngling [zu] Ihm: "Dies alles habe ich bewahrt, was mangelt mir noch?"

21 Jesus entgegnete Ihm: "Wenn du vollkommen sein willst, [so] geh hin, verkaufe deinen [erworbenen] Besitz, gib [den Erlös] den Armen, und du wirst [einen] Schatz in den Himmeln haben; dann [komm] herzu und folge Mir!"

22 Als der Jüngling dieses Wort hörte, ging er betrübt davon; denn er hatte viele erworbene [Güter].

23 Dann sagte Jesus zu Seinen Jüngern: "Wahrlich, Ich sage euch: [Einer, der] Reich [ist - wie] angewidert [davon] wird er in das Königreich der Himmel eingehen.

24 Und wieder sage Ich euch. Es ist leichter [für ein] Kamel, durch [das] Nadelöhr zu gehen, als [für einen] Reichen, in das Königreich Gottes einzugehen."

25 Als die Jünger [das] hörten, verwunderten sie sich sehr und sagten: "Wer kann demnach gerettet werden?"

26 Da blickte Jesus [sie] an und sagte zu ihnen: "Bei [den] Menschen ist dies unmöglich, doch bei Gott [sind] alle [Dinge] möglich."

27 Dann nahm Petrus [das] Wort [und] sagte [zu] Ihm: "Siehe, wir haben alles verlassen und sind Dir gefolgt: was wird wohl unser [Teil] sein?"

28 Da entgegnete Jesus ihnen: "Wahrlich, Ich sage euch: die ihr Mir gefolgt seid, in der Wiederwerdung, wenn der Sohn des Menschen auf [dem] Thron Seiner Herrlichkeit sitzt, werdet auch ihr auf zwölf Thronen sitzen [und] die zwölf Stämme Israels richten.

29 Und jeder, der Meines Namens wegen Häuser, Brüder oder Schwestern, Vater oder Mutter, Frau oder Kinder oder Felder verlassen hat, wird [dies] hunderfältig [wieder]erhalten, und äonisches Leben wird [ihm] zugelost werden.

30 Viele Erste aber werden die Letzten sein, und Letzte [werden] Erste [sein].

20

1 * Denn das Königreich der Himmel ist [einem] Mensch gleich, [einem] Hausherrn, der gleich [am] Morgen ausging, um Arbeiter für seinen Weinberg zu verpflichten.

2 Nachdem [er] mit den Arbeitern [einen] Denar [für] den Tag vereinbart hatte, schickte er sie in seinen Weinberg.

3 Als [er] um [die] dritte Stunde ausging, gewahrte er andere müßig auf dem Markt[platz] stehen

4 und sagte [zu] denselben: Geht auch ihr in meinen Weinberg, und ich werde euch geben, [was] gerecht ist.

5 Da gingen sie hin. Dann ging er um [die] sechste und neunte Stunde wieder aus [und] verfuhr in derselben Weise.

6 Als er um die elfte [Stunde] ausging, fand er andere [da]stehen und fragte sie: Was steht ihr hier den ganzen Tag müßig?

7 Sie antworteten ihm: Niemand hat uns verpflichtet. [Da] sagte er ihnen: Geht auch ihr in den Weinberg!

8 Als [es] Abend wurde, sagte der Herr des Weinbergs [zu] seinem Verwalter: Rufe die Arbeiter und bezahle ihnen den Lohn, beginne bei den letzten, bis [hin zu] den ersten!

9 Da kamen die um die elfte Stunde [Verpflichteten und] erhielten je [einen] Denar.

10 [Als] dann die ersten kamen, meinten sie, da[ß] sie mehr bekommen würden; doch auch sie erhielten je [einen] Denar.

11 Sie nehmen [ihn], murrten aber gegen den Hausherrn

12 [und] sagten: Diese letzten haben eine Stunde gearbeitet, und du behandelst sie ebenso wie uns, die [wir] die Bürde des Tages und den Glut[wind er]tragen haben!

13 Er aber antwortete einem [von] ihnen: Kamerad, ich [tue] dir nicht Unrecht; hast du nicht [mit] mir [einen] Denar vereinbart?

14 Nimm das deine und gehe! Diesem letzten aber will ich [dasselbe] geben wie auch dir.

15 Ist es mir nicht erlaubt, mit dem Meinen zu machen, [was] ich will? Oder ist dein Auge neidisch, weil ich gut [zu ihnen] bin?

16 So werden die Letzten Erste und die Ersten Letzte sein."

17 Als Jesus sich anschickte, nach Jerusalem hinaufzuziehen, nahm er die zwölf Jünger zu Sich beiseite und sagte ihnen auf dem Wege:

18 "Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem; dort wird der Sohn des Menschen den Hohenpriestern und Schrift[gelehrt]en überantwortet werden; und sie werden Ihn zu[m] Tode verurteilen

19 und Ihn den Nationen zum Verhöhnen, Geiseln und Kreuzigen (wörtl.: Anpfahlen) übergeben; und [a]m dritten Tag wird Er auferweckt werden."

20 Dann trat die Mutter der Söhne [des] Zebedäus mit ihren Söhnen zu ihm und fiel nieder, [um] etwas von Ihm [zu] erbitten.

21 Er fragte sie: "Was willst du?" Sie antwortete Ihm: "Sage, da[ß] diese meine Zwei Söhne in Deinem Königreich einer Dir zur Rechten und einer zur Linken sitzen mögen."

22 Jesus antwortete [ihnen]: "Ihr wißt nicht, was ihr euch erbittet. Könnt ihr den Becher trinken, den Ich zu trinken im Begriff bin?" Sie sagten [zu] Ihm: "[Das] können wir!"

23 Er entgegnete ihnen: "Meinen Becher werdet ihr zwar trinken, aber Mir zu[r] Rechten und zu[r] Linken zu sitzen - [das] ist nicht [an] Mir zu [ver]geben, sondern [wird jenen zuteil, für] die es von Meinem Vater bereitet ist."

24 Als die Zehn [das] hörten, waren sie über die zwei Brüder entrüstet.

25 Jesus aber rief sie zu Sich [und] sagte: "Ihr wißt, da[ß] die, [die als] Fürsten [unter] den Nationen [gelten], sie beherrschen und [daß ihre] Großen sie vergewaltigen.

26 [Doch] bei euch [sollte] es nicht so sein; sondern [wer] unter euch groß werden will, soll euer Diener sein,

27 und [wer] unter euch [der] Erste sein will, soll euer Sklave sein,

28 ebenso wie der Sohn des Menschen nicht kam, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und Seine Seele [als] Lösegeld für viele zu geben."

29 Als sie aus Jericho hinausgingen, folgte Ihm [eine] große Schar.

30 Und siehe, [da] saßen zwei Blinde am Wege; [als sie] hörten da[ß] Jesus vorübergehe, riefen sie laut: "Herr, erbarme Dich unser, Sohn Davids!"

31 Die Volksmenge aber schalt sie, daß sie stillschweigen sollten; sie aber schrien [nur noch] lauter: "Herr, erbarme Dich unser, Sohn Davids!"

32 Jesus [blieb] stehen, rief sie und sagte: "Was wollt ihr, daß Ich euch tun soll?"

33 Sie antworteten Ihm: "Herr daß unsere Augen aufgetan werden!"

34 Da [sie] Jesus jammerten, rührte Er ihre Augen an, und sofort wurden sie s[eh]end und folgten Ihm.

21

1 * Als sie sich nun Jerusalem näherten und nach Bethphage an den Ölberg kamen, schickte Jesus dann zwei Jünger [aus]

2 [und] sagte [zu] Ihnen: "Geht in das Dorf euch gegenüber! Sogleich werdet ihr [eine] Eselin [an]gebunden finden und [ein] Füllen bei ihr. [Bind]et [sie] Los [und] führt [sie zu] Mir!

3 Wenn jemand etwas [zu] euch sagt, sollt ihr [ihm] erwiedern: Der Herr braucht sie und wird sie sogleich [wieder her]schicken."

4 (Dies ist geschehen, damit erfüllt werde, [was] durch den Propheten angesagt war:

5 Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt [zu] dir, sanftmütig und auf [einer] Eselin reitend, und [zwar] auf [einem] Füllen, [dem] Jungen [des] Jochtiers.)

6 Da gingen die Jünger [hin] und taten, wie Jesus [es] ihnen angeordnet hatte;

7 sie führten die Eselin und das Füllen [herbei], legten [ihre] Kleider auf sie, und Er setzte Sich darauf.

8 Die sehr zahlreiche Volksmenge breitete sodann ihre Kleider auf den Weg, andere aber hieben Zweige von den Bäumen und streuten [sie] auf den Weg.

9 Die Scharen, die Ihm vorangingen und folgten, riefen laut: "Hosianna dem Sohn Davids! Gesegnet [sei], der [da] kommt i[m] Namen [des] Herrn! Hosianna in[mitten] der Höchsten!"

10 Als Er [dann] in Jerusalem einzog, [gerie]t die gesamte Stadt [in] Aufregung, [und man] fragte: "Wer ist dieser?"

11 Da antworteten die Scharen: "Dies ist der Prophet Jesus aus Nazareth [in] Galiläa."

12 Dann ging Jesus in die Weihe[stät]te, trieb [dort] alle hinaus, die in der Weihe[stät]te verkauften und kauften, stürzte die Tische der Makler und die Stühle der Taubenverkäufer um und sagte zu ihnen:

13 "Es steht geschrieben: Mein Haus wird [ein] Haus [des] Gebets heißen! Ihr aber macht es [zu einer] Höhle [für] Wegelagerer."

14 Es kamen auch Blinde und Lahme in der Weihe[stät]te zu Ihm, und Er h[ei]lte sie.

15 Als die Hohenpriester und Schrift[gelehrt]en das Staunenswerte, das Er tat, gewahrten, auch [wie] die Knaben in der Weihe[stät]te laut riefen: "Hosianna dem Sohn Davids", waren sie entrüstet und fragten Ihn:

16 Hörst Du, was diese sagen?" Jesus antwortete ihnen: "Ja! Habt ihr noch nie gelesen: Aus [dem] Mund [der] Unmündigen und Säuglinge hast Du Dir Lob zubereitet?"

17 Dann verließ Er sie, ging aus der Stadt hinaus nach Bethanien und nächtigte dort.

18 Als [Er] Sich [am] Morgen in die Stadt zurückbegab, war Er hungrig;

19 und [als Er] am Weg einen Feigenbaum gewahrte, ging Er auf ihn [zu] und fand nichts an ihm als nur Blätter. Da sagte Er [zu] ihm: "Nie mehr komme Frucht von dir für den Äon!" Und der Feigenbaum verdorrte auf [der] Stelle.

20 Als die Jünger [das] gewahrten, fragten sie erstaunt: "Wie [kommt es, daß] der Feigenbaum auf [der] Stelle verdorrt ist?"

21 Da antwortete Jesus ihnen: "Wahrlich, Ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, werdet ihr nicht nur das [mit] dem Feigenbaum tun, sondern auch wenn ihr [zu] diesem Berg sagen solltet: Hebe dich [empor] und wirf dich ins Meer - [so] wird es geschehen.

22 Und alles, was ihr auch im Gebet [er]bittet, werdet ihr erhalten, [wenn ihr] glaubt."

23 Nachdem Er in die Weihe[stät]te gekommen [war], traten die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes zu Ihm, [während Er] lehrte, [und] fragten: "Mit welcher Vollmacht tust Du dies, und wer gibt Dir diese Vollmacht?"

24 Jesus antwortete ihnen: "Auch Ich werde euch ein Wort fragen; wenn ihr Mir das beantwortet, werde auch Ich euch sagen, mit welcher Vollmacht Ich dies tue:

25 Die Taufe [des] Johannes, woher war sie? Vo[m] Himmel, oder von Menschen?" Sie folgerten nun bei sich: Wenn wir sagen: vo[m] Himmel, wird Er uns erwidern: Warum nun glaubtet ihr ihm nicht?

26 Wenn wir aber sagen: von Menschen, [so haben] wir die Volksmenge [zu] fürchten; denn alle halten Johannes [für einen] Propheten.

27 So antworteten sie Jesus : "Wir wissen [es] nicht." Da entgegnete Er ihnen: "[Dann] sage auch Ich euch nicht, mit welcher Vollmacht Ich dies tue!

28 Was meint ihr aber? [Ein] M[an]n hatte zwei Kinder. Er trat zu dem ersten [Sohn] und sagte: Kind, geh heute hin [und] arbeite in meinem Weinberg.

29 Doch der antwortete: Ich will nicht! Hernach aber bereute er [es und] ging hin.

30 Dann trat er zu dem zweiten [Sohn und] wandte sich in derselben Weise [an diesen]. Der antwortete nun: Ich [gehe], Herr ging aber nicht hin.

31 Wer von den zweien hat den Willen des Vaters getan?" Sie antworteten: "Der erste." [Da] sagt[e] Jesus [zu] ihnen: "Wahrlich, Ich sage euch: Die Zöllner und die Huren gehen euch in das Königreich Gottes voran;

32 denn Johannes kam auf [dem] Wege [der] Gerechtigkeit zu euch, und ihr glaubtet ihm nicht; die Zöllner und die Huren aber glaubten ihm. Obwohl ihr [das] gewartet, habt ihr auch hernach [euer Verhalten] nicht bereut, um ihm [dann] zu glauben.

33 Hört [ein] anderes Gleichnis: [Da] war [ein] M[an]n, ein Hausherr, der pflanzte [einen] Weinberg, legte um ihn [einen] Steinwall [an], grub [eine] Kelter in ihm, baute [einen] Turm, verpachtete ihn [an] Winzer und verreiste.

34 Als aber die rechte [Zeit für] die Früchte nahte, schickte er seine Sklaven zu den Winzern, um seine Früchte zu erhalten.

35 Die Winzer jedoch nahmen seine Sklaven, den einen prügelten sie, den anderen töteten sie, den [dritten] aber steinigten sie.

36 [Dann] schickte er wieder andere Sklaven, mehr [als] die ersten; doch sie verfuhren [mit] ihnen in derselben Weise.

37 Zuletzt schickte er seinen Sohn zu ihnen [und] sagte [sich: Vor] meinem Sohn werden sie sich scheuen!

38 Als die Winzer den Sohn gewahrten, sprachen sie unter sich: dieser ist der Losteilinhaber; herzu, wir wollen ihn töten und [werden dann] sein Los[land] haben.

39 So nahmen sie ihn, warfen [ihn] zum Weinberg hinaus und töteten [ihn].

40 Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt, was wird er [mit] jenen Winzern tun?"

41 Sie antworteten Ihm: "[Die] Üblen! Er wird sie übel umbringen und den Weinberg anderen Winzern verpachten, die ihm die Früchte zur rechten Zeit abliefern werden."

42 [Weiter] sagte Jesus [zu] ihnen: "Habt ihr noch nie in den Schriften gelesen: [Der] Stein, den die Bau[leute] verworfen haben, der wurde zu[m] Haupt[stein der] Ecke. Durch [den] Herrn ist er das geworden, und er ist erstaunlich vor unseren Augen.

43 Deshalb sage Ich euch: Das Königreich Gottes wird von euch genommen und [einer anderen] Nation gegeben werden, [die] dessen Früchte trägt.

44 Und [wer] auf diesen Stein fällt, wird zerschellen; auf [wen] er aber fallen sollte, den wird er wie Spreu zerstäuben."

45 Als die Hohepriester und Pharisäer Seine Gleichnisse hörten, [er]kannten sie, da[ß] Er von ihnen redete.

46 Da suchten [sie] sich Seiner zu bemächtigen; sie fürchteten sich [jedoch vor] der Volksmenge, weil sie Ihn für [einen] Propheten hielt.

22

1 * Dann nahm Jesus wieder [das] Wort, [um] in Gleichnissen [zu] ihnen [zu] sprechen:

2 "Das Königreich der Himmel gleicht [einem] Menschen, [einem] König, der Seinem Sohn [die] Hochzeits[feier] ausrichtete.

3 So schickte er seine Sklaven [aus], um die Geladenen zur Hochzeits[feier] zu rufen; doch wollten sie nicht kommen.

4 [Da] schickte er wieder andere Sklaven [aus und] gebot [ihnen]: Sagt den Geladenen: Siehe, meine Mahl[zeit] habe ich bereitet, meine Stiere und das Mastvieh sind geschächtet, und alles [ist] bereit: [Kommt] her zur Hochzeits[feier]!

5 Sie aber kümmerten sich nicht [darum und] gingen hin, der eine auf das eigene Feld, der andere zu seiner Handelsware;

6 die übrigen bemächtigten sich seiner Sklaven, mißhandelten und töteten [sie].

7 Da wurde der König zornig, sandte seine Heere [aus] und [ließ] jene Mörder umbringen und ihre Stadt [in] Brand stecken.

8 Dann sagte er [zu] seinen Sklaven: Die Hochzeit ist bereit, aber die Geladenen waren [es] nicht Wert.

9 Geht nun an die Ausgänge der Wege und ladet zur Hochzeits[feier], wen immer ihr auch findet!

10 [So] gingen jene Sklaven [hin]aus auf den Weg und sammelten alle, die sie fanden, Böse wie auch Gute, und der Hochzeits[saal] füllte sich [mit denen, die zu Tisch] lagen.

11 Als der König hineinging, um sich die [zu Tisch] Liegenden [an]zuschauen, gewahrte er dort [einen] Menschen, [der] keine Hochzeitskleidung angezogen [hatte].

12 Da sagte er [zu] ihm: Kamerad, wie bist du hier hereingekommen, ohne Hochzeitskleidung [anzu]haben? Der aber verstummte.

13 Dann gebot der König den Dienern: Bindet ihm Füße und Hände [und] werft ihn hinaus in die Finsternis, die draußen [ist]! Dort wird Jammern und Zähneknirschen sein.

14 Denn viele sind berufen, wenige aber auserwählt."

15 Dann gingen die Pharisäer [hin und] hielten [eine] Beratung [darüber ab], wie sie Ihn in [Seinen] Worten fangen könnten.

16 So schickten sie ihre Jünger mit den Herodianern [zu] Ihm; [die] sagten: "Lehrer, wir wissen, da[ß] Du wahr [im Wort] bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst. Auch kümmert Dich [die Meinung anderer] nicht; denn Du blickst nicht auf [das] Äußere [der] Menschen.

17 [So] sage uns nun, was Du meinst: Ist es erlaubt, [dem] Kaiser Kopfsteuer zu geben oder nicht?"

18 Da Jesus ihre Bosheit [er]kannte, sagte Er: "Was versucht ihr Mich, [ihr] Heuchler?

19 Zeigt Mir die Kopfsteuermünze!" Als sie Ihm [einen] Denar reichten, fragte Er sie:

20 "Wessen Bild und Aufschrift [ist] dies?"

21 Sie antworteten: "[Des] Kaisers." Dann sagte Er [zu] ihnen: "Folglich bezahlt [dem] Kaiser, [was des] Kaisers [ist], und Gott, [was] Gottes [ist]."

22 Als [sie das] hörten, waren sie erstaunt; sie ließen [von] Ihm [ab] und gingen davon.

23 An jenem Tag traten Sadduzäer zu Ihm, die behaupteten, [es] gäbe keine Auferstehung.

24 Sie fragten Ihn: "Lehrer, Mose sagte: Wenn jemand stirbt [und] hat keine Kinder, [dann] soll sein Bruder [als] Schwager seine Frau heiraten und seinem Bruder Samen erwecken.

25 Nun waren bei uns sieben Brüder. Der erste, [der] heiratete, verschied; da [er] keinen Samen hatte, [hinter]ließ er seine Frau seinem Bruder.

26 Gleicherweise auch der zweite und der dritte bis [zu]m sieb[t]en.

27 [Als] letzte [von] allen starb auch die Frau.

28 In der Auferstehung nun, wem [von] den sieben wird sie [als] Frau angehören? Denn alle haben sie [zur Frau] gehabt."

29 Jesus aber antwortete ihnen: "Ihr irrt, [weil ihr] weder [mit] den Schriften vertraut seid, noch die Kraft Gottes [kennt].

30 Denn weder heiraten sie in der Auferstehung, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie die Boten Gottes im Himmel.

31 [Was] die Auferstehung der Toten betrifft: habt ihr nicht gelesen, [was] euch von Gott angesagt war:

32 Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs -? Er ist kein Gott [der] Toten, sondern [der Gott der] Lebendigen."

33 Als die Scharen [das] hörten, verwunderten sie sich über Seine Lehre.

34 Nachdem die Pharisäer gehört hatten, da[ß] Er die Sadduzäer [zum] Verstummen [gebrach]t hatte, [ver]sammelten sie sich an derselben [Stelle]; und einer von ihnen,

35 [ein] Gesetz[eskundig]er, fragte, [um] Ihn [zu] versuchen:

36 "Lehrer, welches [ist das] große Gebot im Gesetz?"

37 Er aber entgegnete ihm: "Lieben sollst du [den] Herrn, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Denkart.

38 Dies ist das große und erste Gebot.

39 [Das] zweite aber [ist] ihm gleich: Lieben sollst du deinen Nächsten wie dich selbst!

40 An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten."

41 Als die Pharisäer versammelt waren, fragte Jesus sie:

42 "Was meint ihr von Christus? Wessen Sohn ist Er?" Sie antworteten Ihm: "Davids."

43 [Weiter] fragte Er sie: "Wie [konnte] nun David Ihn i[m] Geist [seinen] Herrn nennen, [wenn er] sagte:

44 Es sprach [der] Herr [zu] meinem Herrn. Setze Dich zu Meiner Rechten, bis Ich Deine Feinde unter Deine Füße lege.

45 - Wenn nun David Ihn [seinen] Herrn nennt, wie[so kann] Er [dann] sein Sohn sein?"

46 Darauf konnte Ihm niemand [ein] Wort antworten; auch wagte von jenem Tag [an] keiner [mehr], Ihn noch länger zu fragen.

23

1 * Dann sprach Jesus [zu] den Scharen und [zu] Seinen Jüngern:

2 "Auf Moses Stuhl sitzen die Schrift[gelehrt]en und Pharisäer.

3 Alles nun was sie euch sagen, [das] tut und haltet [euch daran]; aber richtet euch nicht nach ihren Werken; denn sie lehren [es], handeln [selbst] aber nicht [danach].

4 Sie binden schwere und unerträgliche Lasten [zusammen] und legen [sie] den Menschen auf die Schultern, sie selbst aber wollen sie nicht [mit einem] ihrer Finger bewegen.

5 Sie tun alle ihre Werke nur, um [von] den Menschen [an]geschaut zu werden; denn sie verbreitern ihre Denkzeichen[riemen] und vergrößern die Quasten;

6 sie haben gern den ersten Liegeplatz bei den [Gast]mählern, die Vordersitze in den Synagogen,

7 die Begrüßungen auf den Märkten und [wollen] von den Menschen 'Rabbi' genannt werden.

8 Ihr aber, laßt euch nicht 'Rabbi' nennen; denn einer ist euer Lehrer, ihr aber seid alle Brüder.

9 Auch sollt ihr keinen [Menschen] auf Erden euren 'Vater' nennen; denn einer ist euer Vater, der himmlische.

10 Laßt euch auch nicht 'Lehrmeister' nennen, da einer euer Lehrmeister ist, der Christus.

11 Der Größte aber [unter] euch soll euer Diener sein.

12 Wer sich jedoch selbst erhöhen wird, soll erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigen wird, soll erhöht werden.

13 Wehe euch Schrift[gelehrt]e und Pharisäer, [ihr] Heuchler! Ihr verschließt das Königreich der Himmel vor den Menschen. Denn ihr geht nicht [hinein], noch laßt ihr [hin]eingehen, die [hin]eingehen [wollen].

14 {Vers nicht in S', B'}.

15 Wehe euch Schrift[gelehrt]e und Pharisäer; [ihr] Heuchler! Ihr zieht über das Meer und das Trockene, um einen Proselyten zu machen, und wenn er [es] wird, macht ihr ihn [zu einem] Sohn [der] Gehenna, mehr als doppelt [so schlimm wie] ihr.

16 Wehe euch, [ihr] blinden Leiter, die [ihr] sagt: [Wer] bei dem Tempel schwört, [das] ist nichts; [wer] aber bei dem Gold des Tempels schwört, soll [daran gebunden sein].

17 [Ihr] Toren und Blinden! Was ist denn größer, das Gold oder der Tempel, der das Gold heiligt?

18 Weiter [sagt ihr: Wer] bei dem Altar schwört, [das] ist nichts; [wer] aber bei der darauf [liegenden] Nahegabe schwört, soll [daran gebunden sein].

19 [Ihr] Toren und Blinden! Was [ist] denn größer, die Nahegabe oder der Altar, der die Nahegabe heilig?

20 [Wer] daher bei dem Altar schwört, der schwört bei ihm und bei allem, [was] darauf [ist];

21 und [wer] bei dem Tempel schwört, [d]er schwört bei ihm und bei dem, [der] ihn bewohnt;

22 und [wer] bei dem Himmel schwört, [d]er schwört bei dem Thron Gottes und bei dem, [der] darauf sitzt.

23 Wehe euch Schrift[gelehrt]e und Pharisäer, [ihr] Heuchler! Ihr verzehntet die Minze, den Dill und den Kümmel; doch das Wichtigste [i]m Gesetz, das [gerechte] Richten, die Barmherzigkeit und den Glauben, [das] laßt ihr [außer acht]. Dies muß man beachten und jenes nicht [unter]lassen.

24 I[hr] blinden Leiter, [die ihr] die Mücke seiht, aber das Kamel verschlingt!

25 Wehe euch, Schrift[gelehrt]e und Pharisäer, [ihr] Heuchler! Ihr reinigt den Becher und den Teller von außen, von innen aber sind sie angefüllt mit Raub und Unenthaltsamkeit. [Du] blinder Pharisäer!

26 Reinige [zu]erst das Innere des Bechers und des Tellers, damit auch das Äußere derselben rein werde.

27 Wehe euch Schrift[gelehrt]e und Pharisäer, [ihr] Heuchler! Ihr gleicht getünchten Grüften, die zwar von außen [schön] verziert erscheinen, inwendig aber sind sie angefüllt [mit] Totengebeinen und aller Unreinheit.

28 So erscheint auch ihr den Menschen von außen zwar gerecht, inwendig aber seid ihr gedunsen [vor] Heuchelei und Gesetzlosigkeit.

29 Wehe euch Schrift[gelehrt]e und Pharisäer, [ihr] Heuchler! Ihr baut die Grüfte der Propheten [auf] und schmückt die Grab[mäler] der Gerechten und sagt:

30 Wenn wir in den Tagen unserer Väter gewesen wären, [so] wären wir nicht [in] Gemeinschaft [mit] ihnen an dem Blut der Propheten [schuldig] geworden.

31 Daher [stell]t ihr euch selbst [das] Zeugnis [aus], da[ß] ihr Söhne der Mörder der Propheten seid.

32 So macht ihr das Maß eurer Väter voll!

33 [Ihr] Schlangen, [ihr] Otternbrut! Wie wollt ihr dem Gericht der Gehenna [ent]fliehen?

34 Deshalb siehe: Ich schicke Propheten, Weise und Schrift[gelehrt]e zu euch; von ihnen werdet ihr [einige] töten und kreuzigen (wörtl.: anpfahlen), und [andere] von ihnen werdet ihr in euren Synagogen geißeln und von Stadt zu Stadt verfolgen,

35 damit über euch alles gerechte Blut komme, [das] auf Erden vergossen worden [ist], vom Blut des gerechten Abel [an] bis [auf] das Blut [des] Zacharias, [des] Sohnes Barachias, den ihr zwischen Tempel und Altar gemordet habt.

36 Wahrlich, ich sage euch: Dies alles wird über diese Generation eintreffen!

37 Jerusalem, Jerusalem, das die Propheten tötet und die steinigt, [die] zu ihm geschickt werden! Wie oft wollte Ich deine Kinder versammeln, [in] der[selben] Weise [wie eine] Henne ihre Küchlein unter den Flügeln versammelt; doch ihr habt nicht gewollt.

38 Siehe, euer Haus wird euch öde gelassen [werden];

39 denn Ich sage euch: Von jetzt [an] werdet ihr Mich keinesfalls gewahren, bis ihr [dereinst] sagt: Gesegnet [sei], der [da] kommt i[m] Namen [des] Herrn!"

24

1 * [Als] Jesus aus der Weihe[stät]te herauskam und [weiter]gehen [wollte], traten Seine Jünger zu Ihm und zeigten [auf] die Gebäude der Weihe[stät]te.

2 Da antwortete Er ihnen: "[Seh]t ihr nicht dies alles? Wahrlich, Ich sage euch: Keinesfalls wird hier Stein auf Stein gelassen werden, den man nicht abbrechen wird."

3 Als Er sich auf den Ölberg gesetzt [hatte], kamen [Seine] Jünger, [als sie] für sich [allein waren], zu Ihm [und] fragten: "Sage uns, wann wird dies sein, und welches [ist] das Zeichen Deiner Anwesenheit und [des] Abschlusses des Äons?"

4 Da antwortete Jesus ihnen: "Hütet euch, [damit] niemand euch irre[führe]!

5 Denn viele werden in Meinem Namen kommen [und] sagen: Ich bin der Christus! und werden viele irre[führe]n.

6 [Wenn] ihr aber künftig Schlachten[lärm] und Kunde [von] Schlachten hört, seht [zu], seid nicht bestürzt; denn [so] muß es geschehen, jedoch ist es noch nicht die Vollendung.

7 Denn es wird Nation gegen Nation und Königreich gegen Königreich erweckt werden; auch werden Hungersnöte und stellenweise [Erd]beben sein;

8 alles dies [ist] aber [erst der] Anfang [der] Wehen.

9 Dann wird man euch in Drangsal überantworten und euch töten, ja ihr werdet um Meines Namens willen von allen Nationen gehaßt werden.

10 Dann werden viele straucheln und einander verraten und einander hassen.

11 Auch viele falsche Propheten werden erweckt werden und viele irre[führe]n.

12 Weil sich die Gesetzlosigkeit mehrt, wird die Liebe [bei] den meisten erkalten.

13 [Wer] aber [bis] zur Vollendung ausharrt, d[e]r wird gerettet werden.

14 Dieses Evangelium [vo]m Königreich wird auf der ganzen Wohnerde geheroldet werden, allen Nationen zu[m] Zeugnis, und dann wird die Vollendung eintreffen.

15 Wenn ihr nun den vom Propheten Daniel angesagten Greuel der Verödung in [der] heiligen Stätte stehen seht - möge der Leser [es] begreifen -,

16 dann sollen die in Judäa in die Berge fliehen!

17 [Wer] auf dem Flachdach [ist], steige nicht [erst] hinab, um [etwas] aus seinem Haus [mit]zunehmen;

18 und [wer] auf dem Feld [ist], kehre nicht zurück, um [noch] sein Obergewand aufzunehmen.

19 Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen!

20 Betet jedoch, daß eure Flucht nicht [im] Winter noch [am] Sabbat geschehe!

21 Denn dann wird [eine] derartig große Drangsal sein, wie [sie] seit Anfang [der] Welt bis nun [noch] nicht gewesen ist, noch je sein wird.

22 Und wenn jene Tage nicht verkürzt wären, [so] würde keinerlei Fleisch gerettet werden; jedoch um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden.

23 Wenn dann jemand [zu] euch sagt: Siehe, hier [ist] der Christus! oder: Hier [ist Er]!, so glaubt [es] nicht!

24 Denn es werden sich falsche Christi und falsche Propheten erheben; [die] werden große Zeichen geben und Wunder [tun], um wenn möglich auch die Auserwählten irrezu[führe]n.

25 Siehe Ich habe [es] euch vorher angesagt.

26 Wenn man daher [zu] euch sagt: Siehe, Er ist in der Wildnis! [so] geht nicht [hin]aus; [oder]: Siehe, [Er ist] in den Kammern!, [so] glaubt [es] nicht!

27 Denn ebenso wie der Blitz vo[m] Osten ausgeht und bis [zum] Westen scheint, so wird es [auch mit] der Anwesenheit des Sohnes des Menschen sein;

28 wo der Leichnam ist, dort werden sich die Geier versammeln.

29 Sogleich nach der Drangsal jener Tage wird die Sonne sich verfinstern, und der Mond wird seinen Schein nicht geben; die Sterne werden vom Himmel fallen und die Mächte der Himmel erschüttert werden.

30 Dann wird das Zeichen des Sohnes des Menschen a[m] Himmel erscheinen, und dann werden alle Stämme des Landes wehklagen und den Sohn des Menschen auf den Wolken des Himmels mit Macht und großer Herrlichkeit kommen sehen.

31 Alsdann wird Er seinen Boten mit lautem Posaunenton [aussend]en, und sie werden Seine Auserwählten von den vier Winden [her] versammeln, vo[m] äußersten [Ende des] Himmels [an] bis [wieder zu] ihrem äußersten [Ende].

32 Vom Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn seine Zweige schon weich werden und Blätter hervorsprossen, [dann er]kennt ihr [daran], da[ß] der Sommer nahe [ist].

33 So auch ihr: wenn ihr dies alles seht, [dann er]kennt [daran], da[ß] Er nahe ist - an [den] Türen.

34 Wahrlich, Ich sage euch: Keinesfalls sollte diese Generation vergehen, bis dies alles geschehen ist.

35 Der Himmel und die Erde werden vergehen, aber Meine Worte [werden] keinesfalls vergehen.

36 Um jenen Tag und [jene] Stunde aber weiß niemand, weder die Boten der Himmel noch der Sohn, außer dem Vater allein.

37 Denn ebenso wie [es in] den Tagen Noahs [war], so wird es [bei] der Anwesenheit des Sohnes des Menschen sein.

38 Denn wie sie in jenen Tagen vor der [Über]flut[ung] waren: essend und trinkend, heiratend und verheiratend bis zu [dem] Tag, [an] dem Noah in die Arche [hin]einging,

39 und sie [er]kannten nichts, bis die [Über]flut[ung] kam und [sie] allesamt [hinweg]nahm, so wird es [auch bei] der Anwesenheit des Sohnes des Menschen sein.

40 Dann werden zwei auf dem Felde sein: einer wird mitgenommen und einer [zurück]gelassen [werden].

41 [Von] zwei mit den Mühl[stein] Mahlenden wird eine mitgenommen und eine [zurück]gelassen werden.

42 [So] wacht nun, d[enn] ihr wißt nicht, [an] welchem Tag euer Herr kommt.

43 Jenes aber [er]kennt ihr: wenn der Hausherr wüßte, [in] welcher [Nacht]wache der Dieb kommt, würde er wachen und nicht [die Wand] seines Hauses durchgraben lassen.

44 Deshalb seid auch ihr bereit, weil der Sohn des Menschen [zu einer] Stunde kommt, [da] ihr [es] nicht meint.

45 Wer ist wohl der getreue und besonnene Sklave, den der Herr über sein Gesinde einsetzt, um ihnen zur rechten [Zeit] die Nahrung zu geben?

46 Glückseelig [ist] jener Sklave, den Sein Herr, [wenn er] kommt, so tätig finden wird.

47 Wahrlich, Ich sage euch: Er wird ihn über all seinen Besitz einsetzen.

48 Wenn aber jener [als ein] übler Sklave in seinem Herzen sagt: Mein Herr bleibt [noch] aus

49 und fängt an, seine Mitsklaven zu schlagen, und ißt und trinkt mit den Berauschten,

50 [dann] wird der Herr jenes Sklaven an [einem] Tag eintreffen, [da] er [es] nicht vermutet, und zu [einer] Stunde, die er nicht kennt,

51 und wird ihn zweiteilen [lassen] und [ihm] sein Teil bei den Heuchlern geben. Dort wird Jammern und Zähneknirschen sein.

25

1 * Dann wird das Königreich der Himmel zehn Jungfrauen gleichen, die ihre Lampen nahmen [und] ausgingen, dem Bräutigam entgegen.

2 Fünf von ihnen aber waren töricht und fünf besonnen.

3 Denn die törichten nahmen [wohl] ihre Lampen, nahmen [aber] kein Öl mit sich;

4 die besonnenen aber nahmen zu ihren Lampen [auch] Öl in den Behältern [mit sich].

5 [Als] nun der Bräutigam ausblieb, nickten sie alle ein und schlummerten.

6 Mitten [in der] Nacht aber erscholl [ein] Geschrei: Siehe, der Bräutigam! Geht [hin]aus ihm entgegen!

7 Da erwachten alle jene Jungfrauen und putzten ihre Lampen.

8 Die törichten sagten [zu] den besonnenen: Gebt uns von eurem Öl, weil unsere Lampen [ver]löschen!

9 Darauf antworteten die besonnenen: Nein, sonst könnte es [für] uns und euch nicht ausreichen. Geht vielmehr zu denen, [die es] verkaufen, und kauft [für] euch selbst [ein]!

10 Während sie hingingen, um Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit [waren], gingen mit ihm zur Hochzeits[feier hin]ein, und die Tür wurde verschlossen.

11 Zuletzt kamen auch die übrigen Jungfrauen [und] riefen: Herr, Herr, öffne uns!

12 Er aber antwortete: Wahrlich, Ich sage euch: Ich weiß nichts [von] euch.

13 Daher wachet, weil ihr weder Tag noch Stunde wißt.

14 [Denn es] wird so [sein] wie [bei einem] Mann, [der] verreisen [wollte]; er rief [seine] Sklaven [zusammen] und übergab ihnen seinen Besitz.

15 Dem einen gab er fünf Talente, dem anderen zwei, dem [dritten] eins, je[d]em nach [seiner] eigenen Fähigkeit; alsdann verreiste er.

16 Der die fünf Talente bekommen [hatte], ging nun sofort [hin], arbeitete damit und gewann andere fünf Talente [dazu].

17 Und der die zwei [hatte], gewann in derselben Weise andere zwei [dazu].

18 Der aber das eine Talent bekommen [hatte], ging hin, grub [ein Loch] in die Erde und verbarg das Geld seines Herr.

19 Nach längerer Zeit kam der Herr jener Sklaven [zurück] und rechnete mit ihnen ab.

20 Da trat der herzu, [der] die fünf Talente bekommen [hatte], brachte andere fünf Talente mit [und] sagte: Herr, fünf Talente übergabst du mir; siehe, damit habe ich andere fünf Talente gewonnen.

21 Hierauf entgegnete ihm sein Herr: [Sehr] wohl, guter und treuer Sklave! Über wenigem warst du treu, über vieles werde ich dich einsetzen; geh ein zur Freuden[feier] deines Herrn!

22 Danach trat auch der herzu, [der] die zwei Talente bekommen [hatte, und] sagte: Herr, zwei Talente übergabst du mir; siehe, damit habe ich andere zwei Talente gewonnen.

23 Sein Herr entgegnete ihm: [Sehr] wohl, guter und treuer Sklave! Über wenigem warst du treu, über vieles werde ich dich einsetzen; geh ein zur Freuden[feier] deines Herrn!

24 Schließlich trat auch der herzu, [der] das eine Talent bekommen [hatte; und] sagte: Herr, mir war [von] dir bekannt, da[ß] du [ein] harter Mensch bist; [du] erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast.

25 Da [ich] mich fürchtete, ging ich hin [und] verbarg dein Talent in der Erde; siehe, [hier] hast du das Deine!

26 Da antwortete ihm sein Herr: Böser und träger Sklave! Du wußtest da[ß] ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe;

27 daher [hättest] du mein Geld [bei] den Wechslern [an]legen müssen; dann hätte ich, [als] ich kam, das Meine mit Zinsen wiederbekommen.

28 Nehmt ihm nun das Talent ab und gebt es dem, [der] die zehn Talente hat.

29 Denn jedem, der [da] hat, wird gegeben werden, und er wird Überfluß [hab]en; von dem aber, [der] nichts hat, wird auch [noch das] genommen werden, [was] er [zu] haben [meint].

30 Den unbrauchbaren Sklaven werft hinaus in die Finsternis, die draußen [ist]! Dort wird Jammern und Zähneknirschen sein.

31 Wenn aber der Sohn des Menschen in Seiner Herrlichkeit kommt und alle heiligen Boten mit Ihm, dann wird Er auf [dem] Thron Seiner Herrlichkeit sitzen.

32 Alle Nationen werden vor Ihm versammelt werden, und Er wird sie voneinander sondern, so wie der Hirte die Schafe von den Ziegenböcken sondert.

33 Und zwar wird Er die Schafe zu Seiner Rechten stellen, die Ziegenböcke aber zu [Seiner] Linken.

34 Dann wird der König denen zu Seiner Rechten sagen: [Kommt] herzu, [ihr] Gesegneten Meines Vaters! Nehmt [das] Los[teil des] Königreichs ein, das euch vo[m] Niederwurf [der] Welt [an] bereitet [ist].

35 Denn Ich war hungrig, und ihr gabt Mir zu essen; Ich war durstig, und ihr [gab]t Mir zu trinken. Ich war [ein] Fremdling, und ihr führtet Mich [ins Haus].

36 [Ich war] ohne Kleidung, und ihr umhülltet Mich; Ich war hinfällig, und ihr besuchtet Mich; Ich war i[m] Gefängnis, und ihr kamt zu Mir.

37 Dann werden Ihm die Gerechten antworten: Herr, wann gewahrten wir Dich hungrig und nährten [Dich] oder durstig und tränkten [Dich]?

38 Wann gewahrten wir Dich als Fremdling und führten [Dich ins Haus] oder ohne Kleidung und umhüllten [Dich]?

39 Wann gewahrten wir Dich hinfällig oder i[m] Gefängnis und kamen zu Dir?

40 Als Antwort wird der König ihnen erwidern: Wahrlich, Ich sage euch: Was immer ihr [an] einem dieser geringsten Meiner Brüder tatet - Mir habt ihr [es] erwiesen!

41 Dann wird Er denen zu [Seiner] Linken sagen: Geht von Mir, [ihr] Verfluchten, in das äonische Feuer, das dem Widerwirker und seinen Boten bereitet [ist]!

42 Denn Ich war hungrig und ihr gabt Mir nicht zu essen; Ich war durstig, und ihr [gab]t Mir nicht zu trinken.

43 Ich war ein Fremdling, und ihr führtet Mich nicht [ins Haus; Ich war] ohne Kleidung, und ihr umhülltet Mich nicht; [Ich war] hinfällig und i[m] Gefängnis, und ihr besuchtet Mich nicht.

44 Dann werden auch sie antworten: Herr, wann gewahrten wir Dich hungrig oder durstig, [als] Fremdling oder ohne Kleidung, hinfällig oder i[m] Gefängnis, und wir dienten Dir nicht?

45 Dann wird Er ihnen antworten: Wahrlich, Ich sage euch: Was immer ihr [an] einem dieser Geringsten nicht tatet, habt ihr auch Mir nicht erwiesen!

46 So werden diese in [die] äonische Strafe gehen, die Gerechten aber in [das] äonische Leben."

26

1 * Als Jesus alle diese Worte vollendet hatte, geschah es, [daß] Er [zu] Seinen Jüngern sagte:

2 "Ihr wißt, da[ß] in zwei Tagen das Passah ist; dann wir der Sohn des Menschen zur Kreuzigung (wörtl.: Anpfahlung) überantwortet."

3 Damals [ver]sammelten sich die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes im Hof des Hohenpriesters, der Kaiphas hieß.

4 Dort berieten sie [miteinander], damit sie sich Jesu mit9 Betrug bemächtigten und [Ihn] töten könnten.

5 Sie sagten aber. "Nicht während des Festes, [auf] daß kein Tumult unter dem Volk entstehe!"

6 Als Jesus Sich in Bethanien i[m] Hause Simons des Aussätzigen befand, trat [eine] Frau zu Ihm.

7 Sie hatte ein Alabaster[fläschchen mit] wertvollem Würzöl und goß [es] Ihm auf das Haupt, [während Er zu Tisch] lag.

8 Seine Jünger aber, [die dies] gewahrten, waren entrüstet [und] sagten [zueinander]: "Wozu diese Verschwendung?

9 Man [hät]te doch dieses [Würzöl für] viel [Geld] veräußern und [es] den Armen geben können."

10 Als Jesus [das er]kannte, sagte Er [zu] ihnen. "Was verursacht ihr der Frau Mühe? Sie hat doch [ein] edles Werk an Mir getan!

11 Denn die Armen habt ihr allzeit bei euch, Mich aber habt ihr nicht allezeit.

12 Sie hat es doch zu Meiner Bestattung getan, [als sie] dieses Würzöl auf Meinen Körper sprengte.

13 Wahrlich, Ich sage euch: Wo auch [immer] man dieses Evangelium in der ganzen Welt herolden mag, wird man zu ihrem Gedenken auch [von dem] sprechen, [was] sie getan hat."

14 Dann ging einer der Zwölf namens Judas Iskariot zu den Hohenpriestern [und] fragte:

15 "Was wollt ihr mir geben wenn ich ihn [an] euch verraten werde?" Die aber wägten ihm dreißig Silber[stücke] dar.

16 Von da an suchte er [eine] günstige Gelegenheit, um Ihn [zu] verraten.

17 Am ersten [Tag] der ungesäuerten [Brote] kamen die Jünger zu Jesus und sagten [zu] Ihm: "Wo willst Du das Passah essen? [Wo] sollen wir es Dir bereiten?"

18 Da gebot Er [ihnen]: "Geht in die Stadt zu dem [und] dem und sagt ihm: Der Lehrer [läßt] sagen: Der [Zeit]punkt [für] Mich ist nahe; bei dir [will] Ich das Passah mit Meinen Jüngern halten."

19 Die Jünger taten nun, wie Jesus [es] ihnen angeordnet hatte und bereiteten das Passah.

20 Als [es] Abend geworden [war], lag Er mit den zwölf Jüngern [zu Tisch].

21 Während sie aßen, sagte Er: "Wahrlich, Ich sage euch: Einer von euch wird Mich verraten."

22 Da wurden sie sehr betrübt [und] fingen an, Ihn zu fragen, ein je[d]er [von] ihnen: "Ich bin [es] doch nicht [etwa], Herr!"

23 Er aber antwortete: "Der mit Mir die Hand in die Schüssel eintaucht, der wird Mich verraten.

24 Der Sohn des Menschen geht zwar [da]hin, so wie es von Ihm geschrieben steht; doch wehe jenem Menschen, durch den der Sohn des Menschen verraten wird! Schön wäre es [für] Ihn, wenn jener Mensch nicht geboren wäre!"

25 Da antwortete Judas, Sein Verräter: Ich bin [es] doch nicht [etwa], Rabbi? Jesus erwiderte ihm: Du hast [es] gesagt!"

26 Als sie aßen, nahm Jesus das Brot, segnete und brach [es], gab [es] den Jüngern und sagte: "Nehmt, eßt! Dieses ist Mein Körper."

27 Dann nahm Er den Becher, dankte und gab ihnen [den und] sagte: "Trinkt alle [dar]aus!

28 Denn dieses ist Mein Blut des neuen Bundes, das für viele zur Erlassung [der] Sünden (wörtl.: Zielverfehlung) vergossen wird.

29 Aber Ich sage euch: Ich werde von jetzt [an] keinesfalls von diesem Ertrag des Weinstocks trinken bis [zu] jenem Tag, wenn Ich ihn im Königreich Meines Vaters neu mit euch trinken werde."

30 Nach [dem] Lobgesang zogen sie [hin]aus auf den Ölberg.

31 Dann sagte Jesus [zu] ihnen: "Ihr alle werdet in dieser Nacht an Mir Anstoß [nehm]en; denn es steht geschrieben: Ich werde den Hirten erschlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen.

32 Jedoch nach Meiner Auferweckung werde Ich euch nach Galiläa vorangehen."

33 Petrus aber antwortete Ihm: "Wenn sie auch alle an Dir Anstoß [nehm]en, ich werde niemals [an Dir] Anstoß [nehm]en."

34 Jesus entgegnete ihm: "Wahrlich, Ich sage dir: In dieser Nacht, ehe [der] Hahn kräht, wirst du Mich dreimal verleugnen."

35 [Da] sagte Petrus [zu] Ihm: "Und wenn ich mit Dir sterben müßte, [so] werde ich Dich keinesfalls verleugnen." Gleicherweise sprachen auch alle [anderen] Jünger.

36 Dann kam Jesus mit ihnen zu [einem] Freiacker [mit] Namen Gethsemane und sagte [zu] Seinen Jüngern: "[Ich] gehe dort hin[über]; setzt euch [nieder], bis Ich gebetet [habe]."

37 Hierauf nahm Er Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus beiseite [und] begann betrübt und niedergedrückt zu werden.

38 Dann sagte Er zu ihnen: "Tief betrübt ist Meine Seele bis [zum] Tode; bleibt hier und wacht mit Mir!"

39 Und [ein] klein [wenig] vorausgehend, fiel Er auf Sein Angesicht und betete: "Mein Vater, wenn es möglich ist, [so] gehe dieser Becher an Mir vorüber! Indes nicht wie Ich will, sondern wie Du [willst]!"

40 Darauf kam Er zu den Jüngern und fand sie schlummernd. Da sagt[e] Er [zu] Petrus: "So vermögt ihr nicht eine Stunde mit Mir zu wachen?

41 Wacht und betet, damit ihr nicht in Anfechtung kommt! Der Geist zwar [hat das] Verlangen, das Fleisch aber [ist] schwach."

42 [Da] ging Er zu[m] zweiten[mal] hin [und] betete wieder: "Mein Vater, wenn es nicht möglich ist, [daß] dieser [Becher] an Mir vorübergehe, es sei denn, [daß] Ich ihn trinke, [so] geschehe Dein Wille!"

43 Darauf kam Er [zurück und] fand sie wieder schlummernd; denn die Augen waren ihnen schwer geworden.

44 [Da] verließ Er sie, ging nochmals hin und betete zu[m] dritten[mal], wieder [mit] denselben Worten.

45 Dann kam Er zu den Jüngern und sagte [zu] ihnen: "Schlummert und ruht [ein] andermal; denn siehe, die Stunde hat sich genaht! Der Sohn des Menschen wird in [di]e Hände [der] Sünder (wörtl.: Zielverfehler) überantwortet!

46 Erhebt euch, wir gehen! Siehe, Mein Verräter hat sich genaht!"

47 Während Er noch sprach, siehe [da] trat Judas, einer der Zwölf, [herzu], und mit ihm [kam eine] große Schar mit Schwertern und Knütteln von den Hohenpriestern und Ältesten des Volkes [her].

48 Sein Verräter aber hatte ihnen [als verabredetes] Zeichen gegeben: Welchen ich küssen werde, der ist [es]; bemächtigt euch Seiner!"

49 Sofort trat er zu Jesus und sagte: "Freue Dich Rabbi!" und küßte Ihn herzlich.

50 Jesus aber sagte [zu] ihm: "Kamerad, dazu bist du hier?" Dann traten sie herzu, legten die Hände an Jesus und bemächtigten sich Seiner.

51 Und siehe, einer [von] denen, [die] mit Jesus [waren], streckte die Hand aus, riß sein Schwert heraus, schlug [auf] den Sklaven des Hohenpriesters ein und hieb ihm die Ohr[muschel] ab.

52 Da sagte Jesus [zu] ihm: "Stecke dein Schwert an seinen Platz; denn alle die [zum] Schwert greifen, werden durch [das] Schwert umkommen!

53 Oder meinst du, da[ß] Ich Meinem Vater nicht zusprechen könnte, und Er würde Mir jetzt mehr als zwölf Legionen Boten bereitstellen?

54 Wie nun sollten [denn] die Schriften erfüllt werden, da[ß] es so geschehen muß?"

55 In jener Stunde sagte Jesus [zu] den Scharen: "Wie gegen [einen] Wegelagerer seid ihr mit Schwertern und Knütteln ausgezogen, um Mich zu [er]greifen. Täglich saß Ich bei euch in der Weihe[stät]te [und] lehrte, und ihr habt euch Meiner nicht bemächtigt.

56 Aber das Ganze ist geschehen, damit die Schriften der Propheten erfüllt würden." Dann verließen Ihn alle Seine Jünger [und] flohen.

57 Die sich nun Jesus bemächtigt hatten, führten [Ihn] zu dem Hohenpriester Kaiphas ab, wo die Schrift[gelehrt]en und Ältesten [ver]sammelt waren.

58 Petrus jedoch folgte Ihm von ferne bis [zu] dem Hof des Hohenpriesters; dort ging er hinein und setzte sich unter die Gerichtsdiener, um den Abschluß zu gewahren.

59 Die Hohenpriester aber, die Ältesten und das ganze Synedrium suchten falsches Zeugnis gegen Jesus, damit sie Ihn [zu] Tode [bringe]n könnten; doch fanden sie keines,

60 [wiewohl] viele falsche Zeugen herzutraten.

61 Zuletzt aber kamen zwei herzu [und] sagten: "Dieser [hat] behauptet: Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und ihn in drei Tagen [auf]bauen!"

62 Da stand der Hohepriester auf [und] fragte Ihn: "Antwortest Du nichts [auf das], was diese gegen Dich zeugen?"

63 Jesus aber schwieg still. Dann sagte der Hohepriester [zu] Ihm: "Ich beschwöre Dich bei dem lebendigen Gott, daß Du uns sagst, ob Du der Christus, der Sohn Gottes bist."

64 Jesus erwiderte ihm: "Du hast es gesagt! Indes sage Ich euch: Von jetzt [an] werdet ihr den Sohn des Menschen zur Rechten der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen."

65 Da zerriß der Hohepriester seine Kleider [und] rief: "Er lästert! Was brauchen wir noch Zeugen? Siehe, nun habt ihr Seine Lästerung gehört!

66 Was meint ihr?" Sie aber antworteten: "Er ist [dem] Tode verfallen!"

67 Dann spien sie Ihm ins Angesicht und [schlug]en Ihn [mit] Fäusten;

68 die [Ihn] ohrfeigten, sagten: "Prophezeie uns, Christus! Wer ist es, der Dich geschlagen hat?"

69 Petrus aber saß draußen im Hof; da trat eine Magd zu ihm und sagte: "Du warst auch mit Jesus, dem Galiläer!

70 Er aber leugnete vor ihnen allen [und] sagte: "Ich weiß nicht, was du sagst."

71 Als er aus [dem] Hof in die Tor[halle] trat, gewahrte ihn [eine] andere [Magd] und sagte [zu] den [Umstehenden] dort: "Dieser war auch mit Jesus, dem Nazarener!"

72 Er aber leugnete nochmals, und [zwar] mit [einem] Eid[schwur]: "Ich weiß nichts [von] dem Menschen."

73 Nach [einer] kleinen [Weile] traten die [Um]stehenden [hin]zu und sagten [zu] Petrus: Wahrhaftig, du bist auch [einer] von ihnen; denn deine [Aus]sprache macht dich kenntlich."

74 Da fing er an, [sich] zu verdammen und zu schwören: "Ich weiß nichts [von] dem Menschen!" Und sogleich krähte [ein] Hahn.

75 Nun erinnerte sich Petrus des Ausspruchs Jesu, [der es] ihm angesagt hatte: "Ehe [der] Hahn kräht, wirst du Mich dreimal verleugnen." [Da] ging er hinaus und schluchzte bitterlich.

27

1 * Als [es] Morgen wurde, hielten alle Hohenpriester und Ältesten des Volkes [eine] Beratung über Jesus [ab], um Ihn [zu] Tode zu [bring]en.

2 Nachdem [man] Ihn gebunden hatte, führten sie [Ihn] ab und Übergaben Ihn dem Statthalter Pontius Pilatus.

3 [Als] dann Judas, der Ihn verraten [hatte], gewahrte, da[ß] Er verurteilt war, bereute er [es], brachte die dreißig Silberstücke den Hohenpriestern und Ältesten zurück [und] sagte:

4 "Ich habe gesündigt (wörtl.: zielverfehlt), [weil ich] unschuldiges Blut verriet." Sie erwiderten jedoch: "Was [geht das] uns an? [Da] sieh du [zu]!"

5 [Darauf] schleuderte er die Silber[stücke] in den Tempel und machte sich davon, ging hin und erhängte sich.

6 Die Hohenpriester aber nahmen die Silber[stücke und] sagten: "Es ist nicht erlaubt, sie in den Korban zu werfen, weil es [ein] Blutpreis ist."

7 Nachdem [sie eine] Beratung [ab]gehalten [hatten], kauften sie dafür das Feld des Töpfers als Begräbnis[platz für] Fremde.

8 Jenes Feld heißt darum bis [auf] den heutigen Tag "Feld [des] Blutes".

9 Damals erfüllte sich, [was] durch den Propheten Jeremia angesagt war: Sie nahmen die dreißig Silber[stücke] - den Preis des [so] Bewerteten, den man seitens [der] Söhne Israels [so] bewertet hatte,

10 und gaben sie für das Feld des Töpfers, so wie der Herr [es] mir angeordnet hat.

11 Jesus wurde dann vor den Statthalter gestellt, und der Statthalter fragte ihn: "Bist du der König der Juden?" Jesus entgegnete ihm: "Du sagst [es]."

12 Doch während der Anklage durch die Hohenpriester und Ältesten antwortete Er nichts.

13 Da fragte Pilatus ihn: "Hörst Du nicht, wieviel sie gegen Dich zeugen?"

14 Er aber antwortete Ihm auf keinen ein[zigen] Ausspruch, so daß der Statthalter seht erstaunt [war].

15 An [jedem Passah]fest aber hatte der Statthalter [die] Gewohnheit, der Volksmenge einen Häftling freizulassen, welchen sie wollten.

16 Man hatte aber damals [einen] verrufenen Häftling [mit] Namen Barabbas.

17 [Als] sich nun [die Volksmenge] versammelt hatte, fragte Pilatus sie: "Welchen wollt ihr? [Wen] soll ich euch freilassen. Barabbas oder Jesus der Christus genannt wird?"

18 Denn er wußte, daß sie Ihn aus Neid überantwortet hatten.

19 Während er auf der [Richter]bühne saß, schickte seine Frau zu ihm [und ließ ihm] sagen: "Nichts [sei zwischen] dir und jenem Gerechten; denn ich habe heute i[m] Traumgesicht viel um Seinetwillen gelitten."

20 Doch die Hohenpriester und die Ältesten überredeten die Volksmenge, daß sie sich Barabbas erbitten und Jesus umbringen [lassen] sollte.

21 Der Statthalter antwortete ihnen: "Welchen wollt ihr? [Wen] von den zweien soll ich euch freilassen?" Da riefen sie: "Barabbas!"

22 [Darauf] fragte Pilatus sie: "Was soll ich denn [mit] Jesus machen, der Christus genannt wird?" Sie riefen alle: "Er werde gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt)!"

23 Der Statthalter aber entgegnete: "Was hat Er denn übles getan?" Doch sie schrien übermäßig [laut]: "Er werde gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt)!"

24 Als Pilatus gewahrte, da[ß] er nichts ausrichten [konnte], sondern [nur noch] mehr Tumult entstand, nahm er Wasser, wusch sich vor der Volksmenge die Hände [und] sagte: "Ich bin unschuldig am Blut dieses Gerechten; seht ihr [zu]!"

25 Da antwortete das ganze Volk: "Sein Blut [komme] über uns und über unsere Kinder!"

26 Dann ließ er ihnen Barabbas frei; Jesus aber [ließ] er peitschen [und] übergab [Ihn], damit Er gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) würde.

27 Dann nahmen die Krieger des Statthalters Jesus mit in das Prätorium [und] versammelten die ganze Truppe um Ihn.

28 Sie zogen Ihn aus, legten Ihm [einen] scharlach[roten] Mantel um,

29 flochten aus Dornen [einen] Kranz, [den] sie Ihm auf das Haupt setzten, und [gaben] Ihm [ein] Rohr in die rechte [Hand; dann] fielen sie vor Ihm [auf die] Knie, höhnten Ihn und sagten: "Freue Dich, König der Juden!"

30 Dann spien sie Ihn an, nahmen das Rohr und schlugen Ihn auf das Haupt.

31 Als sie Ihn [so] verhöhnt hatten, zogen sie Ihm den Mantel aus, zogen Ihm Seine Kleidung [wieder] an und führten Ihn zur Kreuzigung (wörtl.: Anpfahlung) ab.

32 Als [sie hin]auszogen, fanden sie [einen] Mann, [einen] Kyrenäer [mit] Namen Simon; diesen zwangen sie, Sein Kreuz (wörtl.: Pfahl) aufzunehmen.

33 So kamen [sie] an die Stätte genannt "Golgatha", das heißt "Schädelstätte".

34 [Dort] gaben sie Ihm Wein mit Galle vermischt zu trinken; doch [als Er ihn] gekostet hatte, wollte Er nicht [davon] trinken.

35 Nachdem [sie] Ihn gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) hatten, verteilten sie Seine Kleider, [indem sie das] Los [darüber] warfen;

36 [dann] setzten sie sich und bewachten Ihn dort.

37 Oben über Seinem Haupt brachten sie [eine] I[n]schrift [mit] Seiner Schuld an: Dieser ist Jesus, der König der Juden.

38 Dann w[u]rden zwei Wegelagerer mit Ihm gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt), einer zu [Seiner] Rechten und einer zu [Seiner] Linken.

39 Die Vorübergehenden lästerten Ihn,

40 schüttelten ihre Häupter und sagten: "[Du], der den Tempel abbricht und in drei Tagen [wieder auf]baut, rette Dich Selbst! Wenn du Gottes Sohn bist, [so] steige vom Kreuz (wörtl.: Pfahl) herab."

41 Auch die Hohenpriester mit den Schrift[gelehrt]en und Ältesten höhnten [in] gleicher Weise [und] riefen:

42 "Andere hat Er gerettet, Sich Selbst kann Er nicht retten! Wenn Er Israels König ist, [so] steige Er nun vom Kreuz (wörtl.: Pfahl) herab, dann wollen wir an Ihn glauben.

43 Er vertraute auf Gott, [d]er berge Ihn nun, wenn Er Ihn [bergen] will; denn Er sagte:

44 Ich bin Gottes Sohn."[In] derselben [Weise] schmähten Ihn auch die Wegelagerer, die zusammen mit Ihm gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) waren.

45 Von [der] sechsten Stunde [an] kam Finsternis über das gesamte Land bis [zur] neunten Stunde.

46 Um die neunte Stunde aber schrie Jesus [mit] lauter Stimme auf [und] rief: "Eloi, Eloi, lema sabachthani!", d[a]s heißt: "Mein Gott, Mein Gott, wozu Du Mich verlassen hast!"

47 Als einige der dort Stehenden [das] hörten, sagten sie:

48 "Der ruft Elia!" Und sogleich lief einer von ihnen [hin], nahm [einen] Schwamm und füllte [ihn mit] Essig, steckte [ihn] auf [ein] Rohr und tränkte Ihn.

49 Die übrigen aber sagten: "Laß [nur]! Wir wollen sehen, ob Elia kommt [und] Ihn rettet!" [Ein] anderer [Krieger] nahm [eine] Lanzenspitze [und] durchbohrte Seine Seite; da kamen Wasser und Blut heraus.

50 Jesus aber schrie nochmals [mit] lauter Stimme [auf und ent]ließ [Seinen] Geist.

51 Und siehe der Vorhang des Tempels [zer]riß in zwei [Teile], von oben bis unten, die Erde bebte, die Felsen wurden gespaltet,

52 die Gräber aufgetan, und viele Körper der [ent]schlafenen Heiligen erwachten.

53 Nach Seiner Auferweckung kamen sie aus den Gräbern heraus, gingen in die heilige Stadt und erschienen vielen.

54 Der Hauptmann aber und die, [die] mit ihm Jesus bewachten, fürchteten sich sehr, [als sie] das [Erd]beben und das [sonstige] Geschehen gewahrten, [und] sagten: "Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn!"

55 Es waren aber auch viele von ferne [zu]schauenden Frauen dort; die waren Jesus aus Galiläa gefolgt [und hatten] Ihm gedient.

56 Unter [ihnen] war[en] Maria, die Magdalenerin, und Maria, die Mutter des Jakobus und [des] Joses, und die Mutter der Söhne [des] Zebedäus.

57 Als [es] Abend wurde, kam [ein] reicher M[an]n von Arimathia namens Joseph, der auch selbst [ein] Jünger Jesu geworden war;

58 dieser ging zu Pilatus [und] bat [ihn um] den Körper Jesu. Da befahl Pilatus, [ihm] den Körper zu übergeben.

59 Joseph nahm den Körper, wickelte ihn in [eine] reine Leinwand

60 und legte ihn in sein neues Grab, das er in den Felsen hatte hauen [lassen]; dann wälzte er [einen] großen Stein vor den Eingang das Grabes [und] ging davon.

61 Auch Mirjam, die Magdalenerin, und die andere Maria waren dort; [sie] saßen der Gruft gegenüber.

62 Am [folgenden] Morgen (das war nach dem Vorbereitungs[tag]) waren die Hohenpriester und Pharisäer bei Pilatus [ver]sammelt [und] sagten:

63 "Herr, wir erinnern uns, da[ß] jener Irre[führ]er gesagt hatte, [als Er] noch lebte: Nach drei Tagen werde Ich auferweckt.

64 Befehl daher, die Gruft bis [zu]m dritten Tag zu sichern, damit nicht Seine Jünger kommen, Ihn stehlen und [zu]m Volk sagen: Er wurde von den Toten auferweckt. Dann wird der letzte Irrtum ärger [als] der erste."

65 Pilatus entgegnete ihnen: "Ihr [sollt die] Wachen haben; geht hin [und laßt den Grabeingang] sichern wie ihr [es] wißt."

66 Da gingen sie [hin und ließen] von der Wache die Gruft sichern [und] den Stein versiegeln.

28

1 * [Das war am] Abend [zwischen den] Sabbaten. [Als] der [Morgen] zu einem [der] Sabbat[tage] dämmerte, kam[en] Maria, die Magdalenerin, und die andere Maria, um [nach] der Gruft zu schauen.

2 Und siehe, es geschah [ein] großes Erdbeben; denn [ein] Bote [des] Herrn, [der] aus [dem] Himmel herabgestiegen war und herzutrat, wälzte den Stein vom Eingang fort und setzte sich darauf.

3 Sein Aussehen war [hell] wie [der] Blitz und seine Kleidung weiß wie der Schnee.

4 Aus Furcht [vor] ihm [er]bebten die Bewacher und erstarrten wie tot.

5 Da wandte sich der Bote an die Frauen [und] sagte: "Fürchtet ihr euch nicht; denn ich weiß, da[ß] ihr Jesus, den Gekreuzigten (wörtl.: Angepfahlten), sucht.

6 Er ist nicht hier; denn Er wurde auferweckt, so wie Er [es] gesagt hat. [Kommt] herzu; seht die Stätte, wo der Herr lag.

7 Geht schnell [hin] und sagt Seinen Jüngern: Er wurde von den Toten auferweckt. Und siehe, Er geht Euch nach Galiläa voran; dort werdet ihr Ihn sehen; siehe ich habe [es] euch gesagt."

8 Da gingen sie schnell mit Furcht und großer Freude vom Grab fort [und] liefen [hin], um [es] Seinen Jüngern zu verkünden.

9 Als sie nun gingen, um [es] Seinen Jüngern zu verkünden, siehe, [da] begegnete ihnen Jesus [und] sagte. "Freuet euch!" Sie aber traten herzu, [um]faßten Seine Füße und fielen [vor] Ihm nieder.

10 Dann sagte Jesus zu ihnen: "Fürchtet euch nicht! Geht hin [und] verkündet [es] Meinen Brüdern, daß sie nach Galiläa gehen sollen; dort werden sie Mich sehen."

11 Als sie gegangen [waren], siehe, [da] kamen einige [Krieger] der Wache in die Stadt [und] berichtete den Hohenpriestern alles, [was] geschehen [war].

12 Nachdem [diese] sich mit den Ältesten [ver]sammelt und [eine] Beratung [ab]gehalten [hatten], gaben sie den Kriegern genug Silber[stücke]

13 [mit der] Weisung: "Sagt: Seine Jünger kamen [bei] Nacht [und] haben ihn gestohlen, [als] wir schliefen.

14 Und wenn dies der Statthalter hören sollte, werden wir ihn [schon] überreden, damit ihr unbesorgt sein [könnt]."

15 Da nahmen die [Krieger] die Silber[stücke und] taten, wie man sie [be]lehrt hatte; so wurde dieses Wort bei [den] Juden bis auf den heutigen Tag ausgesprengt.

16 Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa auf den Berg, wo[hin] Jesus sie beschieden hatte.

17 Als [sie] Ihn gewahrten, fielen sie [vor] Ihm nieder, [einige] aber zauderten.

18 Da trat Jesus herzu, redete [mit] ihnen [und] sagte: "Mir ist alle Vollmacht i[m] Himmel und auf Erden gegeben.

19 Daher geht [hin, mach]t alle Nationen [zu] Jüngern, tauft sie in den Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes [und] lehrt sie,

20 alles zu halten, was Ich euch geboten habe. Und siehe, Ich bin bei euch alle Tage bis [zu]m Abschluß des Äons." Amen!