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1 Das erste Buch habe ich verfaßt über alles, o Theophilus, was begonnen hat Jesus zu tun sowohl als auch zu lehren,

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2 bis an welchem Tag, Weisungen erteilt habend den Aposteln durch heiligen Geist, die er auserwählt hatte, er aufgenommen wurde.

3 Diesen auch hatte er dargestellt sich als lebend, nachdem gelitten hatte er, durch viele Beweise, durch vierzig Tage erscheinend ihnen und sagend das über das Reich Gottes.

4 Und zusammen seiend, gebot er ihnen, von Jerusalem nicht sich zu entfernen, sondern zu erwarten die Verheißung des Vaters, die ihr gehört habt von mir;

5 denn Johannes zwar hat getauft mit Wasser, ihr aber mit Geist werdet getauft werden heiligem nicht nach vielen diesen Tagen.

6 Sie nun, zusammengekommen, fragten ihn, sagend: Herr, in dieser Zeit stellst dir wieder her das Reich für Israel?

7 Er sagte aber zu ihnen: Nicht euer ist, zu wissen Zeiten oder Fristen, die der Vater festgesetzt hat in der eigenen Macht;

8 aber ihr werdet empfangen Kraft, gekommen ist der heilige Geist auf euch, und ihr werdet sein meine Zeugen sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samarien und bis ans Äußerste der Erde.

9 Und dies gesagt habend, sahen sie, wurde er emporgehoben, und eine Wolke nahm auf ihn weg von ihren Augen.

10 Und wie gespannt blickend sie waren zum Himmel, hinging er, und siehe, zwei Männer standen neben ihnen in weißen Kleidern,

11 welche sagten: Männer Galiläer, was steht ihr, hinblickend zum Himmel? Dieser Jesus, aufgenommen weg von euch in den Himmel, so wird kommen, auf welche Weise ihr gesehen habt ihn hingehend in den Himmel

12 Darauf kehrten sie zurück nach Jerusalem vom Berg, genannt Ölberg, welcher ist nahe bei Jerusalem, eines Sabbats habend Weg.

13 Und als sie hineingegangen waren, in das Obergemach stiegen sie hinauf, wo sie waren sich aufhaltend, sowohl Petrus als auch Johannes und Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, Alphäus, und Simon, der Zelot, und Judas, Jakobus.

14 Diese alle waren fest verharrend einmütig im Gebet mit Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern.

15 Und in diesen Tagen aufgestanden Petrus in Mitte der Brüder, sagte war aber eine Menge von Namen an

16 dem selben, etwa hundertzwanzig: Männer Brüder, es war nötig, erfüllt wurde das Schriftwort, das vorhergesagt hatte der Geist heilige durch Mund Davids über Judas, gewordenen Wegweiser den ergriffen Habenden Jesus,

17 weil zugezählt er war unter uns und er erlost hatte das Los dieses Dienstes.

18 Dieser nun erwarb einen Acker vom Lohn der Ungerechtigkeit, und kopfüber geworden, barst er mitten, und herausgeschüttet wurden alle seine Eingeweide.

19 Und bekannt wurde es allen Bewohnenden Jerusalem, so daß genannt wurde jener Acker in ihrer eigenen Sprache Hakeldamach, das ist Blutacker.

20 Geschrieben ist nämlich im Buch Psalmen: Werden soll sein Gehöft öde, und nicht soll sein der Wohnende in ihm! Und: Sein Aufsichtsamt soll erhalten ein anderer!

21 Es ist nötig also, von den mit uns gegangenen Männern in ganzen Zeit, in der eingegangen und ausgegangen ist bei uns der Herr Jesus,

22 begonnen habend von der Taufe Johannes bis zu dem Tag, an welchem er aufgenommen wurde weg von uns, ein Zeuge seiner Auferstehung mit uns wird einer von diesen.

23 Und sie stellten auf zwei, Josef, genannt Barsabbas, der mit Beinamen genannt wurde Justus, und Matthias.

24 Und betend sagten sie: Du, Herr, Herzenskenner aller, zeige, welchen du ausgewählt hast aus diesen zwei einen,

25 zu erhalten den Platz dieses Dienstes und Apostelamts, von welchem abgetreten ist Judas, zu gehen an den Ort eigenen.

26 Und sie gaben Lose ihnen, und fiel das Los auf Matthias, und er wurde hinzugezählt zu den elf Aposteln.

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1 Und während voll wurde der Tag des Pfingstfestes, waren sie alle zusammen an dem selben

2 Und geschah plötzlich vom Himmel ein Brausen wie eines daherfahrenden gewaltigen Windes und erfüllte das ganze Haus, wo sie waren sitzend;

3 und erschienen ihnen sich zerteilende Zungen wie von Feuer, und es setzte sich auf einen jeden von ihnen,

4 und sie wurden erfüllt alle mit heiligem Geist, und sie begannen zu reden mit anderen Zungen, wie der Geist gab auszusprechen ihnen.

5 Waren aber in Jerusalem wohnend Juden, gottesfürchtige Männer aus jedem Volk der unter dem Himmel.

6 Geschehen war aber diese Stimme, kam zusammen die Menge und wurde bestürzt, weil sie hörten ein jeder in der eigenen Sprache redend sie.

7 Sie gerieten außer sich aber und wunderten sich, sagend: Nicht, siehe, alle diese sind Redenden Galiläer?

8 Und wie wir hören jeder in unserer eigenen Sprache, in der wir geboren sind?

9 Parther und Meder und Elamiter und die Bewohnenden Mesopotamien, Judäa sowohl als auch Kappadozien, Pontus und Asien,

10 Phrygien sowohl als auch Pamphylien, Ägypten und die Gebiete Libyens hin gegen Cyrene, und die hier sich aufhaltenden Römer,

11 Juden sowohl als auch Proselyten, Kreter und Araber, wir hören redend sie mit unseren Zungen die Großtaten Gottes.

12 Sie gerieten außer sich aber alle und waren ratlos, einer zum andern sagend: Was will dies sein?

13 Andere aber, spottend, sagten: Mit süßem Wein angefüllt sind sie.

14 Aufgetreten aber Petrus mit den Elf, erhob seine Stimme und redete begeistert an sie: Männer Juden und ihr Bewohnenden Jerusalem alle, dies euch kund soll sein, und nehmt mit den Ohren auf meine Worte!

15 Denn nicht wie ihr annehmt, diese sind betrunken, ist ja dritte Stunde des Tages,

16 sondern dies ist das Gesagte durch den Propheten Joel:

17 Und es wird sein in den letzten Tagen, spricht Gott, ich werde ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch, und weissagen werden eure Söhne und eure Töchter, und eure Jünglinge Gesichte werden sehen, und eure Alten in Träumen werden Gesichte haben;

18 und auch auf meine Knechte und auf meine Mägde in jenen Tagen werde ich ausgießen von meinem Geist, und sie werden weissagen.

19 Und ich werde geben Wunder am Himmel oben und Zeichen auf der Erde unten, Blut und Feuer und Dampf von Rauch;

20 die Sonne wird sich verwandeln in Finsternis und der Mond in Blut, bevor kommt Tag Herrn, der große und strahlende.

21 Und es wird sein: Jeder, der anruft den Namen Herrn, wird gerettet werden.

22 Männer Israeliten, hört diese Worte: Jesus, den Nazoräer, einen Mann, beglaubigt von Gott vor euch durch Machttaten und Wunder und Zeichen, die getan hat durch ihn Gott in eurer Mitte, wie selbst ihr wißt,

23 diesen, nach dem bestimmten Ratschluß und Vorausschau Gottes preisgegebenen, durch Hand Gesetzlosen angeschlagen habend, habt ihr umgebracht,

24 welchen Gott hat auferstehen lassen, gelöst habend die Schmerzen des Todes, deshalb, weil nicht es war möglich, festgehalten wurde er von ihm.

25 Denn David sagt über ihn: Ich sah den Herrn vor mir durch alle, weil zu meiner Rechten er ist, damit nicht ich wankend gemacht werde.

26 Deswegen freute sich mein Herz, und jubelte meine Zunge, dazu aber auch mein Fleisch wird ruhen aufgrund Hoffnung,

27 weil nicht du verbleiben lassen wirst meine Seele im Totenreich und nicht lassen wirst deinen Heiligen sehen Verwesung.

28 Du hast kundgetan mir Wege Lebens, du wirst erfüllen mich mit Freude bei deinem Angesicht.

29 Männer Brüder, erlaubt, zu reden mit Freimut zu euch über den Stammvater David, daß sowohl er gestorben ist als auch begraben worden ist und sein Grab ist unter uns bis zu diesem Tag.

30 Ein Prophet nun seiend und wissend, daß mit einem Eid geschworen hatte ihm Gott, aus Frucht seiner Lende zu setzen auf seinen Thron,

31 vorhergesehen habend, hat er geredet über die Auferstehung des Christus: Weder wurde er gelassen im Totenreich, noch sein Fleisch hat gesehen Verwesung.

32 Diesen Jesus hat auferstehen lassen Gott, wovon alle wir sind Zeugen.

33 Zu der Rechten nun Gottes erhöht und die Verheißung des Geistes heiligen empfangend habend vom Vater, hat er ausgegossen diesen, welchen ihr sowohl seht als auch hört.

34 Denn nicht David ist aufgefahren in die Himmel; er sagt aber selbst: Gesagt hat der Herr zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten,

35 bis ich hinlege deine Feinde als Fußschemel deiner Füße!

36 Mit Sicherheit nun erkenne ganze Haus Israel, daß sowohl zum Herrn ihn als auch zum Gesalbten gemacht hat Gott, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt!

37 Hörend aber, wurden sie gestochen das Herz; und sie sagten zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, Männer Brüder?

38 Petrus aber zu ihnen: Denkt um, sagt, und taufen lasse sich jeder von euch auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, und ihr werdet empfangen die Gabe des heiligen Geistes.

39 Denn euch ist die Verheißung und euren Kindern und allen in Ferne, wieviele hinzurufen wird Herr, unser Gott.

40 Und mit anderen Worten mehr legte er Zeugnis ab, und er ermahnte sie, sagend: Laßt euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht!

41 Die nun angenommen Habenden sein Wort ließen sich taufen, und wurden hinzugetan an jenem Tag etwa dreitausend Seelen.

42 Sie waren aber fest verharrend in der Lehre der Apostel und der Gemeinschaft, dem Brechen des Brotes und den Gebeten.

43 Kam aber über jede Seele Furcht, und viele Wunder und Zeichen durch die Apostel geschahen.

44 Alle aber Glaubenden waren an dem selben und hatten alles gemeinsam,

45 und die Güter und die Besitztümer verkauften sie und verteilten sie an alle, je nachdem jemand Bedarf hatte;

46 und an Tag fest verharrend einmütig im Tempel und brechend in Haus Brot, nahmen sie zu sich Speise in Jubel und Schlichtheit Herzens,

47 lobend Gott und habend Gunst bei dem ganzen Volk. Aber der Herr tat hinzu die gerettet Werdenden an Tag an die selbe.

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1 Petrus aber und Johannes gingen hinauf in den Tempel um die Stunde des Gebets, die neunte.

2 Und ein Mann, lahm von seiner Mutter Leib an seiend, wurde getragen, den sie legten an Tag an die Tür des Tempels, genannt Schöne, zu erbitten ein Almosen von den Hineingehenden in den Tempel;

3 dieser, gesehen habend Petrus und Johannes im Begriff seiend hineinzugehen in den Tempel, bat ein Almosen zu erhalten.

4 Fest den Blick gerichtet habend aber Petrus auf ihn mit Johannes, sagte: Sieh an uns!

5 Er aber gab acht auf sie, erwartend, etwas von ihnen zu erhalten.

6 Sagte aber Petrus: Silber und Gold nicht steht zur Verfügung mir; was aber ich habe, dies dir gebe ich: Im Namen Jesu Christi des Nazoräers stehe auf und gehe umher!

7 Und ergriffen habend ihn an der rechten Hand, richtete er auf ihn; sofort aber wurden fest seine Füße und Knöchel,

8 und aufspringend, stand er und ging umher und ging hinein mit ihnen in den Tempel, umhergehend und springend und lobend Gott.

9 Und sah das ganze Volk ihn umhergehend und lobend Gott.

10 Sie erkannten aber ihn, daß er war der wegen des Almosens Sitzende an der Schönen Pforte des Tempels, und sie wurden erfüllt mit Staunen und Außersichsein über das Geschehene ihm.

11 Festhielt aber er Petrus und Johannes, lief zusammen das ganze Volk zu ihnen in der Halle, genannt Salomos, voll Staunen.

12 Gesehen habend aber, Petrus begann zu reden zu dem Volk: Männer Israeliten, was wundert ihr euch über diesen, oder auf uns was starrt ihr wie mit eigener Macht oder Frömmigkeit bewirkt Habende, daß umhergeht er?

13 Der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, der Gott unserer Väter, hat verherrlicht seinen Knecht Jesus, den ihr freilich ausgeliefert und verleugnet habt vor Angesicht Pilatus, sich entschieden hatte jener, freizulassen;

14 ihr aber den Heiligen und Gerechten habt verleugnet, und ihr habt gebeten, ein Mann ein Mörder geschenkt werde euch,

15 aber den Fürsten des Lebens habt ihr getötet, den Gott auferweckt hat von Toten, wovon wir Zeugen sind.

16 Und aufgrund des Glaubens an seinen Namen diesen, den ihr seht und kennt, hat festgemacht sein Name, und der Glaube durch ihn hat gegeben ihm diese volle Gesundheit vor Augen aller euer.

17 Und jetzt, Brüder, weiß ich, daß aus Unwissenheit ihr gehandelt habt, wie auch eure Oberen:

18 Aber Gott, was er vorher angekündigt hat durch Mund aller Propheten, leidet sein Gesalbter, hat erfüllt so.

19 Denkt um also und kehrt um dazu, daß ausgetilgt werden eure Sünden,

20 damit kommen Zeiten Erquickung vom Angesicht des Herrn und er sendet den bestimmten für euch Gesalbten, Jesus,

21 den, es ist nötig, Himmel aufnimmt bis zu Zeiten Wiederherstellung alles, was geredet hat Gott durch Mund seiner heiligen Propheten von Ewigkeit an.

22 Mose hat gesagt: Einen Propheten euch wird erstehen lassen Herr, euer Gott, aus euren Brüdern wie mich; auf ihn sollt ihr hören in allem, was er reden wird zu euch.

23 Es wird sein aber: Jede Seele, welche nicht hört auf jenen Propheten, wird ausgerottet werden aus dem Volk.

24 Und auch alle Propheten von Samuel und den der Reihe nach, wieviele geredet haben, auch haben angekündigt diese Tage.

25 Ihr seid die Söhne der Propheten und des Bundes, den geschlossen hat Gott mit euren Vätern, sagend zu Abraham: Und in deinem Samen werden gesegnet werden alle Geschlechter der Erde.

26 Für euch zuerst auferstehen lassen habend Gott seinen Knecht, sandte ihn als Segnenden euch, indem sich abwendet jeder von euren bösen Taten.

4

1 Redeten aber sie zum Volk, traten zu ihnen die Priester und der Hauptmann des Tempels und die Sadduzäer,

2 aufgebracht seiend deswegen, weil lehrten sie das Volk und verkündeten an Jesus die Auferstehung von Toten,

3 und sie legten an sie die Hände und legten in Gewahrsam für den morgigen; war nämlich Abend schon.

4 Viele aber der gehört Habenden das Wort kamen zum Glauben, und wurde die Zahl der Männer etwa fünftausend.

5 Geschah aber, am folgenden sich versammelten ihre Oberen und die Ältesten und die Schriftgelehrten in Jerusalem,

6 auch Hannas, der Hohepriester, und Kajaphas und Johannes und Alexander und alle, die waren aus hohepriesterlichem Geschlecht,

7 und gestellt habend sie in die Mitte, fragten sie: In welcher Kraft oder in welchem Namen habt getan dies ihr?

8 Da Petrus, erfüllt mit heiligem Geist, sagte zu ihnen: Obere des Volkes und Älteste,

9 wenn wir heute vernommen werden wegen einer Wohltat an einem kranken Menschen, durch wen dieser geheilt worden ist,

10 kund soll sein allen euch und dem ganzen Volk Israel, daß durch den Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt hat von Toten, durch diesen dieser steht da vor euch gesund.

11 Dies ist der Stein, verachtet von euch Bauleuten, geworden zum Haupt Ecke.

12 Und nicht ist in einem andern keinem die Rettung; denn auch nicht ist ein anderer Name unter dem Himmel, gegeben an Menschen, in dem, es ist nötig, gerettet werden wir.

13 Sehend aber den des Petrus Freimut und Johannes und erkannt habend, daß ungelehrte Leute sie sind und Laien, wunderten sie sich; sie wußten aber von ihnen, daß mit Jesus sie waren;

14 und den Menschen sehend bei ihnen stehend, den geheilten, nichts hatten sie dagegen zu sagen.

15 Geheißen habend aber sie aus dem Hohen Rat weggehen, verhandelten sie miteinander,

16 sagend: Was sollen wir tun mit diesen Menschen? Denn immerhin ja ein bekanntes Zeichen ist geschehen durch sie, allen Bewohnenden Jerusalem offenbares, und nicht können wir leugnen.

17 Aber damit nicht in noch weiterem verbreitet wird unter das Volk, wollen wir drohen ihnen, nicht mehr zu reden aufgrund dieses Namens zu keinem Menschen.

18 Und gerufen habend sie, geboten sie, überhaupt nicht zu sprechen und nicht zu lehren aufgrund des Namens Jesu.

19 Aber Petrus und Johannes, antwortend, sagten zu ihnen: Ob recht es ist vor Gott, auf euch zu hören mehr als auf Gott, urteilt!

20 Denn nicht können wir, was wir gesehen und gehört haben, nicht sagen.

21 Sie aber, Drohungen hinzugefügt habend, ließen frei sie, in keiner Weise findend das: Wie sie bestrafen könnten sie, wegen des Volkes, weil alle priesen Gott über dem Geschehenen;

22 Jahre nämlich war mehr als vierzig der Mensch, an dem geschehen war dieses Zeichen der Heilung.

23 Freigelassen aber, kamen sie zu den Eigenen und berichteten alles, was zu ihnen die Oberpriester und die Ältesten gesagt hatten.

24 Sie aber, gehört habend, einmütig erhoben Stimme zu Gott und sagten: Herr, du gemacht Habender den Himmel und die Erde und das Meer und alles in ihnen,

25 du unseres Vaters durch heiligen Geist Mund Davids, deines Knechtes, gesagt Habender: Warum tobten Völker und Völkerschaften sannen Eitles?

26 Traten auf die Könige der Erde, und die Herrscher versammelten sich an dem selben gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten.

27 Haben sich versammelt ja gemäß Wahrheit in dieser Stadt gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, Herodes sowohl als auch Pontius Pilatus mit Völkern und Völkerschaften Israels,

28 zu tun alles, was deine Hand und dein Ratschluß vorherbestimmt hat, geschehe.

29 Und im Blick auf die jetzt, Herr, sieh hin auf ihre Drohungen, und gib deinen Knechten, mit allem Freimut zu reden dein Wort,

30 indem deine Hand ausstreckst du dazu, daß Heilung und Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus!

31 Und gebetet hatten sie, erbebte der Ort, an dem sie waren versammelt, und erfüllt wurden alle mit dem heiligen Geist, und sie redeten das Wort Gottes mit Freimut.

32 Aber der Menge der gläubig Gewordenen war Herz und Seele eine, und auch nicht einer, irgendeins der gehörenden Güter ihm, sagte, sein eigen sei, sondern war ihnen alles gemeinsam.

33 Und mit großer Kraft gaben ab das Zeugnis die Apostel von der Auferstehung des Herrn Jesus, und große Gnade war auf allen ihnen.

34 Denn auch nicht irgendein Bedürftiger war unter ihnen; denn alle, welche Besitzer von Grundstücken oder Häusern waren, verkaufend brachten die erlösten Summen der verkauft werdenden

35 und legten zu den Füßen der Apostel; es wurde zugeteilt aber jedem, je nachdem jemand Bedarf hatte.

36 Joseph aber, mit Beinamen genannt Barnabas von den Aposteln, was ist übersetzt werdend Sohn Trostes, Levit, Cyprier nach der Abstammung,

37 für einen ihm gehörenden Acker, verkauft habend, brachte das Geld und legte zu den Füßen der Apostel.

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1 Aber ein Mann, Hananias mit Namen, mit Saphira, seiner Frau, verkaufte ein Grundstück

2 und schaffte auf die Seite vom Kaufpreis, mitwußte auch die Frau, und gebracht habend einen Teil zu den Füßen der Apostel legte er.

3 Sagte aber Petrus: Hananias, weswegen hat erfüllt der Satan dein Herz, belogen hast du den Geist heiligen und auf die Seite geschafft hast vom Kaufpreis für das Grundstück?

4 Nicht, bleibend, dir blieb es, und, verkauft, in deiner Verfügung war es? Was, daß du dir gesetzt hast in dein Herz diese Tat? Nicht hast du belogen Menschen, sondern Gott.

5 Hörend aber Hananias diese Worte, gefallen, gab den Geist auf; und kam große Furcht über alle Hörenden.

6 Aufgestanden aber, die Jüngeren hüllten ein ihn, und hinausgetragen habend, begruben sie.

7 Entstand aber etwa von drei Stunden eine Zwischenzeit, und seine Frau, nicht wissend das Geschehene, kam herein.

8 Begann zu reden aber zu ihr Petrus: Sage mir: Um so viel das Grundstück habt ihr verkauft? Sie aber sagte: Ja, um so viel.

9 Aber Petrus zu ihr: Was, daß vereinbart wurde zwischen euch, zu versuchen den Geist Herrn? Siehe, die Füße der begraben Habenden deinen Mann an der Tür, und sie werden hinaustragen dich.

10 Sie fiel hin aber sofort zu seinen Füßen und gab den Geist auf; hereingekommen aber, die jungen Männer fanden sie tot, und hinausgetragen habend, begruben sie bei ihrem Mann.

11 Und kam große Furcht über die ganze Gemeinde und über alle Hörenden dieses.

12 Aber durch die Hände der Apostel geschahen Zeichen und Wunder viele im Volk; und sie waren einmütig alle in der Halle Salomos.

13 Aber von den übrigen niemand wagte, engen Verkehr zu suchen mit ihnen, doch pries sie das Volk.

14 Um so mehr aber wurden hinzugetan Glaubende an den Herrn, Scharen von Männern sowohl als auch von Frauen,

15 so daß auch auf die Straßen trugen die Kranken und legten auf Betten und Matten, damit vorübergehenden Petrus wenigstens der Schatten überschatte einen von ihnen.

16 Zusammen kam aber auch die Menge aus den Städten rings um Jerusalem, bringend Kranke und Gequälte von unreinen Geistern, welche geheilt wurden alle.

17 Aufgestanden aber der Hohepriester und alle mit ihm, die bestehende Gruppe der Sadduzäer, wurden erfüllt mit Eifersucht

18 und legten an die Hände an die Apostel und legten sie ins öffentliche Gefängnis.

19 Engel aber Herrn, während Nacht geöffnet habend die Türen des Gefängnisses und hinausgeführt habend sie, sagte:

20 Geht und, aufgetreten, sagt im Tempel dem Volk alle Worte dieses Lebens!

21 Gehört habend aber, gingen sie hinein gegen den Morgen in den Tempel und lehrten. Gekommen aber, der Hohepriester und die mit ihm riefen zusammen den Hohen Rat, und den ganzen Rat der Alten der Söhne Israels, und sandten in das Gefängnis, herbeigeführt würden sie.

22 Aber die gekommenen Diener nicht fanden sie im Gefängnis; zurückgekommen aber, berichteten sie,

23 sagend: Das Gefängnis fanden wir verschlossen in aller Sicherheit und die Wächter stehend an den Türen; geöffnet habend aber, drinnen niemand fanden wir.

24 Als aber gehört hatten diese Worte sowohl der Hauptmann des Tempels als auch die Oberpriester, waren sie ratlos über sie, was wohl geschehen sei dies.

25 Gekommen aber, einer berichtete ihnen: Siehe, die Männer, die ihr gelegt habt in das Gefängnis, sind im Tempel stehend und lehrend das Volk.

26 Da, hingegangen, der Hauptmann mit den Dienern führte her sie, nicht mit Gewalt; sie fürchteten nämlich das Volk, daß sie gesteinigt würden.

27 Hergebracht habend aber sie, stellten sie vor den Hohen Rat. Und befragte sie der Hohepriester,

28 sagend: Nicht mit einem Befehl haben wir befohlen euch, nicht zu lehren aufgrund dieses Namens? Und siehe, ihr habt erfüllt Jerusalem mit eurer Lehre, und ihr wollt bringen über uns das Blut dieses Menschen.

29 Antwortend aber, Petrus und die Apostel sagten: Gehorchen muß man Gott mehr als Menschen.

30 Der Gott unserer Väter hat auferweckt Jesus, den ihr umgebracht habt, gehängt habend ans Holz;

31 diesen Gott als Herrscher und Retter hat erhöht zu seiner Rechten, zu geben Umdenken Israel und Vergebung Sünden.

32 Und wir sind Zeugen dieser Worte und der Geist heilige, den gegeben hat Gott den Gehorchenden ihm.

33 Sie aber, gehört habend, ergrimmten und wollten töten sie.

34 Aufgestanden aber, ein Pharisäer im Hohen Rat mit Namen Gamaliel, Gesetzeslehrer, wertgeachtet bei dem ganzen Volk, befahl, nach draußen für kurz die Menschen zu tun,

35 und er sagte zu ihnen: Männer Israeliten, seht vor euch bei diesen Menschen, was ihr wollt tun!

36 Denn vor diesen Tagen stand auf Theudas, sagend, sei einer er, dem sich anschloß von Männern eine Zahl von etwa vierhundert; dieser wurde getötet, und alle, die folgten ihm, wurden zersprengt und wurden zu nichts.

37 Nach diesem stand auf Judas der Galiläer in den Tagen der Einschreibung und brachte zum Abfall eine Volksmenge hinter sich; auch er kam um, und alle, welche folgten ihm, wurden zerstreut.

38 Und im Blick auf die jetzt sage ich euch: Steht ab von diesen Menschen und laßt sie! Denn wenn sein sollte von Menschen dieses Vorhaben oder dieses Werk, wird es zunichte gemacht werden;

39 wenn aber von Gott es ist, nicht werdet ihr können zunichtemachen sie, damit nicht sogar als gegen Gott Kämpfende ihr erfunden werdet. Sie gehorchten aber ihm,

40 und zu sich gerufen habend die Apostel, geschlagen habend), befahlen sie, nicht zu reden aufgrund des Namens Jesu, und ließen frei.

41 Sie nun gingen, sich freuend, weg vom Angesicht des Hohen Rates, weil sie gewürdigt worden waren, für den Namen beschimpft zu werden;

42 und jeden Tag im Tempel und in Haus nicht hörten sie auf, lehrend und als Frohbotschaft verkündend den Gesalbten, Jesus.

6

1 Aber in diesen Tagen, an Zahl zunahmen die Jünger, entstand ein Murren der Hellenisten gegen die Hebräer, weil übersehen wurden beim Dienst täglichen ihre Witwen.

2 Und zu sich gerufen habend die Zwölf die Menge der Jünger, sagten: Nicht wohlgefällig ist, wir, hintangesetzt habend das Wort Gottes, dienen Tischen.

3 Seht euch um aber, Brüder, nach Männern aus euch, in gutem Ruf stehenden, sieben, voll Geist und Weisheit, die wir einsetzen werden für diese Aufgabe;

4 wir aber auf das Gebet und auf den Dienst des Wortes werden fest bedacht sein.

5 Und gefiel das Wort vor der ganzen Menge, und sie wählten aus Stephanus, einen Mann voll Glaubens und heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten, Antiochener,

6 die sie stellten vor die Apostel, und gebetet habend, legten sie auf ihnen die Hände.

7 Und das Wort Gottes wuchs, und gemehrt wurde die Zahl der Jünger in Jerusalem sehr, und eine zahlreiche Menge der Priester gehorchten dem Glauben.

8 Stephanus aber, voll Gnade und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk.

9 Auf traten aber einige derer aus der Synagoge, genannt Libertiner und Zyrenäer und Alexandriner und der aus Zilizien und Asien, ein Streitgespräch führend mit Stephanus,

10 und nicht waren sie stark, zu widerstehen der Weisheit und dem Geist, mit dem er redete.

11 Da stifteten sie an Männer sagende: Wir haben gehört ihn redend lästernde Worte gegen Mose und Gott.

12 Und sie hetzten auf das Volk und die Ältesten und die Schriftgelehrten, und hinzugetreten, packten sie ihn und führten vor den Hohen Rat,

13 und sie stellten auf falsche Zeugen sagende: Dieser Mensch nicht hört auf, redend Worte gegen diesen heiligen Ort und das Gesetz;

14 wir haben gehört nämlich ihn sagend: Jesus, der Nazoräer, dieser wird zerstören diesen Ort und wird ändern die Gebräuche, die überliefert hat uns Mose.

15 Und, fest den Blick gerichtet habend auf ihn, alle Sitzenden im Hohen Rat sahen sein Angesicht wie Angesicht eines Engels.

7

1 Sagte aber der Hohepriester: Dies so verhält sich?

2 Er aber sagte: Männer Brüder und Väter, hört! Der Gott der Herrlichkeit erschien unserem Vater Abraham, seienden in Mesopotamien eher, als wohnte er in Haran,

3 und sagte zu ihm: Zieh aus aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft, und komm in das Land, das dir ich zeigen werde!

4 Da, ausgezogen aus Land Chaldäer, wohnte er in Haran. Und von dort, nachdem gestorben war sein Vater, siedelte er um ihn in dieses Land, in dem ihr jetzt wohnt,

5 und nicht gab er ihm Besitz in ihm, auch nicht Schritt eines Fußes, und verhieß, zu geben ihm zum Besitz es und seinem Samen nach ihm, nicht war ihm ein Kind.

6 Sprach aber so Gott: Sein wird sein Same als Fremdling in einem fremden Land, und sie werden versklaven ihn und schlecht behandeln vierhundert Jahre;

7 und das Volk, dem sie dienen werden, werde richten ich, Gott sprach, und danach werden sie ausziehen und werden dienen mir an diesem Ort.

8 Und er gab ihm Bund Beschneidung; und so zeugte er Isaak und beschnitt ihn am Tag achten, und Isaak den Jakob, und Jakob die zwölf Stammväter.

9 Und die Stammväter, neidisch geworden auf Joseph, verkauften nach Ägypten; und war Gott mit ihm,

10 und er nahm heraus ihn aus allen seinen Bedrängnissen und gab ihm Gnade und Weisheit vor Pharao, König Ägyptens, und er setzte ein ihn als Herrschenden über Ägypten und über sein ganzes Haus.

11 Kam aber eine Hungersnot über ganz Ägypten und Kanaan und große Bedrängnis, und nicht fanden Nahrungsmittel unsere Väter.

12 Gehört habend aber Jakob von seienden Getreidemengen in Ägypten, sandte aus unsere Väter zum erstenmal.

13 Und beim zweitenmal gab sich zu erkennen Joseph seinen Brüdern, und offenbar wurde dem Pharao die Herkunft Josephs.

14 Gesandt habend aber, Joseph rief zu sich Jakob, seinen Vater, und die ganze Verwandtschaft, an Seelen fünfundsiebzig.

15 Und hinab zog Jakob nach Ägypten, und starb er und unsere Väter,

16 und überführt wurden sie nach Sichem, und gelegt wurden sie in das Grab, das gekauft hatte Abraham für eine Summe Silbers von den Söhnen Hamors in Sichem.

17 Als aber sich näherte die Zeit der Verheißung, die zugesagt hatte Gott dem Abraham, wuchs das Volk und mehrte sich in Ägypten,

18 bis aufkam ein anderer König über Ägypten, der nicht kannte Joseph.

19 Dieser, mit Arglist behandelnd unser Geschlecht, behandelte schlecht unsere Väter, indem machte ihre Kinder zu ausgesetzten, dazu, daß nicht am Leben erhalten wurden.

20 In dieser Zeit wurde geboren Mose, und er war angenehm Gott; dieser wurde aufgezogen drei Monate im Hause des Vaters;

21 ausgesetzt worden war aber er, nahm zu sich auf ihn die Tochter Pharaos und erzog ihn sich als Sohn.

22 Und unterrichtet wurde Mose in aller Weisheit Ägypter; er war aber gewaltig in seinen Worten und Werken.

23 Als aber voll wurde für ihn vierzigjährige Zeit, stieg auf in sein Herz, sich umzusehen nach seinen Brüdern, den Söhnen Israels.

24 Und gesehen habend einen ungerecht behandelt Werdenden, stand er bei und verschaffte Recht dem mißhandelt Werdenden, erschlagend den Ägypter.

25 Er meinte aber, verstünden seine Brüder, daß Gott durch seine Hand gebe Rettung ihnen; sie aber nicht verstanden.

26 Und am folgenden Tag erschien er ihnen Streit habenden und versuchte, zu versöhnen sie zum Frieden, sagend: Männer, Brüder seid ihr; warum tut ihr unrecht einander?

27 Aber der unrecht Tuende dem Nächsten stieß weg ihn, sagend: Wer dich hat eingesetzt als Oberen und Richter über uns?

28 Etwa umbringen mich du willst, auf welche Weise du umgebracht hast gestern den Ägypter?

29 Floh aber Mose bei diesem Wort, und er wurde ein Fremdling im Land Midian, wo er zeugte zwei Söhne.

30 Und voll geworden waren vierzig Jahre, erschien ihm in der Wüste des Berges Sinai ein Engel in Flamme eines Feuers eines Dornbusches.

31 Aber Mose, gesehen habend, wunderte sich über das Gesicht; hinzuging aber er, genau nachzusehen, geschah Stimme Herrn:

32 Ich der Gott deiner Väter, der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs. Voll Zittern aber geworden, Mose nicht wagte, genau nachzusehen.

33 Sagte aber zu ihm der Herr: Löse die Fußbekleidung deiner Füße! Denn der Ort, auf dem du stehst, heiliges Land ist.

34 Sehend habe ich gesehen die schlechte Behandlung meines Volkes in Ägypten, und ihr Seufzen habe ich gehört, und ich bin herabgekommen, herauszunehmen sie; und jetzt komm! Ich will senden dich nach Ägypten.

35 Diesen Mose, den sie verleugneten, sagend: Wer dich hat eingesetzt als Oberen und als Richter?, diesen Gott sowohl als Oberen als auch als Erlöser hat gesandt durch Hand eines Engels, des erschienenen ihm im Dornbusch.

36 Dieser hat herausgeführt sie, tuend Wunder und Zeichen im Land Ägypten und im Roten Meer und in der Wüste vierzig Jahre.

37 Dies ist der Mose gesagt habende zu den Söhnen Israels: Einen Propheten euch wird erstehen lassen Gott aus euren Brüdern wie mich.

38 Dies ist der Gewesene in der Gemeinde in der Wüste mit dem Engel, sprechenden mit ihm auf dem Berg Sinai, und unseren Vätern, der empfangen hat lebendige Aussprüche, zu geben uns,

39 dem nicht wollten gehorsam werden unsere Väter, sondern sie stießenweg und wandten sich um in ihren Herzen nach Ägypten,

40 sagend zu Aaron: Mache uns Götter, die hergehen werden vor uns! Denn dieser Mose, der herausgeführt hat uns aus Land Ägypten, nicht wissen wir, was geschehen ist ihm.

41 Und sie machten ein Kalb in jenen Tagen und brachten dar ein Opfer dem Götzenbild und freuten sich an den Werken ihrer Hände.

42 Wandte sich ab aber Gott und übergab a sie, zu dienen dem Heer des Himmels, wie geschrieben ist im Buch der Propheten: Etwa Schlachttiere und Opfer habt ihr gebracht zu mir vierzig Jahre in der Wüste, Haus Israel?

43 Sowohl habt ihr mitgeführt das Zelt des Moloch als auch den Stern eures Gottes Romfa, die Abbilder, die ihr gemacht habt, anzubeten sie; und ich werde umsiedeln euch jenseits von Babylon.

44 Das Zelt des Zeugnisses war unseren Vätern in der Wüste, wie angeordnet hatte der Redende mit Mose, zu machen es nach dem Vorbild, das er gesehen hatte;

45 dieses auch trugen hin, übernommen habend, unsere Väter mit Josua bei der Besitzergreifung der Völker, die vertrieben hatte Gott weg von Angesicht unserer Väter bis zu den Tagen Davids,

46 welcher fand Gnade vor Gott und bat, zu finden eine Wohnung für das Haus Jakob.

47 Salomo aber baute ihm ein Haus.

48 Aber nicht der Höchste in mit Händen gemachten wohnt, wie der Prophet sagt:

49 Der Himmel mir Thron, und die Erde Schemel meiner Füße. Welches Haus wollt ihr bauen mir, spricht Herr, oder welches Ort meiner Ruhe?

50 Nicht meine Hand hat gemacht dies alles?

51 Halsstarrige und Unbeschnittene an Herzen und an den Ohren, ihr immer dem Geist heiligen widerstrebt, wie eure Väter auch ihr.

52 Welchen der Propheten nicht haben verfolgt eure Väter? Und sie haben getötet die vorher verkündet Habenden von dem Kommen des Gerechten, dessen Verräter und Mörder jetzt ihr geworden seid,

53 die ihr empfangen habt das Gesetz durch Anordnungen von Engeln, und nicht habt ihr gehalten.

54 Hörend aber dies, ergrimmten sie in ihren Herzen und knirschten die Zähne gegen ihn.

55 Seiend aber voll heiligen Geistes, fest den Blick gerichtet habend zum Himmel, sah er Herrlichkeit Gottes und Jesus stehend zur Rechten Gottes

56 und sagte: Siehe, ich sehe die Himmel geöffnet und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehend.

57 Geschrien habend aber mit lauter Stimme, hielten sie zu ihre Ohren und stürmten einmütig gegen ihn,

58 und hinausgeworfen habend aus der Stadt, steinigten sie. Und die Zeugen legten ab ihre Kleider zu den Füßen eines jungen Mannes, genannt Saulus.

59 Und sie steinigten Stephanus, anrufenden und sagenden: Herr Jesus, nimm auf meinen Geist!

60 Gebeugt habend aber die Knie, schrie er mit lauter Stimme: Herr, nicht rechne an ihnen diese Sünde! Und dies gesagt habend, entschlief er.

8

1 Saulus aber war Wohlgefallen habend an seiner Tötung. Entstand aber an jenem Tag eine große Verfolgung gegen die Gemeinde in Jerusalem; und alle wurden zerstreut hin über die Landschaften Judäas und Samariens außer den Aposteln.

2 Bestatteten aber Stephanus gottesfürchtige Männer und machten ein großes Wehklagen über ihn.

3 Saulus aber versuchte zugrunde zu richten die Gemeinde, in die Häuser eindringend, und fortschleppend Männer und Frauen, überlieferte er ins Gefängnis.

4 Die Verstreuten nun zogen umher, als Frohbotschaft verkündend das Wort.

5 Philippus aber, hinabgekommen in die Stadt Samariens, verkündete ihnen Christus.

6 Achteten aber die Leute auf das gesagt Werdende von Philippus einmütig, indem hörten sie und sahen die Zeichen, die er tat.

7 Denn viele der Habenden unreine Geister schreiend mit lauter Stimme fuhren sie aus und viele Gelähmte und Verkrüppelte wurden geheilt;

8 entstand aber große Freude in jener Stadt.

9 Aber ein Mann mit Namen Simon war vorher in der Stadt, Zauberei treibend und außer sich bringend das Volk Samariens, sagend, sei einer er, ein Großer,

10 dem anhingen alle von klein bis groß, sagend: Dieser ist die Kraft Gottes, genannt Große.

11 Sie hingen an aber ihm deswegen, weil geraume Zeit durch die Zaubereien außer sich waren sie.

12 Als aber sie glaubten dem Philippus die Frohbotschaft verkündenden vom Reich Gottes und dem Namen Jesu Christi, ließen sich taufen Männer sowohl als auch Frauen.

13 Und auch Simon selbst wurde gläubig, und getauft war er fest anhangend Philippus, und sehend Zeichen und große Machttaten geschehend, geriet er außer sich.

14 Gehört habend aber die Apostel in Jerusalem, daß angenommen habe Samarien das Wort Gottes, sandten zu ihnen Petrus und Johannes,

15 welche, hinabgekommen, beteten für sie, daß sie empfingen heiligen Geist.

16 Denn noch nicht war er auf keinen von ihnen gefallen, sondern nur getauft waren sie auf den Namen des Herrn Jesus.

17 Dann legten sie auf die Hände auf sie, und sie empfingen heiligen Geist.

18 Gesehen habend aber Simon, daß durch die Auflegung der Hände der Apostel gegeben wird der Geist, brachte ihnen Geld,

19 sagend: Gebt auch mir diese Macht, daß, wem ich auflege die Hände, empfängt heiligen Geist!

20 Petrus aber sagte zu ihm: Dein Geld mit dir sei ins Verderben, weil die Gabe Gottes du gemeint hast durch Geld zu erwerben!

21 Nicht ist dir Anteil und nicht Anrecht an diesem Wort; denn dein Herz nicht ist aufrichtig vor Gott.

22 Denke um also weg von dieser deiner Bosheit und bitte den Herrn, ob etwa vergeben werden wird dir der Einfall deines Herzens!

23 Denn in Galle, Bitterkeit und Fessel Ungerechtigkeit sehe ich dich seiend.

24 Antwortend aber, Simon sagte: Betet ihr für mich zum Herrn, daß nichts komme über mich, was ihr gesagt habt!

25 Sie nun, bezeugt habend und gesagt habend das Wort des Herrn, kehrten zurück nach Jerusalem, und vielen Dörfern der Samaritaner verkündeten sie die Frohbotschaft.

26 Aber Engel Herrn sprach zu Philippus, sagend: Stehe auf und gehe nach Süden auf die Straße hinabführende von Jerusalem nach Gaza! Diese ist einsam.

27 Und aufgestanden, ging er; und siehe, ein Mann ein Äthiopier, ein Eunuch, Mächtiger Kandake, Königin Äthiopier, der war über ihrem ganzen Schatz, der gekommen war, anbeten wollend, nach Jerusalem,

28 und er war zurückkehrend und sitzend auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja.

29 Sagte aber der Geist zu Philippus: Gehe hin und halte dich eng an diesen Wagen!

30 Hinzugelaufen aber, Philippus hörte ihn lesend Jesaja, den Propheten, und sagte: Auch verstehst du, was du liest?

31 Er aber sagte: Wie denn könnte ich, wenn nicht jemand anleitet mich? Und er bat Philippus, aufgestiegen, sich zu setzen zu ihm.

32 Aber der Wortlaut der Schriftstelle, die er las, war dieser: Wie ein Schaf zum Schlachten wurde er geführt, und wie ein Lamm vor dem Scherenden es stumm, so nicht öffnet er seinen Mund.

33 In seiner Erniedrigung sein Strafgericht wurde aufgehoben; sein Geschlecht wer wird beschreiben? Denn weggenommen wird von der Erde sein Leben.

34 Antwortend aber, der Eunuch zu Philippus sagte: Ich bitte dich, von wem der Prophet sagt dies? Von sich oder von einem anderen?

35 Geöffnet habend aber Philippus seinen Mund und angefangen habend mit dieser Schriftstelle, verkündete als Frohbotschaft ihm Jesus.

36 Als aber sie fuhren auf dem Weg, kamen sie an ein Wasser, und sagt der Eunuch: Siehe, Wasser; was hindert, ich getauft werde?

38 Und er hieß stehen bleiben den Wagen, und sie stiegen hinab beide in das Wasser, sowohl Philippus als auch der Eunuch, und er taufte ihn.

39 Als aber sie heraufgestiegen waren aus dem Wasser, Geist Herrn entrückte Philippus, und nicht sah ihn nicht mehr der Eunuch; er zog aber seine Straße, sich freuend.

40 Philippus aber wurde gefunden in Aschdod, und umherziehend, verkündete er die Frohbotschaft allen Städten, bis daß kam er nach Cäsarea.

9

1 Aber Saulus, noch atmend Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn, gegangen zu dem Hohenpriester,

2 erbat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen, damit, wenn einige er finde des Wegs Seiende, Männer sowohl als auch Frauen, gefesselt er führe nach Jerusalem.

3 Während aber dahinzog, geschah es, er sich näherte Damaskus, und plötzlich ihn umstrahlte ein Licht vom Himmel,

4 und gefallen auf den Boden, hörte er eine Stimme, sagend zu ihm: Saul, Saul, was mich verfolgst du?

5 Er sagte aber: Wer bist du, Herr? Er aber: Ich bin Jesus, den du verfolgst.

6 Doch steh auf und geh hinein in die Stadt, und es wird gesagt werden dir, was, du, es ist nötig, tust.

7 Aber die Männer auf dem Weg seienden mit ihm standen sprachlos, hörend zwar die Stimme, niemanden aber sehend.

8 Auf stand aber Saulus vom Boden; geöffnet waren aber seine Augen, nichts sah er; an der Hand führend aber ihn, brachten sie nach Damaskus.

9 Und er war drei Tage nicht sehend, und nicht aß er und nicht trank er.

10 War aber ein Jünger in Damaskus mit Namen Hananias, und sagte zu ihm in einem Gesicht der Herr: Hananias! Er aber sagte: Siehe, ich, Herr!

11 Aber der Herr zu ihm: Aufgestanden geh in die Gasse, genannt Gerade, und suche auf im Haus Judas Saulus mit Namen, einen Tarser; denn siehe, er betet!

12 Und er hat gesehen einen Mann in einem Gesicht, Hananias mit Namen, hingekommen und aufgelegt habend ihm die Hände, damit er wieder sehe.

13 Antwortete aber Hananias: Herr, ich habe gehört von vielen von diesem Mann, wieviel Böses deinen Heiligen er getan hat in Jerusalem.

14 Und hier hat er Vollmacht von den Oberpriestern, zu fesseln alle Anrufenden deinen Namen.

15 Sagte aber zu ihm der Herr: Geh, weil ein Werkzeug Auserwählung ist mir dieser, zu tragen meinen Namen vor Völker sowohl als auch Könige und Söhne Israels;

16 denn ich werde zeigen ihm, wieviel, es ist nötig, er für meinen Namen leidet.

17 Hin ging aber Hananias und ging hinein in das Haus, und aufgelegt habend auf ihn die Hände, sagte er: Saul, Bruder, der Herr hat gesandt mich, Jesus, der erschienene dir auf dem Weg, auf dem du kamst, damit du wieder siehst und erfüllt wirst mit heiligem Geist.

18 Und sofort fielen sie ab von seinen Augen wie Schuppen, und er sah wieder, und aufgestanden, ließ er sich taufen,

19 und genommen habend Speise, kam er wieder zu Kräften. Er war aber bei den Jüngern in Damaskus einige Tage,

20 und sofort in den Synagogen verkündete er Jesus, daß dieser ist der Sohn Gottes.

21 Gerieten außer sich aber alle Hörenden und sagten: Nicht dieser ist der zugrunde gerichtet Habende in Jerusalem die Anrufenden diesen Namen, und hierher dazu war er gekommen, daß gefesselt sie er führe vor die Oberpriester?

22 Saulus aber mehr wurde stark und verwirrte die Juden wohnenden in Damaskus, beweisend, daß dieser ist der Gesalbte.

23 Als aber sich erfüllten viele Tage, beschlossen die Juden, umzubringen ihn;

24 bekannt wurde aber dem Saulus ihr An schlag. Sie bewachten aber auch die Tore tags sowohl als auch nachts, damit ihn sie umbrächten.

25 Genommen habend aber, seine Jünger nachts durch die Mauer ließen hinab ihn, hinunterschaffend in einem Korb.

26 Gekommen aber nach Jerusalem, versuchte er, sich anzuschließen den Jüngern; und alle fürchteten ihn, nicht glaubend, daß er sei ein Jünger.

27 Barnabas aber, sich angenommen habend, ihn führte zu den Aposteln und erzählte ihnen, wie auf dem Weg er gesehen habe den Herrn und daß er geredet habe mit ihm und wie in Damaskus er freimütig gesprochen habe im Namen Jesu.

28 Und er war bei ihnen eingehend und ausgehend in Jerusalem, freimütig sprechend im Namen des Herrn,

29 und er redete und hielt Streitgespräche mit den Hellenisten; die aber versuchten, umzubringen ihn.

30 Erfahren habend aber, die Brüder führten hinab ihn nach Cäsarea und sandten weg ihn nach Tarsus.

31 Die Gemeinde nun in ganz Judäa und Galiläa und Samarien hatte Frieden, sich aufbauend und wandelnd in der Furcht des Herrn, und durch den Zuspruch des heiligen Geistes mehrte sie sich.

32 Es geschah aber, Petrus, durchziehend durch alle, hinabkam auch zu den Heiligen bewohnenden Lydda.

33 Er fand aber dort einen Mann mit Namen Äneas, seit acht Jahren darniederliegend auf einem Bett, welcher war gelähmt.

34 Und sagte zu ihm Petrus: Äneas, heilt dich Jesus Christus; steh auf und breite aus dir selbst! Und sofort stand er auf.

35 Und sahen ihn alle Bewohnenden Lydda und die Scharon, welche sich bekehrten i zum Herrn.

36 In Joppe aber war eine Jüngerin mit Namen Tabita, was übersetzt werdend heißt Gazelle; diese war reich an guten Werken und Almosen, die sie übte.

37 Es geschah aber in jenen Tagen, krank geworden, sie starb; gewaschen habend aber, legten sie sie in ein Obergemach.

38 Nahe aber ist Lydda bei Joppe, die Jünger, gehört habend, daß Petrus sei in ihr, sandten zwei Männer zu ihm, bittend: Nicht zögere, herüberzukommen zu uns!

39 Aufgestanden aber, Petrus ging mit ihnen; diesen, angekommen, führten sie hinauf in das Obergemach, und traten zu ihm alle Witwen, weinend und an sich selbst vorzeigend Röcke und Kleider, welche alle machte, bei ihnen seiend, die Gazelle.

40 Hinausgeschickt habend aber nach draußen alle Petrus und gebeugt habend die Knie, betete und, sich gewandt habend zu dem Leichnam, sagte: Tabita, steh auf! Sie aber öffnete ihre Augen, und gesehen habend Petrus, setzte sie sich auf.

41 Gegeben habend aber ihr Hand, richtete er auf sie; gerufen habend aber die Heiligen und die Witwen, stellte er vor sie lebend.

42 Bekannt aber wurde es in ganz Joppe, und zum Glauben kamen viele an den Herrn.

43 Es geschah aber, viele Tage blieb in Joppe bei einem gewissen Simon, einem Gerber.

10

1 Aber ein Mann in Cäsarea mit Namen Kornelius, ein Zenturio von einer Kohorte, der genannten italischen,

2 fromm und fürchtend Gott mit seinem ganzen Haus, gebend viele Almosen dem Volk und betend zu Gott durch alle,

3 sah in einem Gesicht deutlich etwa um neunte Stunde des Tages Engel Gottes hereinkommend zu ihm und sagend zu ihm: Kornelius!

4 Er aber, fest den Blick gerichtet habend auf ihn und voll Furcht geworden, sagte: Was ist, Herr? Er sagte aber zu ihm: Deine Gebete und deine Almosen sind aufgestiegen als Gedächtnisopfer vor Gott.

5 Und jetzt schicke Männer nach Joppe und laß kommen einen gewissen Simon, der mit Beinamen genannt wird Petrus;

6 dieser wohnt als Gast bei einem gewissen Simon, einem Gerber, welchem ist ein Haus am Meer.

7 Als aber weggegangen war der Engel sprechende mit ihm, gerufen habend zwei der Diener und einen frommen Soldaten von den ständig seienden bei ihm

8 und erzählt habend alles ihnen, sandte er sie nach Joppe.

9 Aber am darauffolgenden, unterwegs waren jene und der Stadt sich näherten, stieg hinauf Petrus auf das Dach, um zu beten um sechste Stunde.

10 Er wurde aber hungrig und wollte essen. Zubereiteten aber sie, kam über ihn eine Entrückung,

11 und er sieht den Himmel geöffnet und herabkommend ein Behältnis wie ein großes Leintuch, an vier Anfängen herabgelassen werdend auf die Erde,

12 in welchem waren alle Vierfüßler und Kriechtiere der Erde und Vögel des Himmels.

13 Und geschah eine Stimme zu ihm: Aufgestanden, Petrus, schlachte und iß!

14 Aber Petrus sagte: Keinesfalls, Herr, weil niemals ich gegessen habe alles Gemeine und Unreine.

15 Und Stimme wieder zum zweitenmal zu ihm: Was Gott rein gemacht hat, du nicht erkläre für gemein!

16 Dies aber geschah dreimal, und sofort wurde emporgehoben das Behältnis in den Himmel.

17 Als aber bei sich selbst ratlos war Petrus, was wohl sei das Gesicht, das er gesehen hatte, siehe, die Männer abgesandten von Kornelius, sich durchgefragt habend nach dem Haus Simons, traten heran an den Toreingang,

18 und gerufen habend, fragten sie, ob Simon, mit Beinamen genannt Petrus, hier zu Gast sei.

19 Aber Petrus nachdachte über das Gesicht, sagte zu ihm der Geist: Siehe, drei Männer, suchend dich!

20 Aber aufgestanden, steige hinunter und gehe mit ihnen, in keiner Weise Bedenken habend, weil ich gesandt habe sie!

21 Hinabgestiegen aber, Petrus zu den Männern sagte: Siehe, ich bin, den ihr sucht. Was die Ursache, derentwegen ihr da seid?

22 Sie aber sagten: Kornelius, ein Zenturio, ein Mann, gerecht und fürchtend Gott und ein gutes Zeugnis empfangend von dem ganzen Volk der Juden, wurde angewiesen von einem heiligen Engel, kommen zu lassen dich in sein Haus und zu hören Worte von dir.

23 Hereingerufen habend nun, sie bewirtete er. Aber am folgenden sich aufgemacht habend, ging er weg mit ihnen. Und einige der Brüder von Joppe gingen mit ihm.

24 Und am folgenden kam er nach Cäsarea. Aber Kornelius war erwartend sie, bei sich zusammengerufen habend seine Verwandten und die nächsten Freunde.

25 Als aber es geschah, daß hereinkam Petrus, entgegengegangen ihm, Kornelius, gefallen zu den Füßen, begrüßte unterwürfig.

26 Aber Petrus richtete auf ihn, sagend: Steh auf! Auch ich selbst ein Mensch bin.

27 Und sprechend mit ihm, ging er hinein und findet zusammengekommen viele.

28 Und er sagte zu ihnen: Ihr wißt, daß unerlaubt ist einem Mann einem Juden, zu verkehren mit oder zu gehen zu einem Andersstämmigen; und mir Gott hat klargemacht, keinen gemein oder unrein zu nennen Menschen;

29 deswegen auch ohne Widerrede bin ich gekommen, hergerufen. Ich frage nun: Aus welchem Grund habt ihr kommen lassen mich?

30 Und Kornelius sagte: Zurück vierten Tag bis zu dieser Stunde war ich um die neunte betend in meinem Haus, und siehe, ein Mann stand vor mir in glänzendem Kleid

31 und sagt: Kornelius, erhört worden ist dein Gebet, und deine Almosen sind in Erinnerung gerufen worden vor Gott.

32 Schicke nun nach Joppe und laß herbeirufen Simon, der mit Beinamen genannt wird Petrus! Dieser wohnt als Gast im Haus Simons Gerbers am Meer.

33 Sofort nun habe ich geschickt zu dir, und du gut hast getan, herkommend. Jetzt also alle wir vor Gott sind da, zu hören alles Aufgetragene dir vom Herrn.

34 Geöffnet habend aber Petrus den Mund, sagte: Gemäß Wahrheit erkenne ich, daß nicht ist die Person ansehend Gott,

35 sondern in jedem Volk der Fürchtende ihn und Wirkende Gerechtigkeit angenehm ihm ist.

36 Das Wort, das er gesandt hat, den Söhnen Israels, verkündigend Frieden durch Jesus Christus dieser ist aller Herr,

37 ihr kennt, das geschehene Ereignis in ganz Judäa, begonnen habend von Galiläa nach der Taufe, die verkündete Johannes,

38 Jesus von Nazaret, wie gesalbt hat ihn Gott mit heiligem Geist und Kraft, der umherzog, wohltuend und heilend alle Beherrschten vom Teufel, weil Gott war mit ihm.

39 Und wir Zeugen alles, was er getan hat sowohl in dem Land der Juden als auch in Jerusalem. Welchen auch sie umgebracht haben gehängt habend ans Holz,

40 den Gott hat auferweckt am dritten Tag und ließ ihn sichtbar werden,

41 nicht dem ganzen Volk, sondern Zeugen, den vorherbestimmten von Gott, uns, die wir mitgegessen und getrunken haben mit ihm, nachdem auferstanden war er von Toten.

42 Und er gebot uns, zu verkünden dem Volk und zu bezeugen, daß dieser ist der von Gott bestimmte Richter Lebenden und Toten.

43 Für diesen alle Propheten legen Zeugnis ab, Vergebung Sünden empfängt durch seinen Namen jeder Glaubende an ihn.

44 Noch redete Petrus diese Worte, fiel der Geist heilige auf alle Hörenden das Wort.

45 Und außer sich gerieten die Gläubigen aus Beschneidung, wieviele gekommen waren mit Petrus, weil auch auf die Heiden die Gabe des heiligen Geistes ausgegossen worden ist;

46 denn sie hörten sie redend mit Zungen und preisend Gott. Darauf begann zu reden Petrus:

47 Etwa das Wasser kann verweigern jemand, so daß nicht getauft werden diese, welche den Geist heiligen empfangen haben wie auch wir?

48 Und er ordnete an, sie im Namen Jesu Christi getauft würden. Darauf baten sie ihn, zu bleiben einige Tage.

11

1 Hörten aber die Apostel und die Brüder seienden in Judäa, daß auch die Heiden angenommen hatten das Wort Gottes.

2 Als aber hinaufkam Petrus nach Jerusalem, stritten gegen ihn die aus Beschneidung,

3 sagend: Du bist hineingegangen zu Männern Vorhaut habenden und hast gegessen mit ihnen.

4 Begonnen habend aber, Petrus setzte auseinander ihnen der Reihe nach, sagend:

5 Ich war in Stadt Joppe betend und sah in einer Entrückung ein Gesicht, herabkommend ein Behältnis wie ein großes Leintuch, an vier Anfängen herabgelassen werdend vom Himmel, und es kam bis zu mir.

6 Auf dieses fest den Blick gerichtet habend, bemerkte ich und sah die Vierfüßler der Erde und die wilden Tiere und die Kriechtiere und die Vögel des Himmels.

7 Ich hörte aber auch eine Stimme, sagend. zu mir: Aufgestanden, Petrus, schlachte und iß!

8 Ich sagte aber: Keinesfalls, Herr, weil Gemeines oder Unreines niemals hineingekommen ist in meinen Mund.

9 Antwortete aber Stimme zum zweitenmal vom Himmel: Was Gott rein gemacht hat, du nicht erkläre für gemein!

10 Dies aber geschah dreimal, und hinaufgezogen wurde wieder alles in den Himmel.

11 Und siehe, sofort drei Männer traten heran an das Haus, in dem wir waren, abgesandt von Cäsarea zu mir.

12 Befahl aber der Geist mir, zu gehen mit ihnen, in keiner Weise Bedenken habend. Gingen aber mit mir auch diese sechs Brüder, und wir gingen hinein in das Haus des Mannes.

13 Und er berichtete uns, wie er gesehen habe den Engel in seinem Haus stehend und sagend: Sende nach Joppe und laß kommen Simon, mit Beinamen genannt Petrus,

14 der reden wird Worte zu dir, durch die gerettet werden wirst du und dein ganzes Haus.

15 Nachdem aber begonnen hatte ich zu reden, fiel der Geist heilige auf sie wie auch auf uns im Anfang.

16 Ich gedachte aber des Wortes des Herrn, wie er sagte: Johannes zwar hat getauft mit Wasser, ihr aber werdet getauft werden mit heiligem Geist.

17 Wenn nun die gleiche Gabe gegeben hat ihnen Gott wie auch uns gläubig Gewordenen an den Herrn Jesus Christus, ich wer war mächtig, zu hindern Gott?

18 Gehört habend aber dieses, beruhigten sie sich und priesen Gott, sagend: Also auch den Heiden Gott das Umdenken zum Leben hat gegeben.

19 Die Zerstreuten nun unter der Bedrängnis geschehenen wegen Stephanus zogen umher bis Phönizien und Zypern und Antiochia, niemandem sagend das Wort, wenn nicht nur Juden.

20 Waren aber einige von ihnen Männer Zyprer und Zyrenäer, welche, gekommen nach Antiochia, redeten auch zu den Hellenisten, als Frohbotschaft verkündend den Herrn Jesus.

21 Und war Hand Herrn mit ihnen, und eine große Zahl, gläubig geworden, bekehrte sich zum Herrn.

22 Zu Gehör kam aber die Kunde in die Ohren der Gemeinde seienden in Jerusalem über sie, und sie sandten aus Barnabas, hinzugehen bis nach Antiochia.

23 Dieser, hingekommen und gesehen habend die Gnade Gottes, freute sich und ermahnte alle, nach dem Vorsatz des Herzens zu bleiben bei dem Herrn,

24 weil er war ein Mann, guter und voll heiligen Geistes und Glaubens. Und hinzugetan wurde eine zahlreiche Menge dem Herrn.

25 Er ging weg aber nach Tarsus, aufzusuchen Saulus,

26 und gefunden habend, brachte er nach Antiochia. Es fügte sich aber für sie, sogar ein ganzes Jahr zusammen kamen in der Gemeinde und lehrten eine zahlreiche Menge und hießen zum erstenmal in Antiochia die Jünger Christen.

27 Aber in diesen Tagen kamen herab von Jerusalem Propheten nach Antiochia.

28 Aufgestanden aber, einer von ihnen, mit Namen Agabus, zeigte an durch den Geist, eine große Hungersnot werde sein über die ganze bewohnte, welche kam unter, Klaudius.

29 Aber von den Jüngern, wie Vermögen hatte jemand, setzten sie fest, jeder von ihnen zur Unterstützung schicken solle den in Judäa wohnenden Brüdern;

30 dies auch taten sie, sendend zu den Ältesten durch Hand Barnabas und Saulus.

12

1 Aber in jener Zeit legte an Herodes, der König, die Hände, zu mißhandeln einige von denen aus der Gemeinde.

2 Er ließ töten aber Jakobus, den Bruder Johannes, mit Schwert.

3 Gesehen habend aber, daß wohlgefällig es ist den Juden, fügte er hinzu, festzunehmen auch Petrus waren aber die Tage der ungesäuerten Brote

4 den festgenommen habend er legte ins Gefängnis, übergeben habend vier Viererschaften von Soldaten, zu bewachen ihn, wollend nach dem Passafest vorführen ihn dem Volk.

5 Petrus zwar nun wurde verwahrt im Gefängnis; Gebet aber war inständig geschehend von der Gemeinde zu Gott für ihn.

6 Als aber wollte vorführen ihn Herodes, in jener Nacht war Petrus schlafend zwischen zwei Soldaten, gefesselt mit zwei Ketten, und Wächter vor der Tür bewachten das Gefängnis.

7 Und siehe, Engel Herrn trat hinzu, und Licht leuchtete in dem Raum; stoßend aber die Seite des Petrus, weckte er auf ihn, sagend: Steh auf in Schnelligkeit! Und ab fielen ihm die Ketten von den Händen.

8 Sagte aber der Engel zu ihm: Gürte dich und binde unter deine Sandalen! Er tat aber so. Und er sagt zu ihm: Wirf dir um deinen Mantel und folge mir!

9 Und hinausgegangen, folgte er, und nicht wußte er, daß wahr ist das Geschehende durch den Engel; er meinte aber, ein Gesicht zu sehen.

10 Aber gegangen durch erste Wache und zweite, kamen sie an das Tor eiserne führende in die Stadt, welches von selbst sich öffnete ihnen, und hinausgegangen, gingen sie weiter eine Gasse, und sofort entfernte sich der Engel von ihm.

11 Und Petrus, zu sich selbst gekommen, sagte: Nun weiß ich wahrhaftig, daß gesandt hat der Herr seinen Engel und herausgenommen hat mich aus Hand Herodes und der ganzen Erwartung des Volkes der Juden.

12 Und sich klargemacht habend, kam er an das Haus der Maria, der Mutter Johannes, mit Beinamen genannt Markus, wo waren viele versammelt und betend.

13 Geklopft hatte aber er an die Tür des Vorhofes, kam herbei eine Magd zu horchen, mit Namen Rhode,

14 und erkannt habend die Stimme des Petrus, vor Freude nicht öffnete sie das Tor, hineingelaufen aber, berichtete sie, stehe Petrus vor dem Tor.

15 Sie aber zu ihr sagten: Du bist von Sinnen. Sie aber bekräftigte, so sich verhalte. Sie aber sagten: Sein Engel ist.

16 Aber Petrus blieb dabei, klopfend; geöffnet habend aber, sahen sie ihn und gerieten außer sich.

17 Gewinkt habend aber ihnen mit der Hand zu schweigen, erzählte er ihnen, wie der Herr ihn herausgeführt habe aus dem Gefängnis, und er sagte: Berichtet Jakobus und den Brüdern dieses! Und hinausgegangen, ging er an einen anderen Ort.

18 Geworden war aber Tag, war nicht geringe Verwirrung bei den Soldaten, was wohl Petrus geworden sei.

19 Herodes aber, gesucht habend nach ihm und nicht gefunden habend, verhört habend die Wächter, befahl, abgeführt würden, und hinabgegangen von Judäa nach Cäsarea, verweilte er

20 Er war aber heftig zürnend Tyrern und Sidoniern; einmütig aber kamen sie zu ihm, und überredet habend Blastus, den über die Schlafkammer des Königs, erbaten sie Frieden, deswegen, weil ernährt wurde ihr Land von dem königlichen.

21 Aber an einem festgesetzten Tag Herodes, angezogen habend ein königliches Kleid und sich gesetzt habend auf die Rednerbühne, hielt eine öffentliche Rede an sie;

22 aber das Volk schrie zu: Gottes Stimme und nicht eines Menschen.

23 Sofort aber schlug ihn Engel Herrn dafür, daß nicht er gegeben hatte die Ehre Gott, und geworden von Würmern zerfressen, gab er den Geist auf.

24 Aber das Wort Gottes wuchs und mehrte sich.

25 Barnabas aber und Saulus kehrten zurück nach Jerusalem, erfüllt habend den ö Dienst, mit sich genommen habend Johannes, mit Beinamen genannt Markus.

13

1 Waren aber in Antiochia in der seienden Gemeinde Propheten und Lehrer: sowohl Barnabas als auch Simeon, genannt Niger, und Luzius, der Zyrenäer, und Manain, Herodes, des Tetrarchen, Jugendgefährte, und Saulus.

2 Gottesdienst hielten aber sie dem Herrn und fasteten, sagte der Geist heilige: Sondert aus doch ja mir Barnabas und Saulus zu dem Werk, zu dem ich berufen habe sie!

3 Da, gefastet habend und gebetet habend und aufgelegt habend die Hände ihnen, ließen sie ziehen.

4 Sie nun, ausgeschickt vom heiligen Geist, gingen hinab nach Seleuzia, und von dort segelten sie nach Zypern,

5 und gekommen nach Salamis, verkündeten sie das Wort Gottes in den Synagogen der Juden. Sie hatten aber auch Johannes als Diener.

6 Aber gezogen durch die ganze Insel bis Paphos, fanden sie einen Mann, Zauberer, falschen Propheten, Juden, welchem Name Barjesus,

7 welcher war bei dem Statthalter Sergius Paulus, einem verständigen Mann. Dieser, zu sich gerufen habend Barnabas und Saulus, wünschte zu hören das Wort Gottes.

8 Widerstand aber ihnen Elymas, der Zauberer so nämlich wird übersetzt sein Name, suchend abzuhalten den Statthalter vom Glauben.

9 Saulus aber, auch Paulus, erfüllt von heiligem Geist, fest den Blick gerichtet habend auf ihn,

10 sagte: O voll aller Arglist und aller Bosheit, Sohn Teufels, Feind aller Gerechtigkeit, nicht willst du aufhören, verkehrend die Wege des Herrn geraden?

11 Und nun siehe, Hand Herrn über dich, und du wirst sein blind, nicht sehend die Sonne bis zu einem Zeitpunkt. Und sofort fiel auf ihn Dunkelheit und Finsternis, und herumgehend, suchte er an der Hand Führende.

12 Da, gesehen habend der Statthalter das Geschehene, wurde gläubig, außer sich geratend über die Lehre des Herrn.

13 Abgefahren aber von Paphos, die um Paulus kamen nach Perge in Pamphylien; Johannes aber, sich getrennt habend von ihnen, kehrte zurück nach Jerusalem.

14 Sie aber, weitergezogen von Perge, kamen nach Antiochia, das pisidische, und hineingegangen in die Synagoge am Tag des Sabbats, setzten sie sich.

15 Aber nach der Verlesung des Gesetzes und der Propheten sandten die Synagogenvorsteher zu ihnen, sagend: Männer Brüder, wenn unter euch ist irgendein Wort Zuspruchs an das Volk, redet!

16 Aufgestanden aber Paulus und gewinkt habend mit der Hand, sagte: Männer Israeliten und ihr Fürchtenden Gott, hört:

17 Der Gott dieses Volkes Israel hat auserwählt unsere Väter, und das Volk hat er erhöht in der Fremde im Land Ägypten, und mit erhobenem Arm hat er herausgeführt sie aus ihm,

18 und etwa eine vierzigjährige Zeit hat er ertragen sie in der Wüste,

19 und vernichtet habend sieben Völker im Land Kanaan, gab er als Erbteil deren Land

20 etwa für vierhundertundfünfzig Jahre. Und danach gab er Richter bis zu Samuel, dem Propheten.

21 Und von da an erbaten sie sich einen König, und gab ihnen Gott den Saul, Sohn Kischs, einen Mann aus Stamm Benjamin, vierzig Jahre.

22 Und entfernt habend ihn, erhob er David ihnen zum König, zu dem er gesagt hat, Zeugnis gebend: Ich habe gefunden David, den Isais, einen Mann nach meinem Herzen, der tun wird alle meine Wünsche.

23 Von dessen Samen Gott gemäß Verheißung hat zugeführt dem Israel als Retter Jesus,

24 vorherverkündet hatte Johannes vor Angesicht seines Auftretens Taufe Umdenkens dem ganzen Volk Israel.

25 Als aber vollendete Johannes den Lauf, sagte er: Was ich, ihr vermutet, bin? Nicht bin ich! Doch siehe, er kommt nach mir, von dem nicht ich bin würdig, die Fußbekleidung der Füße zu lösen.

26 Männer Brüder, Söhne Geschlechts Abrahams, und ihr unter euch Fürchtenden Gott, uns das Wort dieser Rettung ist gesandt.

27 Denn die Wohnenden in Jerusalem und ihre Oberen, diesen nicht erkannt habend, auch die Stimmen der Propheten, an jedem Sabbat verlesen werdenden, geurteilt habend, haben erfüllt.

28 Und keine Schuld Todes gefunden habend, baten sie Pilatus, getötet werde er.

29 Als aber sie vollendet hatten alles über ihn Geschriebene, abgenommen habend vom Holz, legten sie in eine Grabkammer.

30 Aber Gott hat auferweckt ihn von Toten,

31 welcher erschienen ist über mehrere Tage den Hinaufgegangenen mit ihm von Galiläa nach Jerusalem, welche jetzt sind seine Zeugen vor dem Volk.

32 Und wir euch verkündigen als Frohbotschaft die an die Väter geschehene Verheißung,

33 daß diese Gott erfüllt hat ihren Kindern, uns, auferstehen lassen habend Jesus, wie auch im Psalm geschrieben ist zweiten: Mein Sohn bist du, ich heute habe gezeugt dich.

34 Daß aber er hat auferstehen lassen ihn von Toten, nicht mehr sollenden zurückkehren in Verwesung, so hat er gesagt: Ich werde geben euch die heiligen Davids, die zuverlässigen.

35 Deswegen auch in einem anderen sagt er: Nicht wirst du lassen deinen Heiligen sehen Verwesung.

36 Denn David zwar, eigenem Geschlecht gedient habend, nach dem Ratschluß Gottes entschlief und wurde hinzugetan zu seinen Vätern und sah Verwesung.

37 Aber, den Gott auferweckt hat, nicht sah Verwesung.

38 Kundgetan nun soll sein euch, Männer Brüder, daß durch diesen euch Vergebung Sünden verkündet wird, und von allem, von welchem nicht ihr konntet durch Gesetz Mose rechtskräftig freigesprochen werden,

39 Durch diesen jeder Glaubende wird rechtskräftig freigesprochen.

40 Seht zu nun, daß nicht herankommt das Gesagte in den Propheten:

41 Seht, ihr Verächter, und verwundert euch und werdet zunichte, weil ein Werk wirke ich in euren Tagen, ein Werk, das keinesfalls ihr glauben werdet, wenn jemand erzählt euch!

42 Hinausgingen aber sie, baten sie, am folgenden Sabbat gesagt würden ihnen diese Worte.

43 Sich aufgelöst hatte aber die Synagogenversammlung, folgten viele der Juden und der verehrenden Proselyten Paulus und Barnabas, welche, redend zu ihnen, zu bereden suchten sie, zu bleiben an der Gnade Gottes.

44 Aber am kommenden Sabbat fast die ganze Stadt versammelte sich, zu hören das Wort des Herrn.

45 Gesehen habend aber die Juden die vielen Leute, wurden erfüllt mit Eifersucht und widersprachen den von Paulus gesagt werdenden, lästernd.

46 Und mit Freimut sprechend, Paulus und Barnabas sagten: Euch, war nötig, zuerst gesagt wurde das Wort Gottes; da ihr von euch stoßt es und nicht für würdig erachtet euch selbst des ewigen Lebens, siehe, wir wenden uns zu den Heiden.

47 Denn so hat aufgetragen uns der Herr: Ich habe gesetzt dich zum Licht Heiden, daß bist du Rettung bis an Äußerste der Erde.

48 Hörend aber, die Heiden freuten sich und priesen das Wort des Herrn, und gläubig wurden alle, die waren bestimmt zum ewigen Leben.

49 Verbreitete sich aber das Wort des Herrn durch das ganze Land.

50 Aber die Juden hetzten auf die verehrenden Frauen vornehmen und die Ersten der Stadt und erregten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas und trieben hinaus sie aus ihrem Gebiet.

51 Sie aber, abgeschüttelt habend den Staub der Füße gegen sie, kamen nach Ikonion,

52 und die Jünger wurden erfüllt mit Freude und heiligem Geist.

14

1 Es geschah aber in Ikonion, in derselben hineingingen sie in die Synagoge der Juden und sprachen so, daß gläubig wurde von Juden sowohl als auch von Griechen eine zahlreiche Menge.

2 Aber die den Glauben verweigert habenden Juden hetzten auf und erbitterten die Gemüter der Heiden gegen die Brüder.

3 Geraume Zeit nun verweilten sie, mit Freimut sprechend im Vertrauen auf den Herrn, Zeugnis ablegenden für das Wort seiner Gnade, gebenden, Zeichen und Wunder geschahen durch ihre Hände.

4 Spaltete sich aber die Menge der Stadt, und die einen waren mit den Juden, die anderen mit den Aposteln.

5 Als aber entstand ein begieriger Entschluß der Heiden sowohl als auch Juden mit ihren Oberen, zu mißhandeln und zu steinigen sie,

6 gemerkt habend, entflohen sie in die Städte Lykaoniens, Lystra und Derbe, und das Umland,

7 und dort die Frohbotschaft verkündigend waren sie.

8 Und ein Mann kraftloser in Lystra an den Füßen saß, lahm von seiner Mutter Leib an, der niemals umhergegangen war.

9 Dieser hörte Paulus redend; der, fest den Blick gerichtet habend auf ihn und gesehen habend, daß er hat Glauben, daß gerettet werden konnte,

10 sagte mit lauter Stimme: Stehe auf auf deine Füße aufrecht! Und er sprang auf und ging umher.

11 Und die Leute, gesehen habend, was getan hatte Paulus, erhoben ihre Stimme, auf lykaonisch sagend: Die Götter, gleich geworden Menschen, sind herabgekommen zu uns.

12 Und sie nannten Barnabas Zeus, aber Paulus Hermes, da er war der Führende das Wort.

13 Und der Priester des Zeus seienden vor der Stadt, Stiere und Kränze an die Tore gebracht habend, mit den Leuten wollte opfern.

14 Gehört habend aber, die Apostel Barnabas und Paulus, zerrissen habend ihre Kleider, sprangen los in die Volksmenge, schreiend

15 und sagend: Männer, was dieses tut ihr? Auch wir gleichgeartete sind euch Menschen, verkündigend als Frohbotschaft, ihr von diesen nichtigen euch bekehrt zum lebendigen Gott, der gemacht hat den Himmel und die Erde und das Meer und alles in ihnen;

16 dieser in den vergangenen Geschlechtern hat gelassen alle Völker gehen auf ihren Wegen;

17 und doch nicht unbezeugt sich hat er gelassen, Gutes tuend, vom Himmel euch Regen gebend und fruchtbare Zeiten, anfüllend mit Nahrung und Freude eure Herzen.

18 Und dieses sagend, kaum brachten sie ab die Leute, daß nicht opferten ihnen.

19 Kamen herbei aber von Antiochia und Ikonion Juden und, überredet habend die Leute und gesteinigt habend Paulus, schleiften hinaus aus der Stadt, meinend, er tot sei.

20 Umringt hatten aber die Jünger ihn, aufgestanden, ging er hinein in die Stadt. Und am folgenden ging er hinaus mit Barnabas nach Derbe.

21 Und die Frohbotschaft verkündigt habend jener Stadt und zu Jüngern gemacht habend viele, kehrten sie zurück nach Lystra und nach Ikonion und nach Antiochia,

22 stärkend die Seelen der Jünger, ermahnend, zu bleiben an dem Glauben, und, daß durch viele Bedrängnisse es nötig ist, wir hineingehen in das Reich Gottes.

23 Eingesetzt habend aber ihnen in Gemeinde Älteste, betend mit Fasten, befahlen sie sie dem Herrn, an den sie gläubig geworden waren.

24 Und gezogen durch Pisidien kamen sie nach Pamphylien,

25 und geredet habend in Perge das Wort, gingen sie hinab nach Attalia.

26 Und von dort segelten sie ab nach Antiochia, von wo aus sie waren übergeben der Gnade Gottes zu dem Werk, das sie erfüllt hatten.

27 Angekommen aber und versammelt habend die Gemeinde, berichteten sie alles, was getan hatte Gott an ihnen und daß er geöffnet hatte den Heiden Tür zum Glauben.

28 Sie verweilten aber nicht geringe Zeit bei den Jüngern.

15

1 Und einige, herabgekommen von Judäa, lehrten die Brüder: Wenn nicht ihr euch beschneiden laßt nach dem Brauch Mose, nicht könnt ihr gerettet werden.

2 Entstanden war aber Zwist und nicht geringe Auseinandersetzung dem Paulus und dem Barnabas gegen sie, ordneten sie an, hinaufgingen Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen zu den Aposteln und Ältesten nach Jerusalem wegen dieser Streitfrage.

3 Sie nun, auf den Weg geleitet von der Gemeinde, durchzogen sowohl Phönizien als auch Samarien, erzählend die Bekehrung der Heiden, und bereiteten große Freude allen Brüdern.

4 Angekommen aber in Jerusalem, wurden sie aufgenommen von der Gemeinde und den Aposteln und den Ältesten und berichteten alles, was Gott getan hatte an ihnen.

5 Erhoben sich aber einige derer von der Gruppe der Pharisäer, gläubig Gewordene, sagend, daß es nötig sei, zu beschneiden sie und zu verlangen, zu halten das Gesetz Mose.

6 Und es versammelten sich die Apostel und die Ältesten, Einsicht zu gewinnen wegen dieser Frage.

7 Aber viel Auseinandersetzung entstanden war, aufgestanden, Petrus sagte zu ihnen: Männer Brüder, ihr wißt, daß seit alten Tagen unter euch sich auserwählt hat Gott, durch meinen Mund hören die Heiden das Wort der Frohbotschaft und gläubig werden.

8 Und der Herzenskenner Gott hat Zeugnis abgelegt, ihnen gegeben habend den Geist heiligen wie auch uns,

9 und in keiner Weise hat er einen Unterschied gemacht zwischen uns und ihnen, durch den Glauben gereinigt habend ihre Herzen.

10 Jetzt nun was versucht ihr Gott, aufzuerlegen ein Joch auf den Nacken der Jünger, das weder unsere Väter noch wir stark waren zu tragen?

11 Doch durch die Gnade des Herrn Jesus glauben wir gerettet zu werden, auf welche Weise auch jene.

12 Still wurde aber die ganze Menge, und sie hörten Barnabas und Paulus erzählend, wieviele getan hatte Gott Zeichen und Wunder unter den Heiden durch sie.

13 Nachdem aber still geworden waren sie, antwortete Jakobus, sagend: Männer Brüder, hört auf mich!

14 Simon hat erzählt, wie zuerst Gott darauf gesehen hat, zu gewinnen aus Heiden ein Volk seinem Namen.

15 Und mit diesem stimmen überein die Worte der Propheten, wie geschrieben ist:

16 Danach will ich mich umwenden und will wieder aufbauen die Wohnung Davids verfallene, und das Niedergerissene an ihr will ich wieder aufbauen und will wieder aufrichten sie,

17 damit suchen die übrigen der Menschen den Herrn, auch alle Völker, über denen genannt ist mein Name über sie, spricht Herr, tuend dieses,

18 bekanntgemachte von Ewigkeit.

19 Deswegen ich urteile, nicht Schwierigkeiten zu machen den aus den Heiden sich Bekehrenden zu Gott,

20 sondern vorzuschreiben ihnen, sich fernzuhalten von den Befleckungen durch die Götzen und der Unzucht und dem Erstickten und dem Blut.

21 Denn Mose seit alten Geschlechtern in Stadt die Verkündigenden ihn hat, in den Synagogen an jedem Sabbat vorgelesen werdend.

22 Da schien es gut den Aposteln und den Ältesten mit der ganzen Gemeinde, ausgewählt habend Männer aus ihnen, zu schicken nach Antiochia mit Paulus und Barnabas, Judas, genannt Barsabbas, und Silas, Männer führend unter den Brüdern,

23 geschrieben habend durch ihre Hand: Die Apostel und die n Ältesten als Brüder den in Antiochia und Syrien und Zilizien Brüdern aus Heiden Gruß.

24 Da wir gehört haben, daß einige von uns, ausgezogen, beunruhigt haben euch, mit Worten verwirrend eure Seelen, denen nicht wir einen Auftrag gegeben haben,

25 schien es gut uns, geworden einmütig, ausgewählt habend Männer, zu schicken zu euch mit den geliebten von uns Barnabas und Paulus,

26 Menschen eingesetzt habenden ihre Seelen für den Namen unseres Herrn Jesus Christus.

27 Wir haben gesandt nun Judas und Silas, und sie durch Wort mitteilend das selbe.

28 Denn es schien gut dem Geist heiligen und uns, keine mehr aufzuerlegen euch Last außer diesen notwendigen

29 euch fernzuhalten von Götzenopferfleisch und Blut und erstickter und Unzucht, vor welchen bewahrend euch, gut ihr werdet handeln. Lebt wohl!

30 Sie nun, verabschiedet, gingen hinab nach Antiochia, und versammelt habend die Menge, übergaben sie den Brief.

31 Gelesen habend aber, freuten sie sich über den Zuspruch.

32 Und Judas und Silas, auch selbst Propheten seiend, durch vieles Reden ermahnten die Brüder und stärkten;

33 verweilt habend aber eine Zeit, wurden sie verabschiedet mit Frieden von den Brüdern zu den gesandt Habenden sie.

35 Paulus aber und Barnabas verweilten in Antiochia, lehrend und als Frohbotschaft verkündigend mit noch anderen vielen das Wort des Herrn.

36 Aber nach einigen Tagen sagte zu Barnabas Paulus: Uns auf den Rückweg gemacht habend, doch laßt uns sehen nach den Brüdern in jeder Stadt, in denen wir verkündet haben das Wort des Herrn, wie sie sich befinden!

37 Barnabas aber wollte mitnehmen auch Johannes, genannt Markus;

38 Paulus aber hielt es für recht, den sich entfernt Habenden von ihnen von Pamphylien und nicht Gegangenen mit ihnen zu dem Werk nicht mitzunehmen diesen.

39 Entstand aber Verbitterung, so daß sich trennten sie von einander und Barnabas, mitgenommen habend Markus, absegelte nach Zypern.

40 Paulus aber, sich ausgewählt habend Silas, zog aus, übergeben der Gnade des Herrn von den Brüdern.

41 Er durchzog aber Syrien und Zilizien, stärkend die Gemeinden.

16

1 Er gelangte aber auch nach Derbe und nach Lystra. Und siehe, ein Jünger war dort, mit Namen Timotheus, Sohn einer jüdischen, gläubigen Frau, aber eines Griechen Vaters,

2 der ein gutes Zeugnis erhielt von den in Lystra und Ikonion Brüdern.

3 Dieser, wollte Paulus, mit ihm ausziehe, und genommen habend, beschnitt er ihn wegen der Juden seienden in jenen Gegenden; denn sie wußten alle, daß Grieche sein Vater war.

4 Als aber sie durchzogen die Städte, übergaben sie ihnen zu halten die Vorschriften beschlossenen von den Aposteln und Ältesten in Jerusalem.

5 Die Gemeinden nun wurden gestärkt im Glauben und wuchsen an der Zahl an Tag.

6 Sie durchzogen aber Phrygien und galatische Land, gehindert vom heiligen Geist, zu sagen das Wort in Asien;

7 gekommen aber gegen Mysien, versuchten sie, nach Bithynien zu ziehen, und nicht ließ sie der Geist Jesu;

8 vorbeigezogen aber an Mysien, gingen sie hinab nach Troas.

9 Und ein Gesicht während der Nacht Paulus erschien, ein Mann Mazedone war stehend und bittend ihn und sagend: Herübergekommen nach Mazedonien, hilf uns!

10 Als aber das Gesicht er gesehen hatte, sofort suchten wir fortzuziehen nach Mazedonien, schließend, daß berufen habe uns Gott, die Frohbotschaft zu verkündigen ihnen.

11 Abgefahren aber von Troas, fuhren wir geraden Laufs nach Samothrake und am folgenden nach Neapolis

12 und von dort nach Philippi, welches ist vom ersten Bezirk Mazedoniens eine Stadt, eine Kolonie. Wir waren aber in dieser Stadt verweilend einige Tage.

13 Und am Tag des Sabbats gingen wir hinaus aus dem Tor an Fluß, wo wir meinten, eine Gebetsstätte sei, und uns gesetzt habend, redeten wir zu den zusammengekommenen Frauen.

14 Und eine Frau mit Namen Lydia, Purpurhändlerin Stadt Thyatira, verehrend Gott, hörte zu, deren Herz der Herr öffnete, achtzugeben auf das gesagt Werdende von Paulus.

15 Als aber sie sich hatte taufen lassen und ihr Haus, bat sie, sagend: Wenn ihr geurteilt habt, ich gläubig an den Herrn bin, hereingekommen in mein Haus, bleibt! Und sie nötigte uns.

16 Es geschah aber, gingen wir zur Gebetsstätte, eine Sklavin, habend einen Geist einen Wahrsagegeist, begegnete uns, welche vielen Gewinn einbrachte ihren Herren, wahrsagend.

17 Diese, nachfolgend Paulus und uns, schrie, sagend: Diese Menschen Knechte Gottes des Höchsten sind, welche verkünden euch Weg zur Rettung.

18 Dies aber tat sie über viele Tage. Aufgebracht aber Paulus und sich hingewendet habend zu dem Geist, sagte: Ich gebiete dir im Namen Jesu Christi, auszufahren aus ihr; und er fuhr aus zu eben der Stunde.

19 Gesehen habend aber ihre Herren, daß ausgefahren war die Hoffnung auf ihren Gewinn, ergriffen habend Paulus und Silas, schleppten auf den Marktplatz vor die Oberen,

20 und hingeführt habend sie zu den Stadtrichtern, sagten sie: Diese Menschen versetzen in Erregung unsere Stadt, Juden seiend,

21 und verkünden Sitten, die nicht erlaubt ist uns anzunehmen noch auszuüben, Römer seienden.

22 Und zugleich stand auf die Menge gegen sie, und die Stadtrichter, heruntergerissen habend ihnen die Kleider, befahlen, mit Ruten zu schlagen,

23 und viele versetzt habend ihnen Schläge, warfen sie ins Gefängnis, befohlen habend dem Gefängniswärter, sicher zu verwahren sie.

24 Dieser, solchen Befehl erhalten habend, warf sie in das innerste Gefängnis und schloß fest ihre Füße in den Block.

25 Aber gegen Mitternacht Paulus und Silas, betend, priesen in Liedern Gott; hörten zu aber ihnen die Gefangenen.

26 Plötzlich aber ein Erdbeben geschah, ein großes, so daß erschüttert wurden die Grundmauern des Gefängnisses; öffneten sich aber sofort alle Türen, und aller Fesseln lösten sich.

27 Wach aber geworden der Gefängniswärter und gesehen habend ü geöffnet die Türen des Gefängnisses, gezogen habend das Schwert, wollte sich töten, meinend, entflohen seien die Gefangenen.

28 Rief aber mit lauter Stimme Paulus, sagend: Nichts tue dir Böses! Denn alle sind wir hier.

29 Gefordert habend aber Fackeln, sprang er hinein, und zitternd geworden, fiel er nieder vor Paulus und Silas,

30 und geführt habend sie hinaus, sagte er: Herren, was ich ist nötig, tue, damit ich gerettet werde?

31 Sie aber sagten: Glaube an den Herrn Jesus, und gerettet werden wirst du und dein Haus.

32 Und sie sagten ihm das Wort des Herrn mit allen in seinem Haus.

33 Und zu sich genommen habend sie in jener Stunde der Nacht, wusch er von den Schlägen und ließ sich taufen, er und die von ihm alle sofort,

34 und hinaufgeführt habend sie in das Haus, setzte er vor einen Tisch und jubelte mit dem ganzen Haus, gläubig geworden an Gott.

35 Tag aber geworden war, sandten die Stadtrichter die Gerichtsboten, sagend: Laß frei jene Menschen!

36 Berichtete aber der Gefängniswärter diese Worte an Paulus: Gesandt haben die Stadtrichter, daß ihr freigelassen werdet; jetzt also, hinausgegangen, geht in Frieden!

37 Aber Paulus sagte zu ihnen: Geprügelt habend uns öffentlich unverurteilt, Menschen Römer seiend, haben sie geworfen ins Gefängnis, und jetzt heimlich uns schieben sie ab? Nicht doch, sondern, gekommen, selbst uns sollen sie hinausführen!

38 Berichteten aber den Stadtrichtern die Gerichtsboten diese Worte. Sie fürchteten sich aber, gehört habend, daß Römer sie seien,

39 und, gekommen, gaben sie gute Worte ihnen, und hinausgeführt habend, baten sie, fortzugehen aus der Stadt.

40 Hinausgegangen aber aus dem Gefängnis, gingen sie hinein zu Lydia, und gesehen habend, ermutigten sie die Brüder und zogen hinweg.

17

1 Aber gereist durch Amphipolis und Apollonia, kamen sie nach Thessalonich, wo war eine Synagoge der Juden.

2 Aber nach dem Gewohnten dem Paulus ging er hinein zu ihnen, und an drei Sabbaten redete er zu ihnen aufgrund der Schriften,

3 eröffnend und darlegend, daß der Gesalbte, nötig war, n litt und auferstand von Toten. Und: Dieser ist der Gesalbte, Jesus, den ich verkündige euch.

4 Und einige von ihnen ließen sich überzeugen und schlossen sich an Paulus und Silas, sowohl von den verehrenden Griechen eine zahlreiche Menge als auch von den vornehmsten Frauen nicht wenige.

5 Eifersüchtig geworden aber die Juden und zu sich genommen habend von den Marktpöbelleuten einige üble Männer und einen Volksauflauf erregt habend, erfüllten mit Unruhe die Stadt, und sich gestellt habend an das Haus Jasons, suchten sie sie vorzuführen vor das Volk;

6 nicht gefunden habend aber sie, schleppten sie Jason und einige Brüder vor die Stadtoberen, rufend: die bewohnte in Aufruhr gebracht Habenden diese auch hier sind da,

7 die aufgenommen hat Jason; und diese alle zuwider den Verordnungen Kaisers handeln, König ein anderer sagend, sei, Jesus.

8 Sie erregten aber die Menge und die Stadtoberen, hörenden dieses,

9 und erhalten habend die erforderliche von Jason und den übrigen, ließen sie frei sie.

10 Aber die Brüder sofort während Nacht schickten weg sowohl Paulus als auch Silas nach Beröa, welche, angekommen, in die Synagoge der Juden gingen.

11 Diese aber waren anständiger als die in Thessalonich, welche annahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit, an Tag befragend die Schriften, ob sich verhalte dieses so.

12 Viele nun von ihnen wurden gläubig, und von den griechischen Frauen angesehenen und Männern nicht wenige.

13 Als aber erfahren hatten die Juden von Thessalonich, daß auch in Beröa verkündigt wurde von Paulus das Wort Gottes, kamen sie, auch dort aufhetzend und verwirrend die Leute.

14 Und sofort dann Paulus schickten weg die Brüder, zu reisen bis an das Meer, und zurück blieben sowohl Silas als auch Timotheus dort.

15 Aber die Hinführenden Paulus brachten bis Athen, und erhalten habend einen Auftrag an Silas und Timotheus, daß möglichst schnell sie kommen sollten zu ihm, reisten sie ab.

16 Aber in Athen erwartete sie Paulus, wurde erregt der Geist von ihm in ihm, sehenden voller Götterbilder seiend die Stadt.

17 Er redete nun in der Synagoge mit den Juden und den Verehrenden und auf dem Marktplatz an jedem Tag zu den zufällig Anwesenden.

18 Einige aber auch der epikureischen und stoischen Philosophen unterhielten sich mit ihm, und einige sagten: Was wohl will dieser Samenkörneraufleser sagen? Andere aber: Von fremden Göttern scheint er ein Verkündiger zu sein, weil Jesus und die Auferstehung als Frohbotschaft er verkündigte.

19 Und ergriffen habend ihn, auf den Areopag führten sie, sagend: Können wir erfahren, was diese neue, von dir gesagt werdende Lehre?

20 Denn einiges Befremdende bringst du heran an unsere Ohren; wir wollen also erfahren, was will dieses sein.

21 Athener aber alle und die dort sich aufhaltenden Fremden für nichts anderes hatten Zeit, als zu sagen etwas oder zu hören etwas ganz Neues.

22 Aufgetreten aber Paulus in Mitte des Areopags, sagte: Männer Athener, im Blick auf alles als ungewöhnlich gottesfürchtig euch sehe ich.

23 Denn umhergehend und betrachtend eure Heiligtümer, fand ich auch einen Altar, an dem daraufgeschrieben war: Einem unbekannten Gott. Was nun, nicht kennend, ihr verehrt, das ich verkündige euch.

24 Gott der gemacht habende die Welt und alles in ihr, dieser, Himmels und Erde seiend Herr, nicht in von Händen gemachten Tempeln wohnt,

25 und nicht von menschlichen Händen wird er bedient, bedürfend etwas, er selbst gebend allen Leben und Atem und alles;

26 und er hat gemacht, von einem einzigen jedes Volk Menschen wohnt auf ganzen Oberfläche der Erde, bestimmt habend festgelegte Zeiten und die festen Grenzen ihres Wohnsitzes,

27 zu suchen Gott, ob etwa sie ertasten könnten ihn und finden könnten, da ja auch nicht weit von einem jeden von uns seiend.

28 Denn in ihm leben wir und bewegen wir uns und sind wir, wie auch einige der unter euch Dichter gesagt haben: Denn auch dessen Geschlecht sind wir.

29 Geschlecht also seiend Gottes, nicht schulden wir zu meinen, Gold oder Silber oder einem Stein, einem Gebilde Kunst und Überlegung eines Menschen, das Göttliche sei gleich.

30 Die Zeiten nun der Unwissenheit übersehen habend, Gott im Blick auf die jetzt gebietet den Menschen, alle überall umdenken,

31 deshalb, weil er festgesetzt hat einen Tag, an dem er wird richten die bewohnte mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er bestimmt hat, Beglaubigung erbracht habend allen, auferstehen lassen habend ihn von Toten.

32 Gehört habend aber von einer Auferstehung Toten, die einen spotteten, die anderen sagten: Wir wollen hören dich über dieses auch wieder.

33 So Paulus ging weg aus ihrer Mitte.

34 Aber einige Männer, sich angeschlossen habend ihm, wurden gläubig, unter denen auch Dionysius der Areopagite und eine Frau mit Namen Damaris und andere mit ihnen.

18

1 Danach sich entfernt habend aus Athen, kam er nach Korinth.

2 Und gefunden habend einen Juden mit Namen Aquila, Pontiker nach der Herkunft, vor kurzem gekommen aus Italien, und Priszilla, seine Frau, deswegen, weil angeordnet hatte Klaudius, sich entfernen sollten alle Juden aus Rom, ging er zu ihnen,

3 und deswegen, weil das gleiche Handwerk treibend war, blieb er bei ihnen und arbeitete; sie waren nämlich Zeltmacher nach dem Handwerk.

4 Er sprach aber in der Synagoge an jedem Sabbat und suchte zu überzeugen Juden und Griechen.

5 Als aber herabgekommen waren von Mazedonien sowohl Silas als auch Timotheus, wurde ganz in Anspruch genommen von dem Wort Paulus, bezeugend den Juden, sei der Gesalbte Jesus.

6 Sich entgegenstellten aber sie und lästerten, ausgeschüttelt habend die Kleider, sagte er zu ihnen: Euer Blut über euer Haupt! Rein ich, von jetzt an zu den Heiden werde ich gehen.

7 Und umgezogen von dort, ging er hinein in Haus eines mit Namen Titius Justus, verehrenden Gott, dessen Haus war angrenzend an die Synagoge.

8 Krispus aber, der Synagogenvorsteher, wurde gläubig an den Herrn mit seinem ganzen Haus, und viele der Korinther, hörend, wurden gläubig und ließen sich taufen.

9 Sprach aber der Herr in einer Nacht durch ein Gesicht zu Paulus: Nicht fürchte dich, sondern rede und nicht schweige!

10 Denn ich bin mit dir, und niemand wird zusetzen dir, um zu mißhandeln dich, deswegen, weil ein Volk ist mir, zahlreiches, in dieser Stadt.

11 Er hielt sich auf aber ein Jahr und sechs Monate, lehrend unter ihnen das Wort Gottes.

12 Gallio aber Statthalter war von Achaia, erhoben sich einmütig die Juden gegen Paulus und führten ihn vor den Richterstuhl,

13 sagend: Gegen das Gesetz überredet dieser die Menschen, zu verehren Gott.

14 Wollte aber Paulus öffnen den Mund, sagte Gallio zu den Juden: Wenn wäre irgendein Unrecht oder ein böses Bubenstück, o Juden, gemäß einem vernünftigen Grund hätte ich ertragen euch;

15 wenn aber Streitfragen sind über Lehre und Namen und Gesetz das bei euch, sollt ihr zusehen selbst! Richter ich über diese nicht will sein.

16 Und er trieb weg sie vom Richterstuhl.

17 Ergriffen habend aber alle Sosthenes, den Synagogenvorsteher, schlugen vor dem Richterstuhl; und nichts von diesem Gallio lag am Herzen.

18 Aber Paulus, noch geblieben viele Tage, den Brüdern Lebewohl gesagt habend, fuhr ab nach Syrien, und mit ihm Priszilla und Aquila, sich scheren lassen habend in Kenchreä den Kopf; er hatte nämlich ein Gelübde.

19 Sie gelangten aber nach Ephesus, und jene ließ er zurück dort, er selbst aber, hineingegangen in die Synagoge, redete zu den Juden.

20 Baten aber sie, über mehr Zeit zu bleiben, nicht willigte er ein,

21 sondern Abschied genommen habend und gesagt habend: Wieder werde ich zurückkehren zu euch, Gott will, fuhr er ab von Ephesus;

22 und hinabgekommen nach Cäsarea, hinaufgegangen und begrüßt habend die Gemeinde, ging er hinab nach Antiochia.

23 Und verweilt habend einige Zeit, ging er weg, durchziehend der Reihe nach das galatische Land und Phrygien, stärkend alle Jünger.

24 Aber ein Jude, Apollos mit Namen, Alexandriner nach der Herkunft, ein redegewandter Mann, kam nach Ephesus, mächtig seiend in den Schriften.

25 Dieser war unterrichtet im Weg des Herrn, und brennend im Geist, redete er und lehrte genau das über Jesus, kennend nur die Taufe Johannes.

26 Und dieser begann mit Freimut zu reden in der Synagoge. Gehört habend aber ihn, Priszilla und Aquila nahmen zu sich ihn, und genauer ihm legten sie dar den Weg Gottes.

27 Wollte aber er hinüberziehen nach Achaia, ermuntert habend, die Brüder schrieben den Jüngern, freundlich aufzunehmen ihn, der, angekommen, half viel den gläubig Gewordenen durch die Gnade;

28 in schlagender Weise nämlich die Juden widerlegte er gänzlich, öffentlich zeigend durch die Schriften, sei der Gesalbte Jesus.

19

1 Es geschah aber, während Apollos war in Korinth, Paulus, durchzogen habend die oberen Gegenden, hinabkam nach Ephesus und fand einige Jünger,

2 und er sagte zu ihnen: Heiligen Geist habt ihr empfangen, gläubig geworden? Sie aber zu ihm: Nein, auch nicht, daß heiliger Geist ist, haben wir gehört.

3 Und er sagte: Worauf denn seid ihr getauft worden? Sie aber sagten: Auf die Taufe Johannes.

4 Sagte aber Paulus: Johannes hat getauft eine Taufe Umdenkens, dem Volk sagend, an den Kommenden nach ihm, daß sie glauben sollten, das ist an Jesus.

5 Gehört habend aber, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus.

6 Und aufgelegt hatte ihnen Paulus die Hände, kam der Geist heilige auf sie, und sie redeten mit Zungen und redeten prophetisch.

7 Waren aber im ganzen Männer etwa zwölf.

8 Hineingegangen aber in die Synagoge, sprach er mit Freimut über drei Monate, redend und mit Überzeugungskraft verkündend das über das Reich Gottes.

9 Als aber einige sich verhärteten und nicht glaubten, schmähend den Weg vor der Menge, sich entfernt habend von ihnen, sonderte er ab die Jünger, an Tag sich unterredend in der Schule Tyrannus.

10 Dies aber geschah über zwei Jahre, so daß alle Bewohnenden Asien hören konnten das Wort des Herrn, Juden sowohl als auch Griechen.

11 Und Machttaten nicht die ersten besten Gott tat durch die Hände Paulus,

12 so daß sogar auf die krank Seienden hingebracht wurden weg von seiner Haut Schweißtücher oder Schurze und wichen von ihnen die Krankheiten und die Geister bösen ausfuhren.

13 Unternahmen aber einige auch der umherziehenden jüdischen Beschwörer, zu nennen über den Habenden die Geister bösen den Namen des Herrn Jesus, sagend: Ich beschwöre euch bei dem Jesus, den Paulus verkündet.

14 Waren aber von einem gewissen Skeuas, einem Juden, einem Oberpriester, sieben Söhne dies tuend.

15 Antwortend aber, der Geist böse sagte zu ihnen: Zwar Jesus kenne ich und Paulus kenne ich, ihr aber, wer seid ihr?

16 Und losgesprungen der Mensch gegen sie, in dem war der Geist böse, Herr geworden über beide, war mächtig gegen sie, so daß nackt und verwundet entflohen aus jenem Haus.

17 Dies aber wurde bekannt allen Juden sowohl als auch Griechen, bewohnenden Ephesus, und fiel Furcht auf alle sie, und hoch gepriesen wurde der Name des Herrn Jesus.

18 Und viele der gläubig Gewordenen kamen, bekennend und berichtend ihre Taten.

19 Viele aber der das zur Zauberei Gehörige getan Habenden, zusammengetragen habend die Bücher, verbrannten vor allen; und sie rechneten zusammen deren Preise und kamen auf von Silber fünf Myriaden.

20 So in Kraft des Herrn das Wort wuchs und war mächtig.

21 Als aber vollendet war dieses, nahm sich vor Paulus im Geist, durchzogen habend Mazedonien und Achaia, zu reisen nach Jerusalem, gesagt habend: Nachdem gewesen bin ich dort, ist es nötig, ich auch Rom sehe.

22 Gesandt habend aber nach Mazedonien zwei der Dienenden ihm, Timotheus und Erastus, er selbst verweilte eine Zeitlang in Asien.

23 Entstand aber in jener Zeit nicht geringe Erregung über den Weg.

24 Denn ein gewisser Demetrius mit Namen, ein Silberschmied, machend silberne Tempel Artemis, verschaffte den Kunsthandwerkern nicht geringen Verdienst,

25 die versammelt habend und die mit den so beschaffenen Arbeiter, er sagte: Männer, ihr wißt, daß aus diesem Gewerbe der Wohlstand uns ist,

26 und ihr seht und hört, daß nicht nur in Ephesus, sondern fast in ganz Asien dieser Paulus, überredet habend, abgewandt hat eine beträchtliche Menge, sagend, daß nicht sind Götter die durch Hände Entstehenden.

27 Nicht nur aber läuft uns dieser Geschäftszweig Gefahr, in Verruf zu kommen, sondern auch der der großen Göttin Artemis Tempel, für nichts geachtet zu werden und im Begriff zu sein, sogar verlustig zu gehen der Hoheit von ihr, die ganz Asien und die bewohnte verehrt.

28 Gehört habend aber und geworden voll Wut, schrien sie, sagend: Groß die Artemis Epheser!

29 Und erfüllt wurde die Stadt von der Verwirrung, und sie stürmten einmütig in das Theater, gewaltsam ergriffen habend Gaius und Aristarchus, Mazedonier, Reisegefährten Paulus.

30 Paulus aber wollte hineingehen unter das Volk, nicht ließen ihn die Jünger;

31 einige aber auch der Asiarchen, seiend ihm freundlich gesinnt, geschickt habend zu ihm, mahnten, nicht zu begeben sich in das Theater.

32 Andere nun etwas anderes schrien; war nämlich die Versammlung verwirrt, und die mehreren nicht wußten, weswegen sie zusammengekommen waren.

33 Aber aus der Menge unterrichteten sie Alexander, vorgeschickt hatten ihn die Juden; aber Alexander, lebhaft bewegt habend die Hand, wollte eine Verteidigungsrede halten vor dem Volk.

34 Erfahren habend aber, daß Jude er ist, ein einziger Schrei erscholl von allen etwa über zwei Stunden Schreienden: Groß die Artemis Epheser!

35 Beruhigt habend aber der Stadtschreiber die Menge, sagt: Männer Epheser, wer denn ist Menschen, der nicht kennt die Stadt Epheser Tempelschirmerin seiende der großen Artemis und des vom Himmel gefallenen?

36 Unwidersprochen nun ist dieses, nötig ist es, ihr beruhigt seid und nichts Übereiltes tut.

37 Denn ihr habt herbeigeführt diese Männer, weder Tempelräuber noch Lästernde unsere Göttin.

38 Wenn nun Demetrius und die Kunsthandwerker mit ihm haben gegen irgendeinen eine Streitsache, Gerichtstage werden gehalten, und Statthalter sind; sie sollen anklagen einander!

39 Wenn aber etwas darüber hinaus ihr begehrt, in der gesetzmäßigen Versammlung wird es geklärt werden.

40 Denn wir laufen Gefahr, angeklagt zu werden wegen des heutigen Aufruhrs, kein Grund vorhanden ist, mit dem wir können werden ablegen Rechenschaft über diese Zusammenrottung. Und dieses gesagt habend, löste er auf die Versammlung.

20

1 Nach dem aber aufgehört hatte die Unruhe, habend zu sich kommen lassen Paulus die Jünger und ermutigt habend, Abschied genommen habend, zog er weg, zu reisen nach Mazedonien.

2 Durchzogen habend aber jene Gegenden und ermutigt habend sie mit vielem Reden, kam er nach Griechenland,

3 und verweilt habend drei Monate; gemacht worden war ein Anschlag gegen ihn von den Juden im Begriff seienden, abzufahren nach Syrien, wurde er Meinung, zurückzukehren durch Mazedonien.

4 Folgte aber ihm Sopater, Pyrrhus, Beröäer, von Thessalonichern aber Aristarch und Sekundus, und Gaius, ein Derber, und Timotheus, Asianer aber Tychikus und Trophimus.

5 Diese aber, vorausgegangen, erwarteten uns in Troas,

6 wir aber fuhren ab nach den Tagen der ungesäuerten Brote von Philippi, und wir kamen zu ihnen nach Troas binnen fünf Tagen, wo wir verweilten sieben Tage.

7 Aber am eins der Woche, versammelt waren wir, zu brechen Brot, Paulus redete zu ihnen, im Begriff seiend, fortzuziehen am folgenden, und er dehnte aus die Rede bis Mitternacht.

8 Waren aber zahlreiche Lampen im Obergemach, wo wir waren versammelt.

9 Sitzend aber ein junger Mann mit Namen Eutychus am Fenster, überwältigt werdend von tiefem Schlaf, redete Paulus über längere, überwältigt vom Schlaf, fiel vom dritten Stockwerk hinab und wurde aufgehoben tot.

10 Hinabgestiegen aber, Paulus fiel auf ihn, und umfaßt habend, sagte er: Nicht seid beunruhigt! Denn seine Seele in ihm ist.

11 Hinaufgestiegen aber und gebrochen habend das Brot und gegessen habend und über eine beträchtliche hin geredet habend bis zur Morgenröte, so zog er weg.

12 Sie brachten aber den jungen Mann lebend und wurden getröstet nicht mäßig.

13 Wir aber, vorausgegangen auf das Schiff, fuhren ab nach Assus, dort wollend aufnehmen Paulus; so nämlich angeordnet habend war er, wollend selbst zu Fuß gehen.

14 Als aber er zusammentraf mit uns in Assus, aufgenommen habend ihn, kamen wir nach Mitylene,

15 und von dort abgefahren am folgenden, gelangten wir gegenüber Chios, und am anderen fuhren wir hinüber nach Samos, und am folgenden kamen wir nach Milet.

16 Denn beschlossen hatte Paulus, vorbeizufahren an Ephesus, damit nicht widerfahre ihm, Zeit zu verlieren in Asien; denn er beeilte sich, wenn möglich es sein sollte ihm, am Tag des Pfingstfestes zu sein in Jerusalem.

17 Aber von Milet geschickt habend nach Ephesus, ließ er zu sich rufen die Ältesten der Gemeinde.

18 Als aber sie angekommen waren bei ihm, sagte er zu ihnen: Ihr wißt vom ersten Tag, seit dem ich hingekommen bin nach Asien, wie bei euch die ganze Zeit ich gewesen bin,

19 dienend dem Herrn mit aller Demut und Tränen und Versuchungen den widerfahrenen mir durch die Anschläge der Juden,

20 wie nichts ich verschwiegen habe von den nützlich seienden, so daß nicht verkündigt hätte euch und gelehrt hätte euch öffentlich und in Häusern,

21 bezeugend Juden sowohl als auch Griechen das Hin zu Gott Umdenken und Glauben an unseren Herrn Jesus.

22 Und nun siehe, gebunden ich durch den Geist, reise nach Jerusalem, das in ihr begegnen Werdende mir nicht wissend,

23 außer daß der Geist heilige in Stadt bezeugt mir, sagend, daß Fesseln und Bedrängnisse mich erwarten.

24 Aber keines Wortes halte ich das Leben wert mir selbst, um zu vollenden meinen Lauf und den Dienst, den ich empfangen habe von dem Herrn Jesus, zu bezeugen die Frohbotschaft von der Gnade Gottes.

25 Und nun siehe, ich weiß, daß nicht mehr sehen werdet mein Angesicht ihr alle, unter denen ich umhergezogen bin, verkündigend das Reich.

26 Deswegen bezeuge ich euch am heutigen Tag, daß rein ich bin von dem Blut aller;

27 denn nicht habe ich geschwiegen, so daß nicht verkündigt hätte den ganzen Ratschluß Gottes euch.

28 Gebt acht auf euch selbst und die ganze Herde, in der euch der Geist heilige eingesetzt hat als Aufseher, zu weiden die Gemeinde Gottes, die er sich erworben hat durch das Blut des eigenen!

29 Ich weiß, daß eindringen werden nach meiner Abreise gefährliche Wölfe bei euch, nicht schonend die Herde,

30 und aus euch selbst werden aufstehen Männer, redend Verkehrtes, um abzuziehen die Jünger hinter sich.

31 Deswegen seid wachsam, gedenkend, daß drei Jahre lang Nacht und Tag nicht ich aufgehört habe, unter Tränen ermahnend einen jeden!

32 Und im Blick auf die jetzt befehle ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, dem könnenden auferbauen und geben das Erbe unter allen Geheiligten.

33 Silber oder Gold oder Kleidung niemands habe ich begehrt;

34 selbst wißt ihr, daß meinen Bedürfnissen und den Seienden mit mir gedient haben; diese Hände.

35 In allen habe ich gezeigt euch, daß so sich Abmühende nötig ist, sich annehmen der schwach Seienden und gedenken der Worte des Herrn Jesus, daß er selbst gesagt hat: Selig ist mehr geben als nehmen.

36 Und dieses gesagt habend, gebeugt habend seine Knie, mit allen ihnen betete er.

37 Aber lautes Weinen entstand aller, und gefallen um den Hals des Paulus, küßten sie ihn,

38 Schmerz empfindend am meisten über das Wort, das er gesagt hatte, daß nicht mehr sie sollten sein Angesicht sehen. Und sie geleiteten ihn zum Schiff.

21

1 Als aber geschehen war, abgefahren waren wir, uns losgerissen habend von ihnen, geraden Laufs gefahren, kamen wir nach Kos und am folgenden nach Rhodos und von dort nach Patara,

2 und gefunden habend ein Schiff hinüberfahrendes nach Phönizien, bestiegen habend, fuhren wir ab.

3 Gesichtet habend aber Zypern und zurückgelassen habend es links, fuhren wir nach Syrien, und wir kamen hinab nach Tyrus; dorthin nämlich das Schiff war, ausladend die Ladung.

4 Und aufgefunden habend die Jünger, blieben wir hier sieben Tage, welche dem Paulus empfahlen durch den Geist, nicht hinaufzugehen nach Jerusalem.

5 Als aber es geschah, wir hatten verstreichen lassen die Tage, fortgezogen, reisten wir, geleiteten uns alle mit Frauen und Kindern bis außerhalb der Stadt, und gebeugt habend die Knie am Strand, gebetet habend,

6 rissen wir uns los voneinander, und wir stiegen hinein in das Schiff, jene aber kehrten zurück in das Eigene.

7 Wir aber, die Fahrt vollendet habend von Tyrus, gelangten nach Ptolemais und begrüßt habend die Brüder, blieben wir einen Tag bei ihnen.

8 Und am folgenden fortgezogen, kamen wir nach Cäsarea, und hineingegangen in das Haus Philippus, des Evangelisten, seiend von den Sieben, blieben wir bei ihm.

9 Diesem aber waren vier Töchter, Jungfrauen, prophetisch redende.

10 Blieben aber mehrere Tage, kam herab ein gewisser Prophet von Judäa mit Namen Agabus,

11 und gekommen zu uns und genommen habend den Gürtel des Paulus, gefesselt habend seine eigenen Füße und Hände, sagte er: Das sagt der Geist heilige: Den Mann, dessen ist dieser Gürtel, so werden fesseln in Jerusalem die Juden und werden übergeben in Hände Heiden.

12 Als aber wir gehört hatten dieses, baten dringend wir sowohl als auch die am Ort Befindlichen, daß nicht hinaufgehe er nach Jerusalem.

13 Da antwortete Paulus: Was tut ihr, weinend und brechend mein Herz? Denn ich, nicht nur mich fesseln zu lassen, sondern auch zu sterben in Jerusalem bereit halte mich für den Namen des Herrn Jesus.

14 Nicht sich überreden ließ aber er, beruhigten wir uns, sagend: Des Herrn Wille geschehe!

15 Und nach diesen Tagen, uns gerüstet habend, gingen wir hinauf nach Jerusalem;

16 mit gingen aber auch der Jünger von Cäsarea mit uns, hinbringend, bei dem wir gastlich aufgenommen werden sollten, einem gewissen Mnason, Zyprier, einem alten Jünger.

17 Angekommen waren aber wir in Jerusalem, gerne nahmen auf uns die Brüder.

18 Und am folgenden ging hinein Paulus mit uns zu Jakobus, und alle Ältesten kamen hin.

19 Und begrüßt habend sie, erzählte er im einzelnen jedes, was getan hatte Gott unter den Heiden durch seinen Dienst.

20 Sie aber, gehört habend, priesen Gott und sagten zu ihm: Du siehst, Bruder, wieviele Myriaden sind unter den Juden der gläubig Gewordenen, und alle Eiferer für das Gesetz sind;

21 sie sind unterrichtet worden aber über dich, daß Abfall du lehrst von Mose unter den Heiden alle Juden, befehlend, nicht beschneiden sie die Kinder und nicht nach den Gebräuchen wandeln.

22 Was also ist? Auf alle Fälle werden sie hören, daß du gekommen bist.

23 Dies nun tue, was dir wir sagen: Sind uns vier Männer, ein Gelübde habend auf sich.

24 Diese zu dir genommen habend, laß dich reinigen mit ihnen und bezahle für sie, damit sie sich scheren lassen den Kopf, und werden erkennen alle, daß, worin sie unterrichtet worden sind über dich, nichts ist, sondern du wandelst, auch selbst haltend das Gesetz.

25 Aber wegen der gläubig gewordenen Heiden wir haben die schriftliche Weisung ergehen lassen, beschlossen habend, sich hüten sie sowohl vor dem Götzenopferfleisch als auch Blut und Ersticktem und Unzucht.

26 Da Paulus, zu sich genommen habend die Männer, am folgenden Tag mit ihnen habend sich reinigen lassen, ging hinein in den Tempel, anzeigend die Erfüllung der Tage der Reinigung, bis dargebracht war für einen jeden von ihnen das Opfer.

27 Als aber im Begriff waren die sieben Tage, sich zu vollenden, die Juden von Asien, gesehen habend ihn im Tempel, brachten in Aufruhr die ganze Volksmenge und legten an an ihn die Hände,

28 schreiend: Männer Israeliten, helft! Das ist der Mann, gegen das Volk und das Gesetz und diesen Ort alle überall lehrend, dazu noch auch Griechen hat er hineingeführt in den Tempel und hat gemein gemacht diesen heiligen Ort.

29 Waren nämlich vorher gesehen Habende Trophimus, den Epheser, in der Stadt mit ihm, den, sie meinten, daß in den Tempel hineingeführt habe Paulus.

30 Und kam in Bewegung die ganze Stadt, und entstand ein Zusammenlauf des Volkes, und ergriffend habend Paulus, schleppten sie ihn hinaus aus dem Tempel, und sofort wurden geschlossen die Türen.

31 Und suchten ihn zu töten, kam hinauf Meldung zu dem Oberst der Kohorte, daß ganz Jerusalem in Aufruhr gebracht werde.

32 Dieser, sofort zu sich genommen habend Soldaten und Zenturionen, lief herab zu ihnen; sie aber, gesehen habend den Obersten und die Soldaten, hörten auf, schlagend Paulus.

33 Da, sich genähert habend, der Oberst ließ ergreifen ihn und befahl, gefesselt werde mit zwei Ketten, und fragte, wer er sei und was er sei getan habend.

34 Andere aber etwas anderes riefen in der Menge. Nicht konnte aber er erkennen das Sichere wegen des Lärms, befahl er, gebracht werde er in die Kaserne.

35 Als aber er kam auf die Stufen, geschah es, getragen wurde er von den Soldaten wegen der Gewalt der Menge;

36 denn folgte die Menge des Volkes, schreiend: Beseitige ihn!

37 Und im Begriff seiend, hineingebracht zu werden in die Kaserne, Paulus sagt zu dem Obersten: Ist es erlaubt mir, zu sagen etwas zu dir? Er aber sagte: Griechisch verstehst du?

38 Nicht denn du bist der Ägypter vor diesen Tagen aufgewiegelt habende und hinausgeführt habende in die Wüste die viertausend Männer der Dolchträger?

39 Sagte aber Paulus: Ich bin ein jüdischer Mann, Tarser in Zilizien, einer nicht unbedeutenden Stadt Bürger; ich bitte aber dich: Erlaube mir, zu reden zum Volk!

40 Erlaubt hatte aber er, Paulus, stehend auf den Stufen, winkte mit der Hand dem Volk; aber tiefe Stille eingetreten war, redete er an in der hebräischen Sprache, sagend:

22

1 Männer Brüder und Väter, hört meine jetzige Verteidigung vor euch!

2 Gehört habend aber, daß in der hebräischen Sprache er redete zu ihnen, mehr gewährten sie Ruhe. Und er sagt:

3 Ich bin ein Mann ein Jude, geboren in Tarsus in Zilizien, auferzogen aber in dieser Stadt, zu den Füßen Gamaliels unterrichtet nach Genauigkeit des väterlichen Gesetzes, ein Eiferer seiend für Gott, wie alle ihr seid heute,

4 der diesen Weg ich verfolgt habe bis zum Tod, fesselnd und übergebend in Gefängnisse Männer sowohl als auch Frauen,

5 wie auch der Hohepriester bezeugt mir und der ganze Ältestenrat, von denen auch Briefe angenommen habend an die Brüder, nach Damaskus ich ging, führen wollend auch die dort Seienden gefesselt nach Jerusalem, damit sie bestraft würden.

6 Es geschah aber mir Dahinziehendem und mich Näherndem Damaskus, um Mittag plötzlich vom Himmel strahlte ein helles Licht um mich,

7 und ich fiel auf den Boden und hörte eine Stimme, sagend zu mir: Saul, Saul, was mich verfolgst du?

8 Ich aber antwortete: Wer bist du, Herr? Und er sagte zu mir: Ich bin Jesus, der Nazoräer, den du verfolgst.

9 Die aber mit mir Seienden zwar das Licht sahen, aber die Stimme nicht hörten sie des Redenden zu mir.

10 Und ich sagte: Was soll ich tun, Herr? Und der Herr sagte zu mir: Aufgestanden ziehe nach Damaskus, und dort dir wird gesagt werden von allem, was verordnet ist dir zu tun.

11 Da aber nicht ich sah vor dem Glanz jenes Lichtes, an der Hand geführt werdend von den Seienden mit mir, kam ich nach Damaskus.

12 Aber ein gewisser Hananias, ein Mann, gottesfürchtig nach dem Gesetz, ein gutes Zeugnis empfangend von allen wohnenden Juden,

13 gekommen zu mir und herzugetreten, sagte zu mir: Saul, Bruder, werde wieder sehend! Und ich zu eben der Stunde wurde wieder sehend auf ihn.

14 Und er sagte: Der Gott unserer Väter hat bestimmt dich, zu erkennen seinen Willen und zu sehen den Gerechten und zu hören einen Ruf aus seinem Mund,

15 weil du sein wirst Zeuge für ihn vor allen Menschen, was du gesehen hast und hörtest.

16 Und jetzt, was zögerst du? Aufgestanden laß dich taufen und laß dir abwaschen deine Sünden, angerufen habend seinen Namen!

17 Es geschah aber mir Zurückgekehrtem nach Jerusalem und betete ich im Tempel, geriet ich in Entrückung

18 und sah ihn sagend zu mir: Beeile dich und geh hinaus in Schnelligkeit aus Jerusalem, deswegen, weil nicht sie annehmen werden dein Zeugnis über mich!

19 Und ich sagte: Herr, sie wissen, daß ich war ins Gefängnis werfen lassend und prügeln lassend in den Synagogen die Glaubenden an dich;

20 und als vergossen wurde das Blut Stephanus, deines Zeugen, sogar selbst war ich dabei stehend und Wohlgefallen habend und bewachend die Kleider der Tötenden ihn.

21 Und er sagte zu mir: Geh,. weil ich zu Völkern weit fort aussenden will dich!

22 Sie hörten aber ihn bis zu diesem Wort und erhoben ihre Stimme, sagend: Beseitige von der Erde den so Beschaffenen! Denn nicht geziemte es sich, er lebt.

23 Und schrien sie und abwarfen die Kleider und Staub warfen in die Luft,

24 befahl der Oberst, hineingeführt werde er in die Kaserne, befohlen habend, unter Geißelhieben verhört werde er, damit er erkenne, wegen welcher Ursache so sie schrien gegen ihn.

25 Als aber sie ausgestreckt hatten ihn für die Riemen, sagte zu dem dabeistehenden Zenturio Paulus: Einen Mann einen Römer, auch unverurteilt ist es erlaubt euch zu geißeln?

26 Gehört habend aber der Zenturio, gegangen zu dem Obersten, berichtete sagend: Was bist du im Begriff zu tun? Dieser Mann ja ein Römer ist.

27 Hingegangen aber, der Oberst sagte zu ihm: Sage mir, du ein Römer bist? Er aber sagte: Ja.

28 Antwortete aber der Oberst: Ich für eine große Geldsumme dieses Bürgerrecht habe mir erworben. Aber Paulus sagte: Ich aber sogar bin geboren.

29 Sofort nun ließen ab von ihm die im Begriff Seienden, ihn zu verhören; und auch der Oberst fürchtete sich, erfahren habend, daß ein Römer er ist, und weil ihn er war gefesselt habend.

30 Und am folgenden, wollend erfahren das Sichere in bezug auf das: Wessen er angeklagt wird von den Juden, löste er los ihn und hieß zusammenkommen die Oberpriester und den ganzen Hohen Rat, und hinabgeführt habend Paulus, stellte er vor sie.

23

1 Fest den Blick gerichtet habend aber Paulus auf den Hohen Rat, sagte: Männer Brüder, ich mit allem guten Gewissen habe mein Leben geführt vor Gott bis zu diesem Tag.

2 Und der Hohepriester Hananias befahl den Stehenden neben ihm, zu schlagen seinen Mund.

3 Da Paulus zu ihm sagte: Schlagen dich wird Gott, geweißte Wand! Du sitzt, richtend mich nach dem Gesetz, und wider das Gesetz handelnd, befiehlst du, ich geschlagen werde?

4 Aber die daneben Stehenden sagten: Den Hohenpriester Gottes schmähst du?

5 Und sagte Paulus: Nicht wußte ich, Brüder, daß er ist Hohepriester. Denn geschrieben ist: Von einem Oberen deines Volkes nicht sollst du reden lästerlich!

6 Erkannt habend aber Paulus, daß die eine Gruppe ist von Sadduzäern, aber die andere von Pharisäern, rief im Hohen Rat: Männer Brüder, ich ein Pharisäer bin, Sohn von Pharisäern; wegen Hoffnung und Auferstehung Toten ich werde vor Gericht gezogen.

7 Dies aber er gesagt hatte, entstand ein Zwist der Pharisäer und Sadduzäer, und es spaltete sich die Menge.

8 Sadduzäer auf der einen Seite nämlich sagen, nicht sei Auferstehung noch Engel noch Geist, Pharisäer auf der anderen Seite bekennen beides.

9 Entstand aber großes Geschrei, und aufgestanden, einige der Schriftgelehrten der Gruppe der Pharisäer setzten sich kämpfend ein, sagend: Nichts Böses finden wir an diesem Mann. Wenn aber ein Geist gesprochen hat zu ihm oder ein Engel?

10 Und großer Zwist entstand, in Furcht geraten der Oberst, daß zerrissen werde Paulus von ihnen, hieß die Truppe, herabgekommen, reißen ihn aus ihrer Mitte und bringen in die Kaserne.

11 Und in der folgenden Nacht, hingetreten zu ihm, der Herr sagte: Sei guten Muts! Denn wie du bezeugt hast das über mich in Jerusalem, so du ist nötig, auch in Rom Zeugnis ablegst.

12 Geworden war aber Tag, gemacht habend eine Zusammenrottung, die Juden verschworen feierlich sich, versprechend, weder zu essen noch zu trinken, bis sie getötet hätten Paulus.

13 Waren aber mehr als vierzig die diese Verschwörung von sich aus gemacht Habenden,

14 welche, gegangen zu den Oberpriestern und den Ältesten, sagten: Mit einem Fluch haben wir feierlich verschworen uns, nichts zu genießen, bis wir getötet haben Paulus.

15 Jetzt nun ihr tut kund dem Obersten zusammen mit dem Hohen Rat, daß er herabführe ihn vor euch wie Wollende erfahren genauer das über ihn; wir aber, bevor näherkommt er, bereit sind, zu töten ihn.

16 Gehört habend aber der Sohn der Schwester Paulus von dem Anschlag, hingekommen und hineingegangen in die Kaserne, berichtete Paulus.

17 Zu sich gerufen habend aber Paulus einen der Zenturionen, sagte: Diesen jungen Mann führe hin zu dem Obersten! Er hat nämlich zu berichten etwas ihm.

18 Er nun, mit sich genommen habend ihn, führte zu dem Obersten und sagt: Der Gefangene Paulus, zu sich gerufen habend mich, bat, diesen jungen Mann zu führen zu dir, habenden etwas zu sagen dir.

19 Ergriffen habend aber seine Hand der Oberst und sich zurückgezogen habend für sich, fragte: Was ist, was du hast zu berichten mir?

20 Er sagte aber: Die Juden haben vereinbart, zu bitten dich, daß morgen Paulus du herabführen läßt vor den Hohen Rat, wie Wollenden etwas genauer erforschen über ihn.

21 Du nun nicht gehorche ihnen! Denn lauern auf ihm von ihnen Männer mehr als vierzig, welche feierlich verschworen haben e sich, weder zu essen noch zu trinken, bis sie getötet haben ihn, und jetzt sind sie bereit, erwartend die Zusage von dir.

22 Der Oberst nun entließ den jungen Mann, befohlen habend, niemandem auszusagen, daß dieses du kundgetan hast vor mir.

23 Und zu sich gerufen habend zwei gewisse der Zenturionen, sagte er: Macht bereit zweihundert Soldaten, damit sie marschieren bis Cäsarea, und siebzig Reiter und zweihundert Leichtbewaffnete ab dritten Stunde der Nacht,

24 und Reittiere bereitstellen sollten, damit, habend aufsitzen lassen Paulus, sie sicher hinbrächten zu Felix, dem Statthalter,

25 geschrieben habend einen Brief, habend diesen Inhalt:

26 Klaudius Lysias dem hochgebietenden Statthalter Felix Gruß.

27 Diesen Mann, gefangen genommenen von den Juden und im Begriff seienden, getötet zu werden von ihnen, hingetreten mit der Truppe, habe ich herausgeholt, erfahren habend, daß Römer er ist.

28 Und wollend erfahren die Ursache, derentwegen sie anklagten ihn, ließ ich hinabführen vor ihren Hohen Rat,

29 den ich fand angeklagt werdend wegen Streitfragen ihres Gesetzes, aber keine würdige Todes oder Fesseln habend Anklage.

30 Angezeigt worden ist aber mir, ein Anschlag gegen den Mann sein werde, sofort schickte ich zu dir, befohlen habend auch den Anklägern, zu sagen das gegen ihn vor dir.

31 Die Soldaten nun, gemäß dem Befohlenen ihnen mitgenommen habend Paulus, führten während Nacht nach Antipatris;

32 und am folgenden, gelassen habend die Reiter weiterziehen mit ihm, kehrten sie zurück in die Kaserne;

33 diese, hingekommen nach Cäsarea und übergebend habend den Brief dem Statthalter, führten vor auch Paulus ihm.

34 Gelesen habend aber und gefragt habend, aus welcher Provinz er sei, und erfahren habend, daß aus Zilizien:

35 Ich werde verhören dich, sagte er, wenn auch deine Ankläger angekommen sind; befohlen habend, im Prätorium des Herodes bewacht werde er.

24

1 Und nach fünf Tagen ging hinab der Hohepriester Hananias mit einigen Ältesten und einem Anwalt, einem gewissen Tertullus, welche Anzeige erstatteten beim Statthalter gegen Paulus.

2 Gerufen worden war aber er, begann anzuklagen Tertullus, sagend: Viel Frieden erlangend durch dich und Verbesserungen, geschehende für dieses Volk durch deine Fürsorge,

3 auf jede Weise sowohl als auch überall nehmen wir an, hochgebietender Felix, mit aller Dankbarkeit.

4 Damit aber nicht für mehr dich ich aufhalte, bitte ich, anhörst du uns in Kürze in deiner Nachsicht.

5 Erfunden habend nämlich diesen Mann als Pest und anstiftend Unruhen allen Juden auf der bewohnten und als Anführer der Sekte der Nazoräer,

6 der auch den Tempel versucht hat zu entheiligen, den auch wir festgenommen haben,

8 von dem du können wirst, selbst nachgeforscht habend über all dieses, ermitteln, wessen wir anklagen ihn.

9 Mit angriffen aber auch die Juden, sagend, dieses so sich verhalte.

10 Und antwortete Paulus, gewinkt hatte ihm der Statthalter zu reden: Seit vielen Jahren seiend dich Richter diesem Volk wissend, guten Mutes das über mich verteidige ich,

11 kannst du ermitteln, daß nicht mehr sind mir Tage als zwölf, seit welchem ich heraufgekommen bin anbeten wollend, nach Jerusalem.

12 Und weder im Tempel fanden sie mich mit einem streitend oder einen Aufstand machend einer Volksmenge noch in den Synagogen noch in der Stadt,

13 noch überhaupt beweisen können sie dir, weswegen jetzt sie anklagen mich.

14 Ich bekenne aber dies dir, daß auf dem Weg, den sie nennen eine Sekte, so ich diene dem väterlichen Gott, glaubend all dem im Gesetz und dem in den Propheten Geschriebenen,

15 Hoffnung habend zu Gott, die auch selbst diese hegen, Auferstehung werde sein Gerechten sowohl als auch Ungerechten.

16 Deswegen auch selbst gebe ich mir Mühe, ein unverletztes Gewissen zu haben vor Gott und den Menschen durch alle.

17 Aber nach mehreren Jahren, Almosen geben wollend für mein Volk bin ich gekommen und Opfer,

18 bei denen sie fanden mich, mich habend reinigen lassen im Tempel, nicht mit einer Volksmenge und nicht mit Unruhe;

19 aber einige Juden aus Asien, die, es wäre nötig, vor dir anwesend sind und anklagen, wenn etwas sie haben sollten gegen mich.

20 Oder selbst diese sollen sagen, welches Unrecht sie gefunden haben, stand ich vor dem Hohen Rat,

21 als wegen dieses als einzigen Wortes, das ich gerufen habe, unter ihnen stehend: Wegen Auferstehung Toten ich werde vor Gericht gezogen heute vor euch.

22 Eröffnete den Vertagungsbeschluß aber ihnen Felix, recht genau kennend das über den Weg, sagend: Wenn Lysias, der Oberst, herunterkommt, werde ich entscheiden das bei euch,

23 befohlen habend dem Zenturio, bewacht werde er und habe Erleichterung und keinen zu hindern seiner Eigenen, zu dienen ihm.

24 Und nach einigen Tagen hingekommen Felix mit Drusilla, der eigenen Frau, seiend Jüdin, ließ kommen Paulus und hörte ihn über den Glauben an Christus Jesus.

25 Redete aber er über Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit und das Gericht zukünftige, voll Furcht geworden, Felix antwortete: Was das sich jetzt Verhaltende betrifft, geh! Eine günstige Zeit aber erlangt habend, werde ich zu mir rufen lassen dich,

26 gleichzeitig auch hoffend, daß Geld werde gegeben werden ihm von Paulus; deswegen auch, häufiger ihn kommen lassend, sprach er mit ihm.

27 Zeit von zwei Jahren aber sich erfüllt hatte, erhielt als Nachfolger Felix Porzius Festus; und wollend eine Gunst erweisen den Juden, Felix ließ zurück Paulus gefesselt.

25

1 Festus nun, betreten habend die Provinz, nach drei Tagen ging hinauf nach Jerusalem von Cäsarea.

2 Und erstatteten Anzeige bei ihm die Oberpriester und die Ersten der Juden gegen Paulus, und sie baten ihn,

3 für sich erbittend eine Gunst gegen ihn, daß er kommen lasse ihn nach Jerusalem, einen Anschlag machend, zu ermorden ihn auf dem Weg.

4 Festus nun antwortete, verwahrt werde Paulus in Cäsarea, er selbst aber im Begriff sei, in Bälde abzureisen.

5 Die nun unter euch, sagt er, Mächtigen, mit hinabgegangen, wenn Unrechtes, sollen anklagen ihn.

6 Verweilt habend aber unter ihnen nicht mehr Tage als acht oder zehn, hinabgegangen nach Cäsarea, am folgenden sich gesetzt habend auf den Richterstuhl, befahl er, Paulus vorgeführt werde.

7 Angekommen war aber er, stellten sich herum um ihn die von Jerusalem herabgekommenen Juden, viele und schwere Anschuldigungen vorbringend, die nicht sie stark waren zu beweisen,

8 Paulus sich verteidigte: Weder gegen das Gesetz der Juden noch gegen den Tempel noch gegen Kaiser irgendetwas habe ich gesündigt.

9 Festus aber, wollend den Juden eine Gunst erweisen, antwortend Paulus, sagte: Willst du, nach Jerusalem hinaufgegangen, dort über diese gerichtet werden vor mir?

10 Sagte aber Paulus: Vor dem Richterstuhl Kaisers stehend bin ich, wo ich nötig ist, gerichtet werde. Juden in keiner Weise habe ich unrecht getan, wie auch du recht gut weißt.

11 Wenn nun freilich ich unrecht tue und Würdiges Todes getan habe irgendetwas, nicht weise ich von mir ab das Sterben; wenn aber nichts ist,wessen diese anklagen mich, niemand mich kann ihnen preisgeben; Kaiser rufe ich an.

12 Da Festus, sich besprochen habend mit der Ratsversammlung, antwortete: Kaiser hast du angerufen, zum Kaiser sollst du ziehen.

13 Tage aber vergangen waren einige, Agrippa, der König, und Berenike kamen hin nach Cäsarea, begrüßend Festus.

14 Als aber mehrere Tage sie verweilten dort, Festus dem König legte zur Begutachtung vor das betreffend Paulus, sagend: Ein Mann ist zurückgelassen von Felix, ein Gefangener,

15 über den, war ich in Jerusalem, Anzeige erstatteten die Oberpriester und die Ältesten der Juden, fordernd gegen ihn Verurteilung.

16 Zu diesen sagte ich als Antwort: Nicht ist Sitte Römern, preiszugeben einen Menschen, eher als der Angeklagte vor Gesicht habe die Ankläger und Gelegenheit zur Verteidigung erhalten habe wegen der Anklage.

17 Mitgekommen waren nun sie hierher, keinen Aufschub gemacht habend, am folgenden mich gesetzt habend auf den Richterstuhl, befahl ich, vorgeführt werde der Mann;

18 über diesen, aufgetreten, die Ankläger keine Beschuldigung brachten vor, was ich vermutete Böses,

19 Streitfragen aber einige über die eigene Gottesfurcht hatten sie gegen ihn und über einen gewissen verstorbenen Jesus, von dem sagte Paulus, lebe.

20 Ratlos seiend aber ich hinsichtlich der Untersuchung über diese sagte, ob er wolle gehen nach Jerusalem und dort gerichtet werden über diese.

21 Aber Paulus Berufung eingelegt hatte, verwahrt werde er für die des Verehrungswürdigen Entscheidung, befahl ich, verwahrt werde er, bis ich hinschicken kann ihn zum Kaiser.

22 Agrippa aber zu Festus: Ich wollte auch selbst den Mann hören. Morgen, sagt er, sollst du hören ihn.

23 Am folgenden Tag nun, gekommen war Agrippa und Berenike mit viel Gepränge und hineingekommen waren in den Zuhörersaal sowohl mit Obersten als auch Männern den gemäß Vorzug der Stadt und befohlen hatte Festus, wurde vorgeführt Paulus.

24 Und sagt Festus: König Agrippa und alle anwesenden mit uns Männer, ihr seht diesen, wegen dessen die ganze Menge der Juden angegangen hat mich sowohl in Jerusalem als auch hier, rufend, nicht nötig sei, er lebe nicht mehr.

25 Ich aber habe festgestellt, nichts Würdiges er Todes getan hat; selbst aber dieser angerufen hat den Verehrungswürdigen, habe ich beschlossen, zu schicken.

26 Über diesen etwas Sicheres zu schreiben dem Herrn nicht habe ich; deswegen habe ich vorgeführt ihn vor euch und am meisten vor dich, König Agrippa, damit, die Untersuchung geschehen ist, ich habe, was ich schreiben soll;

27 unvernünftig nämlich mir scheint es, schickend einen Gefangenen, nicht auch die Beschuldigungen gegen ihn anzuzeigen.

26

1 Agrippa aber zu Paulus sagte: Es wird erlaubt dir, für dich selbst zu reden. Da Paulus, ausgestreckt habend die Hand, verteidigte sich:

2 Wegen all, wessen ich angeklagt werde von Juden, König Agrippa, habe ich geschätzt mich glücklich, vor dir im Sinn habend heute mich zu verteidigen,

3 vor allem Kenner seiend dich aller bei Juden Sitten sowohl als auch Streitfragen, deswegen bitte ich, großmütig anzuhören mich.

4 Meinen Lebenswandel nun von Jugend auf von Anfang an gewesenen in meinem Volk und in Jerusalem kennen alle Juden,

5 kennend mich von früher her, wenn sie wollen bezeugen, daß nach der strengsten Richtung unserer Religion ich gelebt habe als Pharisäer.

6 Und jetzt wegen Hoffnung auf die an unsere Väter ergangene Verheißung von Gott stehe ich, gerichtet werdend,

7 zu der unser Zwölfstämmevolk, mit Beharrlichkeit Nacht und Tag dienend, hofft zu gelangen, wegen welcher Hoffnung ich angeklagt werde von Juden, König.

8 Warum für unglaubwürdig wird beurteilt bei euch, daß Gott Tote auferweckt?

9 Ich allerdings nun schien mir selbst, gegen den Namen Jesu des Nazoräers es nötig sei, viel Feindseliges zu tun,

10 was auch ich getan habe in Jerusalem, und sowohl viele der Heiligen ich in Gefängnissen habe eingeschlossen, die Vollmacht von den Oberpriestern erhalten habend, als auch, umgebracht wurden sie, habe ich verurteilend abgegeben Stimme.

11 Und in allen Synagogen, oft strafend sie, zwang ich zu lästern, und übermäßig wütend gegen sie, verfolgte ich bis sogar in die draußen Städte.

12 Bei diesen reisend nach Damaskus mit Vollmacht und Erlaubnis der Oberpriester,

13 mitten am Tag auf dem Weg sah ich, König, vom Himmel her über den Glanz der Sonne umstrahlend mich ein Licht und die mit mir Reisenden.

14 Und alle niedergefallen waren wir auf die Erde, hörte ich eine Stimme, sagend zu mir in der hebräischen Sprache: Saul, Saul, was mich verfolgst du? Hart für dich, gegen Stachel auszuschlagen.

15 Ich aber sagte: Wer bist du, Herr? Und der Herr sagte: Ich bin Jesus, den du verfolgst.

16 Doch steh auf und stelle dich auf deine Füße! Denn dazu bin ich erschienen dir, zu bestimmen dich als Diener und Zeugen sowohl, als was du gesehen hast mich, als auch,als was ich erscheinen werde dir,

17 herausnehmend dich aus dem Volk und aus den Völkern, zu denen ich sende dich,

18 zu öffnen ihre Augen, damit sich abkehren von Finsternis zum Licht und der Macht des Satans zu Gott, damit empfangen sie Vergebung Sünden und Anteil unter den Geheiligten durch den Glauben an mich.

19 Daher, König Agrippa, nicht wurde ich ungehorsam dem himmlischen Gesicht,

20 sondern denen in Damaskus zuerst sowohl als auch Jerusalem und der ganzen Landschaft Judäas und den Heiden verkündigte ich, umzudenken und sich hinzuwenden zu Gott, des Umdenkens würdige Werke tuend.

21 Deswegen mich Juden ergriffen habend, seienden im Tempel, versuchten umzubringen.

22 Hilfe nun erlangt habend die von Gott bis zu diesem Tag, stehe ich, bezeugend einem Kleinen sowohl als auch einem Großen, nichts ausgenommen sagend sowohl, was die Propheten gesagt haben als Werdendes geschehen, als auch Mose,

23 daß dem Leiden unterworfen der Gesalbte, daß als erster aus Auferstehung Toten Licht er wird verkünden sowohl dem Volk als auch den Heiden.

24 Dieses aber er zur Verteidigung vorbrachte, Festus mit lauter Stimme sagt: Du bist von Sinnen, Paulus; das viele dich Studieren in Wahnsinn treibt.

25 Aber Paulus: Nicht bin ich von Sinnen, sagt, hochgebietender Festus, sondern Wahrheit und vernünftigen Denkens Worte spreche ich aus.

26 Kenntnis hat ja über diese der König, zu dem auch mit Freimut sprechend ich rede; verborgen ist nämlich ihm etwas von diesen, nicht glaube ich; denn nicht ist in einem Winkel geschehen dies.

27 Glaubst du, König Agrippa, den Propheten? Ich weiß, daß du glaubst.

28 Aber Agrippa zu Paulus: In kurzem mich erreichst du durch Überredung zu einem Christen zu machen.

29 Aber Paulus: Ich möchte beten zu Gott, sowohl in kurzer als auch in langer nicht nur du, sondern auch alle Hörenden mich heute werden solche, wie auch ich bin, ausgenommen diese Fesseln.

30 Und auf stand der König und der Statthalter und Berenike und die Sitzenden bei ihnen,

31 und sich zurückgezogen habend, sprachen sie zueinander, sagend: Nichts Todes oder Fesseln Würdiges tut dieser Mann.

32 Agrippa aber zu Festus sagte: Freigelassen sein hätte können dieser Mann, wenn nicht er angerufen hätte Kaiser.

27

1 Als aber beschlossen war, daß abfuhren wir nach Italien, übergaben sie sowohl Paulus als auch einige andere Gefangene einem Zenturio mit Namen Julius Kohorte Augusta.

2 Bestiegen habend aber ein adramyttenisches Schiff, im Begriff seiend, zu segeln nach den Orten längs Asiens, fuhren wir ab, war bei uns Aristarch, Mazedone, Thessalonicher.

3 Und am anderen liefen wir ein in Sidon, und freundlich Julius mit Paulus umgehend, erlaubte, zu den Freunden gegangen, Fürsorge zu erlangen.

4 Und von dort abgefahren, segelten wir hin unter Zypern, deswegen, weil die Winde waren widrig;

5 und das Meer längs Ziliziens und Pamphyliens durchfahren habend, kamen wir nach Myra in Lyzien.

6 Und dort gefunden habend der Zenturio ein alexandrinisches Schiff, segelnd nach Italien, ließ einsteigen uns in es.

7 Aber in vielen Tagen langsam segelnd und mit Mühe gekommen gegen Knidos, nicht heranließ uns der Wind, segelten wir hin unter Kreta gegen Salmone,

8 und mit Mühe vorübersegelnd an ihm, kamen wir an einen Ort, genannt Schöne Häfen, dem nahe eine Stadt war, Lasäa.

9 Aber geraume Zeit vergangen war und war schon gefährlich die Seefahrt, deswegen, weil auch das Fasten schon vorübergegangen war, mahnte Paulus,

10 sagend zu ihnen: Männer, ich sehe, daß mit Ungemach und viel Verlust nicht nur der Ladung und des Schiffes, sondern auch unserer Seelen wird sein die Fahrt.

11 Aber der Zenturio dem Steuermann und dem Schiffseigentümer mehr glaubte als dem von Paulus gesagt Werdenden.

12 Ungünstig aber der Hafen war zur Überwinterung, die mehreren faßten Beschluß, abzufahren von dort, ob vielleicht sie könnten, gelangt nach Phönix, überwintern, einem Hafen Kretas, blickend nach Südwesten und nach Nordwesten.

13 Leise zu wehen angefangen hatte aber ein Südwind, zur Meinung gekommen, den Vorsatz fest in die Hand bekommen zu haben, die Anker gelichtet habend, näher fuhren sie vorbei an Kreta.

14 Nach nicht viel aber stürzte sich herab von ihm ein einem Wirbelsturm gleicher Wind, genannt Euraquilo.

15 Mitgerissen wurde aber das Schiff und nicht konnte die Spitze entgegenwenden dem Wind, preisgegeben habend, ließen wir uns treiben.

16 Eine kleine Insel aber unterlaufen habend, genannt Kauda, konnten wir nur mit Mühe mächtig werden des Beiboots,

17 das hochgehoben habend, Hilfsmittel sie gebrauchten, umgürtend das Schiff; und fürchtend, daß in die Syrte sie hinausfielen, hinunter gelassen habend das Gerät, so ließen sie sich treiben.

18 Sehr aber vom Sturm herumgetrieben wurden wir, am folgenden einen Notauswurf machten sie,

19 und am dritten eigenhändig die Ausrüstung des Schiffes warfen sie.

20 Aber weder Sonne noch Sterne sich zeigten über mehrere Tage und ein nicht geringer Sturm bedrängte, im übrigen wurde weggenommen jede Hoffnung, darauf, daß gerettet würden wir.

21 Und große Appetitlosigkeit herrschte, da, aufgetreten Paulus in ihrer Mitte, sagte: Es wäre nötig gewesen allerdings, o Männer, gehorchend mir, nicht abfuhrt von Kreta und euch erspartet dieses Ungemach und den Verlust.

22 Und im Blick auf die jetzt mahne ich euch, guten Mutes zu sein; denn Verlust Lebens kein wird sein von euch außer des, Schiffes.

23 Denn trat neben mich in dieser Nacht des Gottes, dessen bin ich, dem auch ich diene, ein Engel,

24 sagend: Nicht fürchte dich, Paulus! Vor Kaiser du, es ist nötig, trittst, und siehe, geschenkt hat dir Gott alle Fahrenden mit dir.

25 Deswegen seid guten Mutes, Männer! Denn ich vertraue Gott, daß so es sein wird, in welcher Weise es gesagt worden ist mir.

26 Aber an eine Insel ist nötig, wir hinabfallen.

27 Als aber vierzehnte Nacht gekommen war, herumgetrieben wurden wir auf dem adriatischen Meer, in Mitte der Nacht vermuteten die Seeleute, sich nähere ihnen ein Land.

28 Und das Senkblei geworfen habend, fanden sie zwanzig Faden, kurz aber weitergefahren und wieder das Senkblei geworfen habend, fanden sie fünfzehn Faden.

29 Und fürchtend, daß irgendwo auf rauhe Gegenden wir verschlagen würden, aus Hinterschiff geworfen habend vier Anker, wünschten sie, Tag werde.

30 Aber die Seeleute suchten zu fliehen aus dem Schiff und niedergelassen hatten das Beiboot ins Meer unter Vorwand, als vom Vorderschiff Anker Wollende ausbringen,

31 sagte Paulus zu dem Zenturio und den Soldaten: Wenn nicht diese bleiben auf dem Schiff, ihr gerettet werden nicht könnt.

32 Da hieben ab die Soldaten die Taue des Beiboots und ließen es hinabfallen.

33 Aber bis Tag es wollte werden, ermahnte Paulus alle, zu sich zu nehmen Speise, sagend: Vierzehnten Tag heute wartend, ohne Speise verharrt ihr, nichts zu euch genommen habend.

34 Deswegen mahne ich euch, zu euch zu nehmen Speise; denn dies zu eurer Rettung gehört; von keinem nämlich von euch ein Haar vom Kopf wird verlorengehen.

35 Gesagt habend aber dieses und genommen habend Brot, dankte er Gott vor allen und, gebrochen habend, begann er zu essen.

36 Guten Mutes aber geworden, alle auch selbst nahmen zu sich Speise.

37 Wir waren aber im ganzen Seelen auf dem Schiff zweihundertsechsundsiebzig.

38 Gesättigt aber mit Speise, erleichterten sie das Schiff, hinauswerfend das Getreide ins Meer.

39 Als aber Tag geworden war, das Land nicht erkannten sie; eine Bucht aber bemerkten sie, habend einen Strand, an den sie beschlossen, wenn sie könnten, auflaufen zu lassen das Schiff.

40 Und die Anker gekappt habend, ließen sie im Meer, zugleich losgemacht habend die Haltetaue der Steuerruder und aufgezogen habend das Vorsegel, mit dem wehenden hielten sie zu auf den Strand.

41 Geraten aber auf eine auf beiden Seiten vom Meer umspülte Stelle ließen sie auflaufen das Schiff, und das Vorderschiff, sich festgerammt habend, blieb unbeweglich, aber das Hinterschiff wurde aufgelöst von der Gewalt der Wogen.

42 Aber unter den Soldaten ein Beschluß kam zustande, daß die Gefangenen sie töteten, damit nicht jemand, hinausgeschwommen, entfliehe.

43 Aber der Zenturio, wollend retten Paulus, hinderte sie an dem Vorhaben und hieß die Könnenden schwimmen, sich hinabgestürzt habend, als erste ans Land gehen

44 und die übrigen, die einen auf Brettern, die anderen auf irgendwelchen vom Schiff. Und so geschah es, alle gerettet wurden ans Land.

28

1 Und gerettet, da erfuhren wir, daß Malta die Insel genannt wird.

2 Und die Einheimischen gewährten nicht die erste beste Freundlichkeit uns; denn angezündet habend ein Feuer, nahmen sie zu sich alle uns wegen des Regens eingetretenen und wegen der Kälte.

3 Zusammengerafft hatte aber Paulus von Reisig eine Menge und daraufgelegt hatte auf das Feuer, eine Natter, infolge der Hitze herausgekommen, biß sich fest an seiner Hand.

4 Als aber sahen die Einheimischen hängend das Tier an seiner Hand, zu einander sagten sie: Auf jeden Fall ein Mörder ist dieser Mensch, den, gerettet aus dem Meer, die Rachegöttin leben nicht ließ.

5 Er nun, abgeschüttelt habend das Tier in das Feuer, erlitt nichts Böses;

6 sie aber erwarteten, er werde anschwellen oder umfallen plötzlich tot. Über viel aber sie warteten und sahen nichts Ungewöhnliches an ihm geschehend, ihre Meinung geändert habend, sagten sie, er sei ein Gott.

7 Aber in den um jenen Ort waren Landgüter dem Ersten der Insel mit Namen Publius, der, aufgenommen habend uns, drei Tage freundlich beherbergte.

8 Es geschah aber, der Vater des Publius, von Fieberschauern und Ruhr erfaßt, darniederlag, zu dem Paulus hineingegangen und gebetet habend, aufgelegt habend die Hände ihm, heilte ihn.

9 Dies aber geschehen war, auch die übrigen auf der Insel Habenden Krankheiten kamen hinzu und wurden geheilt,

10 die auch mit vielen Ehren ehrten uns und Abfahrenden mitgaben das für die Bedürfnisse.

11 Aber nach drei Monaten fuhren wir ab in einem Schiff, überwintert habenden auf der Insel, einem alexandrinischen, gekennzeichnet mit Dioskuren.

12 Und eingelaufen in Syrakus, blieben wir drei Tage,

13 von wo, im Bogen gesegelt seiend, wir gelangten nach Rhegion. Und nach einem Tag aufgekommen war Südwind, am zweiten Tag kamen wir nach Puteoli,

14 wo, gefunden habend Brüder, wir gebeten wurden, bei ihnen zu bleiben sieben Tage; und so nach Rom kamen wir.

15 Und von dort die Brüder, gehört habend das über uns, kamen zur Begegnung mit uns bis Appii Forum und Drei Tabernen, die gesehen habend Paulus, gedankt habend Gott, faßte Mut.

16 Als aber wir hineingekommen waren nach Rom, wurde erlaubt dem Paulus, zu bleiben für sich mit dem ihn bewachenden Soldaten.

17 Es geschah aber nach drei Tagen, zu sich zusammenrief er die seienden der Juden erste; zusammengekommen waren aber sie, sagte er zu ihnen: Ich, Männer Brüder, nichts Feindseliges getan habend dem Volk oder den Sitten väterlichen, als Gefangener aus Jerusalem wurde übergeben in die Hände der Römer,

18 welche, verhört habend mich, wollten freilassen, deswegen, weil keine Schuld Todes war bei mir.

19 Widersprachen aber die Juden, wurde ich gezwungen, anzurufen Kaiser, nicht als mein Volk habend in irgendetwas anzuklagen.

20 Wegen dieser Ursache nun habe ich herbeigerufen euch zu sehen und anzusprechen; denn wegen der Hoffnung Israels mit dieser Kette bin ich angetan.

21 Sie aber zu ihm sagten: Wir weder einen Brief über dich haben empfangen von Judäa, noch, hergekommen, jemand der Brüder hat berichtet oder gesagt etwas über dich Böses.

22 Wir verlangen aber von dir zu hören, was du denkst; denn allerdings über diese Sekte bekannt uns ist, daß überall sie mit Worten bekämpft wird.

23 Bestimmt habend aber ihm einen Tag, kamen zu ihm in die Unterkunft mehr, denen er darlegte, bezeugend das Reich Gottes und versuchend zu überzeugen sie betreffs Jesus sowohl aus dem Gesetz Mose als auch den Propheten von morgens bis Abend.

24 Und die einen ließen sich überzeugen durch das gesagt Werdende, die andern glaubten nicht.

25 Uneinig aber seiend mit einander, trennten sie sich, gesagt hatte Paulus ein einziges Wort: Gut der Geist heilige hat geredet durch Jesaja, den Propheten, zu euren Vätern,

26 sagend: Geh zu diesem Volk und sage: Mit Anhören werdet ihr hören, und keinesfalls werdet ihr verstehen, und sehend werdet ihr sehen, und keinesfalls werdet ihr wahrnehmen.

27 Denn unempfindlich geworden ist das Herz dieses Volkes, und mit den Ohren schwer haben sie gehört und ihre Augen haben sie geschlossen, damit nicht sie sehen mit den Augen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und umkehren und ich heilen werde sie.

28 Kundgetan nun sei euch, daß den Heiden gesandt wurde dieses Heil Gottes; sie auch werden hören.

30 Er blieb aber ganze zwei Jahre in einer eigenen Mietwohnung, und er nahm auf alle Hinkommenden zu ihm,

31 verkündigend das Reich Gottes und lehrend das über den Herrn Jesus Christus mit allem Freimut ungehindert.